Charlotte ist mir unsympathisch. Am ende glaubt sie immer das was es ihr am einfachsten macht jegliche eigene Schuld von sich zu weisen. Wobei ich es ja auch interessant war, dass Asta die Passanten fragt, was sie den gegen Hitler und die Unmenschlichkeit getan haben. Und am Ende die Antwort bekommt, die sie selbst auch gibt, wenn es um die Nachbarn geht, die abgeholt wurden.
Ich will da eigentlich nicht mal urteilen. Ich habe nicht zu diesen Zeiten gelebt. Es ist leicht andere Menschen zu verurteilen, wenn man nicht selber in der selben Situation gesteckt hat.
Charlotte mag ich auch nicht wirklich. Trotzdem kann ich ihre ein klein wenig nachvollziehen. Mir kommt es so vor, als ob sie sich das alles aus Selbstschutz einredet.
Und mit dem "Urteilen" geht es mir wie dir. Ich würde sehr gerne behaupten, ich wäre anders gewesen. Aber hätte ich die Stärke dazu gehabt, wenn ich damals dabei gewesen wäre? Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, kann ich mir da überhaupt nicht sicher sein.
Astas Mission ist ja, sich an Göring zu "rächen". Von daher musste sie einen Weg finden, um in seine Nähe zu kommen. Klar ist es mehr als gefährlich, aber ich denke, dass sie keine Ruhe findet, bis sie zur Erreichung ihres Zieles alles getan hat, was in ihren Möglichkeiten stand.
Ich empfinde Asta genauso. Manchmal könnte ich zwar die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn sie sich wieder Mal weiter in das Spinnennetz hineinmanövriert. Aber sie kann einfach nicht anders und ihr Verhalten passt für mich absolut zu dem Bild, dass der Autor von ihr gezeichnet hat.