Was ist euch wichtig in Rezis und was könnt ihr da so garnicht leiden

  • Zitat

    Original von oemchenli
    Nee das möchte ich nicht. Dann brauche ich das Buch ja nicht mehr lesen,


    Na ja, ich lese ein Buch ja nicht, um rauszukriegen, ob auf der letzten Seite "Butler" oder "Gärtner" steht.


    Zitat

    Original von oemchenli
    Und ich hetze nicht durchs Buch, nur weil ich den Mörder nicht kenne.


    Ich schon. Kleine Charakterschwäche. ;-)


    Zitat

    Original von oemchenli
    Aber jeder wie er mag. :grin


    Genau, genau :wave

    Menschen sind für mich wie offene Bücher, auch wenn mir offene Bücher bei Weitem lieber sind. (Colin Bateman)

  • Ich lese zumindest immer die Reihenfolge Vorwort, Nachwort. Kürzlich, als ich das mal nicht tat, habe ich das sofort bereut.

    Nemo tenetur :gruebel


    Ware Vreundschavt ißt, wen mahn di Schreipfelerdes andereen übersiet :grin


    :lesend Ungläubiges Staunen- Über das Christentum Navid Karmann :lesend

  • hm, Nachworte üben auf mich eine unwiderstehliche Anziehungskraft aus. Wenn es die gibt, werden die als allererstes gelesen. Bereut habe ich das noch nie :rolleyes.

    Menschen sind für mich wie offene Bücher, auch wenn mir offene Bücher bei Weitem lieber sind. (Colin Bateman)

  • Zitat

    Original von DraperDoyle


    Stimmt nicht. Als bekennende den-Schluss-zuerst-Leserin lese ich gerne auch detailiertere Inhaltsangaben. So weiß ich immer schon nach der ersten Seite, wer der Mörder ist. Wenn es mir keiner verraten hat, hab ich es eben schon selbst nachgelesen.
    Ich finde das sehr praktisch, dann hetze ich nicht durch ein Buch, weil ich endlich wissen will, wer's war, sondern kann es ganz entspannt genießen. Und mal ehrlich, in den allermeisten Fällen ist es doch völlig Brust, ob es nun der Gärtner oder doch der Butler war.


    Hmm, hab ich die Frage des Threads falsch verstanden? :gruebel


    Es geht darum, was man in einer Rezi nicht reinschreiben soll, nicht um die Frage, wie man selbst gerne sein Buch liest.


    Ich würde mal sagen, daß die absolute Mehrheit der Leser es nicht schätzt, bei einer Rezi z.B. den Mörder oder die Auflösung lesen zu müssen. Dann hab ich sicher keinen Spaß mehr an dem Buch.


    Bei Rezis kann ich das gar nicht leiden und das war ja die Ausgangsfrage dieses Threads.
    Aber DAS sollte eigentlich so selbstverständlich sein, daß man es gar nicht mehr hier extra erwähnen muß.

  • Du hast die Frage richtig verstanden. Nur die Antwort nicht. Was für dich so selbstverständlich ist, mag für jemand anderen nich gelten, weshalb sowohl Draper, als auch meine Wenigkeit erwähnt haben, dass es bei einem guten Buch auf die Schreibe des Autors, nicht auf die Lösung ankommt. Nehme ich z.B. Charlotte Lynes Glencoe in die Hand, weiß ich, dass es mit einem Massaker endet, auch bei Titus Müllers Nachtauge weiß ich, dass die Talsperre bricht, bei jedem Chick- Lit weiß ich - am Ende Kriegen sie sich und bei jedem Krimi am Ende ist der Mörder entlarvt.

    Nemo tenetur :gruebel


    Ware Vreundschavt ißt, wen mahn di Schreipfelerdes andereen übersiet :grin


    :lesend Ungläubiges Staunen- Über das Christentum Navid Karmann :lesend

  • Ja stimmt, bei bestimmten Büchern ist es unwichtig. Ich denk da grad an "Die Wand" von Marlen Haushofer - da nimmt sie ja den Tod des Hundes gleich vorweg, man weiß, daß der sterben wird.


    Ja, aber wenn man dann ein Buch hat, bei dem man mitfiebert, wer der Mörder sein könnte, weil man sonst so duch das Buch hetzen müsste... Dann ist das doch wieder total anders.
    Ich steh auf Thriller und da lebt das Buch von der Spannung.


    Hohe Literatur lebt natürlich von der Sprache, das ist für mich gar kein Thema, sowas lese ich aus Freude an der Sprache.


    Meist lese ich aber reine Entspannungsliteratur - eben Thriller und will mir die Spannung nicht nehmen lassen. Dann schau ich lieber gar nicht mehr auf Rezis.

  • Ich denke der Sinn einer Rezi ist es Interessierten die Handlung , das Genre und positive wie negative Knackpunkte des Buches näher zu bringen . Bei dem ersten Punkt (Handlung) wünschte ich mir schon des Öfteren , dass bei der Beschreibung und Wiedergabe dieser weniger pries gegeben wird.
    Die Tatsachen sollen nicht vertauscht oder herunter gespielt werden , aber eine beispielsweise kleinschrittigste Wiedergabe finde ich eher demotivierend .Natürlich ist man sich des Endes mancher Bücher bewusst ,aber Überraschungen oder unvorhersehbare Wandlungen bzw. Enden sollten offen bleiben


    Ich mag es , wenn die Rezi Spannung erzeugt , wenn nicht alles von vornerein offen gelegt wird . Außerdem finde ich Anmerkung hinsichtlich besonderer Stellen oder Charaktere oft sehr verlockend und verheißungsvoll ,sodass ich dieses Buch am liebsten sofort beginnen würde.


    Anschließenden Raum für Kommentare und Diskussionen mag ich ebenfalls leiden. Die Meinung anderer kann oft " weiter helfen " .

    Das geschriebene Wort ist ein Geschenk!
    Genitiv , Imperfekt und Konjunktiv Fan :D

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  • Zitat

    Original von Giflor



    Anschließenden Raum für Kommentare und Diskussionen mag ich ebenfalls leiden. Die Meinung anderer kann oft " weiter helfen " .


    Das mag ich auch, ist aber schon auch wieder problematisch, weil man seine Meinung dann ja begründen muß.
    Das geht oft nicht, ohne genauer auf den Inhalt und auch die "Auflösung"einzugehen. Man spricht in diesem Fall ja dann mit anderen Personen, die das Buch schon gelesen haben.


  • Je nachdem, ob ich eine Rezension als Leserin, die einen Roman sucht, oder als Autorin, die lesen muss, was andere über ihren Roman denken, lese, habe ich unterschiedliche Anforderungen.


    Als Lesende mag ich zusätzliche Infos über den Autor, und auch eine knappe Inhaltsangabe erscheint mir nützlich. Als Autorin kann ich auf beides verzichten, ich weiß ja, was im Buch steht und kenne mich. :grin
    In beiden Fällen ist mir die persönliche Meinung des Rezensenten am wichtigsten. Diese sollte sachlich und informativ sein. Am besten werden Pros und Cons genannt, Stil, Figuren und Plot sollten abgehandelt werden. Pauschalurteile mag ich nicht. Sehr kurze Rezis finde ich nichtssagend.


    Eine Empfehlung, für welches Zielpublikum ein Roman gedacht sein könnte, ist mir aus Autorensicht sehr wichtig, denn der Roman soll ja seine Leser erreichen und nicht jemanden, der gerade mit diesem Buch gar nichts anfangen kann.
    Die Anzahl der Sterne sollte sich im Text der Rezi widerspiegeln.


    Auf Bemerkungen zum Cover kann ich verzichten.

  • Zitat

    Original von Jasmin87
    Mir ist das früher nie so extrem aufgefallen aber in letzter Zeit nerven mich diese x von 5 Sternen ziemlich! :rolleyes


    stimmt, geht mir auch so,manchmal schreib ich dann, wir haben ein anderes Punktessystem aber das stößt oft auf taube Ohren :rolleyes :rolleyes

    [SIZE=7]"Leute die Bücher lesen, sind einfach unberechenbar." Spruch aus "Wilsberg " [/SIZE]

  • Zitat

    Original von logan-lady
    Zumal man überall Punkte geben kann, egal wo man einstellt. Ob hier, bei amazon, bei Lovelybooks. Überall kann man Punkte, Herzchen, Sterne, was auch immer vergeben. Da muss ich das nicht noch reinschreiben.


    Wie meinst du das?
    Also ich mag das sehr gern.
    Und lieber stehen noch Sterne dort als gar nichts :-)

  • Ich find das jetzt nicht dramatisch. Ich weiß doch trotzdem, wie gut das Buch weggekommen ist - blöd wär nur, wenn jemand schreibt: ich gebe 3 Sterne. Dann weiß ich nicht: meint der jetzt 3 von 10 oder 3 von 5.
    Ist doch schön, wenn Leute hier überhaupt Rezis einstellen und wenn das für mich nachvollziehbar ist, kann von mir aus auch jemand 4 von 8 Punkten geben.


    Richie : bei Amazon muss man sich anpassen. Die Rezi kann ich nur einstellen, wenn ich vorher auf diese Sterne klicke - und die gehen halt nur bis 5.


    logan-lady : hier muss man das schon dazu schreiben. Hier kann jeder - auch jemand, der keine Rezi schreibt -, diese Punktebewertung vornehmen. Das sagt mir dann aber immer noch nicht, wie viele Punkte der Rezensent vergeben hat.

    Man möchte manchmal Kannibale sein, nicht um den oder jenen aufzufressen, sondern um ihn auszukotzen.


    Johann Nepomuk Nestroy
    (1801 - 1862), österreichischer Dramatiker, Schauspieler und Bühnenautor

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  • Zitat

    Original von Lumos
    Natürlich kann ich das umrechnen und weiß, was gemeint ist.


    Trotzdem bin ich der Meinung, es ist nicht zu viel verlangt, sich dem Bewertungssystem des jeweiligen Forums anzupassen, in dem man sich bewegt und Rezensionen einstellt.


    Bei uns im Forum gibt es 10 Eulenpunkte zu vergeben, und keine Sterne und was weiß ich noch alles :fetch!


    :write Mich nervt das auch zunehmend. Irgendwie wirkt das auf mich immer nach Copy-Paste-Rezension, die möglichst breit gestreut auf tausend Plattformen eingestellt wird. Versteht mich nicht falsch, es spricht auch aus meiner Sicht nichts dagegen, einen Text auf mehreren Plattformen einzustellen, aber trotzdem gehört es in meinen Augen zum guten Ton, dass man sich die Mühe macht, seine Rezension den örtlichen Besonderheiten anzupassen. Wenn der Verfasser sich nicht mal die Mühe macht anzuerkennen, dass dies hier die Büchereule ist und nicht Amazon, dann weiß ich auch nicht so recht, ob ich mir die Mühe machen sollte, die Rezension zu lesen.


    Und 4von 5 Sternen ist nicht automatisch identisch mit 8 von 10 Punkten. Es könnten auch 9 oder 7 von 10 Eulenpunkten sein, da ist schon ein ziemlicher Unterschied.


    Edit: falsches Wort ausgewechselt


  • Ein Forum wie dieses lebt doch aber von den Rezis. Das klingt ein bisschen so, als wenn jemand froh sein müsste, hier überhaupt Rezis einstellen zu dürfen. Umgekehrt wird doch ein Schuh draus. Leute wie Voltaire, Herr Palomar etc. stellen hier ständig sehr tolle, aussagekräftige Rezis ein. Kostenlos. Gut, die bepunkten auch immer richtig. Aber so ein Forum kann doch sich freuen, wenn Menschen ihr geistiges Eigentum (und das sind für mich Rezis) verschenken und das Forum damit aufwerten.


    Und wenn die Bepunktung dann nicht dem gängigen System entspricht. Es gibt nun wirklich Schlimmeres. Hauptsache hier schreibt überhaupt noch wer Rezis. Die halten das Forum am Leben - sind für die Autoren auch tolle kostenlose Werbung (oder auch nicht). Sich da über solche Kleinigkeiten zu ärgern versteh ich nicht.

    Man möchte manchmal Kannibale sein, nicht um den oder jenen aufzufressen, sondern um ihn auszukotzen.


    Johann Nepomuk Nestroy
    (1801 - 1862), österreichischer Dramatiker, Schauspieler und Bühnenautor

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