'Zeit aus Glas' - Seiten 399 - Ende

  • Nach einer Krankenhauspause komme ich endlich dazu, meine Eindrücke zu teilen. Ruth hat es mit dem netten Mr. Sanderson gut getroffen, obwohl seine Frau Olivia eine recht unangenehme Zeitgenossin abgibt. Ruth hat viel auf dem Hof zu tun, was vielleicht auch ganz gut ist, weil sie so kaum zum Nachdenken kommt. Ruth entwickelt aber mit Hilfe von Edith einen konkreten Plan, um ihrer Familie zu helfen. Sie setzt sich mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln konsequent und energisch für die Umsetzung ein. Ganz sicher hilft ihr dabei ihr jugendlicher Elan.

    Die Adoptionsgeschichte hat etwas und so kann Ruth auch etwas zurückzahlen. Ohne Eigeninitiative geht nicht nur für die jüdischen Familien wenig, aber die Folgen konnte sich kaum jemand vorstellen. Mir geht es heute mit vielen politischen Entwicklungen ähnlich. Es kommen immer mehr Personen an die Macht, die dort nicht sein sollten, die aber demokratisch gewählt wurden.

    :Hörbuch Bernard Cornwell - Der Wanderer

    :Hörbuch Robert Fabbri - Das Blut des Bruders

    :lesend Andreas Götz - Die im Dunkeln sieht man nicht

    :lesend Greg Iles - Verratenes Land

    :lesend Rebecca Gable - Teufelskrone

  • Mich hat das Buch sehr berührt und ich warte ebenfalls ungeduldig auf die Fortsetzung.


    Ich bin froh, dass Ruth sicher in England ist und sogar Unterstützung bekommen hat. Dank dieser und ihrer Hartnäckigkeit wird sie es hoffentlich auch schaffen, dass ihrer Familie die Ausreise ermöglicht wird.


    Das Nachwort war wieder sehr hilfreich, vor allem, wenn es darum geht, was tatsächlich so geschehen ist und wie es überhaupt zu dem Roman kam.


    Obwohl die Hintergründe so schrecklich sind, habe ich das Bauch gerne gelesen, denn es ist ein gutes Zeitzeugnis, wie es den Juden erging. Anhand dieser persönlichen Schilderung ging mir das Ganze sehr nah.


    Ich befürchte nur, dass die Menschen, denen heutzutage die Zusammenhänge klargemacht werden müssten, solche Bücher nicht lesen werden.

  • Nun ja, ich bin mit Vandam, Edith, schon sehr, sehr lange befreundet. Immer wieder hilft sie mir, wenn ich manche Dinge nicht verstehe - ihre Familie hat ja jüdische Wurzeln.

    Nun brauchte ich für diese Frau, die es wirklich gab, aber deren Namen keiner mehr weiß, einen Namen und so habe ich ihr Ediths gegeben - natürlich habe ich vorher gefragt.

    Das ist toll - ich dachte natürlich auch sofort an Vandam. ;)

  • So, jetzt stehen wir Leser wieder an einem wichtigen Punkt und warten auf die Fortsetzung.;)

    Mir hat dieser zweite Teil sehr gut gefallen, Ruths Geschichte fesselt und berührt mich.

    Vieles kann man gar nicht fassen, aber wir wissen alle, dass es so war..............

  • Ich habe den Abschnitt am Montag Abend beendet und bin immer noch sehr berührt von dem Buch.


    Es freut mich, dass Ruth es gut in England angetroffen hat und sie auch schon Menschen gefunden hat, die ihr helfen.


    Das Nachwort habe ich wieder sehr gerne gelesen, ich finde soetwas einfach immer wichtig.


    Ich freue mich schon auf die Fortzsetzung.


    Ulrike Renk vielen Dank für diese Geschichte, die etwas ganz besonderers ist...


    Rezi folgt

  • Ich habe das Buch eben auch beendet und kann die positiven Eindrücke der Mitleser hier gut nachvollziehen. Ich finde es auch wichtig, dass solche persönlichen Geschichten weiter erzählt werden. Leider sterben die Zeitzeugen langsam aus und es bleibt den Enkel- und Urenkelgenerationen überlassen, diese wichtigen Mahnungen an die Menschlichkeit in Medien zu vermitteln und wach zu halten.

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    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Charlotte Bronté: Shirley

  • Ich muss sagen, der zweite Teil hat mir fast besser gefallen als der erste. Warum kann ich nicht so genau sagen. Vielleicht, weil Ruth in den Mittelpunkt des Geschehens rückt? Sie ist wirklich eine patente Person, umsichtig, rücksichtsvoll aber trotzdem vorausschauend und nicht zu ängstlich. Dass sie die harte Arbeit in England ohne Murren oder Jammern schafft, einfach aus Dankbarkeit, dem Terror entronnen zu sein, zeigt ihre wahre Größe.

    [SIZE=7]"Leute die Bücher lesen, sind einfach unberechenbar." Spruch aus "Wilsberg " [/SIZE]