'Clockwork Orange' - Teil 1

  • Ich finde, dass man es auch ganz gut ohne Russisch-Kenntnisse verstehen kann. Man muss sich natürlich rein denken und mal eben kurz nebenbei lesen ist auch nicht drin. Zumindest bei mir nicht.

    Mit den Nadsat-Ausdrücken hatte ich auch ohne ins Glossar zu gucken wenig Probleme. Ich fand den ganzen Stil an sich extrem schwierig und anstrengend zu lesen, so dass ich nie richtig in das Buch rein kam

  • Mit den Nadsat-Ausdrücken hatte ich auch ohne ins Glossar zu gucken wenig Probleme. Ich fand den ganzen Stil an sich extrem schwierig und anstrengend zu lesen, so dass ich nie richtig in das Buch rein kam

    Ich musste mich auch rein lesen, dann ging es. Vielleicht war ich einfach nur überrascht vom Stil. Das hatte ich so nicht erwartet.

  • Mit den Nadsat-Ausdrücken hatte ich auch ohne ins Glossar zu gucken wenig Probleme. Ich fand den ganzen Stil an sich extrem schwierig und anstrengend zu lesen, so dass ich nie richtig in das Buch rein kam

    Das stimmt. Einfach zu lesen ist es nicht. Deswegen konnte ich gestern Abend auch gar nicht weiter lesen. Hoffentlich schaffe ich heute ein Kapitelchen. Meine Konzentrationsfähigkeit ist jetzt - eine Woche vor dem Urlaub - quasi gar nicht mehr vorhanden :yikes

    "Monsters are real, and ghosts are real, too. They live inside us, and sometimes, they win."

    (Stephen King)

  • Wenn ich es richtig verstanden habe, dann gibt es das Nadsat auch in der Originalausgabe. Aber ob es dort auch Droogie (Freunde), Ludi (Leute, Menschen) gibt, bolschi (groß), Dewotschkas und Malchicks (Mädchen und Jungen) und ob Alex Moloko (Milch) liebt, weiß ich nicht, aber ich denke schon.

    Ok, danke.

    Das Glossar wäre wahrscheinlich hilfreich, aber ich komme einigermaßen klar. So tief muss ich in die Materie auch nicht einsteigen.

    Ich werde heute Abend vielleicht noch den dritten Teil lesen können, und weiß nun, dass ich dann ggf. nochmal zurückbättern muss.

    Hast du die Gewaltszenen auch quer gelesen?


    Da muss ich jetzt sagen: Nachdem ich das Buch nun gelesen habe (ich kannte den Inhalt nicht) finde ich die Frage, wie mit Menschen umgegangen wird, die NICHT zu einer freien Willensbildung in der Lage sind, erschreckend aktuell.

    Solche Menschen gibt es auch heute zahlreich mitten unter uns - ohne fremd verabreichte chemische Drogen wie bei Burgess, aber aufgrund z.B. schwerer psychischer Erkrankungen und aus einigen anderen Gründen.

    In Deutschland ist ganz aktuell ein weiterer Teil des Bundesteilhabe-Gesetzes in Kraft, das aber, wie alle Gesetze, nur einen Teil der Fragen löst und dafür viele neue Aufwirft.

    Wer da Berührungspunkte hat, privat oder beruflich, sieht einen aktuellen Bezug.

    Die Grundproblematik ist wahrscheinlich immer aktuell, aber die Art der Umsetzung vielleicht nicht mehr so in die Zeit passend.

    Ob junge Menschen, die in Brennpunkten aufwachsen damit (damit meine ich die erzählerische Umsetzung) heute etwas anfangen könnten?

    Was meint ihr?


    Es verblüfft mich immer wieder, dass und wie Alex auf klassische Musik steht. Heavy Metal erschiene mir passender :grin.

    Wie ist das im Film umgesetzt?


    Teil 1 endet ja bitter für Alex, die alte Frau stirbt und seine Kumpels haben ihn hingehängt.

  • Ok, danke.

    Das Glossar wäre wahrscheinlich hilfreich, aber ich komme einigermaßen klar. So tief muss ich in die Materie auch nicht einsteigen.

    Inzwischen habe ich herausbekommen, dass "Nadsat" auch aus dem Russischen stammt, von -надцать, also -zehn, der Endung der Zahlwörter 11–19 kommt. Das ist ein Bezug darauf, dass Nadsat von Teenagern gesprochen wird. Wäre ich so nicht drauf gekommen.

    Hast du die Gewaltszenen auch quer gelesen?

    Am Anfang, leider, bis ich gemerkt habe, dass ich die Hälfte verpasse. Dann habe ich mich mehr konzentriert;)


    Ob junge Menschen, die in Brennpunkten aufwachsen damit (damit meine ich die erzählerische Umsetzung) heute etwas anfangen könnten?

    Was meint ihr?

    Es stellt sich die Frage, ob eben diese Jugendlichen oder überhaupt Jugendliche diesen Roman lesen oder es nicht einfach in die Ecke pfeffern würden. Das ist nicht unbedingt ein leicht und locker zu lesendes Buch, verlangt viel Konzentration und Durchhaltevermögen, finde ich jedenfalls.


  • Es stellt sich die Frage, ob eben diese Jugendlichen oder überhaupt Jugendliche diesen Roman lesen oder es nicht einfach in die Ecke pfeffern würden. Das ist nicht unbedingt ein leicht und locker zu lesendes Buch, verlangt viel Konzentration und Durchhaltevermögen, finde ich jedenfalls.

    Stimmt.

    Die Frage ist wohl eher hypothetisch zu betrachten :grin.

  • "Verlinkungen auf frei zugängliche Quellen im Netz sind keine urheberrechtlich relevante Nutzung – wer verlinkt, braucht dafür weder eine Genehmigung noch muss er zahlen. Dieser Teil des Urteils, das der Europäische Gerichtshof heute im Fall „Svensson“ gefällt hat, kommt wenig überraschend. In Deutschland hatte der Bundesgerichtshof im Fall „Paperboy“ schon 2003 vergleichbar entschieden."



    Aber sicher ist sicher! Wir wollen ja keine Abmahnanwälte, diese modernen Wegelagerer mit Schlips und Kragen, auf den Plan rufen. Wir hatten in einem Gedichtefaden in den Amazonforen damals tatsächlich mal den Fall, dass sich so ein Dödel meldete, der eigentlich froh hätte sein sollen, dass er erwähnt worden war ...77066edb7b21430c9b501044c00d1a34

  • Lumos Interessant, dass du glaubst, dass Heavy Metal zu Alex besser passt. Ich sehe das anders. Klassische Musik passt ganz hervorragend dazu. Denk nur mal dran, dass es Stücke gibt, die erst leise sind, dann immer lauter werden und am Ende bombastisch sind. Ich kenne keine Fachbegriffe und Beispiele. Das passt doch viel besser dazu, wenn ich mal an die Szene im ersten Kapitel denke.


    Ich bin übrigens noch gar nicht weiter gekommen, weil so viel los war. Vielleicht schaffe ich heute weiter zu lesen.

    "Monsters are real, and ghosts are real, too. They live inside us, and sometimes, they win."

    (Stephen King)

  • Lumos Interessant, dass du glaubst, dass Heavy Metal zu Alex besser passt. Ich sehe das anders. Klassische Musik passt ganz hervorragend dazu. Denk nur mal dran, dass es Stücke gibt, die erst leise sind, dann immer lauter werden und am Ende bombastisch sind. Ich kenne keine Fachbegriffe und Beispiele. Das passt doch viel besser dazu, wenn ich mal an die Szene im ersten Kapitel denke.


    Ich bin übrigens noch gar nicht weiter gekommen, weil so viel los war. Vielleicht schaffe ich heute weiter zu lesen.

    Klingt auch plausibel, es gibt jede Menge Klassik, die äußerst dramatisch aufgebaut ist.

    Aber ich denke, das nimmt jeder ganz unterschiedlich wahr. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich den Film samt Musik nicht kenne, aber Gewaltexzesse verbinde ich eher mit so was wie Heavy Metal.

  • Aber ich denke, das nimmt jeder ganz unterschiedlich wahr. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich den Film samt Musik nicht kenne, aber Gewaltexzesse verbinde ich eher mit so was wie Heavy Metal.

    Da muss etwas dran sein mit der klassischen Musik und den Psychopathen (gut, das ist Alex nicht ganz), man denke nur an Hannibal Lector:grin:grin

  • Klingt auch plausibel, es gibt jede Menge Klassik, die äußerst dramatisch aufgebaut ist.

    Aber ich denke, das nimmt jeder ganz unterschiedlich wahr. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich den Film samt Musik nicht kenne, aber Gewaltexzesse verbinde ich eher mit so was wie Heavy Metal.

    :yikes

    Metal Fans sind sehr friedlich. Da gibt es sogar Studien drüber. Guck mal hier: klick

    Meine Erfahrung ist übrigens genauso. Als Wacken noch ausschließlich von Metal Fans besucht war, war es da wie nach Hause kommen. Man war nett zueinander und jeder wurde aktzeptiert wie er war.

    Nur mal so am Rande :S

    Vielleicht kann ich deswegen einfach nicht einsehen, dass Metal zu Gewalt passen soll :lache

    "Monsters are real, and ghosts are real, too. They live inside us, and sometimes, they win."

    (Stephen King)

  • :yikes

    Metal Fans sind sehr friedlich. Da gibt es sogar Studien drüber. Guck mal hier: klick

    Meine Erfahrung ist übrigens genauso. Als Wacken noch ausschließlich von Metal Fans besucht war, war es da wie nach Hause kommen. Man war nett zueinander und jeder wurde aktzeptiert wie er war.

    Nur mal so am Rande :S

    Vielleicht kann ich deswegen einfach nicht einsehen, dass Metal zu Gewalt passen soll :lache

    Ganz genau :S