'Todeslied' - Kapitel 21 - 31

  • Und will er deshalb vielleicht nicht persönlich auf das Gut fahren? Denn außer der Ähnlichkeit mit Susanna hätte er vielleicht auch Ähnlichkeit mit Nick? Aber das würde ja Kira wahrscheinlich feststellen...

    Ähnlichkeit mit Nick, wäre auch möglich, allerdings sind Kinder oft noch anders im Aussehen wie dann Erwachsene und unterschiedliche Väter spielen auch eine Rolle. Inzest hatte ich eigentlich ausgeschlossen.

  • Ähnlichkeit mit Nick, wäre auch möglich, allerdings sind Kinder oft noch anders im Aussehen wie dann Erwachsene und unterschiedliche Väter spielen auch eine Rolle. Inzest hatte ich eigentlich ausgeschlossen.

    Das ist eine der Fragen (Inzest?), zu denen ich mich nicht äußern werde. Die Spekulationen der LeserInnenschaft zu diesem Punkt finde ich höchst interessant, halte mich aber aus ihnen heraus. Romane, in denen kein Raum für Fragen, Zweifel und eigene Interpretationen bleibt, finde ich langweilig ... ^^

  • Da hat Mads sich einen Artikel geleistet, von dem er wissen musste, dass ihn Kira nicht gutfindet. Es ist natürlich schwer, jemanden die Wahrheit zu sagen, ohne ihn vor den Kopf zu stoßen. Doch was anderes als die Wahrheit war hier wohl nicht möglich.


    Die Frauen aus dem Chor und Tessmann – da gab es aber Missgunst und Eifersüchteleien. Nun hat Tessmann sich umgebracht. Dass Susanna ihn nicht mehr wollte, hat ihm wohl zugesetzt.


    Helene kommt mit dem Fall auch nur weiter, weil Kira ihr Informationen gibt. Für die Polizei ist es nicht immer einfach, denn sie müssen ja legale Wege nehmen.

    Jens Klamroth hatte gehofft, mit seiner Lüge bezüglich des Fluges durchzukommen, doch Scholli ist das nicht entgangen, auch nicht diese finanziellen Verflechtungen. Es hat mir gefallen, wie Klamroth und sein Anwalt bei der Polizei auseinandergenommen wurden.


    Die arme Line hat zu viel geredet. Sven hat sie weggeschafft. Kira trifft Nick, der einiges mitbekommen hat und der ziemlich verstört ist. Er ist zwölf, kommt mir aber noch sehr kindlich vor. Ditsch ist ein richtiger Türöffner. Ohne ihn, hätte Nick wohl mehr dichtgehalten. Bei Kira schlagen da zwei Herzen in ihrer Brust, einerseits will sie Informationen, hat aber auch Skrupel, Nick auszunutzen.

  • Die arme Line hat zu viel geredet. Sven hat sie weggeschafft. Kira trifft Nick, der einiges mitbekommen hat und der ziemlich verstört ist. Er ist zwölf, kommt mir aber noch sehr kindlich vor. Ditsch ist ein richtiger Türöffner. Ohne ihn, hätte Nick wohl mehr dichtgehalten. Bei Kira schlagen da zwei Herzen in ihrer Brust, einerseits will sie Informationen, hat aber auch Skrupel, Nick auszunutzen.

    Das macht Kira ja so sympathisch, sie will zwar Informationen hat aber eine gute Ethische Einstellung und nutzt die Leute nicht schamlos aus oder stellt sie bloß.

    Nick ist eben ein sensibles Kind, es sind ja nicht alle Zwölfjährige gleich entwickelt. Bei ihm spielt sicher auch eine Rolle, dass sowohl Vater, als auch die Mutter wenig zeit für ihn hatten. Als der Alte noch lebte, stand er evtl. auch noch unter dessen Fuchtel. Das hinterlässt Spuren.

  • Ich habe Nick ganz anders empfunden. Klar ist er total verstört, mir kommt er aber gar nicht kindlich vor, sondern sehr reif und selbstständig für sein Alter.

    Ja, ich sehe ihn auch als Kind, das total unglücklich, unsicher und verstört ist, aber hellwach und intelligent. Und das sich nach Nähe und Zuwendung sehnt.

  • Also richtig spannend. Hut ab.


    Bewegt haben mich Kiras Gespräche mit Nick. Irgendwie wirkt der Junge verloren. Er hat ja wohl hier kaum jemanden, der sich mit ihm beschäftigt. Meiste Zeit ist er ja im Internat. Vater ständig unterwegs, die Tante mag er nicht und die arme Lene ist nun auch weg. Ich freue mich, dass ihm Ditch so gut tut und ihn Kira diesbezüglich auch gewähren lässt. Jeder sollte einen Ditch haben … oder eine Frau Sörensen oder ein Kätzchen. Sie geben so viel Ruhe und Kraft, gerade in solchen Situationen.


    Klar hat Kira da auch ein schlechtes Gewissen. Ist ja schließlich ein Kind, was sie versucht zu befragen. Aber andererseits scheint Nick Kiras Gegenwart ebenfalls gut zu tun.


    Natürlich wittere auch ich Gefahr, wenn Kira Sachen tut, die nicht so recht erlaubt sind, aber andererseits kann ja keiner ahnen, dass evtl. etwas Schlimmes passieren könnte. Sie recherchiert ja nur. Und das klappt am besten vor Ort.


    Entsetzt bin ich ja vom Artikel von Mads. Also das hätte ich ihm gar nicht zugetraut. Auch wenn er noch jung ist und noch nicht lange dabei … wenn er sich Kira als Vorbild ausgesucht hat, dürfte eine solche Schmiererei gar nicht in Frage kommen. Das kommt mir jetzt doch mehr als seltsam vor.


    Und sollte er wirklich das verschwundene Kind sein, warum ist er nicht früher mit der Familie in Kontakt getreten und ausgerechnet erst jetzt. Da stimmt was gewaltig nicht. Aber warum sollte er seine leibliche Mutter umbringen? Tja … der Showdown wird es mir zeigen.


    Beim Kammerchor komme ich nicht weiter. Die sind alle keine Verdächtigen für mich. Da ist irgendwie nur der übliche Kleinkrieg und Eifersüchteleien untereinander. Das würde für mich für einen Mord nicht ausreichen.


    Mein lieber Scholli, was der über Kamroth so rausbekommt. Der rückt jetzt wieder näher ran als Verdächtiger. Nicht als direkter Mörder, sondern eher Richtung Auftragsmord.


    Hach und dann war da der Nuri … so schön, die alten Bekannten wiederzulesen.

    :lesend Luis Sellano - Portugiesisches Erbe

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    Hörbuch: Klüpfel/Kobr - Kluftinger

    Hörbuch: Diana Gabaldon - Echo der Hoffnung

    SuB: 306

  • Beim Kammerchor komme ich nicht weiter. Die sind alle keine Verdächtigen für mich. Da ist irgendwie nur der übliche Kleinkrieg und Eifersüchteleien untereinander. Das würde für mich für einen Mord nicht ausreichen.

    Den Kammerchor habe ich irgendwann auch als Ablenkungsmanöver gesehen.

  • "Ablenkungsmanöver"? Ist mir unklar, was du damit meinst, Findus. :gruebel

    Susanna war herausgehobenes Mitglied in diesem Chor. Was liegt also näher, als sich bei den Ermittlungen nach dem Motiv des Mordes dort im Chor sehr gründlich umzusehen?

    Naja, so nennen wir das bei unseren Christie-Runden, wenn uns die Autorin mit eventuellen Schuldigen auf die falsche Fährte lockt. Natürlich muss man immer allen Hinweisen nachgehen.

  • Das Buch liest sich wirklich flüssig...


    Jens hat zwar reichlich krumme Dinger gedreht, aber als Verdächtiger scheidet er für mich immer noch aus. Solange Susanna nichts mitbekommen hat, war die Situation für ihn doch ganz okay. Und falls er den Mord in Auftrag gegeben hätte, hätte er doch sicherlich dafür gesorgt, zwischen Mord und Auffinden ein wasserdichtes Alibi zu haben und nicht einen Ausflug zu seiner Geliebten zu machen. Warum die Polizei allerdings nicht routinemäßig die Passagierlisten nach Jans überprüft hat, war mir nicht klar.


    Im Chor gab es Eifersüchteleien, aber da bin ich immer noch der Meinung, dass ein Mord direkt vor einer wichtigen Aufführung nicht passt. Wenn Susanna nicht gemacht hat, was das getriggert hat, denke ich nicht, dass jemand aus dem Chor der/die Schuldige ist. Die arme Siri tat mir beim Gespräch mit Kira richtig leid - da ist Kira ganz schön zur Zicke geworden! So fies kennt man sie sonst gar nicht, vor allem, wenn sie etwas von jemandem erfahren will. Damit hätte sie auch ganz schnell erreichen können, dass Siri dicht macht.


    Mad und sein Blöd-zeitungsartiger Artikel :bonk Ich denke, er hat gar nicht gemerkt wie mies sein Stil ist. Er ist jung und von sich überzeugt. Erinnert mich etwas an gewisse Self-Publisher... Hier vermute ich immer noch, dass er das Kind ist und Susanna oder ihrem vater sehr ähnlich sieht. Eventuell ist er stinksauer, weil er als anerkannter Abkömmling in einem Gutshaus aufgewachsen wäre statt bei wem auch immer (gute Frage) und einen Anspruch auf das Erbe hätte. Diese adelige Erbfolge aus der Recherche lässt vermuten, dass immer das älteste Kind das Gutshaus erbt. Also in diesem Falle nicht Nick, sondern das erste Kind. Und auch nicht Jens. Der Zettel geht ja in die Richtung. Ob Mads den verfasst hat?


    Als Kira über den großen schwarzen Wagen geflucht hat, der sie so blöd überholt hat, hatte ich schon befürchtet, dass jetzt gleich ein Anschlag auf sie per Auto stattfindet. Ich sollte weniger fernsehen...

    “You can never get a cup of tea large enough or a book long enough to suit me.” :lesend

    C.S. Lewis