Wie liest man richtig ein Taschenbuch?

  • Diese Frage - wie man ein TB liest, ohne den Rücken zu knicken - habe ich mir auch oft genug gestellt. In der Familie war ich es gewöhnt, geknickte Cover zu sehen, aber meine Freundin hatte nur Bücher da stehen, die aussahen wie neu.
    Ich dachte, entweder liest sie die Bücher gar nicht, oder sie liest sie mit einer Art Röntgenblick.


    Vor einiger Zeit habe ich dann aber auch festgestellt, dass es gar nicht so schwierig ist.
    Ich habe meistens einen Finger am Buchrücken, während ich es lese und das Buch ist nur so weit aufgeschlagen, dass ich den letzten Buchstaben noch ohne Krampf erkennen kann, aber der Rücken nicht zu weit gebogen wird. Dafür der Finger am Rücken.


    Jetzt ist nicht die Zeit, feste Entscheidungen zu treffen. Jetzt ist die Zeit, Fehler zu machen.


    smilie_xmas_586.gif

  • Macht das eigentlich sonst jemand: Bevor ich ein neues Taschenbuch anfange, biege ich das ganze Buch erstmal nach hinten und vorne, knete das regelrecht durch. So eine Art Dehnungsübung, bevor's los geht. Dann werden die ersten Seiten umgeblättert, glatt gestrichen und das Impressum gelesen.
    Aber das gehört wohl eher auf die Couch...

    Menschen sind für mich wie offene Bücher, auch wenn mir offene Bücher bei Weitem lieber sind. (Colin Bateman)

  • Zitat

    Original von DraperDoyle
    Macht das eigentlich sonst jemand: Bevor ich ein neues Taschenbuch anfange, biege ich das ganze Buch erstmal nach hinten und vorne,...


    Ja, ich! :frech
    Allerdings nur mit meinen eigenen TB's und vor allem im Urlaub auf der Sonnenliege.

    Zitat

    Aber das gehört wohl eher auf die Couch...


    Dann komme ich mit... :lache

    lg butterfly49

    "Sapere aude" "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen."
    (Quintus Horatio Flaccus)

  • Zitat

    Original von DraperDoyle
    Macht das eigentlich sonst jemand: Bevor ich ein neues Taschenbuch anfange, biege ich das ganze Buch erstmal nach hinten und vorne, knete das regelrecht durch. So eine Art Dehnungsübung, bevor's los geht.[...]


    Das ARME Taschenbuch :yikes


    Taschenbücher sind doch auch Bücher :chen


    Ich kenn das immer wenn ich Taschenbücher ausleihe. Manchmal bekomme ich die zurück und denke nur noch: "Man, dich muss ich erst mal wieder glatt bügeln" :rofl

    lg Saturn :wave


    MatheHome


    Auch den Möbelpackern sind Leute, die Bücher lesen, zuwider. Aber sie haben wenigstens einen guten Grund dafür. Gabriel Laub

  • Zitat

    Original von DraperDoyle
    na dann, willkommen im Club. Aber mir scheint, das wird ein ziemlich kleines Clübchen :lache


    Exklusivität der anderen Art :lache

    lg butterfly49

    "Sapere aude" "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen."
    (Quintus Horatio Flaccus)

  • Jetzt bin ich so oft über den Threadtitel gestolpert, dass ich doch noch poste.


    Ehrlich gesagt - meine Antwort auf deine Frage: Buch so drehen, dass die offenen Seiten auf der rechten Seite liegen und die Buchstaben nicht auf dem Kopf stehen, Buch bis zur ersten bedruckten Seite umblättern und dann jede Seite von links oben nach rechts unten lesen. Noch Fragen?


    Ah, es geht um das Vermeiden von Knicke im Buchrücken! Hm :gruebel Hat das jetzt was mit "richtigem" und "falschem" Lesen zu tun? Ist es "richtig," ein Buch so zu lesen, dass keine Knicke entstehen? Ist es deswegen "falsch," ein Buch ohne Rücksicht auf evtl. Knicke zu lesen????


    Was mir darüber hinaus noch aufgefallen ist, ist die Vielzahl der Leute, die ihre Bücher nicht (mehr) verleihen. (Dies ist natürlich völlig in Ordnung, da jeder mit seinem Buch machen kann, was er will; genauso wie es völlig in Ordnung wäre, wenn jemand sein Buch nach einmaligen Lesen zum Altpapier schmeisst). Bücher haben für mich hauptsächlich einen Zweck, und der wäre, dem Leser Freude am Lesen zu bereiten. Dies funktioniert meiner Meinung aber nicht, wenn sie (ungeknickt) im Regal stehen. Aus diesem Grund freue ich mich immer, wenn meine Bücher von anderen ausgeliehen werden (was leider viel zu selten geschieht), vor allem Bücher, die ich gerne gelesen habe. Denen wünsche ich nämlich noch viel mehr Leser, und wenn ich dazu beitragen kann, dann tue ich das auch.


    (Für manche Aussagen dieses posts gilt: ;-))

    "Alles vergeht. Wer klug ist, weiß das von Anfang an, und er bereut nichts." Olga Tokarczuk (übersetzt von Doreen Daume), Gesang der Fledermäuse, Kampa 2021

  • Zitat

    Original von DraperDoyle
    Macht das eigentlich sonst jemand: Bevor ich ein neues Taschenbuch anfange, biege ich das ganze Buch erstmal nach hinten und vorne, knete das regelrecht durch. So eine Art Dehnungsübung, bevor's los geht..




    Ja, ich, hier :wave

  • Ich kann nur hoffen, dass die Freundin, die sich erst heute ein Buch von mir ausgeliehen hat, genauso vorsichtig ist wie ihr, das Buch ist brandneu. Ich lese ja am liebsten HC, erstens knicken sie meistens nicht, und zweitens sehen sie, für mich, schöner aus. Aber geschenkte TB kann man schlecht wieder zurückgeben.... :zwinker


    EDIT: Es macht natürlich auch nichts die TB hinten einzuknicken, aber es ist doch ein bisschen bedauerlich, wenn man das Buch selber nochh nicht gelesen hat....

  • Zitat

    Original von SuchenachWissen
    Ich lese ja am liebsten HC, ersten knicken sie meistens nicht, und zweitens sehen sie, für mich, schöner aus.


    Für mich ist es da eben meistens eine Frage des Preises. Für den Preis von einem HC kaufe ich mir lieber zwei oder drei TB. Da habe ich dann, finde ich zumindest, mehr davon...
    HC kaufe ich, wenn dann, meistens gebraucht in gutem Zustand. Gut erhaltene TB gibt es gebraucht nämlich eher weniger ;-)

    lg Saturn :wave


    MatheHome


    Auch den Möbelpackern sind Leute, die Bücher lesen, zuwider. Aber sie haben wenigstens einen guten Grund dafür. Gabriel Laub

  • Also ich lese Bücher immer vorsichtig, d.h. nicht so weit aufklappen und essen tu ich auch nicht dabei. Ist mir so ins Blut übergegangen, dass ich auch die total zerlesenen aus der Bibliothek so lese. :gruebel
    (Nur ungeliebte Schullektüren habe ich schlecht bekandelt :grin)


    Bei mir im Regal sehen nur gebraucht gekaufte (teilweise alte aus der Bib. aussortierte) zerlesen aus. Neue bekommen bei mir keine Knicke.
    Hab auch bisher keine schlechtere Qualität bei englischen TBs festgestellt. Selbst mein 1000 Seiten Paperback "Infinite Jest" ist nur etwas rund am Rücken (halb gelesen)!

  • Anhand der Beteiligung kann man ja erkennen, dass das Thema viele bewegt. Ich bin nur ein wenig erschrocken, dass so viele extrem penibel mit ihren TBs sind! Klar lese ich selbst auch gerne ein frisches, unverknicktes TB, aber ich mache mir überhaupt keinen Kopf darüber, ob nach dem Lesen Knicke im Rücken sind!


    Und ich verleihe meine Bücher gerne, da geht es mir wie dir, Lese-rina! Ich will andere teilhaben lassen an meinem Lesegenuss.


    Mit ausgeliehenen Büchern gehe ich selbstverständlich sehr vorsichtig um, aber dieses ständige Aufpassen müssen trübt den Lesegenuss.


    Probiert es doch mal aus! Die Bücher sind keine rohen Eier! Obwohl ich mich nicht um vorsichtiges Lesen bemühe, haben viele TBs hinterher trotzdem keine Knicke.

  • Am Anfang war es mir völlig egal, wie die Bücher ausgesehen haben, aber mittlerweile ist bei mir, wie bei den meisten Eulen. Ich mag es einfach nicht, wenn der Buchrücken geknickt ist. Es sieht zwar gelesen aus und es zeigt, was das Buch "durchgemacht" hat, aber irgendwie find ich es schöner, wenn sie ungelesen aussehen.
    Wie ich es mache? Ich schlage das Buch auf und lege eine Seite auf einen Tisch oder meinem Bett und dann sind die Seiten fast im rechtwinkligen Dreieck. Und so geht es auch ohne das man den Buchrücken knickt. Und es ist angenehm zu lesen und einem tut nichts weh dabei. :-)

  • Das war alles für die Katz. Ich habe mich an Eure Ratschläge gehalten und es mit Anstrengung (was den Lesefluss hemmt und den Lesespass senkt) gelesen. als ich dann mit dem Fahrrad in die Stadt fuhr, das Buch in einer Leinentüte und in einem Leinenschutzumschlag fing es an zu regnen. das Buch saugtevsich voll Wasser und war gewellt. Der Eigentümerin habe ich Ersatzbeschaffung angeboten, aber sie hat es so zurückgenommen und meinte etwas pressen würde reichen. Aber Knicke im Rücken hat es keine und ich lese nie wieder ein Taschenbuch so umständlich.

  • Ich hab haufenweise Taschenbücher und nur die wenigsten haben Knicke im Rücken. Meine Finger liegen beim Lesen grundsätzlich auf dem Buchrücken, damit ich immer spüre, knickt da was oder nicht und der Daumen hält die Seiten auseinander. Da passiert bei mir selten was, nur die extrem dünnen Seiten und Rücken brechen, aber das kann man nun wirklich nicht verhindern. :/


    Ich persönlich kriege ja schon ne Krise, wenn ich bei Weltbild stehe und ein neues Buch ein Eselsohr hat!

    HOPE AND PRAY THAT YOU'LL NEVER NEED BE BUT REST ASSURED
    I WILL NOT LET YOU DOWN. I WALK BESIDE YOU BUT YOU MAY
    NOT SEE ME; THE STRONGEST AMONG US MAY NOT WEAR A CROWN.


    SUB = 142

  • Ich habe auch fast nur Taschenbücher. Klar, Falten kommen hin und wieder rein, wenn ich nicht aufpasse, aber ehre selten und das ist bei HC nicht anders. Meistens ist das nämlich in den Seiten. Im Grunde sehen aber die meisten Taschenbücher wie neu aus. Dabei achte ich nicht besonders darauf wie ich das Buch halte oder wie weit ich es knicke. Ich gehe einfach sorgsam damit um. Das ist alles. Ich schlage das Buch auf, blättere die Seiten um und schlag es später wieder zu. Ich denke das ist einfach die normale Art zu lesen. Ich glaub nicht, dass man eine Anleitung dazu braucht wie man Taschenbücher liest. Man muss es einfach ausprobieren wie es für einem am besten ist.


    Und das ist bei HC nicht anders als bei TB


    Eselsohren im Buch mag ich auch nicht, kann passieren, ich vermeide es aber. Schlimm find ich es, wenn man sie als Lesezeichen einsetzt. Aber wenn es nicht mein eigenes Buch ist kann ich auch nicht viel dagegen sagen.

  • Zitat

    Original von FrauMaus




    Ja, ich, hier :wave


    Das mache ich auch! :grin


    Aber sie sehen danach immer noch gut aus!

    Meinen Taschenbüchern sieht man an, ob sie so mehrmals gelesen wurden (also besonders gut sind bzw. von mir besonders geliebt werden) oder nur einmal.


    Wenn ich Taschenbücher verleihe sehe ich es auch nicht ganz so eng, wenn sie danach noch gelesener aussehen.


    Bei Hardcovern bin ich kritischer. Die sollten schon in dem guten Zustand wieder an mich zurückkommen, wie ich sie abgegeben habe.