'Die Schwestern vom Ku'damm: Jahre des Aufbaus' - Seiten 140 - 228

  • Ziemlich sicher ist Carl der Vater von Rike. Almas Vater/ Rikes Großvater muß all die Jahre Kontakt mit ihm gehabt haben, zumindest erhält er den Brief des Züricher Anwalts/ oder habe ich das falsch in Erinnerung. Wer und warum wurde verhindert, dass Alma ihren Carl heiratet, von dem sie schwanger ist. Hat sie Friedrich vorgezogen, weil er nicht wie Carl die schwere Kriegsverletzung hat.


    Almas Vater hat sein Haus dem Roten Kreuz vererbt, sein Entschluss als Beitrag der Widerwärtigkeit seiner einstigen Landsleute. Ein guter Entschluss, denn Rike erbt von ihm noch so viel Barvermögen, welches unschätzbar kostbar ist. Sie könnte davon das Kaufhaus ihres Vaters eigenständig übernehmen. Wenn sie wollte und der richtige Zeitpunkt gekommen ist.


    Ungerecht finde ich schon, dass der Züricher Schuhfabrikant nur ein Enkelkind zum Erben macht, sind doch die Zwillinge auch seine Enkelkinder, Almas KInder. Gut, diese waren die jüngeren und er hat vermutlich immer Rike, aufgrund des anderen Vaters, für schützenswerter erachtet.


    Carls getrennt lebende Frau Lydia, die mit Friedrichs und Carls Mutter in einer Wohnung lebt, ist nicht bereit Trümmer zu räumen. Claire macht dies weiterhin!


    Mir gefällt auch, obwohl Rike mit neuen Kleidern handelt, sie trotzdem Almas Kleider von Miri für sich umarbeiten lässt. Sylvie würde bestimmt in den Situationen auf ein Kleid aus neuem Stoff pochen.


    In Rikes Leben zieht die Verliebtheit/ Schwärmerei zu ital. Männern. Mal sehen, wohin das führt.

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)

  • Diese versehrten Kriegsheimkehrer, die nichts mehr haben, vor allem keine Zukunft, sind mit die größten Verlierer solcher Kriege.

    Keine Zukunft stimmt sicher. Man könnte zusätzlich noch sagen, dass diese Menschen auch keine Vergangenheit mehr hatten. Alle Geschichte und alle Wurzeln waren weg, die Menschen waren heimat- und orientierungslos. Das man in so einer Situation zu einer Lüge greift, um zu überleben, ist schon nachvollziehbar.

  • wollt ihr das als Töchter

    Och schade, ich darf da nichts zu schreiben. ;(


    Aber auch als Sohn teile ich hier die Sicht von Bücherdrache:

    Denn alles, was sie nicht erzählt, nimmt sie mit ins Grab und es ist auf ewig verloren, niemand wird sich daran erinnern. Ein Tagebuch einer vor langem verstorbenen Mutter zu finden, das ist, als würde man einen kostbaren Schatz bergen, als könnte man noch einmal ihre Stimme hören, ihre Gedanken verfolgen. Ja, auf jeden Fall würde ich das lesen wollen.


    Wir haben viel zu viel Angst vor dem Thema Sex. Wenn es schöne und glückliche Geschichten sind, wäre doch da nichts gegen einzuwenden. Einziges Gegenargument wäre für mich, wenn ich es wissentlich gegen den Willen des Tagebuchschreibers lesen würde.

  • Ich würde auch das Tagebuch lesen, gerade weil Rike ihre Mutter mit 11 Jahren verloren hat und daher die Gedanken und Meinung ihrer Mutter in dem Alter um 20/ 30 nicht kennt und sie dadurch besser kennen lernen würde. In wie weit man sexuelle Handlungen beschrieben finden würde, ist ja auch dahingestellt. Immerhin hat Almas Vater das Tagebuch an sich genommen/ bzw. Alma bei Hochzeit im Elterhaus gelassen und möglicherweise auch darin gelesen. Die herausgerissenen Seiten sind ja vermutlich schon für immer verloren...


    Mädchen sind ja generell neugieriger als Jungs. Ich habe auch als Teenager ältere Briefe meiner Mutter gelesen, die nicht für meine Augen bestimmt waren. Ich musste auch mit mir ausmachen, ob das gut war. Manchmal stehen auch in Briefen nicht nur Wahrheit.


    Mein Großvater, Jahrgang 11, wollte auch bei dem Tod seiner Frau, dass alle seine Briefe aus der Kennlernzeit, sie schrieben sich täglich, in den Sarg kamen und umgekehrt ihre später in seinen. Das haben wir nicht gemacht, einige schon + auch Kopien/ den Großteil im Original behalten, denn das sind Zeitdokumente und für uns spannend zu lesen, wie man z.B. brieflich gegenseitig seine Familie beschrieben hat. Opas Schwester, inzw. 103 Jahre, können wir sogar noch zu einiges aus früherer Zeit befragen. Wenn sie nur besser hören, zuhören würde.


    Ebenso habe ich durch den Stapel Feldpostbriefe der anderen Großeltern gelernt, wie sie damals durchaus Organisationsgeschick hatten, weil ich Oma später nur untätig abwartend kenne.

    Wenn man mal ein Buch schreiben will, könnte man manche alte Dokumente als Hilfe nehmen.


    Briefe/ Gedanken anderer zu lesen, ist eine Sache des eigenen Alters und der eigenen gemachten Erfahrungen.

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)

  • Also ich würde das Tagebuch auch lesen wollen, mich hätte einfach vieles interessiert aus ihrer Sichtweise zu lesen. Mein Vater ist sehr früh gestorben und mich hätten ihre Gedanken etc. interessiert.


    Ich gehe auch mal davon aus, dass Carl der Vater von Rike ist. Ich glaube dies würde ganz gut passen, aber es kann auch sein, dass ich mich vertue.

    Die Testamenteröffnung in Zürich war gut geschildet.


    Die Szene mit Oskars Kameraden fand ich auch gruselig. Ich denke, da wird genau wie bei dem Tagebuch noch etwas nachkommen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und vor allen Dingen wie sich die Liebeleien weiterentwickeln werden...

  • Mal eine Frage, auf die ich eine ganz ehrliche Antwort möchte: Eure eigene Mutter im absoluten Hormonrausch - wollt ihr das als Töchter wirklich lesen? Mama Sex? So ganz en detail?

    also, was mich betrifft, ich wäre da eher zögerlich ...

    außerdem reden wir hier von Menschen, die nicht die "Sexualaufklärung" unserer Tage hinter sich haben, sondern wir sind in den später Vierzigern und frühen Fünfzigern, die sehr viel prüder waren ...


    Und vielleicht gibt es ja noch einen anderen Grund, der Rike zögern lässt. Lasst euch einfach noch ein bisschen überraschen ...

  • Bei mir hat es leider etwas länger gedauert, bis ich die nötige Muße zum Lesen hatte. Dies liegt aber nicht am Buch, sondern nur an der fehlenden Zeit vor Weihnachten. Da ich aber seit heute Urlaub habe, werde ich sicher schnell weiterlesen können.


    Das Buch gefällt mir weiterhin sehr gut. Miriam ist meine "heimliche" Heldin, wobei ich auch gerne über Rike und Silvie lese.

    Das Friedrich nicht Rikes Vater ist, hatte ich schon geahnt, auch das es Carl sein könnte, wundert mich nicht sehr. Ich bewundere Rike, das sie so stark ist und es nicht gleich raushaut, das kostet bestimmt viel Kraft.

    Ja, Silvie und die Männer..letztendlich kann sie nichts dafür, das Miri Ben liebt, es wirkt aber leider immer so als ob sie jeden bekommt den sie will, oberflächlich eben. Das sie sich so sehr wünscht das Rike stolz auf sie ist, zeigt ihren wahren Kern, denke ich. Innerlich will sie einfach geliebt werden und Anerkennung bekommen. Wer möchte das nicht ?

    Ist Oskar wirklich tot oder hat der komische Typ den Ring geklaut und Oskar lebt sogar noch? Ich bin mir da nicht sicher..:gruebel

    Das Friedrich nicht Rikes Vater ist, hatte ich mir auch schon gedacht. Er scheint sie anders als Oskar und Silvie zu behandeln. Wobei mir Friedrichs "Wehleidige" Art vor Gericht ziemlich gegen den Strich ging. Toll war allerdings Miriams Aussage vor dem Richter.


    Irgendwie glaube ich, dass Oskar noch lebt. Einerseits, da Silvie dieser Überzeugung ist und andererseits würde es passen, wenn Oskar auf einmal wieder auftaucht...


    Auf das Tagebuch bin ich auch schon sehr neugierig - und was Rike mit ihrem Erbe machen möchte...

  • schön, dass du eingestiegen bist ...

  • Rike erbt viel Geld von ihrem Großvater und erzählt erst einmal keinem etwas davon. Das Tagebuch ihrer Mutter versteckt sie, ohne es gelesen zu haben. Einerseits kann ich sie verstehen, andererseits, auch wenn es delikat ist, hätte ich es durchgeblättert. Man muss ja nicht alles lesen.


    Ich hatte mir auch schon gedacht, dass sie nicht Friedrichs Tochter ist. Es bleibt also die Frage, wer ihr Vater ist.


    Schön, fand ich die Hochzeit von Rikes Freundin Elsa. Ein bisschen Normalität und Unbeschwertheit kam da auf.

  • Mal eine Frage, auf die ich eine ganz ehrliche Antwort möchte: Eure eigene Mutter im absoluten Hormonrausch - wollt ihr das als Töchter wirklich lesen? Mama Sex? So ganz en detail?

    also, was mich betrifft, ich wäre da eher zögerlich ...

    Nein, sowas möchte ich nicht lesen :yikes

    Eltern haben einfach nie Sex :lache

    "Monsters are real, and ghosts are real, too. They live inside us, and sometimes, they win."

    (Stephen King)

  • Puh, das Erbe. Großartig, dass der Opa ihr alles vermacht hat und Friedrich vom Erbe ausgeschlossen hat. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass er mir total auf den Keks geht und ich froh bin, dass Carl ja wahrscheinlich Rikes Vater ist.

    "Monsters are real, and ghosts are real, too. They live inside us, and sometimes, they win."

    (Stephen King)

  • Rike bekommt Post aus Zürich und erbt sehr viel Geld von ihrem Großvater. Sie erzählt noch keinem was davon - dies stelle ich mir sehr schwierig vor. Was ich aber auch sehr schwierig finde, ist die Mitteilung, dass ihr Vater nicht ihr Vater ist. Dies belastet sie wahrscheinlich sehr. Würde mir auch so gehen.

  • hab ich mir doch gedacht, das meine Vermutung richtig ist, Friedrich ist nicht der Vater von Rike....


    So ganz hab ich in meinem Kopf das aber noch nicht sortieren können, was das mit der Erbschaft so auf sich hat. Vielleicht muss ich den Abschnitt doch noch mal lesen *GRÜBEL*


    Silvie scheint ein Schmetterling zu sein, sie hüpft/fliegt von Mann zu Mann, von Vorteil zu Vorteil - schade nur, das sie irgendwie Miriam damit kränkt.


    Miri finde ich sehr stark. Ich vermute, da kommt doch noch etwas mehr.