Ziemlich unverbesserlich: Eine Familienkomödie - Frauke Scheunemann

  • Inhalt (lt. amazon.de):
    Eine hinreißende Familienkomödie!
    Nikola Petersen steht mit beiden Beinen im Leben und ist genau das, was Großmütter so gern als »patent« bezeichnen. Die Anwältin und Mutter von zwei Kindern betreibt gemeinsam mit ihrem Kollegen Alexander Warnke eine kleine Kanzlei im quirligen Hamburger Karolinenviertel. Ihr Privatleben allerdings ist höchstens deshalb quirlig, weil sie versucht, ihren Alltag zwischen Büro und Elternabend irgendwie in den Griff zu bekommen. Schon früh verwitwet, kann sie dabei auf tatkräftige Unterstützung durch ihre Schwiegermutter Gisela zählen.
    Arbeit ist aber nicht alles! Und so würde Nikola zu gern mal wieder einen romantischen Abend verbringen – wenn sie nur wüsste, wo sie a) die Zeit und b) den Mann dafür hernehmen soll. Dass Gisela dabei stets mit Argusaugen über das Familienwohl wacht, macht die Sache nicht einfacher. Doch als ihr neuer Nachbar Tiziano ein klitzekleines rechtliches Problem hat und Nikola die Verteidigung des smarten Italieners übernimmt, bekommt ihr beschauliches Leben eine rasante Wendung!



    Meine Meinung
    Nikola ist Anwältin und alleinerziehende Mutter von zwei Kindern. Unterstützt wird sie von ihrer Schwiegermutter, auf deren Hof sie alle zusammen wohnen, anders wäre ihr Beruf und die Familie auch nicht vereinbar. Nikola hat zu wenig Zeit für ihre Kinder, ihre Schwiegermutter drückt ihr einen Fall nach dem anderen aufs Auge, obwohl Nikola diese gar nicht annehmen will – Chaos ist also vorprogrammiert! So auch, als Nikola auf Drängen ihrer Schwiegermutter ihren neuen italienischen Nachbarn vertritt, der angeblich eine Hanfplantage im alten Gewächshaus seiner verstorbenen Tante betrieben haben soll, muss sie sich mit ihrem neuen Kollegen Simon zusammen tun, da sie nicht viel von Strafrecht versteht …


    Ich liebe Familienkomödien! Je chaotischer, desto besser, denn auch in unserem Haushalt läuft es chaotischer ab, als ich es oftmals gerne hätte. Und deswegen lese ich auch gerne darüber, um zu erfahren, dass es anderswo vielleicht genau so zugehen könnte.


    In Frauke Scheunemanns neuem Roman Ziemlich unverbesserlich wartet die Familie allerdings nicht mit der konventionellen Familienbild auf, denn in der Familie Petersen gibt es keinen Vater mehr. Dieser ist leider vor einigen Jahren verstorben, womit sowohl Nikola als Ehefrau, als auch die beiden Kinder Tessa und Max gut klar kommen. Zumindest, wenn sie gerade nicht geärgert werden. Dafür wohnen sie mit ihrer Schwiegermutter Giesela zusammen, die ihre Familie nicht nur umsorgt, sondern die Kinder auch noch nach Strich und Faden verwöhnt. Eine etwas andere Kombination also, aber gerade dieses leicht ungewöhnliche Gewusel macht besonderen Spaß!


    Nikola will sich zwar gerne mehr um ihre Kinder kümmern und nimmt sich dies immer wieder vor, aber leider ist es eine Tatsache, dass sie die Brötchen verdienen muss. Ihr Job verhindert oftmals, dass sie ihre selbst gesteckten Ziele erreicht, was ihr selbst auch nicht wirklich passt. Dennoch erledigt sie ihren Job gerne. Ohne ihre Schwiegermutter wäre die Familie aufgeschmissen. Giesela kümmert sich rührend um ihre Enkelkinder und tut dies auch gerne. Sie ist eine resolute Person und nervt ihre Schwiegertochter ab und an auch damit, obwohl sich beide ansonsten gut verstehen. Mit Tessa hat Nikola eine pubertierende Tochter, die die typischen Teenie-Probleme mit sich bringt. Das ist häufig zusätzlich anstrengend, wenn sich Tessa von niemandem verstanden fühlt.
    Generell sind die meisten Figuren in diesem Buch sehr liebenswert. Auch Nikolas Arbeitskollegen mochte ich gerne lesen. Ein wenig geärgert habe ich mich teils über Nikolas Naivität und Selbstsucht. Selbst die blindeste Kuh hätte doch irgendwann mitbekommen müssen, wieso die Männer in Nikolas Leben sich einfach nicht grün sind. Da hätte auch Nikola irgendwann drauf kommen können. Als Anwältin hätte ich ihr da mehr Spitzfindigkeit zugetraut. Klar war auch, dass es einfach nicht gut gehen kann, wenn man seinem Kind wiederholt nicht zuhört, weil man mit kochen muss oder einfach selbst ins Bett will. Auch hier hätte ich ihr mehr Einfühlungsvermögen zugetraut, zumal sie auch selbst schon begriffen hat, dass sie zu wenig Zeit für ihre Kinder hat. Ein wenig einleuchtendere Prioritätensetzung hätte ich mir hier schon gewünscht.


    In diesem Buch geht es nicht nur um die Familie und die Probleme einer Mutter, alles unter einem Hut zu bekommen – also Arbeit, Kinder, private Bedürfnisse – sondern auch zu einem großen Teil um einen Fall, den Nikola gerade bearbeitet und der ebenfalls ziemlich witzig und ungewöhnlich ist.
    Es geht um die neuen italienischen Nachbarn der Familie Petersen, die vor einigen Monaten den Hof ihrer Tante Erika geerbt haben. Im dazugehörigen Gewächshaus wurden nämlich massenhaft Hanfpflanzen sicher gestellt, von denen sie behaupten, dass sie nicht von ihnen stammen, sondern noch Überbleibsel ihrer Tante seien. Ein wenig ungewöhnlich, wenn man bedenkt, dass die Verstorbene bereits über 90 Jahre alt war. Trotzdem nimmt Nikola auf Drängen ihrer Schwiegermutter, zusammen mit ihrem neuen Kollegen Simon den Fall an, recherchiert ins Blaue hinein und wird am Ende tatsächlich überrascht …


    Fazit
    Frauke Scheunemann konnte mich mit ihrem neuen Roman wirklich begeistern und mir ein paar angenehme und unterhaltsame Lesestunden bescheren. Ich habe das Chaos in Nikolas Leben und ihrer Familie gerne mitverfolgt und mich nicht selten selbst in diesem Chaos wieder gesehen.
    Ein toller Roman über den alltäglichen Familien- und Berufsalltag, der gerne mal in Wahnsinns-Chaos abdriftet!

  • Vier Jahre nach dem Tod ihres Mannes Christoph hat Nikola Petersen ihr Leben voll im Griff. Zusammen mit ihren beiden Kindern Max und Tessa ist sie zu ihrer Schwiegermutter Gisela nach Howe in Vierlanden gezogen. Während Nikola als Anwältin arbeitet, kümmert sich ihre Schwiegermutter um die Kinder. Aber damit nicht genug. Sie kümmert sich auch um die Nachbarn und vermittelt so der völlig überraschten Nikola einen neuen Mandanten. Ihr neuer Nachbar, ein netter Italiener, wird wegen einer kleinen Strafsache belangt und Nikola soll ihn dabei vertreten. Aber Nikola ist keine Strafanwältin, aber kann sie den Fall wirklich ablehnen?


    Nikola beschließt, dass sie sich der Herausforderung stellt, aber dazu braucht sie Hilfe. Ehe sie es sich versieht, wird ihr bisher ruhiges Leben äußerst turbulent und verworren.


    Nach ihren Dackelromanen erweckt Frauke Scheunemann mit diesem Buch eine neue Roman-Familie zum Leben. Mit ihrem gewohnt humorvollen und lockeren Schreibstil, schafft es die Autorin, den Leser schnell in ihren Bann zu ziehen und Teil der Familie zu werden.


    Die Geschichte hört sich auf den ersten Blick einfach gestrickt und bekannt an. Doch die Verwicklungen überraschen dann den Leser und die Spannung wird durch immer wieder neue ungeplante Situationen fortgeführt. Das Ende lässt viel Raum für Spekulationen und eine Fortsetzung, denn Nikola und ihre Familie hat man schon sehr bald ins Herz geschlossen und mag sie eigentlich gar nicht mehr verlassen.


    Fazit:
    Situationskomik, Lokalkolorit und ein mitreißender Schreibstil haben mir den Tag verschönert, mich aber traurig zurück gelassen, da ich die Familie Petersen wieder verlassen musste. Doch ich habe die Hoffnung, dass ich sie schon bald wieder sehen werde.

  • Tanzmaus und Lilstar haben dankenswerterweise ja bereits die wichtigsten Eckdaten zum Inhalt geliefert, somit beschränke ich mich weitestgehend auf meine Meinung zu diesem Buch.
    Vorab jedoch noch einmal herzlichen Dank an den Verlag für ein gesponsortes Buch und an Wolke für die Organisation. Und ein ganz besonderer Dank an die Autorin Frauke Scheunemann für die Begleitung der Leserunde.
    Wobei das Buch sich so flüssig weglesen ließ, dass ich der Begleitung geradezu mit Volldampf entfloh :lache: Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
    Natürlich ist es etwas anderes als die Lektüre von Büchern mit historischem Hintergrund und im günstigsten Fall hineingewobenen authentischen Personen, aber so etwas erwartete ich hier auch gar nicht. Hier erwartete ich eine leichtfüssige Unterhaltung, die mich für einige Stunden den bei mir momentan recht mit Problemen unterschiedlichster Art gespickten Alltag vergessen ließ und mich auf andere Gedanken brachte.
    Und genau das habe ich bekommen.
    Auch, wenn ich mich nicht immer mit der liebenswerten Protagonistin, der alleinerziehenden Witwe Nikola, identifizieren konnte, war die Geschichte in sich schlüssig und das Ende passend. Meinem sich gelegentlich meldenden Harmoniebedürfnis kam das alles sehr entgegen und doch wurde das Ganze zu keinem Zeitpunkt kitschig. Witzig schon, aber niemals albern.
    Von den Tiergeschichten aus dieser Feder kenne ich bisher keine, auch weiß ich nicht, ob ich hier eine Fortsetzung lesen würde (ich bin irgendwie nicht so der Serientyp), aber den Namen der Autorin werde ich ganz bestimmt in positiver Erinnerung behalten.
    9 von 10 möglichen Eulenpunkten für eine amüsante Familienkomödie
    :wave

    “Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.”Christian Morgenstern (1871 – 1914)

  • „Ziemlich unverbesserlich“ sind nicht nur die Familienmitglieder der Familie Petersen, die 38-jährige Nikola, ihre 13-jährige Tochter Tessa, Kindergartenkind Max, sowie Schwiegermutter Gisela. Auch Nikolas Kollegen, wie die Klienten, die wir im Buch kennenlernen dürfen. Der amüsante und damit schnell lesbare Unterhaltungsroman bringt einem viel Lesespaß und viel Lächeln während des Lesens.
    Nikola ist verwitwet, ihr Mann Christoph ist mit 42 gestorben. Klar vermisst die Familie ihn, doch die unmittelbare Trauer vermittelt keinen Schmerz dem Leser , sondern zeigt, die Familie lebt weiter und der verstorbene Vater ist nicht verdrängt, sondern es gibt Zeremonien und er gehört weiterhin zum Familienleben. Sie besuchen ihn, picknicken am Grab, schreiben ihm Briefe und bringen diese ihm. Er ist Ratgeber und Beichtvater und trotzdem gönnt auch die Schwiegermutter Christophs Witwe Nikola eine neue Liebe. Alle Hinterbliebenen wirken sehr stark auf mich.
    Nikola ist Rechtsanwältin, eigentlich spezialisiert auf Familienrecht überredet Gisela sie den Fall des sympathischen ital. Nachbarn zu übernehmen, dem angelastet wird, Cannabis angebaut zu haben. Da passt es sich gut, dass der alleinstehende Kanzleinachbar Strafrechtler ist und die beiden gemeinsam am Fall arbeiten. Da ist es natürlich nicht einfach beruflich und privat allem gerecht zu werden, wie gut, dass sie ein organisiertes Umfeld hat, dass in Lebenslagen unterstützt.


    Der Roman stellt den Auftakt einer neuen Reihe dar und ich bin gespannt was im nächsten Band passiert und freue mich von den sympathischen Personen im nächsten Frühjahr wieder zu lesen. Denn alle Personen sind mir sympathisch und ich würde gern von ihrem weiteren Weg erfahren. „Ziemlich unverbesserlich“ endet auch so, dass Spuren gelegt sind, wo man gern wissen möchte, wie es weiter geht.


    Ich danke Wolke, dem Verlag für das Buch und Frauke Scheunemann für die Begleitung der Leserunde.

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)

  • Nikola Petersen ist Rechtsanwältin und Mutter. Mit ihren zwei Kindern lebt sie bei ihrer Schwiegermutter, die ihr den Rücken frei hält damit sie alles unter einen Hut bekommt.
    Doch so einfach ist es mit Gisela auch nicht, denn sie sorgt auch immer wieder dafür das Nikola auch Fälle übernimmt die eigentlich gar nicht in ihr Fachgebiet gehören. So auch bei den neuen Nachbarn Tiziano und Sergio, diese Sorgen für viel Aufregung und durch dieses Mandat lernt sie auch Simon einen Kollegen kennen, mit dem sie den Fall bearbeiten wird.
    Aber auch Privat passiert so einiges und am besten wäre es wenn sich Nikola klonen könnte.


    Die Autorin Frauke Scheunemann kenne ich schon von ihren Romanen um Dackel Herkules, aber natürlich auch von ihren Büchern die sie mit ihrer Schwester unter dem Pseudonym Anne Hertz schreibt.
    Mich hatte der Klappentext gleich angesprochen und ich war sehr neugierig wie mir das Buch wohl gefallen würde.
    Der Einstieg ins Buch ist mir sehr leicht gefallen und das Buch hat sich fast schon von Selbst gelesen.
    Ich persönlich fand auch den Erzählstil sehr angenehm, es wurde wirklich alles aus der Sicht von Nikola erzählt. Wobei man aber auch sehr viel von den anderen Figuren erfahren hat, so dass alles zusammen ein rundes Bild ergeben hat. Es war auch der Spannungsbogen wirklich bis zur letzten Seite erhalten, was mir auch sehr gut gefallen hat.
    Die Handlung war im ganzen so aufgebaut, dass man allem sehr gut folgen konnte und selbst das mit der „Tat“ der alten Damen fand ich nicht überzogen erzählt, man kann sich schon vorstellen das es so etwas in der Nachbarschaft gibt ohne das man etwas davon weiß. Mir hat auch gut gefallen, wie Nikolas Zerrissenheit zwischen Beruf und Kindern geschildert wurde es ist sehr viel Wahres dran.
    Es waren alle Figuren die im Laufe des Romans aufgetaucht sind sehr detailliert beschrieben, so dass man sich diese während des Lesens sehr gut vorstellen konnte.
    Nikola fand ich sehr angenehm aber auch Tessa oder Max haben mir genauso gefallen, ich hatte eindeutig keine Lieblingsfiguren mir waren alle sehr sympathisch.
    Auch die Handlungsorte in und um Hamburg waren sehr bildlich beschrieben, hier merkt man einfach dass die Autorin weiß wovon sie schreibt dass sie in der Hansestadt lebt.
    Nur der Ausdruck „Heiopei“ hat nicht so ganz nach Norddeutschland gepasst, denn der stammt doch mehr aus dem Rheinland.
    Alles in allem hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen und ich hatte ein paar schöne Lesestunden mit dem Roman.
    Sehr gerne vergebe ich für das Buch die volle Punktzahl.

  • Vorab danke für das Leseexemplar und die Begleitung der Leserunde.


    Ich muss sagen, dass das Buch so gar nicht meinem eigentlichen Beuteschema entspricht, ich aber Lust auf eine etwas leichtere Kost zwischendurch hatte. Und meine Erwartungen wurden auch erfüllt.


    Die Familie Petersen hat es direkt geschafft, mich trotz oder gerade wegen ihrer Ecken und Kanten zu überzeugen und Sympathien einzuheimsen. Dabei ist Gisela unangefochten auf Platz Nummer 1, da ich zu ihr leichter Zugang finden konnte, als zu der manchmal etwas zu naiven und anstrengenden Nikola. Die Kids sind mir auch gleich ans Herz gewachsen - besonders durch ihre Briefe zum verstorbenen Vater, was eine wirklich schöne Idee ist, mit dem Tod in der Familie umzugehen.
    Auch die Nebencharaktere sind allesamt sehr liebenswürdig und runden das Bild ab, angefangen mit der toughen Aysun über den etwas trotteligen Nachbarn Gorch bis hin zum charismatischen neuen Kollegen Simon.


    Die Geschichte wechselt sich ab zwischen dem Gerichtsfall um die neuen italienischen Nachbarn der Familie Petersen und den alltäglichen Sorgen und Problemen mit einer pubertierenden Tochter und einem Kindergartenkind. Dabei rutschte die Story nie so richtig ins Kitschige ab (zum Glück) sondern war amüsant und sehr leicht zu verfolgen, wodurch die Seiten nur so dahinflogen.


    Insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten und obwohl ich am Ende ein paar Probleme hatte, mich mit Nikola zu identifizieren, werde ich Band 2 bestimmt auch lesen.
    9 Punkte für diese witzige und locker geschriebene Familienkomödie.

  • Ich bedanke mich auch beim Verlag und Wolke :anbet


    Mir hat das Familienleben rund um Nikola Petersen ganz hervorragend gefallen ich möchte auch nach Howe ziehen da scheint es lustig zu sein. Immer was los im Dorf und auch bei Nikola.


    Die Familie und die neugiérige Gisela ganz nach meinem Geschmack.
    Ich mochte Gorch Feddersen der so nett platt gesprochen hat, hab ich ihn doch reden gehört. :wow


    Das Buch eignet sich durchaus auch für einen ZDF Film :-)


    Danke Frauke ich glaube begleiten musstest du gar nix denn das Buch konnte man, wenn man Zeit hatte nicht mehr aus der Hand legen.


    Ich freue mich auf Teil 2 :-]

  • Eine Familienkomödie - als das wird "Ziemlich unverbesserlich" betitelt - und ganz genau das ist der Roman auch.
    Natürlich kommen in der Komödie auch kleine Tragödien vor - aber das gehört eben auch zum Leben in einer Familie mit dazu.


    Die verwitwete Anwältin Nikola lebt mit ihren zwei Kindern bei ihrer Schwiegermutter im kleinen Dorf Howe, welches zu Hamburg gehört.
    Die Entdeckung einer Hanfplantage beschert ihr einen neuen Mandanten, und zwar den smarten Italiener Tiziano.
    Die daraus entstehende Geschichte liest sich locker flockig leicht und ist sehr unterhaltsam.
    Der Schreibstil ist kurzweilig und witzig.
    Die beteiligten Personen sorgen durchweg für ein paar schöne Lesestunden.
    Man rätselt mit, welcher der drei möglichen Kandidaten ( Tiziano, die Anwaltskollegen Alexander oder Simon ) das Rennen bei der hübschen Nikola machen wird.
    Und wie sich das Rätsel der Hanfplantage auflösen wird.


    Ich bin ja ein Freund und Fan der Herkules-Romane der Autorin - aber auch mit Nikola & Co konnte ich mich gut anfreunden.
    Fortsetzung folgt.........freue mich schon darauf.


    Von mir bekommt dieser Roman ( das Cover gefällt mir übrigens sehr gut ) 8 von 10 Punkten.

  • Frauke Scheunemann war mir bisher als Autorin von Romanen wie "Welpenalarm" oder als Teil des Autorenduos Anne Hertz bekannt. So war ich sehr gespannt, wie mir die Familienkomödie "Einfach unverbesserlich" gefallen würde, die ich als Test-Leseexemplar im Rahmen der Leserunde lesen durfte.


    Nikola, nach dem Tod allein erziehend mit 2 Kindern, Rechtsanwältin, unterstützt durch ihre Schwiegermutter und ihren Kanzleipartner wird beauftragt, einen Italiener in einer Strafrechtssache zu vertreten, die mit Drogenhandel zu tun hat.


    Aus diesem Grundgerüst entwickelt sich eine turbulente Familienkomödie, die jedoch immer im Bereich des guten Humors bleibt, sogar ans Herz rührt, lustige, traurige, ernste, romantische Momente hat und dabei so unterhaltsam geschrieben ist, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen mochte.


    Mir sind die Figuren allesamt sympathisch, dazu kommt das norddeutsche Flair, unterbrochen durch zwei Italiener, die sich jedoch angenehm in Deutsch verständigen können, da mich kaum etwas mehr nervt, als mich ständig in einen Dialekt hineindenken zu müssen.


    Auch die Geschichte um die Hanfplantage, die fälschlicherweise den beiden Italienern in die Schuhe geschoben werden soll, klärt sich zufrieden stellend auf.


    In keinem Moment ist diese Komödie albern oder abgedroschen, sondern einfach nur schön zu lesen, wobei ich manches Mal laut aufgelacht habe.


    Von mir gibt es 8 Punkte und ich freue mich auf ein Wiedersehen in Howe.

  • Ich kann mich den positiven Meinungen nur anschließen.


    Normalerweise bin ich jetzt ja nicht sooo sehr in dem Genre "Frauenromane" zu Hause - aber - ich kenn ja Frauke - zumindest zur Hälfte :grin
    Sprich - ich liebe die Anne Hertz Bücher und da ist halt Frauke eine halbe Anne.


    Somit bin ich mit positiver Erwartung an das Buch herangegangen und genau die wurde auch erfüllt.


    Der Schreibstil, den ich so mag - das leicht humorvolle und situationskomische - kam wieder voll zur Geltung, so daß das lesen einfach nur Spaß gemacht hat.


    In der Leserunde habe ich bereits festgestellt, welches meine Lieblingsfigur ist und vielleicht hat Frauke ja Erbarmen mit mir und läßt sie im nächsten Teil noch ein büschen mehr zur Geltung kommen. :grin


    Nikola selber als Protagonistin war mir auch sehr sympathisch und es kam doch sehr gut herüber, wie es mit Doppel und Dreifachbelastung Alleinerziehender ist.
    Auch die Schweigermutter ist eigentlich eine nette Person - völlig entgegengesetzt der landläufigen Vorurteile, die Schwiegermütter sonst so zu erdulden haben.
    Mir war sie auch sympathisch, nur hatte sie ein kleines Manko, daß sie sich ab und an für meinen Geschmack zu sehr eingemischt hat.


    Einige kleine Dinge waren in meinen Augen sehr berührend - um es als Spannung nicht vorwegzunehmen, sag ich nur "Briefe".
    Diese Idee und die dazugehörigen Szenen fand ich einfach nur wunderbar und eben auch sehr berührend.


    Ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung, da mir die turbulente Famile doch sehr gefällt und ich doch wissen möchte, wie es mit ihnen weitergeht.



    Fazit


    Eine wunderbare Familiengeschichte, die durch den wunderbaren Schreibstil Frauke Scheunemanns noch unterstrichen wird.
    Humorvoll, liebevoll und auch spannend - immerhin ist die Protagonistin Anwältin :grin

  • Hier kommt noch mein Leseeindruck


    Eine turbulente Familienkömodie passt sehr gut als Untertitel. Friede Freude Eierkuchen - Pustekuchen!


    Nikola ist Alleinerziehende Mutter, mit Beruf. Da kommt man schon mal schnell an die Grenzen. Doch zum Glück gibt es da auch noch ihre Schwiegermutter, die ihr nicht nur mit den Kindern und im Haushalt hilft - nein sie drückt ihr gerne auch ganz besondere Fälle aufs Auge, denn Nikola ist Anwältin.
    So kommt sie an den Fall der zwei Italiener, die angeblich Hanf in ihrem Gewächshaus anbauen. Nach und nach kommt mit der Sache auf die Spur und lernt dabei auch noch eine große Gemeinschaft kennen, angefangen bei Nikolas Rechtsanwaltsgehilfin bis hin zu den heimlichen Verehrern.
    In diesem Buch kommt eigentlich nichts zu kurz, Comedy, Tragik, Liebe, Freundschaft, Teenagerprobleme, liebenswerte Personen .. Mir hat hier nichts gefehlt und dennoch war es nie zu viel!


    Das Buch eignet sich prima als Balkonlektüre, einfach Füße hoch, einen Cocktail dazu und den wunderbaren Schreibstil der Autorin genießen.


    Bleibt nur zu hoffen, dass es ganz bald eine Fortsetzung gibt, in der es bestimmt nicht weniger turbulent zu geht.


    Danke an Wolke und den Verlag für das Leseexemplar!

    Wenn du den roten Faden verloren hast, halte nach einem anderem ausschau, vielleicht ist deiner BUNT
    (Das Leben ist (k)ein Ponyhof - Britta Sabbag)

  • Ich habe dieses Buch geliebt - jede einzelne Seite!
    Es ist ein Buch mitten aus dem Leben und könnte jederzeit genauso passieren.
    Nikola, Gisela usw. sind alle sehr authentisch und liebevoll von Frauke Scheunemann beschrieben. Man merkt regelrecht, dass die Autorin ihren Charakteren Nahe steht. Geradezu könnte man meinen, dass es Nikola und Co. wirklich gibt.
    Diese Mischung aus leichter Spannung, Humor und einer versteckten Liebesgeschichte ist sehr gelungen. Ich hätte noch ewig in diesem Buch lesen und Nikola begleiten können. Es wäre garantiert nicht langweilig geworden.
    Normalerweise gehört dieses Genre eher weniger zu meinem "Beuteschema", aber ich bin froh, dass ich mich aus einer Laune heraus für dieses tolle Buch entschieden habe.
    Der Schreibstil von Frauke Scheunemann ist sehr locker und passt richtig gut zu der Geschichte.
    Die Aufmachung ist so wunderbar chaotisch wie das Buch selber und passt unheimlich gut.




    Fazit
    "Einfach unverbesserlich" ist ein buch, welches ich bestimmt noch öfter lesen und Freunden empfehlen werde. Schon mit ein paar Seiten kann man sich einen kompletten Tag verschönern.
    Für mich ein absolutes Highlight!


    Empfehlung
    Empfehlen kann ich dieses Buch eigentlich fast jedem. Es ist locker leicht zwischendurch zu lesen und erheitert ungemein.
    Probiert es aus!

    :lesend "Des Teufels Gebetbuch" von Markus Heitz
    :lesend "Don't kiss Ray" von Susanne Mischke
    :lesend "Plötzlich Fee - Sommernacht" von Julie Kagawa

  • Die junge Witwe Nikola Petersen, Mutter des 5 jährigen Max und der 13 jährigen Tessa, Anwältin mit eigener Praxis und Schwiegertochter der patenten Gisela, muss beruflich und privat so manche Hürde meistern. Aktuell ist sie die Verteidigerin ihrer beiden italienischen Nachbarn, Tiziano und Sergio, denen illegaler Hanfanbau zur Last gelegt wird. Da sie auf Zivilrecht und nicht auf Strafrecht spezialisiert ist, holt sie Simon Rupprecht, einen benachbarten Anwalt, mit ins Boot.


    Auf amüsante, herzerfrischende, manchmal auch nachdenkliche Weise erzählt die Autorin aus dem turbulenten Leben der Familie Petersen.
    Die Figuren habe ich samt und sonders gleich ins Herz geschlossen. Am besten gefiel mir Oma Gisela, die sich auf liebevolle aber auch bestimmende Art und Weise in das Leben der ihr nahestehenden Personen einmischt.
    Ich konnte beim Lesen schmunzeln, musste so manches Mal laut lachen, und einige Passagen haben mich nachdenklich gemacht. Trotz einiger skurrilen Situationen driftet die Handlung nie in Albernheiten ab.


    Diese kurzweilige, unterhaltsame und humorvolle Familienkomödie hat mich ausgesprochen gut unterhalten und ich gebe dafür gerne 9 Punkte

  • Was für ein tolles Buch. Von der ersten Seite an war ich begeistert dabei. Frisch, locker flockig geschrieben, mit sympathischen Protagonisten. Frauke hat es geschafft durch ihren begeisternden, fesselnden, aber auch spannenden und trotzdem lockeren Schreibstil mich sofort wohl fühlen zu lassen. Das Buch aus der Hand zu legen viel mir schwer. Ein Buch, das trotz ernsthafter Themen so viel Leichtigkeit hat, ein Buch, das mir gut getan hat, weil es einfach nur schön ist und das mir mehr als häufig ein Schmunzeln und Lächeln auf den Lippen gezaubert hat.


    Eine Familienkomödie. Eine herrliche Mischung von total unterschiedlichen Charakteren. Das riecht schon richtig nach Verwicklungen und Spaß. Die Auswahl des Themas der Hanfplantage im Gartenhaus fand ich sehr gut. Aber nicht nur die sorgt für Verwicklungen, sondern auch die Probleme einer arbeitenden alleinerziehenden Mutter, einer taffen Großmutter und pubertierender Kinder. Chaos vorprogrammiert. Da ich selbst alleinerziehende Mutter war, konnte ich mich sehr sehr gut in die einzelnen Charakteren hineinversetzen.


    Ich hatte eine sehr unterhaltsame Lesezeit mit diesem Buch, das zu keiner Zeit überladen war und mich sehr gut unterhalten hat. Ich hoffe, bald mehr von der „Chaotentruppe“ um und mit Nikola Petersen lesen zu dürfen. Für mich absolut verdiente 10 Eulenpunkte.

    :lesend Andrea Schacht - Mit falschem Stolz

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    Hörbuch: Andreas Föhr - Karwoche

    Hörbuch: J. K. Rowling - Ein plötzlicher Todesfall

    SuB: 324

  • Ich muss hier auch Lob aussprechen. Die Autorin hat mich mit ihren Dackelbüchern bislang nicht als Fan gewinnen können. Diesen Roman fand ich allerdings witzig und hatte ihn auch recht schnell gelesen. Ich habe mit diesem Buch an einer Studie zum Leseverhalten mitgemacht und hoffentlich mit dem ewigen Kichern auch etwas Sinnvolles beigetragen.


    Nikola Petersen ist gerade mal 40 Jahre alt und wohnt mit ihren beiden Kindern und ihrer Schwiegermutter Gisela am Rande von Hamburg. In der dörflich anmutenden Gegend hat jeder seinen Garten und bewirtschaftet diesen auch. Die verwitwete Rechtsanwältin lernt hier ihren ersten Fall im Strafrecht kennen: den sympathischen Tiziano, der angeblich eine Hanfplantage in seinem Gewächshaus betreibt. Er habe sich aber nur um die Pflanzen seiner 88-jährigen Vermieterin gekümmert und weiß nicht, welche Pflanzen das seien. Nikola vertritt normalerweise nur Familienzwistigkeiten oder auch mal einen handfesten Nachbarschaftsstreit und wendet sich an den Strafrechtler Simon. Mit ihm löst sie weit mehr Probleme als zunächst gedacht.


    Frauke Scheunemann bietet in ihrem Roman gleich drei Komponenten an, was eine klare Einordnung in ein Genre schwierig macht. Zum einen ist es eine witzige Familienkomödie um eine viel zu früh verwitwete Frau, die den normalen Alltagsstress zwischen Kanzlei, Kindergarten und einer pubertierenden Tochter bewältigen muss. An ihrer Seite hat sie eine patente Schwiegermutter, die allerdings mit ihren innovativen Ideen nicht immer nur Probleme aus dem Weg räumt. Dennoch hat sie das Herz am rechten Fleck und hält die Familie zusammen. Die Charaktere sind zum Teil sehr überzeichnet, was die Skurrilität nochmals unterstreicht. Sie sind deswegen aber lange nicht unglaubwürdig. Sie versprühen viel Lokalkolorit aus dem Hohen Norden.


    Der Fall um den Missbrauch gegen das Betäubungsmittelgesetz entwickelt sich zu einem amüsanten Krimi, der die Handlung belebt. Wie nebenbei werden juristische Erklärungen abgegeben, die ein unbescholtener Leser so nicht vermutete. Hier kann die Autorin mit ihrem fundierten Wissen glänzen. Zudem hat sie den Fachanwalt äußerst attraktiv gestaltet, sodass auch Nichtjuristen die sich entwickelnde Liebesgeschichte interessiert verfolgen. Doch gerade bei den amourösen Verbandelungen sind bald mehr Verdächtige im Spiel als bei der Marihuanaplantage. So bleibt es über die gesamte Länge der Geschichte mit einigen überraschenden Wendungen spannend.


    Es geht in diesem Roman um Freundschaft, Zusammenhalt, Loyalität, Liebe und immer wieder um die Familie. Eine Zugehörigkeit kann sich nicht nur innerhalb eines Hauses entwickeln, sondern vor allem auch mit anderen. Hier hält bald ein ganzes Dorf zusammen und Nikola erfährt, dass man im Notfall nicht allein dasteht. Der Mix aus allem bietet ein Lesevergnügen, dass viel zu schnell beendet war. Zum Glück geht es im Mai 2016 bereits mit Ziemlich unverhofft weiter.

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  • Nikola eine junge Witwe mit 2 Kindern Tessa (13) und Max (5) wohnen in Howe einem kleinen Dorf bei Hamburg. Nach dem Tod ihres Mannes führt sie die Partnerschaft in der Kanzlei ihres verstorbenen Mannes weiter zusammen mit Alexander. Währendessen werden die Kinder bestens von Gisela ihrer Schwiegermutter versorgt. Und Gisela hat ein Herz für viele, dieses Mal ist es der Nachbar Tiziano und sein Freund Sergio beide stecken in der Klemme sie sollen mit Cannabis handeln, die sie in einem Gewächshaus auf dem Anwesen angepflanzt haben. Da Nikola in Sachen Strafrecht so gar nichts am Hut hat holt sie Hilfe von Simon Rupprecht einem Kollegen, der ihr dann auch im Laufe der Zeit gehörig den Kopf verdreht. Aber nicht nur Simon hat ein Auge auf Nikola geworfen,nein auch Tiziano mach ihr Avancen und warum ist auf einmal Alexander eifersüchtig ? Das kann ja heiter werden wie soll Nikola dieses Chaos noch steuern ? Und vor lauter Stress im Beruf kommen gar die Kinder zu kurz und so gibt es Probleme bei Tessa in der Schule, die erste Liebe, Läusealarm bei Max und jede Menge Konflikte, Liebe und Kurioses.


    Meine Meinung:
    Eine wirklich unterhaltsame Familienkomödie präsentiert sich mir hier. Ich fühlte mich super unterhalten und habe das Buch kaum aus der Hand gelegt. Ich konnte mich ganz gut in diese Mutter hineinversetzen mit all ihren Sorgen, Nöten aber auch mit den schönen Momenten die sie erleben durfte. Man kann sagen das es sehr gut aus dem Alltag der Wirklichkeit getroffen sein könnte.Und ich habe gesehen das es eine Fortsetzung im nächsten Jahr geben soll. Wer gerne ein sehr guten Familienroman lesen möchte der ist bei diesem Buch gut aufgehoben. Von mir 5 von 5 Sternen.

    "Lebe jeden Tag so, als ob du dein ganzes Leben lang nur für diesen einen Tag gelebt hättest."