Die Blutlinie, Cody McFadyen

  • Also ich habe gestern Abend mit dem Buch angefangen und habe bis jetzt ca. die Hälfte verschlungen!
    "Blutlinie" ist mein erstes Buch dieses Autors, und ich muss sagen:"Hut ab!"


    Super spannend und fesselnd geschrieben! Manchmal schon etwas derbe und heftig! Hab schon so einige Autoren mit teils sehr heftigen Beschreibungen durch, aber Cody McFadyen setzt so ein ums andere mal noch ein I- Tüpfelchen drauf.


    Mir hat die lange und ausführliche Einführung von Smoky sehr gut gefallen und ich hätte mir auch gut vorstellen können, einen eigenen Band mit dieser Vorgeschichte zu lesen.


    Ich muss auch leider gestehen, dass ich nach der Hälfte immer noch keinen blassen Schimmer habe, wer Jack Junior ist! :wow
    Ich scheine irgendwie nicht so gewieft zu sein, wie manch anderer hier. Aber es ist auch gut so, so kommt irgendwann noch mal so ein Überraschungseffekt!


    Leider hab ich jetzt schon des öfteren gehört, dass das zweite Buch deutlich schwächer sein soll als dieses hier.


    Naja, ich werde jetzt erstmal weiter lesen! :lesend

    Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, :write
    sondern auch für das, was wir nicht tun. ( Voltaire )

  • Zitat

    Original von Jasmin87


    Aber ich finde, dass es trotzdem sehr spannend und auf alle Fälle lesenswert ist :-)


    :write


    Und so viel schwächer finde ich es gar nicht :gruebel

    Und manchmal ist ein Buch die Welt für mich!


    Mein Blog



    :lesend Laini Taylor - Daughter of Smoke and Bone - Zwischen den Welten



    Langzeitprojekte:
    Margaret George - Maria Stuart LR

  • Ich habe dieses Buch vor längerer Zeit gelesen, und ich muss sagen, es ist mir noch so einiges im Kopf geblieben. Ich sehe immer noch die brutalen Szenen vor mir. Darauf kann ich bei einem Buch eigentlich gerne verzichten. Spannend war es allerdings auch, insofern ein super Psychothriller. Einige Zeit vor Smoky Barrett habe ich erkannt, wer hinter den Morden steckt. Das hat mich umso mehr gequält, weil ich der sympathischen Ermittlerin nicht helfen konnte.


    Fazit: ein klasse inszenierter und geschriebener Psychothriller, für sensible Menschen eher nicht empfehlenswert

  • Ich habe das Buch gestern Abend beendet und wurde sehr gut unterhalten.


    Von der ersten Seite an konnte ich der Geschichte direkt interessiert folgen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und ich freue mich schon, mehr von diesem Team zu lesen.


    Die Auflösung am Ende war auch super und ich hab mich gefreut, dass sich mein Verdacht bzgl. Jack Junior bestätigt hat :grin


    Nun brauche ich zunächst mal eine Thrillerpause nach diesem Buch.

  • Ich habe heute morgen um 4.00 das Buch beendet.
    Es war so spannend, dass ich einfach nicht aufhören konnte.
    Wie hier schon geschrieben wurde: Das Buch ist nicht für Zartbesaitete geeignet.
    Was ich besonders faszinierend an diesem Buch fand, waren die Erzählungen, was in den Agenten vorging, wenn sie mit solchen Morden konfrontiert wurden (der Zug) und die Veränderung, die sie selbst dabei durchlaufen.
    Das ständige "Zuckerschnäuzchen" hätte mich in einem anderen Krimi vielleicht gestört, aber irgendwie hat es zu dieser Agentin ja gepasst.
    Der Täter stand bei mir auch von Anfang an in Verdacht.

  • Ich muss sagen, ich war von dem Thriller eher ein wenig enttäuscht. Vielleicht hatte ich aber auch zu große Erwartungen an die Geschichte, weil von der Brutalität bei Cody McFadyen immer stark die Rede war.


    Den Täter wusste ich schon relativ schnell am Anfang und hatte da noch ein paar andere Verknüpfungen gehabt. Und es hat mich wirklich enttäuscht, dass es so am Ende dann auch war. Wirklich mitgerissen hat mich das Buch auch nicht, irgendwie kam ich emotional nicht in die Szenen rein. Dagegen fand ich Cupido doch besser als diesen Thriller.


    Die Innenansichten fand ich ansonsten schon gut beschrieben, aber das habe ich auch in anderen Büchern.


    Für mich war der Thriller solide, aber leider auch vorhersehbar.

  • Ich habe nun auch endlich mal den ersten Fall von Smoky gelesen und habe das Buch nur so verschlungen...
    Ich fand es super spannend und konnte das Buch teilweise gar nicht mehr aus der Hand legen. Smoky selbst ist eine sehr starke und lymphatische Person..
    Die Auflösung ging mir am Schluss leider irgendwie ein wenig zu schnell, da hätte ich mehr erwartet...
    Aber ich freue mich auf jeden Fall auf den zweiten Teil..
    Von mir gibt es 9 Punkte.

    Einige Bücher soll man schmecken, andere verschlucken und einige wenige kauen und verdauen.

  • Zitat

    Original von imandra777
    Ich muss sagen, ich war von dem Thriller eher ein wenig enttäuscht. Vielleicht hatte ich aber auch zu große Erwartungen an die Geschichte, weil von der Brutalität bei Cody McFadyen immer stark die Rede war.


    Ich muss gestehen, mir ging es ähnlich. Sicher war einiges an Gewalt, sowohl physisch als auch psychisch, in diesem Thriller, aber meiner Meinung nach nicht mehr oder weniger als in anderen Büchern dieses Genres auch. Vielleicht habe ich einfach zu viel in dieser Richtung gelesen oder in Filmen und Serien gesehen, als dass mich noch irgendwas wirklich erschüttern könnte.


    Ansonsten ist die Blutlinie ein solider Thriller mir halbwegs sympathischen Charakteren. Von mir 7 von 10 Punkten. Ich werde sicher noch das ein oder andere von dem Autor lesen.

  • Als Vorbereitung auf den lange erwarteten 5. Band, der für den September 2016 angekündigt ist, lese ich die ganze Smoky-Barrett-Reihe nochmal, obwohl ich die ersten drei Bände schon gelesen haben.


    Darum geht’s:


    Nach einem traumatischen Erlebnis ist FBI-Agentin Smoky Barrett eigentlich noch nicht wieder dienstfähig. Doch sie kannte die Frau, die brutal ermordet wurde, sehr gut und der Täter hat ihr eine persönliche Nachricht hinterlassen. Er sieht sich als Nachfahre Jack the Rippers und fordert Smoky auf, ihn zu jagen und zu stoppen, bevor er den nächsten Mord begeht.


    So fand ich’s:


    Gleich nach dem ersten Kapitel weiß man, wie man dran ist. Harte Kost, mit tiefen verzweifelten Emotionen, aber auch einem Lesesog, der einen schon nach wenigen Sätzen voll im Griff hat.


    Ich mag Smokys Erzählstimme, die emotional, aber nicht weinerlich ist und genug Distanz zu sich selbst hat, um auch ihre schlimmen Gefühle beschreiben zu können. Als Ich-Erzähler im Präsens nimmt sie uns sehr in ihre Gefühlswelt mit, was mir gut gefällt, aber sicher nichts für zarte Gemüter ist, denn Smoky hat ganz schön viel mitgemacht und mit einigen schlimmen Dämonen zu kämpfen. Es wird deutlich, dass Smoky eigentlich noch nicht dienstfähig ist, aber der brutale Serienmörder bringt die andere Seite von ihr heraus, denn sie ist eine ziemlich taffe und willensstarke Frau, die sich nicht unterkriegen lässt.


    An manchen Stellen war mir McFadyens Art zu erzählen einen Hauch zu übertrieben, etwas zu dick aufgetragen für meinen persönlichen Geschmack, der es doch gerne etwas nüchterner hat. Für andere Leser mag genau das noch das Quäntchen sein, das es zum Lieblingsbuch macht.


    Das Ermittlerteam besteht nur aus sehr einprägsamen Charakteren. Durchschnittlich oder unauffällig ist da keiner, selbst der Neuling, der Computerfreak Leo, ist originell. Alle Nebenfiguren haben Tiefe und Persönlichkeit, stehlen Smoky aber nicht die Show. Man hat das Gefühl, dass es sich um ein gut eingespieltes Team handelt, das sich blind versteht und große Sympathien für einander hat.


    Wie ausführlich die Überlegungen und Methoden des Teams dargestellt werden, besonders die Gedankenspielchen, was der Mörder denken und wie und warum er so handeln könnte, fand ich gruselig, aber faszinierend. Man meint, hinter die Kulissen echter Polizeiarbeit zu schauen.


    In „Die Blutline“ finden wir einiges an Action, aber der Schwerpunkt liegt eindeutig auf der psychologischen Komponente, sich in den Täter hineinzuversetzen, der ein Katz-und-Maus-Spielchen mit Smoky veranstaltet. Smokys persönliche Situation qualifiziert sie eigentlich noch nicht dazu, überhaupt an den Ermittlungen teilzunehmen und sie kämpft nicht nur mit dem Fall, sondern auch mit sich selbst.


    Für den Leser bedeutet das Spannung von Anfang bis Ende und eine Leseempfehlung von mir an alle, die härtere Thrillerkost mögen.

  • Zitat

    Original von imandra777
    Den Täter wusste ich schon relativ schnell am Anfang und hatte da noch ein paar andere Verknüpfungen gehabt. Und es hat mich wirklich enttäuscht, dass es so am Ende dann auch war.


    So erging es mir auch. Ich konnte mir schon sehr früh denken, wer hinter all dem steckt.
    Dennoch fand ich den Thriller sehr spannend und lesenswert. Und bis zum Schluss wollte ich wissen, ob ich mit meiner Vermutung richtig liege und natürlich wollte ich auch den psychischen Aspekt hinter all dem ergründen. Und ich glaube, das ist auch das, was am meisten nachwirkt.


    Also ich werde definitiv weitere Bücher des Autoren lesen und hoffen, dass ich beim nächsten Buch nicht gleich auf den Täter komme.


    9 starke Punkte - 1 Abzug für das zu schnelle Wissen, wer der Täter ist.

    :lesend Ann Granger - Ein guter Blick fürs Böse

    SuB: 500


    Lesen ist für den Geist, was Gymnastik für den Körper ist!

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