'Die Pranken des Löwen' - Seiten 271 - 369

  • Na ja, Adlige vor allem Königinnen hatten in der Regel nicht ein solches Verhältnis zu den Kindern, wie man das heutzutage kennt. Allgemein war Familie im Mittelalter sehr anders definiert. Von daher finde ich das Verhältnis von Matilda zu ihren Kindern nicht besonders kühl oder distanziert. Das war da einfach mehr oder weniger normal.

    Wahrscheinlich hast du recht. Aber es ist dennoch immer wieder erschreckend, dass gerade in den adligen Kreisen sich die Kinder später gegen ihre Eltern wenden und es auch gerne mal zum "Kampf" Vater gegen Sohn kam. :(

  • Nein, Robert kann nicht tot sein, dass geht nicht.


    Er hat aber absolut Recht, als er Mathilda den Kopf zurecht setzt. Die Bauern liefern die Grundlage und deshalb kann ihre Aufgabe nicht so gering sein, sie werden viel zu wenig geschätzt.


    Die Kriegsszenen sind teilweise nichts für zarte Gemüter. Aber sie gehören dazu. Die Fluchtszene fand ich sehr gelungen.


    Hugh gefällt mir als Figur sehr, ich mag ihn.

  • Da ich heute in der Uni ein bisschen mehr "unnütze Zeit" hatte als normal (der Prof hat wegen des Deutschland-Spiels die Vorlesung nach vorne gelegt), habe ich es heute wirklich noch geschafft auch diesen Abschnitt zu beenden.

    Meine Lieblingsszene in diesem Abschnitt war eindeutig die Fluchtszene aus der Burg - so etwas liebe ich ja zu lesen.

    Solche Szenen finde ich auch immer klasse. :-) Irgendwie lockern sie das ganze ein wenig auf und man kann so schön mitfiebern, ob auch ja alles klappt. D'Osney war aber ein absolut unsympathischer Charakter, nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Bei solchen Leuten ist es irgendwie kein Wunder mehr, dass man nicht mehr weiß, wem man überhaupt noch trauen kann.

    Und Robert hat inzwischen echt Profil gewonnen und ist nicht mehr der blasse Held vom Anfang der Geschichte. Das gefällt mir.

    Das gefällt mir auch sehr. Insbesondere im ersten Leserundenabschnitt fand ich ihn auch noch sehr blass. Aber mittlerweile hat er an Charakter und auch an Schwächen gewonnen und wirkt dadurch gleich viel realer.

    Na ja, Adlige vor allem Königinnen hatten in der Regel nicht ein solches Verhältnis zu den Kindern, wie man das heutzutage kennt. Allgemein war Familie im Mittelalter sehr anders definiert. Von daher finde ich das Verhältnis von Matilda zu ihren Kindern nicht besonders kühl oder distanziert. Das war da einfach mehr oder weniger normal.

    Das fing ja meist sogar schon im Säuglingsalter an, da gab es die Ammen, denen man das Kind quasi in die Arme gelegt hat, sobald es angefangen hat zu schreien. Um die Erziehung haben sich dann meist auch irgendwelche Hauslehrer bzw. Waffenmeister gekümmert, dementsprechend war die Bindung zwischen Eltern und Kindern auch einfach nicht dasselbe wie sie es heute ist.


    Mac P. Lorne Mir war gar nicht bewusst, dass du reitest und das anscheinend auch recht erfolgreich (vielleicht sollte ich mal den Klappentext lesen ;-) ). Dass du deine Geschichten mit den Pferden in die Romane einbaust finde ich interessant, vor allem hat es hier ja auch so wunderbar in den Kontext gepasst. Hast du in den Pranken noch mehr Geschichten verarbeitet?

  • Mir war gar nicht bewusst, dass du reitest und das anscheinend auch recht erfolgreich (vielleicht sollte ich mal den Klappentext lesen ;-) ). Dass du deine Geschichten mit den Pferden in die Romane einbaust finde ich interessant, vor allem hat es hier ja auch so wunderbar in den Kontext gepasst. Hast du in den Pranken noch mehr Geschichten verarbeitet?

    Mehr kommen in den nachfolgenden Bänden. Roncall, Ares, Snowwhite, Achill etc. hat es alle gegeben bzw. gibt es noch. :wave

    There must be a beginning of any great matter, but the continuing unto the end until it be thoroughly finished yields the true glory. (Francis Drake)

  • So, nach dem Abschnitt hab ich gleich weitergelesen :-)

    Bei dem Cliffhanger mochte ich nicht unterbrechen.


    Die ewigen Schlachten und Intrigen im Krieg haben nicht nur Robert zermürbt, ich tu mir mit sowas auch immer schwer, weil ich mir denke, dass man doch einfach mal den gesunden Menschenverstand nutzen sollte, dann würde sich schon eine vernünftige Lösung finden lassen.

    Aber das funktioniert ja heute auch nicht....


    Der Abschied von Hugh ist mir auch schwer gefallen, allerdings muss er doch schon ein gewisses Alter erreicht haben. Und es ist doch echt erstaunlich, dass er immernoch unter den Kämpfenden unterwegs ist. ICh hätte ihm einen friedlichen Lebensabend echt gegönnt, das war aber wohl zu dieser Zeit nicht möglich.

  • Auch Matilda macht sich ja inzwischen Gedanken und ist des Kämpfens müde. Dass sie mal eine ehrliche Aussprache mit Robert anstrebt, war schon lange fällig. Ja, das mit dem gesunden Menschenverstand klappt bis heute nicht so recht, wenn man sich das Weltgeschehen so ansieht. Es war damals so und hat sich auch nie geändert, dass Macht und Geld an erster Stelle stehen.

    Die Szene mit Hugh fand ich auch sehr traurig, und der Verlust seines Mentors und treuen Freundes ist Robert schon sehr an die Nieren gegangen.

    Ich kann ja auch nicht so recht glauben, dass Robert tot ist.

    Deshalb habe ich auch jetzt nur kurz unterbrochen und werde mich gleich wieder auf das Buch stürzen, denn nach diesem Cliffhanger könnte ich heute Nacht nicht schlafen, also "muss" ich erstmal weiterlesen. ;)

  • Hier tat es mir tatsächlich ein bisschen um die Spannung leid, denn die Zeitangaben im Personenverzeichnis verraten leider ein bisschen was.


    Ansonsten gefiel mir aber der Abschnitt sehr gut, vor allem die Fluchtszene: Gibt es für die Belege, oder entstammt die deiner Fantasie, Mac P. Lorne ?


    Was mich bei Roberts Pferd gewundert hat: Wie üblich war es damals, dass ein verwundetes Pferd "aufgepäppelt" wurde? Ich kenne aus Romanen eher die

    Variante, dass man dem treuen Tier den Gnadenschuss gab.

    SUB 203 (StartSUB 203)


    :lesend David Peace - Damned United
    :lesend Affinity Konar - Mischling
    :lesend Andreas Gruber - Todesfrist (Hörbuch)

  • Die Flucht Mathildas aus Oxford hat sich im Wesentlichen so abgespielt, wie ich sie beschrieben habe. Sogar der Name des Kastellans und sein Tod im Fluss stimmt. Man weiß nur nicht, ob sie in einem Korb herabgelassen worden oder selbst hinuntergeklettert ist.

    Gute Pferde waren damals sehr, sehr teuer. Man hat sie durchaus behandelt, wenn man eine Chance sah, sie zu heilen. Eher noch als Leibeigene oder arme Leute, die als wertlos angesehen wurden.

    Schreckliche Zeit.

    There must be a beginning of any great matter, but the continuing unto the end until it be thoroughly finished yields the true glory. (Francis Drake)