Jane Eyre von Charlotte Bronte

  • Ja momeeeeent, es gibt da ja noch das eine oder andere Büchele dazwischen. :grin Ich knabbere im Moment noch an "Limit". Aber ich geb hier Rückmeldung wenn ichs gelesen hab, versprochen.

    „Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass. Hass führt zu unsäglichem Leid.“

    - Meister Yoda

  • Also ich hab das Buch vor ein paar Jahren gelesen und förmlich verschlungen. Ich muss zugeben, ich habe zuerst eine der Verfilmungen gesehen und mich dann für das Buch interessiert, aber das Buch war einfach nur genial!

    "Ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns."

    Franz Kafka, Brief an Oskar Pollak, 27. Januar 1904






    :lesend

  • Wow! Ich bin richtig froh, dieses wunderschöne Buch endlich gelesen zu haben und bin überrascht, wie leicht und flüssig es sich für einen Klassiker gelesen hat. Nach dem Lesen behalte ich nicht mehr viele Bücher, aber dieses wird mein Regal definitv niemals verlassen und irgendwann nehme ich es bestimmt nochmals zur Hand.
    10 begeisterte Punkte :-]

  • Ich habe eine Ausgabe aus dem Fackelverlag, Stuttgart von ca 1960. Dieses Buch liebe ich einfach und hole es zwischendurch wieder hervor. (Von meiner Mutter geerbt.) Eines der Bücher, die ich mehrfach gelesen habe :lache

  • Ich habe Jane Eyre gelesen, weil mir eine Verfilmung sehr gut gefallen hat, mit Charlotte Gainsbourgh und William Hurt. Ich war jetzt überrascht, wie viel umfangreicher das Buch ist, jedenfalls kann ich mich vom Film her nur an Gateshead, Lowood und Mr. Rochester erinnern, nicht aber an die ganze Zeit, die Jane bei dem Pfarrer und seinen Schwestern verbringt, wo sie dann Dorflehrerin wird. Hätte ich gewusst, dass "Jane Eyre" einen sehr großen Teil des Buches gar nicht bei Mr. Rochester spielt, hätte ich befürchtet, dass mir die anderen Passagen zu lang geworden wären, weil ich vor allem die Liebesgeschichte lesen wollte. Tatsächlich aber habe ich alle Stationen ihres Lebens gefesselt verfolgt und nie gedacht, jetzt müsste es aber mal weitergehen.


    Es ist ein herrliches Buch, bis auf ein paar doch arg schwülstig geratene Dialoge mit Mr. Rochester (vor allem von seiner Seite aus) habe ich es durchgehend sehr gern gelesen und war immer stark beteiligt. Jane Eyre, als Ich-Erzählerin, wächst einem einfach ans Herz, vor allem am Anfang, weil man da Mitleid mit ihr hat und sie gleichzeitig für ihren Mut und ihren großen Gerechtigkeitssinn bewundert. Manchmal musste ich auch über sie lachen, wenn sie so ernst und gleichzeitig hitzköpfig war.


    Interessant ist auch, wie selbstverständlich hier über Gott gesprochen wird. Man merkt sofort, dass es damals die Regel war, an Gott zu glauben. Sehr modern wirkte auf mich dann aber wieder die Freundin Jane Eyres in Lowood, die ihren ganz eigenen Glauben hat, den sie sich selbst zurechtgelegt hat und der, obwohl sie sich an Jesus orientiert, für mich eher buddhistisch anmutete.


    Dass der Roman damals für Aufregung gesorgt hat, kann ich mir vorstellen. Auch heute empfinde ich die Figur Jane Eyre als außergewöhnlich selbstständig und modern. Einfach eine tolle Frau, muss ich sagen!


    Und das Buch liest sich tatsächlich wie ein Pageturner, man braucht keine Angst vor der Sprache oder dem Stil zu haben.

  • :wave Liebe Totenleserin,


    die Übersetzerin ist Andrea Ott. D.h. Du hast hier einfach nur ein anderes Cover als bei der Manesse-Übersetzung.


    Diese habe ich gelesen und mein Herz für Jane Eyre entdeckt. Ich war sehr angetan von der Übersetzung und habe sie sehr gerne gelesen. Ich empfand sie als zeitgerecht aber trotzdem nicht hölzern und würde an Deiner Stelle zugreifen.


    Wenn ich nach DEM Lieblingsbuch gefragt werde ist es Jane Eyre - und es ist genau die Übersetzung.

    Binchen
    :write
    Kein Lesen ist der Mühe wert, wenn es nicht unterhält. (William Somerset Maugham) ;-)

  • Für mich sind diese Bücher der damaligen Zeit von unschätzbarem Wert. Die Brontë und Austen Bücher garantieren herrliches Lesevergnügen und sind in der heutigen modernen und hektischen Zeit ein wunderbarer ruhender Pol geworden.


    Auch dieser herrliche Klassiker hat mich in seinen Bann gezogen, die Ausdrucksweise, der Erzählstil ist flüssig zu lesen, die Geschichte der Jane Eyre dramatisch und lebhaft.

  • Danke meines neuen Kindles habe ich nun auch endlich diesen Klassiker gelesen und eine Bildungslücke geschlossen. Ich habe die kostenfreie eBook Version gelesen. Bei den amazon Rezis steht ohne Gewähr, dass es sich wohl um eine Übersetzung von Maria von Borch (1853 - 1895) handelt. Ich fand dieses alte Deutsch und die vielen Rechtschreibfehler schon sehr anstrengend. Der erste Teil konnte mich nicht so überzeugen. Die Beschreibungen der Kindheit und der Zeit in Lowood waren mir zum Teil zu langatmig. Aber nach der ersten Begegnung mit Rochester hat mich das Buch dann in seinen Bann geschlagen. Ein sehr andersartiges, düsteres, bewegendes Buch mit einem sehr passenden und schönen Ende.

  • Hier muss ich mich einfach melden.
    Jane Eyre begleitet mich seit meinem 16. Lebensjahr und ich habe es vergöttert ,gelesen, gehört, gesehen.Die Bibliothekarin meinte damals :Ich sei zu jung für dieses Buch. Ich war es nicht und bin seit dem immer wieder durch die Seiten gekrochen. :anbet

  • Zitat

    Original von Zuckelliese
    Hier muss ich mich einfach melden.
    Jane Eyre begleitet mich seit meinem 16. Lebensjahr und ich habe es vergöttert ,gelesen, gehört, gesehen.Die Bibliothekarin meinte damals :Ich sei zu jung für dieses Buch. Ich war es nicht und bin seit dem immer wieder durch die Seiten gekrochen. :anbet


    Eine nicht wirklich motivierende Bibliothekarin :gruebel
    Zum Glück hast du nicht auf sie gehört :-)


    Ich habe das Buch 2010 gelesen, da war ich 21 und fand mich auch nicht zu jung dafür. Das Buch habe ich sehr gerne gelesen und werde es bestimmt noch einmal lesen (sofern es mein SUB zulässt).

  • So, nachdem ich dieses Buch irgendwann mit 13 oder 14 in der Schule gelesen habe, dachte ich mir, ich lese es nochmal, da es nun mal in meinen Augen ein Klassiker ist (evtl. auch in Augen der Allgemeinheit :grin) und ich mich kaum noch an das Buch erinnern konnte.

    Ok, es wird - warum auch immer - vermutlich nicht eines meiner Lieblingsbücher. So sehr ist mir Jane leider nun nicht ans Herz gewachsen. Aber ich fand das Buch sehr schön, die Figur Jane Eyre - vor allem in Betrachtung der damaligen Zeit - außergewöhnlich und mir hat die Sprache sehr gut gefallen. Vielleicht bilde ich es mir nur ein, aber es ist, als wäre die Sprache um einiges anspruchsvoller, schöner, irgendwie "verschnökerlter" als heutzutage in den meisten Büchern und das fand ich einfach toll.

    With love in your eyes and a flame in your heart you're gonna find yourself some resolution.


    *Bestellungen bei Amazon bitte über Forumlinks (s. Eulen-Startseite) tätigen, um so das Forum zu unterstützen.*