Lieblingsbücher SciFi

  • Im Allgemeinen dreht sich ja neben der Belletristik im Forum recht viel eher um Historische Romane, Krimis und ähnliches. Dagegen scheint das Genre des Science Fiction weniger vertreten zu sein, deshalb hier mal ein Thread dazu.


    Meine Frage: Welches Buch aus dem Bereich SciFi hat euch am meisten beeindruckt? (Und bitte soweit es geht auch von Fantasy abgrenzen...)


    Ich fange dann gleich mal mit einem Klassiker an, der mich zumindest sehr beeindruckt hat als ich ihn gelesen habe und der auch wirklich zum Nachdenken über die Zukunft anregt: "1984" von George Orwell. Der Ausspruch "Big Brother is watching you" ist ja sicher einer der bekanntesten aus dem Werk...

    "Es gibt einen Fluch, der lautet: Mögest du in interessanten Zeiten leben!" [Echt zauberhaft - Terry Pratchett]

  • Nur eins! Das ist wirklich schwer.


    Oft haben mich Autoren auch durch ihr Gesamtwerk beeindruckt, das gilt für Brian W. Aldiss, J.G.Ballard oder Philip K. Dick.


    Wenn aber wirklich nur eins genannt werden darf:


    Träumen Androiden von elektrischen Schafen - Philip K. Dick

  • Zitat

    Original von Herr Palomar
    Nur eins! Das ist wirklich schwer.


    Nunja, ganz so eng meinte ich das schon nicht ;-) ... es ging mir nur darum, dass dann nicht 20 Bücher oder so aufgezählt werden. Aber danke schon mal für die schnelle Antwort :-)

    "Es gibt einen Fluch, der lautet: Mögest du in interessanten Zeiten leben!" [Echt zauberhaft - Terry Pratchett]

  • Dazu sagen möchte ich noch, dass die Sience Fiction, die mich meisten beeindruckt, einen sozialkritischen Ansatz hat und Probleme der Gegenwart in einer nahen Zukunft zeigt.


    UFOs, Aliens, Raumschiffe, Startrek, Star Wars usw. interessiert mich nicht.


    Was Science Fiction so gut bieten kann, sind eine vielzahl an Ideen und Gedankenspielereien, die in anderen Genres klar begrenzt sind.
    Das ist eine große Freiheit, die die großen Autoren dieses Genres ausgenutzt haben.
    Viele Science Fiction Bewegungen wie die englische New Wave der späten 60ziger, meist englische Autoren, aber auch amerikanische wie Norman Spinrad und sein großer Roman Champion Jack Barron, haben viel freigesetzt.
    Aus anderer Richtung kam P.K.Dick, der so viele Autoren bis hin zum Cyperpunk beeinflusste.


    Champion Jack Barron möchte ich neben Träumen Androiden von elektrischen Schafen unbedingt auch noch als einen meiner absoluten Favoriten erwähnen.


    Kurzbeschreibung
    Einschaltquoten sind kein Problem für den zynisch-charmanten TV-Star Jack Barron. Millionen von Zuschauern zappen sich tagtäglich in seine interaktive Talkshow - eine politische Macht, die auch der skrupellose Konzernchef Benedict Howards gut gebrauchen kann.



    Edit: Schreibfehler getilgt

  • Ich mag keine Science Fiction - und deswegen ist mein empfohlenes Buch (eines meiner Lieblingsbücher um genau zu sein) auch kein reiner Science-Fiction-Roman. Es ist ein Jugendbuch, in dem es primär weniger um Raumschiffe, Kämpfe im All oder Zukunftsvisionen geht, sondern einfach um eine menschliche Geschichte in der Zukunft irgendwo auf fremden Planeten.


    Die Wächterin der Sterne - Sylvia Louise Engdahl


    Zitat

    amazon.de
    Der Klassiker der Science-Fiction-Literatur!


    Elana ist in der Ausbildung für den Anthropologischen Dienst der Föderation, dessen Aufgabe es ist, andere Planeten und Völker zu erforschen und sie voreinander zu schützen. Eine Mission führt Elana auf den Planeten Andresia. Hier leben die Menschen in einer mittelalterlichen Welt, sie glauben an Magie, Drachen und Zauberer. Und sie führen einen aussichtlosen Kampf gegen die hoch technisierten Imperialen, die auf Andresia eingefallen sind, um den Planeten zu erobern. Elena gibt sich als »Zauberin« aus, um den Andresianern beizustehen. Als sie sich in Georyn verliebt, gerät sie in einen Loyalitätskonflikt. Denn niemand hier kennt ihre wahre Herkunft...


    · Nachdenklich, märchenhaft, poetisch · Ein Plädoyer für Toleranz und Vertrauen


    :wave barti

  • Herr Palomar Du erwähntest in deinem ersten Beitrag ja Brian W. Aldiss. Was hast du denn von ihm gelesen? Vorhin mal geguckt und schien mir so, als wäre er in seinem Leben ziemlich produktiv gewesen, auch wenn die ganzen Bücher so wie's aussieht nicht mehr auf Deutsch verlegt werden :gruebel

    "Es gibt einen Fluch, der lautet: Mögest du in interessanten Zeiten leben!" [Echt zauberhaft - Terry Pratchett]

  • Normalerweise lese ich eigentlich kein Sci-Fi, aber dieses Buch hat mir sehr gut gefallen...


    Replay. Das zweite Spiel - Ken Grimwood


    Inhalt:
    Meisterwerke der Science-Fiction - Der neue Band der Erfolgsreihe
    Wie wäre es, wenn Sie noch einmal leben könnten? Und noch einmal? Und immer wieder ... Ein Traum? Oder ein Alptraum? Mit "Replay" - "Das zweite Spiel" hat Ken Grimwood einen der großen Klassiker der Science-Fiction geschrieben, ein Kultbuch, das bis heute nichts von seiner Faszination verloren hat und stets aufs Neue zahllose Leser in seinen Bann zieht.

  • Zitat

    Original von saz
    Herr Palomar Du erwähntest in deinem ersten Beitrag ja Brian W. Aldiss. Was hast du denn von ihm gelesen? Vorhin mal geguckt und schien mir so, als wäre er in seinem Leben ziemlich produktiv gewesen, auch wenn die ganzen Bücher so wie's aussieht nicht mehr auf Deutsch verlegt werden :gruebel


    Von Brian W. Aldiss habe ich viele Bücher gelesen. Das er in Deutschland nicht mehr erscheint, liegt daran, dass er oft unkonventionell und unkommerziell schreibt. Und oft auch sehr düster.
    Antiquarisch sind aber viele Bücher noch zu bekommen.


    Sein Stil ist oft experimentell, düster, präzise, manchmal sehr englisch, mit einer Prise Humor, voller Ideen, zeitlos, großartig.


    Er hat auch ein großes Kurzgeschichtenwerk vorgelegt,
    Zuletzt auf Deutsch Künstliche Intelligenzen, in der die Story Supertoys last all summer long drin ist, verfilmt als A.I. von Stephen Spielberg.


    Ein Meisterwerk der New Wave ist das sprachliche Experiment „Barfuss im Kopf“ von 1969.
    Sozusagen Freejazz der Science Fiction.


    Eins der ältesten Bücher von ihm ist Hothouse. Sehr gut!


    Ein sehr düsterer, fatalistischer, aber auch unglaublich atmosphärischer Roman ist „Tod im Staub“.


    Auch zu empfehlen: Dr.Moreau´s neue Insel, die H.G.Wells bekanntes Buch fortsetzt
    oder das von Roger Corman auch verfilmte „Der entfesselte Frankenstein“


    Weißer Mars ist echte Science Fiction, nicht schlecht.
    Gilt auch für Superstate von 2002, kann ich sehr empfehlen.


    Somewhere east of life und Remembrance day sind hingegen fast ohne Science Fiction.


    Seine schriftstellerische Autobiographie hat mit Bury My Heart at W. H. Smith’s: A Writing Life 1990 geschrieben.


    Sehr persönlich ist The twinkling of an eye, über den Tod seiner Frau.



    Es gibt so viele gute Bücher von ihm, dass ich mich nicht für eins als empfehlung entscheiden kann.

  • Ich lese nur wenig SF, aber einige Werke haben mich doch nachhaltig beeindruckt, vor allem die Romane von Michael Marshall Smith: R.E.M, Stark, der Traumdetektiv (gerade von Tom und mir vorgestellt) und Geklont/Der sechste Klon.
    Von den älteren Autoren lese ich gerne Harry Harrison, mir welchem ich gerade begonnen habe.


    Ich mag die eher pessimistischen Zukunftsvisionen (Huxley, Orvell usw.) weniger, obschon mir klar ist, das sie zur Zeit ihrer Entstehung eine durchaus "realistische" Einschätzung des Werdegangs der Menscheit darstellen. Mir sind da die Bücher, die zumindest einen Funken Hoffnung lassen, lieber.

  • Schwere Wahl.


    Amazon de:


    Klappentext
    Charlie Gordon, ursprünglich kaum des Lesens mächtig, ist zu Forschungszwecken operiert worden und entwickelt eine überragende Intelligenz; schließlich überflügelt er intellektuell und fachlich sogar die Professoren, die das Experiment leiten. Zu seinen Freunden zählt die Maus Algernon – das erste Lebewesen, das mit derselben Methode erfolgreich behandelt wurde.


    Mit den überwältigenden Fähigkeiten stellen sich für das Genie Charlie jedoch auch die ersten Probleme ein – in der Bäckerei, in der er früher arbeitete, mit seiner Familie, von der er jetzt entdeckt, daß sie ihn nie akzeptiert hat, und im Umgang mit dem weiblichen Geschlecht, vor dem er unerklärliche Angst hat.


    Als Charlie auf einem Fachkongreß als Attraktion vorgeführt werden soll, flieht er zusammen mit Algernon. Kurze Zeit später zeigen sich im Verhalten der Maus erste Verfallserscheinungen … Charlies Aufzeichnungen für das Forscherteam geben dem Leser einen atemberaubenden Einblick in seine geistige Entwicklung und das Drama seiner Existenz.


    Die seit vielen Jahren nicht mehr lieferbaren früheren deutschsprachigen Ausgaben erschienen unter dem Titel »Charly«.


    Über den Autor
    Daniel Keyes wurde 1927 in New York geboren und lebt heute in Florida; er studierte Psychologie und war Zeitschriftenredakteur und Modephotograph, später Englischlehrer und – nach einem Literaturstudium – Dozent u. a. an der Ohio University. Neben »Blumen für Algernon« hat Keyes drei weitere Romane und drei Sachbücher (psychologische Fallstudien) veröffentlicht.

  • Ich wollte Bodo gerade fragen, ob er schon mal was von Robert Sheckley gelesen hat (würde zu Harrison und Marshall Smith passen, denke ich) und was stelle ich fest: keine einzige deutsche Übersetzung ist momentan lieferbar.


    Selbst auf englisch sind die meisten Bücher nicht mehr lieferbar, ausser ein paar Filmbücher und Kollaborationen mit anderen Autoren.


    Die Welt ist schlecht.

  • Zitat

    Original von Wuermchen
    Das hier kann ich nur absolut empfehlen. Für mich als Krimifan ideal, weil es ein Science-Fiction-Krimi ist.


    Wuermchen, wenn du Science Fiction Krmis magst, kennst du auch Die Verschollenen von Kristin Kathryn Rusch, den ersten Teil der Miles Flint-Reihe?


    Den zweiten Teil der Reihe mit dem Titel Die Lautlosen werde ich auch bald lesen.


    Inhalt:
    Die Zukunft. Der nahe Weltraum ist besiedelt; Menschen und Aliens treiben Handel und leben in friedlicher Koexistenz. Doch der Schein trügt: Die interstellaren Gesetze bestrafen schon geringe Vergehen mit dem Tod. Um den Fängen der Gesetzeshüter zu entgehen, tauchen viele Menschen unter. Man nennt sie die Verschollenen. Privatdetektiv Miles Flint hat sich darauf spezialisiert, solchen Menschen bei der Flucht zu helfen. Als die Crew einer Raumjacht ermordet und auf dem Mond Kinder entführt werden, kommt er kriminellen Außerirdischen auf die Spur. Sie wollen sich an einer Verschollenen rächen, die sich auf dem Mars versteckt. Miles lässt sich auf ein lebensgefährliches Spiel ein ...


    Buechereulen-Rezension: Die Verschollenen – Kristine Kathryn Rusch

  • Zitat

    Original von Herr Palomar


    Wuermchen, wenn du Science Fiction Krmis magst, kennst du auch Die Verschollenen von Kristin Kathryn Rusch, den ersten Teil der Miles Flint-Reihe?


    Den zweiten Teil der Reihe mit dem Titel Die Lautlosen werde ich auch bald lesen.


    Nein, Herr Palomar, darüber bin ich noch nicht gestolpert. Aber das klingt sehr nach meinem Geschmack, vielen Dank für den Tipp!