Mir geht es nicht gut, weil... (ab 18.06.2020)

  • lazybear Mein allerherzlichstes Beileid und viel Kraft für dich und deine Lieben ❤

    Sabsi74 Bei dir kommt ja echt alles beisammen, das tut mir sehr Leid! Ich hoffe, dass bald wieder deine Glückssträhne beginnt.


    Mir geht es gar nicht gut... erst ist unser Versuch (ICSI) wieder gescheitert, danach kam ja Juna (unsere Katze) in die Tierklinik wegen Lungenödem und Wasser in der Lunge, vor drei Tagen fing Lumi (unsere zweite Katze) an zu kränkeln mit Fieber und Erbrechen... gestern hatten wir dann den Kontrolltermin mit Juna in der Tierklinik. Sie hat einen massiv vergrößerten linken Vorhof, laut Tierärztin hat sie noch nie zuvor einem so großen Vorhof gesehen...

    Die Prognose sieht so aus, dass sie entweder noch Jahre lebt oder in ein paar Wochen auf einmal umfällt 😔

    Im Moment geht es ihr sehr gut, sie spielt, frisst, kuschelt, wirkt kerngesund und das ist laut Tierärztin viel wichtiger als die Diagnose im Ultraschall. Auch ihr Blutdruck und ihr Herzschlag sind super und würden nie darauf hindeuten, dass sie vor zwei Wochen beinahe gestorben wäre und der Ultraschall Befund so schlecht ist.

    Sie bekommt einiges an Medikamenten und es ist jedes Mal ein Beten und Bangen, dass sie diese nimmt..


    Ich hab das Gefühl ich stehe psychisch unter Dauerstrom...

  • Allen, die es gerade nötig haben, schicke ich eine :knuddel


    Mir tut heute der Arm weh. Ich war gestern der Meinung, ich müsste unseren (neuen und jungen) Kater aus dem Baum retten. Also was mache ich, rein in den Baum (wie ein junges Mädel, was ich aber nicht mehr bin). Aber Paganini ließ sich von mir nicht packen. Wollte hoch auf dem Baum, wo ich kaum Halt hatte spielen :rolleyes:. Als ich dann wieder runter wollte rutschte ich ab und verdrehte mir meinen Arm etwas. Geglückt ist die Katzenrettung dann meinem Sohn, den hat sie sehr gerne. In Zukunft lasse ich ihn oben, wer so hoch hinaus will, kommt auch allein wieder runter :lache:lache:lache

  • Ach ja, ich kann mich noch gut erinnern, als Herr Raffi noch ein junger Rabauke war, daß er gerne auf der Duschwand herumbalancierte und dann die ganze Bude zusammengeplärrt hat, weil er sich nicht getraut hat, da wieder runter zu hüpfen... :lache

    Lieben Gruß,


    Batcat


    Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt (aus Arabien)

  • Ich danke euch sehr!


    Gestern war die Trauerfeier und Beerdigung.

    Mich beschäftigt der Gedanke, dass die Trauer und das Traurigsein egoistisch ist. Denn trauert man nicht um der alten Zeiten willen? Um die Erlebnisse, die man als schöne Erinnerung hat?

    Ich komme mir egoistisch vor, denn ich freue mich geradezu für ihn, dass er nach schweren Krankheiten nun endlich erlöst (es gibt definitiv kein besseres Wort) ist - und bin traurig über meinen Verlust.

  • lazybear - diese Gedanken gehören zum Trauerprozess und keiner weis ja wie es ist, wenn man Tod ist (denke ich mal so für mich) also kann man nur egoistisch damit um gehen wenn Du das so sehen willst.
    Das einem das fehlt was man nicht mehr hat - oder das bedauert was man verpasst haben könnte oder der verstorbene Mensch nicht mehr dabei sein wird usw. usf. aber ich finde egal wie man es nennt, das darf man auch sein... den man selber muss sich ja, je nachdem wie eng die Bindung zu dem verstorbenen Menschen war, neu "einrichten" im Leben ohne Ihn. Und auch wenn man weis das es für den Menschen eine Erlösung ist, kann man viele Emotionen haben in so einer Situation... mein Dad ist diesen Monat über 24 Jahre ..... und auch heute noch bin ich da manchmal egoistisch und denke für mich, wer weis wie manches gekommen wäre, wäre damals der Unfall usw. und der Tod nicht passiert... aber es nützt nichts... es ändert nichts am hier und jetzt. :knuddel Und wenn man was ändern muss, dann kann man es ja eh nur selber los treten.


    Für alle denen es nicht so gut geht - wünsch ich Euch das der Juli doch noch besser endet für Euch wie er sich bis jetzt gezeigt hat für Euch... meinen kann man auch unter "abhaken" verbuchen, auch wenn nun zum Monatsende doch noch ein Lichtblick da ist.

    Muff Muff Muff dat Muffelinchen


    Leben ist was uns zustößt, während wir uns etwas ganz anderes vorgenommen haben. (Henry Miller)

  • :knuddel1  lazybear Egoistisch? So negativ musst Du Deine Trauer nicht sehen. Ich würde eher sagen, es spricht für Deine Empfindungsfähigkeit. Trauer beinhaltet nicht nur den Verlust der Möglichkeiten, die man mit dem verlorenen Menschen gehabt haben könnte, sondern auch die Leere, die sich im eigenen Leben auftut und nun neu mit Sinn gefüllt werden muss sollte (?) :gruebel

    Lass Dir Zeit dieses Tal zu durchschreiten und nimm Deine Trauer als Liebesbeweis - da ist nun einer weniger, der Dich liebt und einer weniger, dem Du Gutes tun kannst :heul

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    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Siegfried Lenz: Der Geist der Mirabelle

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  • lazybear

    Ich denke, das ist ganz normal. Und es kann ja gleichzeitig für den Verstorbenen eine Erlösung und für Dich trotzdem traurig sein. Bringt ja aber nix, wenn man die eigenen Gefühle unterdrückt.

    Uns hatte die Notfallseelsorgerin gesagt, dass auch Wut ganz normal ist und man die auch rauslassen soll. Fand ich in dem Moment irgendwie merkwürdig, später aber hilfreich.

  • Ich finde das ganz normal und auch gar nicht widersprüchlich: man kann sich für jemand "freuen", daß dessen Leid und Schmerz nun endlich ein Ende hat (leider gibt es ja genug Menschen, denen es wirklich so elend geht, daß sie am Ende selbst ihre Erlösung herbeisehnen :() ... und trotzdem gleichzeitig betrauern, daß sie nicht mehr da sind.

    Lieben Gruß,


    Batcat


    Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt (aus Arabien)

  • P.S. und es gibt kein "richtig oder falsch" jeder trauert anders und auf seine Weise.

    So ist es!


    lazybear

    Nein, es ist nicht egoistisch. Mein Mann hat bereits seine beiden jüngeren Brüder beerdigen müssen. Für beide war es eine Erlösung. Wir sind traurig das ein Bruder bereits mit 38 Jahren von uns gegangen ist. Wir sind aber auch dankbar für die Zeit die wir zusammen hatten, bedauern aber, das sie so kurz war. Es gibt kein richtig oder falsch, jeder geht anders damit um.

    Es gibt weder moralische noch unmoralische Bücher. Bücher sind gut oder schlecht geschrieben, sonst nichts.


    Oscar Wilde (1854 - 1900)