'Der Name des Windes' - Kapitel 14 - 27

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  • Verdammt. 16. Kapitel. Das war vorherzusehen:


    Ich hab mein Wiedersehen mit den Edema Ruh und Kvothes Familie heute nachmittag viel zu sehr genossen, und weiss, wenn ich jetzt umblättere, kommen die Chandrian und sind sie alle tot. Ich will das grad nicht.


    :cry


    der arme, kleine junge :-(




    Und von wegen 'wo bleibt die handlung? Da ist tonnenweise handlung, lustige, traurige, unheimliche und nachgerade haarsträubende geschichten in einer geschichte, alle verschachtelt, gelegentlich unterbrochen, um die spannung zu erhöhen, das ist echte kunst.
    Und noch dazu in einer wunderbaren sprache, die eigentlich wenig zu wünschen übrig lässt.
    Selten findet man so gute bücher.


    Und Handlung, das würd mir auch nichts mehr nützen, weil ich weiss leider noch immer, wie's weiter geht. Ich lese es wegen den schönen sätzen, dem augenzwinkern und der durchblinkenden weisheit.

    DC :lesend


    Heinrich August Winkler: Geschichte des Westens I


    ...Darum Wandrer zieh doch weiter, denn Verwesung stimmt nicht heiter.
    (Grabinschrift F. Sauter )

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von MagnaMater ()

  • Zitat

    Original von MagnaMater


    Und noch dazu in einer wunderbaren sprache, die eigentlich wenig zu wünschen übrig lässt.
    Selten findet man so gute bücher.


    :write :write


    Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen.
    Ich habe auch schon lange kein Buch mehr gelesen, in dem mir die Srache so gut gefallen hat. Und ich bin so froh, dass ich mich getraut habe auf englisch zu lesen. Ein paar einzelne Wörter schlage ich ab und zu nach aber ansonsten verstehe ich alles sehr gut


    Und ich weiß auch schon, dass ich den zweiten Band auf jeden Fall lesen muss!! :-)

  • Okay, also fast schon ein normaler 2. Band einer Fantasy-Trilogie. ;-)
    Ich bin gespannt. Man kann ja eine ganze Weile daran lesen, bis Teil 3 erscheint dauert es bestimmt noch ein paar Jahre.


    Heute starte ich mit dem 3. LR-Abschnitt.
    Es beginnt ja durch Lanres Geschichte etwas Neues. Irgendwann muss Kvothe sich ja mal mit der Vergangenheit auseinandersetzen. All die Erinnerungen werden sicher hervorbrechen, ob er es will oder nicht. Ich bin gespannt, was er daraus macht und wo es ihn hin verschlägt. Sicher ist, dass dieses Stadtstreicherleben ja irgendwann mal ein Ende haben muß.


    Edit: Mir gefällt übrigens besonders gut, wie Kvothe sich selbst rückblickend reflektiert. Einerseits beschönigt er seine Taten nicht, andererseits hat er aber auch Verständnis für sein Handeln. Die Unterbrechungen in der Erzählung und die Rückkehr in die "Gegenwart" sind mir zu kurz und zu wenige. Darüber würde ich gerne mehr lesen, aber das hätte den Umfang des Buches wahrscheinlich endgültig gesprengt. :grin

  • Zitat

    Original von Saiya
    Edit: Mir gefällt übrigens besonders gut, wie Kvothe sich selbst rückblickend reflektiert. Einerseits beschönigt er seine Taten nicht, andererseits hat er aber auch Verständnis für sein Handeln. Die Unterbrechungen in der Erzählung und die Rückkehr in die "Gegenwart" sind mir zu kurz und zu wenige. Darüber würde ich gerne mehr lesen, aber das hätte den Umfang des Buches wahrscheinlich endgültig gesprengt. :grin


    Das gefällt mir auch sehr gut. Ich hätte auch gern ein paar mehr dieser "Zwischenspiele". Die sind mir zu selten und auch zu kurz. Gegen ein paar mehr Seiten wäre da ja nichts einzuwenden gewesen :lache Aber das gibt sich dann ja vielleicht in den nächsten Bänden noch.

    :lesend
    Rachel Aaron - The Spirit Rebellion
    Patrick Rothfuss - Der Name des Windes
    Stefan Zweig - Sternstunden der Menschheit

  • So, ich habe auch endlich diesen Abschnitt durch. Ich kann mich eurer Meinung nur anschließen - der Tod seiner Eltern und seiner Gruppe, sein Umgang mit Trauer und Verlust ist wunderbar und einfühlsam geschildert. Mir standen Tränen in den Augen.


    Auch die Beschreibung der Stadt finde ich sehr gelungen und lebendig, mit sehr gut gezeichneten Charakteren.


    Die Geschichten zwischendrin fand ich zwar beeindruckend, allerdings hätte die erste etwas kürzer sein können.


    Alles in allem gehört dieses Buch sicher zu den besseren Fantasyromanen, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

  • Zitat

    Original von Suzann
    Geschichten erzählen zu lassen in einer Geschichte, die erzählt wird und das als Handlung einer Geschichte, die wir lesen. Die Geschichte in der Geschichte in der Geschichte, sozusagen. Ich weiß nicht, ob mir das gefällt. Ich warte die ganze Zeit darauf, wann es jetzt endlich losgeht, mit der richtigen Geschichte.


    Ich liebe es ja, wenn in einer Geschichte eine Geschichte erzählt wird, so auch hier :-]


    Zitat

    Original von Saiya



    Warum hat Ben die Truppe verlassen? Hat er etwas von dem Überfall gewusst? Warum wurde Kvothe verschont? Was wird jetzt aus Kvothe, wohin verschlägt es ihn nun? Ich lese dann mal weiter. :-)


    Dass Ben die Truppe noch rechtzeitig verlassen hat, war für mich immer nur Zufall. Ich kann mir nicht vorstellen, dass etwas von den Überfall geahnt hat ohne die anderen zu warnen.
    Bleibt natürlich die Frage warum Kvothe verschont wurde, nachdem er ins Lager zurückgekehrt ist.


    Zitat

    Original von miyajima
    Es wird ja immer spannender und spannender. Wenn der Geschichtererzähler jetzt, wie Kvothes Vater, eine Geschichte über Lanre erzählt hat, ist dieser dann jetzt nicht auch in Gefahr? Wird Haliax wieder kommen und ein weiteres Gemetzel veranstalten wollen? Kann Kvothe ihn dann irgendwie aufhalten?
    Und wird Kvothe doch noch zur Universität gehen?


    Die Geschichte von Lanre ist völlig ungefährlich, gefährlich wirds nur bei den Chandrian...


    Zu BelleMortes Spoiler:
    Ich fand auch Band zwei von vorne bis hinten gelungen, eher noch zu kurz als zu lang! :-]

  • Weil ich mich nicht entschliessen konnte am abend sowas trauriges weiterzulesen, hab ich nochmal von vorn angefangen, und mittags gings mit neuem schwung über die leichen in die stadt.


    Die ganzen kurzen geschichten ind en rückblicken erzählen uns eigentlich die Dämonen- und Götterlehre der welt, ohne dass er ein ganzes buch lang die anfänge seiner welt schildert. Ich finde, das ist gut gemacht, dass wir die mythologie in kleinen happen serviert bekommen.

    DC :lesend


    Heinrich August Winkler: Geschichte des Westens I


    ...Darum Wandrer zieh doch weiter, denn Verwesung stimmt nicht heiter.
    (Grabinschrift F. Sauter )

  • Zitat

    Original von Zwergin



    Die Geschichte von Lanre ist völlig ungefährlich, gefährlich wirds nur bei den Chandrian...


    Aber wurde aus Lanre nicht ein Chandrian? Ich kann mich schon gar nicht mehr genau erinnern :gruebel

  • Zitat

    Original von Zwergin




    Dass Ben die Truppe noch rechtzeitig verlassen hat, war für mich immer nur Zufall. Ich kann mir nicht vorstellen, dass etwas von den Überfall geahnt hat ohne die anderen zu warnen.
    Bleibt natürlich die Frage warum Kvothe verschont wurde, nachdem er ins Lager zurückgekehrt ist.


    Die Frage, warum Ben die Truppe verlassen hat, lässt mich nicht los. War Ben wirklich innerhalb von ein paar Tagen so verliebt, wie Kvothe es andeutet?
    Was bedeutet dann der nächste Satz mit der Falle?
    Für mich klingt es fast, als wenn es tatsächlich eine Falle war.
    Und das Gespräch zwischen Kvothes Eltern und Ben über Aberglauben klang schon, als wenn Ben mehr wüsste. Aber das er von dem Überfall geahnt hat und sich absetzt ohne die anderen zu warnen, will ich mir nicht vorstellen.

  • Den zweiten Abschnitt habe ich mit genauso viel Eifer gelesen wie Abschnitt eins :lache ich wollte doch wissen wie es weitergeht. :grin
    wenn es nicht spät Nacht gewesen wäre, und ich Morgens früh zu Arbeit gemusst hätte, hätte ich mit großer Wahrscheinlichkeit die Nacht durchgelesen. soifz´ist das Buch gut.

    Man muß noch Chaos in sich haben um einen tanzenden Stern gebären zu können - frei nach Nietzsche
    Werd verrückt sooft du willst aber werd nicht ohnmächtig - frei nach Jane Austen - Mansfield Park

  • So ging es mir auch. Ich konnte das Teil nicht mehr weglegen. Es ist so toll geschrieben und Rothfuss' Fantasie ist so vielfältig und kommt so ungezwungen und locker daher, dass es einfach Spaß macht.

    smilie_sp_274.gif
    "Es hat alles seine Stunde und ein jedes seine Zeit, denn wir gehören dem Jetzt und nicht der Ewigkeit."

  • ja genau man ist gleich von der ersten Seite an gefesselt und wird -ob man will oder nicht- in einen sog mitgerissen. Und man bleibt dann sogar freiwillig drinn. einfach herrlich. wenn jetzt nicht so schön die Sonne scheinen würde, wüsste ich was ich jetzt wieder tun würde..... :grin

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  • Zitat

    Original von Rouge


    Ich habe das auch so verstanden, als ob aus Lanre ein Chandrian geworden ist!!! :gruebel


    Ja, das haben wir völlig richtig verstanden.
    Ich glaub, es ist im nächsten abschnitt beim geschichtenerzähler wenn nicht schon hier:

    DC :lesend


    Heinrich August Winkler: Geschichte des Westens I


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  • Zitat

    Original von Zwergin


    Dass Ben die Truppe noch rechtzeitig verlassen hat, war für mich immer nur Zufall. Ich kann mir nicht vorstellen, dass etwas von den Überfall geahnt hat ohne die anderen zu warnen.
    Bleibt natürlich die Frage warum Kvothe verschont wurde, nachdem er ins Lager zurückgekehrt ist.


    In dieser Hinsicht bin ich ziemlich zwiegespalten. Dass sich Ben verliebt hat, war wohl ziemlich offensichtlich. Aus diesem Grund habe ich es eigentlich als Zufall angesehen, dass die Truppe kurze Zeit später abfallen wurde. Aber beim zweiten Lesen des Buches ist mir auch aufgefallen, dass Ben sich Sorgen gemacht hat, als er erfahren hat, dass Kvothes Vater überall nach den Chandrian fragt. Daher denke ich, dass Ben geahnt hat, dass die Truppe in Gefahr schwebt, wenn sie zu viele Informationen über Lanre/die Chandrian zusammengetragen haben. Da aber Kvothes Vater nichts herausgelassen hat, konnte Ben allerdings nicht genau einschätzen, wie brenzlig die Informationen sind.


    Ich bin mir aber nicht wirklich sicher, ob das beharrliche Zusammensuchen der Informationen die Chandrian auf die Truppe aufmerksam gemacht hat oder dass eine Strophe des Liedes gesungen wurde. Wahrscheinlich war letzteres der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.


    Ich denke, dass Kvothe nur aus einem Grund verschont wurde: damit er weitererzählt, was in dem Lager passiert ist. Ein indirekter Zeuge ist besser als irgendwelche Reisende, die die Leichen finden.
    Apropos: es hat mich erstaunt, dass in der Stadt niemand von den Mord an der Schaustellertruppe gesprochen hat. Habe ich das vielleicht überlesen?


    Zitat

    Original von Zwergin


    Die Geschichte von Lanre ist völlig ungefährlich, gefährlich wirds nur bei den Chandrian...


    Die Frage habe ich mir auch gestellt. Ich denke, dass die Erzählung vom Geschichtenerzähler schon alt und irgendwie von den Chandrian "autorisiert" ist. Kvothes Vater hatte etwas Neues geschaffen und vielleicht ist der Knackpunkt


    Ich habe es jetzt mal in Spoiler gesetzt, da ich mir nicht sicher bin, ob die Auflösung in dem Abschnitt erfolgt ist.