'Gut Greifenau - Nachtfeuer' - Seiten 440 - Ende

  • Was für ein Finale, wie soll man denn nach dem Cliffhanger noch warten...:pueh


    Schlimm für Katharina, das ihre Flucht scheitert, sie ist eine tolle junge Frau. Was ihr jetzt blüht kann ich mir leider gut vorstellen..


    Wird Konstantin überleben und gibt es ein Happy End mit Rebecca ?


    Das Alex schwul ist, überrascht mich übrigens kein bisschen, das Gefühl hatte ich schon länger.


    Anastasia und Feodora brauche ich im nächsten Band übrigens so gar nicht, ich weiss bereits jetzt das ich vor Wut wieder in mein Kissen beissen werde. Aber auch die gehören dazu. Für mich war hier nichts zuviel, das brauchen wir alles um uns vor Spannung auf den nächsten Band zu zerfleischen. Gut gemacht, Hanna


    :blume







  • Ich bin euch noch mein abschließendes Fazit schuldig. Habe ich unter der Woche ganz vergessen, sorry!


    Also für mich war es nur ein kleines bisschen, too much. Das ein Cliffhanger diesen Roman beschließen würde war für mich irgendwie klar, denn die Spannung muss ja hoch gehalten werden ;-)

    Ich denke wir, als Vielleser, müssen auch immer bedenken, dass mit solchen Romanen Menschen erreicht werden sollen, die viel seltener lesen als wir und für die es nicht selbstverständlich ist mehrere Bücher einer Autorin oder eines Autors in einem Jahr zu lesen (siehe Jeffrey Archer / Cliffton-Saga).


    Ich bin sehr gespannt wie es im März weitergeht und freue mich schon auf den abschließenden Band. Rezension folgt in Kürze.

  • Sorry, ich habe den letzten Abschnitt jetzt übersprungen und heute die letzen 120 Seiten an einem Stück gelesen.

    Boa, auf den letzten Seiten hat Hanna uns noch eine Breitseite verpasst und lässt meine Lieblingsfigur niederstechen. Wenigstens findet Rebecca Konstantin noch und ich denke nicht, dass er stirbt. Aber trotzdem ziemlich fies.

    Und Katharina gelingt die Flucht auch nicht. Das hatte ich schon befürchtet. Das ging einfach zu glatt. Jetzt ist meine einzige Hoffnung, dass irgendwelche politischen oder gesellschaftspolitischen Gründe dieser vermaledeiten Hochzeit in die Quere kommen. Die Vorstellung, der ekelhafte Ludwig könnte Hand an Katharina legen, treibt mir die Galle hoch.


    Gab natürlich auch schöne Szenen. (Ich bin jetzt durcheinander, ob das hier oder noch im letzten Abschnitt war. :/) Albert offenbart sich seiner Mutter. Hach, Albert mag ich auch sooo gerne. Und endlich knackt seine raue Schale. Aber warum mag Ida ihn denn nicht. Hat sie nur Angst oder steckt da mehr dahinter?


    Überhaupt, die jungen Männer sind hier gar nicht schlecht (bis auf Ludwig). Auch Julius ist Klasse und seine Briefe sind schon ziemlich "erste-Sahne-Liebesbriefe". Welches Mädel könnte da nein sagen. Und Eugen und Wiebke, die beiden sind einfach zu schüchtern. Also allerorts Liebespärchen, die nicht zusammenkommen können - oder vielleicht doch. Das ist tatsächlich fast ein bisserl viel auf einmal.

    Ja, und nicht zu vergessen Alexander und sein franzsösicher Geliebter. Das ging aber auch schnell zur Sache, wenn der nur 10 Tage da war. Da hat Alexander aber schnell erkannt, dass er schwul ist und sich verliebt. Ich finde ihn gar nicht so garstig. Er suchte halt immer noch nach seinem Weg. Und auch wenn er so tut, als würde er Katharina erpressen, so richtig glaube ich nicht, dass er sie hinhängen würde. Er sucht halt nach Liebe, Anerkennung und Glück. Jetzt hat er einen Plan. Ich bin gespannt, ob er das schafft.


    Die älteste Grafentochter ist dagegen ein Ebenbild ihrer Mutter. Eine intrigante snobistische Tusse. Die sollte auch mal ein bisschen Unglück kennenlernen. Wie auch die Mutter. Und auch der Graf - aber der hat seine Strafe ja schon. Wie blöd kann man sein und nur aus Angst vor Spritzen den eigenen Irrsinn und Tod durch Syphillis in Kauf nehmen. :pille Sorry, dem gehört es nicht anders. Soll man ja nicht sagen, aber fast schon schade, dass er seine Frau nicht angesteckt hat. Wobei der das doch auffallen muss, wenn der Mann so gar nichts mehr von ihr will. Über viele Monate. :/ Auch wenn sie wahrscheinlich froh ist ihre Ruhe zu haben. Sie ist ja schwer mit den russischen Verwandten beschäftigt. Wie sie Konstantin wie Luft behandelt - auch so eine typische Nummer.


    Mein Fazit: Es passiert wahnsinnig viel in diesem zweiten Band. Man erfährt auch soeiniges über die politischen Verwicklungen im Krieg. Das finde ich sehr spannend. Sehr viel Drama in dieser Geschichte. Vielleicht too much für manchen - aber mir gefällt es trotzdem sehr gut.

  • So ähnlich ergeht es mir auch gerade. Ich überlege die ganze Zeit, und komme mehr und mehr zu dem Ergebnis, daß seinerzeit das Ende von „Das Imperium schlägt zurück“deutlich weniger dramatisch und schlimm war wie dieser Mittelteil einer Trilogie. Da gab es wenigstens noch Hoffnung - hier eigentlich nicht mehr. Ob das so gut ist?

    Cooler Vergleich. Das war wirklich schlimm, als Han Solo da als sein eigenes Standbild gegossen wurde. Oh Mann, da habe ich echt gelitten. Allerdings musste man dann ja ewig warten auf die Auflösung. Hier Gott sei Dank nur wenige Wochen.

    Und ich denke, hier gibt es viel Hoffnung, weil die stirbt ja bekanntlich zuletzt. Der Krieg oder dessen Ende werden sicher auch noch einiges durcheinanderwürfeln. Und Die jungen Leute sind doch mutig und müssten sich nur zusammentun. Und die Wandlungen in der Gesellschaft schreiten ja auch voran. Ich bin sehr zuversichtlich, dass sich da noch einige Schicksale zum Guten wenden. Vielleicht nicht alle. Aber wer weiß.

  • Ja, und nicht zu vergessen Alexander und sein franzsösicher Geliebter. Das ging aber auch schnell zur Sache, wenn der nur 10 Tage da war. Da hat Alexander aber schnell erkannt, dass er schwul ist und sich verliebt. Ich finde ihn gar nicht so garstig. Er suchte halt immer noch nach seinem Weg.

    Alexander hat doch schon in seinem Internat erkannt, dass er schwul ist. Er hat doch da von 2 Jungs erzählt, durch die ihm das klar wurde...

  • Alexander hat doch schon in seinem Internat erkannt, dass er schwul ist. Er hat doch da von 2 Jungs erzählt, durch die ihm das klar wurde...

    Da hatte ich den Eindruck, dass er das da nicht zugelassen hat und seine Gefühle verdrängt hat, weil es nicht sein sollte und man damals ja auch mit dem Thema noch nicht offen umging. Ein Teenager konnte seine Empfindungen da sicher nicht einordnen.

  • Cooler Vergleich. Das war wirklich schlimm, als Han Solo da als sein eigenes Standbild gegossen wurde. Oh Mann, da habe ich echt gelitten. Allerdings musste man dann ja ewig warten auf die Auflösung. Hier Gott sei Dank nur wenige Wochen.

    Um dabei zu bleiben: als Han Solo ein Standbild wurde, war der Film nicht zu Ende. Ich habe den seit etlichen Jahren nicht mehr gesehen, meine aber, daß im Schlußbild Luke und Leia durch ein Fenster in den Weltraum sahen und entweder die einen Dialog hatten oder eine Stimme aus dem Off kam, daß man Han Solo retten werde - also ein eher hoffnungsvoller Ausgang.


    Um bei dem Vergleich zu bleiben: das Buch hier endet mich mit dem Verwandeln von Han Solo in ein Standbild - ohne irgendeine Andeutung, wie es weiter geht oder irgendeine Hoffnung.


    Daß Konstantin das überleben wird, dürfte andererseits außer Frage stehen - der dritte Band kommt ja noch. Aber in der heutigen Zeit, da Dystopien eine solche Anhängerschaft haben, mag ein solches Ende in die Zeit passen. Aber ich habe nie behauptet, daß ich in die heutige Zeit passe. ;-)

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895)

  • Um bei dem Vergleich zu bleiben: das Buch hier endet mich mit dem Verwandeln von Han Solo in ein Standbild - ohne irgendeine Andeutung, wie es weiter geht oder irgendeine Hoffnung.

    Hab ich tatsächlich anders gelesen (hab das Buch gerade nicht zur Hand). Hieß es nicht so ungefähr...."sollte Konstantin das überleben, dann wollte er nicht dass......" Für mich war da klar, okay, der überlebt das. :-]

  • Hanna opfert (noch) nicht Konstantin, den benötigt sie doch noch für den finalen Band. Weil diese Notwendigkeit eigentlich feststeht, hätte das Buch in dieser Hinsicht nicht so dramatisch enden müssen. Zumindest, dass der Arzt noch zur Behandlung der Wunden rechtzeitig gerufen wird und man sich natürlich wundert, wieso es gerade in der Nähe von Rebeccas Zuhause geschehen ist. Ich hoffe und erwarte, in Band drei zu erfahren, wer hinter dem Anschlag steckt. Danach wird man beurteilen können, ob dieser Anschlag von der Dramaturgie notwendig war.

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)

  • Hab ich tatsächlich anders gelesen (hab das Buch gerade nicht zur Hand). Hieß es nicht so ungefähr...."sollte Konstantin das überleben, dann wollte er nicht dass......" Für mich war da klar, okay, der überlebt das. :-]

    Der letzte Satz lautet:

    "So zärtlich, so stürmisch, so unbedingt ein guter Grund, um zu überleben."

    Die Verletzung wird vorher - für mich als medizinischen Laien - allerdings als so schwer dargestellt, daß er vielleicht gerne überleben möchte, doch für mich sieht es an der Stelle so aus, als ob es beim Möchten bleiben würde. (Davon abgesehen gehe ich davon aus, daß er überlebt.)


    Inwieweit das von der Dramaturgie notwendig war, wird man sehen. Ich entsinne mich an einen Darkover-Band, in dem eine der Hauptfiguren starb. Das habe ich MZB (Marion Zimmer Bradley) ziemlich übel genommen, vor allem weil dieser Tod absolut unnötig war. In einem Interview hat die Autorin später gesagt, dieser Tod sei ihr größter schriftstellerischer Fehler gewesen - eben weil er (auch nicht für die Dramaturgie) nicht notwendig war.

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895)

  • Der letzte Satz lautet:

    "So zärtlich, so stürmisch, so unbedingt ein guter Grund, um zu überleben."

    Nein ich meinte:

    Aber wenn er weiterlebte, dann durfte niemand davon erfahren. Sonst käme der Attentäter zurück...

  • ich hab jetzt ein paar Tage gebraucht, diese ganzen "unfertigen Sachen" auseinander zu bröseln und zu sortieren. Mir gefällt es auch nicht, an so vielen Stellen noch sog. "offene Posten" zu haben, aber Teil 3 ist ja schon in relativer Nähe, hoffentlich gibt es da für einiges Klarheit.


    Also: Der Termin für die Hochzeit von Katharina steht - auch wenn sie das nicht will. Sie hat die Chance, Julius' Mutter zu sprechen und ihr das mitzuteilen. Daraufhin schafft Julius es, einen Termin für die Flucht auszugucken; leider wird diese Flucht durch Katharinas Vater vereitelt; wer hat die beiden Liebenden verraten? Wer ist Schuld daran, das diese Flucht scheitert? Wieso ist Adolphis "so schnell" am Bahnhof? Fragen über Fragen....


    Alexander hat seine Berufung und Neigung entdeckt.... spät aber für ihn hoffentlich nicht zu spät. Das er, als er seinem Vater erzählen will, wie seine Berufung ist und wie er sie zu leben gedenkt (Musikstudium am besten Konservatorium), feststellt, das sein Vater an der sog. Franzosenkrankheit leidet... das muss ein Schock gewesen sein. Mal sehen, ob und wie er daraus noch Kapital schlagen kann. Vielleicht kann er als nachgeborener Grafensohn doch noch irgendwo und irgendwie sein Leben leben und genießen.


    Das Feodora ihren Sohn Konstantin wie Luft behandelt, war für mich klar. Sie hat -aus welchen Gründen auch immer- nicht verstanden, das Konstantin die Tätigkeit als Spitzel machen musste - wie er sich dabei fühlt/gefühlt hat, danach fragt sie nicht. Sie sieht nur sich und sich und sich und ihre russische Familie, nicht aber den Gewissenskonflikt, in den sie ihre deutsche Familie bringt. Das alle Kinder von den Besuchen/Aufenthalten der russ. Flüchtlinge genervt sind, bemerkt sie wohl auch nicht, aber so hat sie sich ja meiner Meinung nach die ganze Zeit dargestellt.


    Mir ist noch nicht so ganz klar, wer der Täter ist, der Konstantin ein Messer in den Körper jagt. Wenn ich mich richtig erinnere, sprach diese Person wohl russisch, was darauf schließen lassen könnte, das es ein Mitglied der div. Flüchtlings-Trupps aus Russland ist, die auf Greifenau Station machen - eben auch ein Spitzel.... Sterben wird er vermutlich noch nicht, damit wäre ja ein "tragender Protagonist" nicht mehr da. Ich gehe davon aus, das er eine gewisse Zeit mit dieser Stichverletzung kämpfen wird....


    Mal sehen, was Teil 3 so alles auflöst

  • Auch ich bin mit diesem Buch fertig.


    In diesem Leseabschnitt passiert so viel, ich hoffe ich habe noch alles im Kopf. Katharinas Hochzeitstermin wird festgelegt auch gegen ihren Willen. Sie flieht mit Hilfe von Julius und wird auf der Flucht von ihrem Vater aus dem Zug geholt. Mir blieb fast das Herz stehen, als ich dies gelesen habe. Woher wusste ihr Vater, dass sie überhaupt flüchten will, und wann?


    Alexander entdeckt, dass er schwul ist. Er wird sich endlich klar darüber, was er mit seinem Leben anfangen will. Musik studieren, aber ob das seine Eltern erlauben. Außerdem findet er heraus, dass sein Vater krank ist. Zuerst ist er schockiert, bin aber mal gespannt, ob er dieses Wissen noch für sich nutzen kann.


    Feodora schafft es auch in diesem Abschnitt, dass sie auf Platz 1 in meiner Antipathie Liste bleibt. Dass sie Katharina gemein behandelt ist ja nicht neu, dass sie es nun aber auch auf Konstantin abgesehen hat ist neu, kam aber nicht überraschend. Sie gibt ihm die Schuld, dass der russische Zar gestürzt wurde und ihre Verwandtschaft flüchten muss.


    Als dann auch noch Konstantin niedergestochen wird, bin ich mit den Nerven am Ende. Der dritte Teil kommt jetzt gerade recht.


    Meine Rezi folgt noch.