Cry Baby - Gillian Flynn

  • Ja stimmt schon...Aber die Eulen, die in etwa den gleichen Lesegeschmack haben wie ich, sind nicht sonderlich begeistert.
    Hm, sonst warte ich einfach mal bis August, dann kommt nämlich das TB raus.

    Versuche zu kriegen, was du liebst, sonst bist du gezwungen, das zu lieben, was du kriegst
    :lesend"Herren der Unterwelt;Schwarzer Kuss" Gena Showalter

  • Ich persönlich könnte dir dieses Buch nicht mit gutem Gewissen empfehlen. Ein wenig kann ich ja deinen Lesegeschmack einschätzen und vermute mal, dass du dir dieses Buch sparen kannst. :-]

  • Zitat

    Original von Lese Maus
    Ja stimmt schon...Aber die Eulen, die in etwa den gleichen Lesegeschmack haben wie ich, sind nicht sonderlich begeistert.
    Hm, sonst warte ich einfach mal bis August, dann kommt nämlich das TB raus.


    Kannst du dir getrost sparen....

    Gruss Hoffis :taenzchen
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    :lesend Der fünfte Tag - Jake Woodhouse
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  • Zitat

    Original von Lese Maus
    Ja stimmt schon...Aber die Eulen, die in etwa den gleichen Lesegeschmack haben wie ich, sind nicht sonderlich begeistert.
    Hm, sonst warte ich einfach mal bis August, dann kommt nämlich das TB raus.


    Ich habe es grad bei TT eingestellt. :wave

  • Meine Meinung


    Es ist kein besonders spannender Thriller, lässt sich jedoch sehr gut und schnell lesen. Die Geschichte wird von der Ich-Erzählerin Camille erzählt, die auf mich alles andere als mit sich, ihrer Vergangenheit und ihren Mitmenschen im Reinen wirkt. Sie kehrt in ihr Heimatdorf zurück, um von rätselhaften Mädchenmorden für ihre Zeitung zu berichten. Der Schwerpunkt liegt weniger bei der Aufklärung der Morde als vielmehr wird Camilles Innenleben beleuchtet.


    Auffallend ist auch, dass neben der Hauptperson nur noch weitere weibliche Figuren näher beleuchtet und dargestellt werden. Männer jedoch in dieser Geschichte keine größeren Rollen übernehmen und sehr blass wirken, kaum wahrnehmbar sind. Zudem gewinnt man den Eindruck, dass fast jede Figur kaputt, wenn nicht gar verrückt ist.


    Die Auflösung hat mich nicht sehr überrascht, da ich es, nicht zuletzt durch die Leserunde, recht früh geahnt hatte. Es tat dem Lesegenuss jedoch keinen Abbruch.


    Zusammenfassend war die Lektüre für mich keine Zeitverschwendung, aber auch nichts unsagbar tolles und noch nie dagewesenes.
    Für gewöhnlich mag ich keine Thriller, die vordergründig mehr Familiengeschichte sind als das, was sie vorgeben zu sein. Nichts beeindruckendes, sondern einfach nur ganz nett. Ganz nett für Zwischenduch.
    Eventuell weitere Bücher der Autorin werde ich mir zumindest näher anschauen und, wenn der Klappentext interessant genug ist, auch lesen wollen, da mir der Schreibstil ganz gut gefallen hat.

  • Die Grundidee für den Roman finde ich eigentlich recht gelungen. Düstere Kleinstadtatmosphäre, mysteriöser Todesfall in der Familie, die Hauptperson, die dies alles hinter sich gelassen hat und nun zurückkehrt.


    Leider ist die Umsetzung in meinen Augen nicht gelungen. Die Autorin hat einfach ein bisschen zu dick aufgetragen:


    Die Gewaltbereitschaft in der Kleinstadt ist hoch, die Jugend dort scheint außer Rand und Band, die Hauptperson ist richtig kaputt.


    Hier wäre insgesamt weniger mehr gewesen.

  • Wie Bookworm schon geschrieben hat, ist die Grundidee ganz okay. Was die Autorin allerdings daraus gemacht hat, war für meinen Geschmack von allem ein bißchen zuviel.
    Die Auflösung ist nicht überraschend, ich ahnte bereits sehr früh, wohin der Hase läuft.


    Dies ist nun wahrlich kein Buch, daß ich weiterempfehlen würde.

  • Also ich fand das Buch nicht so schlecht. Teilweise etwas zu dick aufgetragen, da muss ich euch recht geben, aber das Bild der kaputten Kleinstadt hat mir gefallen.
    Allerdings hat mir das Ende mit Amma nicht sehr zu gesagt. Das die Autorin da noch einen drauf setzen musste, war nicht unbedingt notwenig.
    Aber ich würde wieder ein Buch von ihr lesen.


    7 von 10 Punkten


    LG July

  • Also ich muss sagen, dass mir das Buch recht gut gefallen hat. Es war kein typischer Thriller. Meiner Meinung nach war das auch eher nebensächlich. Die psychologischen Hinergründe standen viel mehr im Vordergrung als die beiden Morde in der Kleinstadt Wind Gap. Aber ich muss sagen, dass gerade das mir gefallen hat. Camille wurd sehr gut dargestellt, so dass man ihre Handlungen irgendwie nachvollziehen konnte. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es in einer amerikanischen Kleinstadt so viele "kranke" Teenager gibt. Naja, natürlich nicht ganz so schlimm.


    Das Ende hat mir auch sehr gut gefallen, aber....



    In Summe würde ich 7 Punkte vergeben.

    Es gibt 10 Arten von Menschen...
    Die, die das Binärsystem verstehen, und die, die es nicht tun.

  • Cry Baby – Gillian Flynn


    Meine Meinung:
    Eine Journalistin aus Chicago, die in einer Kleinstadt, zudem ihre Heimatstadt, zu Mordfällen an Kindern recherchiert, bietet schon mal viel Potential. Das dieser Roman aber dann schnell so düster wird, ist unerwartet und beeindruckend. Die Protagonistin Camille Preaker hat kein gutes Verhältnis zu ihrer Familie, ihre Mutter hat wieder geheiratet, ihre 13jährige Halbschwester Amma kennt sie kaum. Durch die Rückkehr in die Stadt brechen viele alte Erinnerungen und selbstzerstörerische Tendenzen wieder auf. Auch ihre Schwester verhält sich extrem, trotzdem beginnt eine Zuneigung zwischen den Schwestern in der gemeinsamen Ablehnung der bestimmenden Mutter.
    Je weiter man im Buch kommt, so mehr baut sich auch ein ungutes Gefühl und eine bedrohliche Atmosphäre auf. Bei einigen Alkohol- oder Drogenszenen fühlte ich mich als Leser eher unwohl.
    Gillian Flynn schreibt sehr empathisch zu ihrer Hauptfigur, aber auch erbarmungslos. Und das obwohl es im Detail keine Gewaltszenen gibt. Cry Baby ist nach meiner Leseart aufgrund seiner enormen Dichte ein psychologisch harter Thriller.


    Link zur Leserunde:
    https://www.buechereule.de/wbb/board/783

  • Ein großer Pluspunkt des Buches ist definitiv die Hauptfigur Camille, deren psychische Verfassung wirklich gnadenlos und glaubhaft seziert wird. Das trägt für mich die ganze Geschichte, denn mit einem weniger interessanten Protagonisten wäre ich wohl nicht bei der Stange geblieben ...
    Ansonsten habe ich den Roman als eher zäh und etwas vorhersehbar empfunden. Ein wenig arg dick aufgetragen für meinen Geschmack.

  • Ich habe das Buch beim Eulentreffen mitgenommen. Die ersten paar Seiten hat es mich nicht so gepackt, aber das mag auch an meiner derzeitigen Stimmung gelegen habe. Irgendwann kam ich rein und fand die Handlung ganz interessant, wenn auch nicht megaspannend und doch leicht vorhersehbar.
    Aber alles in allem war es ganz nette Unterhaltung.
    7 von 10 Punkten.

    With love in your eyes and a flame in your heart
    you're gonna find yourself some resolution.

  • Meine Mutter hat alle drei Flynn-Romane gekauft und nun liegen sie bei mir rum...


    Ich war von "Cry Baby" recht enttäuscht. Die Idee, eine psychisch fertige und unsympathische Hauptfigur zu nehmen ist zwar ganz interessant, aber irgendwie haut es die Geschichte auch nicht raus. Interessant fand ich aberbeschrieben, wie in Wind Gap die Intrigen und Ränken erfolgen.


    Das Buch ist aber leicht zu lesen, daher habe ich es nicht abgebrochen.
    Nun bin ich am zweiten, bevor dann das vielumsprochene "Gone Girl" an die Reihe kommt....

  • Ich finde, der Roman "Cry Baby" beginnt als interessanter Krimi, mutiert ab der Hälfte aber immer mehr zum Drama. Gegen ein paar persönliche Probleme der Protagonisten ist zwar nichts einzuwenden, aber in diesem Fall wurde es mir einfach irgendwann zu heftig. Zumal die Krimihandlung dadurch fast vollständig in den Hintergrund gerät. Wirkliche Ermittlungsarbeit stellt Camille jedenfalls nicht an. Das Romanende kann zwar wieder einiges an Boden gut machen, allerdings wird das Finale für meinen Geschmack zu kurz abgehandelt.
    Stephen Kings Meinung über den grandiosen Roman kann ich leider nicht teilen und auch der ebenfalls auf der Buchrückseite gedruckten Einschätzung der Amica stimme ich nicht zu. Vielleicht liegt es daran, dass ich kein weiblicher Leser bin und zu sehr auf klassische Krimis stehe. Möglicherweise ist der Hype um "Cry Baby" aber auch einfach zu hoch. Auf jeden Fall hatte ich mir von dem angeblich so verstörenden Roman irgendwie etwas Anderes und vor allem mehr erwartet.

  • Bei mir ist es schon wieder bisschen her, dass ich "Cry Baby" gelesen hab - damals sagte mir Gillian Flynn noch gar nichts und es fiel mir einfach beim Stöbern in der Bücherei in die Hände.


    Ich war von dem Buch total begeistert, weil ich schräge Charaktere mag und es für mich unvorhergesehene Wendungen gab.


    Daher: volle Punktzahl!!!!! 10/10.


    PS: auch ihr Buch "Finstere Orte" fand ich suuuuper, wogegen mir der vielgerühmte Bestseller "gone girl" nicht gefiel!!

  • Mir hat das Buch sehr gut gefallen.


    Wieder einmal hat die Autorin eine glaubwürdige, mir sympathische Hauptfigur erschaffen, die kaum kaputter sein könnte, aber bei sehr viel Schwäche auch Stärken hat. Ich finde es immer wieder beeindruckend, dass sie meistens die richtige Mischung hinkriegt.
    Die Story ist spannend und mal wieder was anderes als andere Krimis, die ich gelesen habe.


    Keine aalglatten Typen als Protagonisten, klare Sprache, irre Gedankengänge. Für mich immer wieder ein Genuss.


    10 Punkte