Jahresbesten-Liste 2014 - Historische Romane

  • Das Haupt der Welt - Rebecca Gablé


    Diese Autorin hat einfach ein gutes Händchen historische Personen und Ereignisse mit sehr viel Spannung rüber zu bringen. Ich bin einfach sofort in der Geschichte drin und merke gar nicht wie die Seiten vorbei ziehen. Dazu handelt dieser Roman von einer Zeit (900 +) und Personen, die man sonst gar nicht in historischen Romanen sieht und den meisten Lesern doch recht unbekannt ist. Das gefiel mir hier sehr gut.

    Gruss aus Calgary, Canada
    Beatrix


    "Well behaved women rarely make history" -- Laura Thatcher Ulrich

  • Friedhof der Unschuldigen - Andrew Miller


    Andrew Millers historischer Roman "Friedhof der Unschuldigen" ist vollständig übertragbar in die heutige Zeit. Es geht um einen gewaltigen Veränderungsprozess, ein Großprojekt, das der junge Ingenieur Jean-Baptiste Barratte umzusetzen hat: das Entfernen des mitten in Paris liegenden Friedhof der Unschuldigen. Obwohl die Menschen im umliegenden Viertel schon unglaubliche negative Auswirkungen durch den Friedhof erleiden (Grundwasser, Luft, etc.), löst das Vorhaben, den Friedhof zu entfernen, gewaltige Widerstände aus. Aber nicht nur die Bevölkerung geht mit dem Projekt durch einen Veränderungsprozess, auch der junge Ingenieur Barratte verändert sich mit seiner Aufgabe und mit den diversen Kontakten, die er vor Ort schließt. Ein Roman, der die emotionale Seite von Change Management deutlicher zeigt, als so manches Sachbuch, und der Parallelen zu vielen uns wohl bekannten Großprojekten wie Stuttgart 21, Berliner Flughafen, etc. aufweist.


    Den Originaltitel "Pure" finde ich deutlich passender, obwohl "Friedhof der Unschuldigen" natürlich durchaus Bezug zur Handlung hat.


    Aus meiner Sicht hat der Autor für das Original vollkommen zu recht den Costa Award (früher Whitbread Award) sowohl für den besten Roman als auch für das beste Buch des Jahres 2011 bekommen, die deutsche Ausgabe erschien 2013.

  • Manduchai - Tanja Kinkel


    Dieser Roman ist nicht nur hervorragend recherchiert, unglaublich lebendig und spannend geschrieben, es geht auch um zwei faszinierende Frauen, die es in Gesellschaften, in denen Frauen wenig bis keine Rechte besaßen, schafften, nicht nur immense Macht zu gewinnen, sondern auch einen positiven Einfluß auf die Geschichte ihrer Völker zu nehmen. Starke Frauen, die weise regiert haben.
    Ich fand es auch sehr interessant, so viel über das Leben der Menschen in China und in der mongolischen Steppe zu diesen Zeiten zu erfahren.
    Und das Cover ist einfach genial.

  • Als wir unsterblich waren - Charlotte Roth


    Begründung:


    Deutsche Geschichte, die uns heute noch unmittelbar betrifft so plastisch und farblich nahegebracht, die Zeit des ersten Weltkrieges zumJübiläum ohne jede Effekthascherei- das ganze mit der Erzählkunst von Charlotte Lyne.

    Nemo tenetur :gruebel


    Ware Vreundschavt ißt, wen mahn di Schreipfelerdes andereen übersiet :grin


    :lesend Ungläubiges Staunen- Über das Christentum Navid Karmann :lesend

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  • Als wir unsterblich waren - Charlotte Roth


    Begründung:
    Mit Paula hat die Autorin eine bemerkenswerte Frauenfigur geschaffen. Sie wurde für mich beim Lesen zu einem lebendigen Menschen. Ich habe mit ihr gelebt, geliebt und geweint. Ihre beeindruckende Lebensgeschichte hat mich sehr gefesselt.

  • Im Dienst der Gräfin - Tereza Vanek


    Stellenweise echt grausam, aber packend geschrieben. Das Buch bietet einen guten Einblick in die dunkle Zeit damals.

  • Der Zug der Waisen - Baker Kline Christina


    Ein wunderschönes, bewegendes Buch, das u.a. über ein Stück amerikanische Geschichte erzählt, das mir so nicht bekannt war. Ein Buch, das lange im Gedächtnis bleibt und zum Nachdenken anregt.

  • Die Glücksbäckerin von Long Island - Sylvia Lott


    Ich lese nur selten historische Bücher, aber dieses hat mir ausnehmend gut gefallen -
    ein Buch wie ein Stück Käsekuchen ;-)

  • Krieg der Sänger - Robert Löhr


    Mal was anderes als sonst bei historischen Romanen. Und auch die Umsetzung fand ich mehr als gut. Originell, toll geschrieben, spannend und stellenweise auch witzig. Mehr kann ich von einem Buch nicht verlangen.

    Man möchte manchmal Kannibale sein, nicht um den oder jenen aufzufressen, sondern um ihn auszukotzen.


    Johann Nepomuk Nestroy
    (1801 - 1862), österreichischer Dramatiker, Schauspieler und Bühnenautor

  • Der Berg - Dan Simmons


    Vielleicht ein weng langatmig und technikversiert, mich aber haben diese Männer, die unbedingt diesen Berg bezwingen wollen, nachhaltig beeindruckt und mir einige fesselnde Lesestunden bereitet. So etwas lese ich sehr viel lieber als Herzschmerz-Schicksalsschlaggebeutelte Frauenhistoriengeschichten.