keine Lust zu lesen, kennt Ihr das?

  • Ich kann mich dem nur anschließen, was ypsele84 geschrieben hat.


    Irgendwann geht jede Lesekrise vorbei. :wave

  • Ich kann auch nur empfehlen, bei einem solchen Lesetief was anderes zu machen. Was mir dabei auch oft hilft, sind Bücher kaufen.. :lache Zu dieser Zeit macht mir Bücher kaufen dann komischerweise mehr Spaß, oder auch nur mal im Buchladen stöbern.


    Ich war vor einiger Zeit auch wieder in einem Lesetief, hab das aber inzwischen wieder ,,überwunden" und kann den neuen Moers nach langem mal wieder so richtig genießen.

  • Lesetief beschreibt meine Situation sehr gut. :-(
    Seit Wochen kann ich mich nicht aufs Lesen konzentrieren. Ich freue mich immer darauf, endlich genug Zeit zu haben, aber wenn ich dann ein Buch in der Hand habe, schweifen meine Gedanken ab und ich weiß gar nicht mehr, was ich da gerade lese.
    In den letzten Wochen/Monaten habe ich schon so einige Bücher angefangen und sie nach maximal 2, 3 Kapiteln weggelegt.
    Ich will endlich wieder für ein paar Stunden abschalten können. :cry

    "Erfahrungen vererben sich nicht-jeder muss sie allein machen."
    - Kurt Tucholsky

    :lesend J.K. Rowling: Harry Potter and the Goblet of Fire
    :lesend Jennifer Benkau: Es war einmal Aleppo

  • Ich habe häufiger Mal ein Lesetief, meist auch dann, wenn meine Gedanken zu sehr um anderes kreisen, weil ich gerne dann lese, wenn ich mich auch auf das, was ich lese, konzentrieren kann. Ich akzeptiere das dann, dass es nicht die richtige Zeit für ein Buch ist; die kommt ja wieder. Sich dann zum lesen zu "zwingen", bringt für mich nichts.

  • Ich kann den meisten hier einfach zustimmen :)


    Wenn man nicht lesen möchte, liest man einfach mal nicht. Es ist schließlich keine Pflicht und sollte sich auch nicht wie eine anfühlen.
    Ich möchte Spaß am Lesen haben und ich liebe es, in einer meiner Lesephasen zu versinken, aber wenn ich merke, dass ich aus einer auftauche, lass ich es zu.
    Ich finde es zwar nicht selten schade, die ungelesenen, wartenden Bücher im Regal stehen zu sehen, aber ich weiß, ein Buch doch überhaupt nicht zu schätzen, wenn ich mich zu ihm zwinge. ;)


    Wenn ich also keine Lust habe, werden alle Bücher vom Tisch in den Schrank geräumt und dann wird das gemacht, was dann eben gerade dran ist. Mehr Musik hören zB. einfach mehr unterwegs sein, einfach herumliegen und sehr häufig: selbst schreiben. Denn die meisten Lese-Unlustphasen habe ich, wenn in meinen eigenen Gedanken zu viele Ideen herumwuseln. Die müssen dann ersteinmal raus und wenn man dann im Garten sitzt, die Sonne erreicht einen in der perfekten Temperatur und man denkt, an eines seiner Bücher, dann ist diese Phase vielleicht auch schon wieder vorbei ;)

  • Ich bin auch mal wieder in einem absoluten ,,Lesetief". Lege mich Abends ins Bett, freue mich zuvor aufs Lesen und wenn ich eigentlich anfangen will, habe ich üüüüüberhaupt keine Lust, egal welches Buch. Das blöde ist, trotz Leserunde, da wird der Druck nämlich nochmal größer und umso weniger Lust hat man dann.


    Ich gebe mich dem ganzen aber nun hin und warte auf die nächste Zeit, in der ich wieder viel mehr Lust zu lesen habe.

  • Dieses Wochenende habe ich mal ein bisschen Zeit zu lesen. Ich freu mich auch immer sehr aufs Lesen. Und wenn ich erst Recht sehe, welche Bücher ich täglich bei Amazon oder hier neu entdecke, dann beneide ich alle, die am Tag mehrere Stunden lesen können. ...


    Doch ... wenn ich dann, z. B. abends im Bett endlich zum lesen komme, passiert es oft, das mir bereits nach einem Kapitel oder ein paar Seiten, die Augen so schwer werden, das es keinen Sinn mehr macht, weiterzulesen. Manchmal bin ich mit den Gedanken aber auch ganz wo anders, nur nicht beim Buch. Dann passiert es, das ich einen Satz, manchmal auch einen Absatz oder eine ganze Seite nochmal lesen muss. Dann muss ich mich Gedanken kurz sortieren und mich voll aufs Buch konzentrieren. Wenn es aber nach einer Zeit immer noch nicht klappt, dann ist es besser, das Buch aus der Hand zu legen. So geht es mir leider aber manchmal auch, wenn ich dann am Woe wirklich mal Zeit habe.


    Wenn das Buch mich nicht gerade so sehr fesselt, das ich jetzt sofort wissen will, wie es ausgeht, dann lass ich mich leider sehr leicht vom PC und anderen Dingen ablenken. :-( ... Und ärgere mich dann sehr, das ich die Zeit wieder nicht zum lesen genutzt habe.

    Zündet man eine Kerze an,erhält man Licht.Vertieft man sich in Bücher,wird einem Weisheit zuteil.Die Kerze erhellt die Stube, das Buch erleuchtet das Herz.


    (Sprichwort aus China)

  • Momentan beobachte ich an mir, dass meine Leselust ziemlich gering wird, wenn das Buch nicht 100%-ig meinen Vorstellungen entspricht. Gerade habe ich so einen Fall. Mein aktuelles Buch ist nicht schlecht, aber es reißt mich auch nicht wirklich mit. Daher bemerke ich, dass ich in letzter Zeit abends wieder öfters dem Fernseher den Vorzug gebe oder wenn ich lese, das Buch dann eben nach 20-30 Seiten wieder zu mache. Aber ich denke und hoffe, dass das wieder besser wird, wenn ich das Buch beendet habe. Zum Abbrechen ist es irgendwie doch zu gut.

    Gelesene Bücher/Ebooks 2022: 0/2
    Aktueller SuB/Ebooks: 106/122 (End-SuB 2021: 106/99)


    :lesend Der Heimweg - Sebastian Fitzek :sekt

  • Ich habe auch gerade wieder ein Lesetief. Lust zu lesen hätte ich schon, und auch genug Bücher zur Auswahl, aber irgendwie habe ich den Kopf nicht frei dafür - irgendetwas anderes ist immer zu tun, oder ich lasse mich von TV oder Internet ablenken. (Im Nachhinein ärgert mich das dann...)


    Meistens lese ich abends vor dem Einschlafen noch etwas, aber das sind dann i.d.R. nur ein paar Seiten, dann fallen mir die Augen zu, selbst bei einem sehr guten Buch. :-(

  • Eigentlich schon etwas merkwürdig, welchen Krampf wir aus dieser Leseunlust machen. Früher - und damit meine ich auch Zeiten, die erst ein, zwei Jahre her sind - habe ich mein Buch zur Hand genommen und gelesen, wenn ich Lust darauf hatte. Wenn ich einmal einige Tage am Stück keine Lust hatte - ja, dann war es eben so. Aber erst seit diesem Jahr mache ich mir um jeden Tag Gedanken, an dem ich nicht lese.


    Inzwischen finde ich allerdings zu meiner alten Gelassenheit zurück: Ich lese, wenn ich Lust habe, ansonsten lasse ich es und beschäftige mich anderweitig. Nur weil man mal eine Weile nicht liest, bedeutet es ja nicht, dass man es nie wieder tut.

  • Zitat

    Original von SamtpfoteXL
    oder ich lasse mich von TV oder Internet ablenken. (Im Nachhinein ärgert mich das dann...)


    So geht mir das auch häufig. Aber nach jedem Lesetief folgt ein Hoch - es muss nur das richtige Buch kommen.

    Aktuelle Lektüre: Die Frau an der Schreibmaschine - Suzanne Rindell | Das Zeitalter der Unschärfe - Tobias Hürter
    SUB: 97

  • Zitat

    Original von SamtpfoteXL
    Ich habe auch gerade wieder ein Lesetief. Lust zu lesen hätte ich schon, und auch genug Bücher zur Auswahl, aber irgendwie habe ich den Kopf nicht frei dafür


    So gehts mir leider auch. Kann mich einfach nicht konzentrieren.. :bonk


    (Nein, nicht erst seit heute. ;-) Das geht schon seit Wochen so.)

  • Zitat

    Original von Iszlá
    Eigentlich schon etwas merkwürdig, welchen Krampf wir aus dieser Leseunlust machen. Früher - und damit meine ich auch Zeiten, die erst ein, zwei Jahre her sind - habe ich mein Buch zur Hand genommen und gelesen, wenn ich Lust darauf hatte. Wenn ich einmal einige Tage am Stück keine Lust hatte - ja, dann war es eben so. Aber erst seit diesem Jahr mache ich mir um jeden Tag Gedanken, an dem ich nicht lese.


    Inzwischen finde ich allerdings zu meiner alten Gelassenheit zurück: Ich lese, wenn ich Lust habe, ansonsten lasse ich es und beschäftige mich anderweitig. Nur weil man mal eine Weile nicht liest, bedeutet es ja nicht, dass man es nie wieder tut.


    Stimmt schon - bei mir hängt es halt davon ab, WARUM ich nicht lese. Wenn ich einfach den Kopf nicht frei habe, weil gerade andere Dinge wichtiger sind, dann ist es halt so. Das ändert sich auch wieder.


    Der "Krampf" geht da los, wo ich meine Zeit verplempere, beispielsweise vor dem TV. Wird aber auch seinen Grund haben, da sollte ich mir auch etwas mehr Gelassenheit angewöhnen.

  • Ich verstehe, was du meinst.


    Mein persönlicher "Krampf" fängt allerdings woanders an: Heute Morgen fiel mir auf, dass es mir vor diesen ein, zwei Jahren kein Kopfzerbrechen bereitete, wann ich las und wann nicht. Da war es normal, eine Selbstverständlichkeit, dass ich jeden Abend las, ganz ohne Zwang - die Abende, an denen ich mich anderweitig beschäftigte, konnte man beinahe im Kalender rot ankreuzen. Da gab es aber keine "Leseunlust", wenn ich einmal nicht las, war es für mich nicht schlimm.


    Jetzt ist es anders herum - die Abende, an denen ich lese, sind selten geworden. Ich stehe morgens auf, denke mir "Heute Abend kannst du lesen!", fange bereits da an, mich unter Druck zu setzen und meinen Tag so zu organisieren, dass ich früh ins Bett verschwinden kann, und dann ist es abends und ich mache alles, nur nicht lesen. Und bin sogar noch genervt von mir selbst, weil ich nicht lese - der Versuch, doch noch zu lesen, endet mit noch mehr Genervtheit und dem Gefühl, in der Leseunlust zu stranden.


    Ich habe mir jetzt vorgenommen, an das Lesen an sich keinen großen Gedanken zu verschwenden und es irgendwie wieder "normal" werden zu lassen. Ich lese abends mein Buch und Schluss. Wenn ich zeitlich nicht dazu komme oder doch einmal auf andere Dinge Lust habe, dann ist es so. Ich muss keine Freudensprünge machen, weil ich endlich einmal wieder zehn Seiten gelesen habe. Warum auch, es ist ja völlig normal, dass ich lese. :-) Ich muss mich aber auch nicht ärgern, wenn ich doch nicht lese.


    (Allerdings habe ich schon das Gefühl, dass es sich bei mir in eine etwas bedenkliche Richtung entwickelt - ich bin teilweise schon so weit, Verabredungen kürzer zu halten, nur um noch lesen zu können. Was ich anschließend doch nicht tue ... :rolleyes)


    Okay, so weit wollte ich eigentlich nicht abschweifen, aber im Großen und Ganzen stimme ich dir zu. Wenn man nicht liest, weil andere Dinge wichtiger sind, akzeptiert man es einfach - wenn man nicht liest, weil der Kram im Fernsehen interessanter oder entspannender ist oder weil man schlicht zu faul ist, das Buch in die Hand zu nehmen, ärgert es.

  • Ich hab im Moment keine Lust mehr zu lesen!!! Ich muss für die Uni momentan circa 500 bis 800 Seiten pro Woche Fachliteratur lesen und danach hab ich nicht den Nerv auch noch wieder eins meiner Bücher in die Hand zu nehmen... oder viel mehr liegt das Problem da, dass ich zwar ein bisschen Lust hätte, aber nach 2 Seiten ist die dann wieder weg. Ich bin froh, wenn ich mein tägliches Pflichtpensum für die Uni geschafft habe und dann kann ich einfach keine Buchstaben mehr sehen...

    :wave Gruß Dany


    Die Wirklichkeit ist etwas für Leute, die mit Büchern nicht zurechtkommen.
    Leserweisheit

  • Iszla, ich kenne das, was Du beschreibst, sehr gut. Ich glaube, bei mir kam das vor allem durch das Forum. Früher habe ich nie darüber nachgedacht, wie lange ich an einem Buch lese. Jetzt denke ich bei der Lektüre oft schon wieder an die anderen Bücher, die ich noch lesen will. Durch das Forum erhalte ich auch viel mehr Anregungen zu Büchern, die mir gefallen könnten, als früher. Das und halt die ganzen Themen "wie schnell liest du, wann liest du, wieviele Bücher liest du im Monat" haben durchaus Auswirkungen auf mich.


    Ich versuche jetzt auch, wieder etwas lockerer zu werden, nicht so zu gucken, wieviele Seiten am Tag ich gelesen habe, wie lange ich an dem Buch sitze, und mich voll auf das Buch zu konzentrieren, welches ich gerade lese. Wenn es dann aber nicht soo gut ist und ein anderes, interessantes, schon lockt, na ja, dann ist es nicht leicht ;-)

  • Bei mir hängt es, denke ich, gar nicht so sehr mit dem Forum zusammen. Ja, ich lese anders, seit ich hier angemeldet bin, aber ich habe doch ein für mich gutes Verhältnis zum Lesen gefunden nach gewissen "Anfängerfehlern", wie zum Beispiel so viel wie andere Eulen lesen zu wollen.


    Ich schätze, dass es mit meiner Arbeit zusammenhängt - ich habe in diesem Jahr nach längerer Arbeitslosigkeit wieder voll gearbeitet und war abends nicht oft in der Stimmung, noch zu lesen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich dadurch das Gefühl, nicht mehr gerne zu lesen, zu wenig, und geriet in diesen Druck "Du musst jetzt lesen!" - "Aber ich will ja gar nicht ...".


    Ich versuche jetzt einfach, mir keinen Stress mehr zu machen. Lesen ist mein liebstes Hobby, und es soll auch mein liebstes Hobby bleiben - ohne Stress und Zwang. :-)