Coronavirus

  • Und die Ignoranten. Die Paranoiden. Die Stoiker. Die, die das begrüßen, weil sie (aus göttlicher oder ideologischer Sicht) eine "Säuberung" erkennen. Die Zweifler. Die Selbstsicheren, die sich jetzt erst recht für den Nabel der Welt halten.


    Und die Hilfsbereiten. Die Hoffnungsgebenden. Die Freundlichen. Die, die die richtige Mischung aus Beschwichtigung und Vermittlung der Ernsthaftigkeit der Lage gefunden haben. Die Nachdenklichen. Die im positiven Sinne Besorgten. Die Umsichtigen.


    Die Leute.

  • Ich fürchte, es gibt zum größten Teil nur zwei verschiedene Arten: Die Panischen und die Unbesorgten. Glücklicherweise ist mein Umfeld wieder das eine noch das andere.

    Also nach meinem Empfinden bin ich glücklicherweise überwiegend von vernünftigen Leuten umgeben 😊

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    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Ingeborg Bachmann: Das dreißigste Jahr

    Erzählungen

  • Ich war gerade im Discounter, Obst und Gemüse besorgen. So voll habe ich den zur Mittagszeit lange nicht erlebt ... Bin ja mal gespannt, ob das anhält weil einfach viel mehr Leute zuhause sind oder ob es die Reste der Hamsterwelle sind.

    “You can never get a cup of tea large enough or a book long enough to suit me.” :lesend

    C.S. Lewis

  • Jetzt wo ja ein Großteil der Schulen, KItas & Kantinen geschlossen ist muss natürlich zu Hause mehr gekocht werden, da steigt der Bedarf bzw. der Einkauf an Lebensmitteln schon. Mal abgesehen von den Hamsterkäufen.

    Halte dir jeden Tag dreißig Minuten für deine Sorgen frei - und in dieser Zeit mache ein Nickerchen.

  • Hallo zusammen :wave


    Danke Tom für deine Worte! Besser kann man es kaum sagen. Dieser Virus ist - auch als Nicht-Risikopatient eine ernste Sache. Viel mehr Sorgen bereitet mir aber die derzeitige Gesellschaft. Da gibt es die, die den Supermarkt leer kaufen, nur an sich denken und nicht behirnen, dass es nach wie vor noch Berufsgruppen gibt, die nicht einfach so untertags rausgehen und sich versorgen können. Dann nach der Arbeit finden genau diejenigen, die jetzt alles am Laufen halten nur mehr leere Regale vor. Von den Tonnen an Lebensmitteln die später weggeschmissen werden müssen möchte ich gar nicht reden. Und auf der anderen Seite stehen diese gnadenlosen Egoisten. Diejenigen, die nicht einmal bereit sind auch nur einen Millimeter von ihrer Sichtweise abrutschen. Diejenigen die fragen: "Warum soll ich etwas ändern? Das ist alles übertrieben. Ich zähle nicht zur Risikogruppe usw." Diese Menschen widern mich an. Anstatt sich darauf zu besinnen was im Leben wirklich zählt, die eigene und die Gesundheit der Angehörigen sowie das allgemeine Wohlergehen der Gesellschaft, wird auf hohem Niveau über abgesagte Tupperparties, Kinobesuche und sonstige Veranstaltungen und Aktivitäten gejammert. Ja gehts denn noch? Was glauben diese Menschen eigentlich wie ihre Zukunft dann aussieht wenn sich jetzt niemand daran hält? Das sich in 2, 3 Wochen wieder alles normalisiert hat? Wohl kaum. Genau diese Menschen werden dafür verantwortlich sein, dass das ganze noch länger anhält und wir noch länger mit Beschränkungen leben müssen.


    Wer nichts mehr mit sich anzufangen weiß weil seine privaten Kontakte eingeschränkt sind, tut mir ohnehin leid. Vielleicht sollten diese Personen die Zeit jetzt nutzen über ihr Leben nachzudenken. Vielleicht wachen einige auf.


    Das es kein leichtes ist mit Kindern/Partnern "eingesperrt" zu sein ist auch mir durch aus bewusst. Aber verdammte Axt... Macht doch das Beste draus und hört auf zu jammern. Dann können alle bald wieder ihrem supidupi Lifestyle und dem Egoismus fröhnen. Die Menschheit verblödet zum Teil und das zeigt sich in solchen Krisen immer wieder.


    Auch das Gejammer über abgesagte Urlaub kann ich nicht mehr hören. Na und? Ja, wir verreisen alle sehr gerne. Ich sowieso. Aber dann setzen wir jetzt eben mal eine Zeit lang aus. Wenn die Krise vorbei ist schadet es sicher auch nicht, die Wirtschaft im eigenen Land anzukurbeln. Verreisen werden wir zu einem späteren Zeitpunkt wieder können.


    Tut mir leid. Aber das musste jetzt mal raus.


    Ich für meinen Teil bin froh, dass Österreich sehr früh, sehr drastische Maßnahmen gesetzt hat und sitze in meinem Homeoffice am Balkon. Es könnte mir definitiv schlechter gehen. Vor allem dann wenn ich selbst, Freunde oder Verwandte krank werden.


    Sonnige Grüße


    Vaiana

  • Ich habe meine privaten Aktivitäten auf ein Minimum reduziert. Nichts ist so wichtig, um die eigene Gesundheit und die der Anderen zu riskieren. Komplett entgehen kann man dem Ganzen aber nicht. Beruflich bin ich dann doch Gefahren ausgesetzt. Ich fahre mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit und auf der Arbeit habe ich mit Publikumsverkehr zu tun. Da heißt es Abstand halten, keine Hände schütteln und regelmäßig Hände waschen. Homeoffice ist mit meinem Betrieb nicht möglich.

  • Man schaue sich mal einige Kommentare bei gmx an:


    "Party ist am Wochenende angesagt. Wir lassen und nicht einsperren . An anderen Krankheiten sterben die Menschen täglich und da kräht kein Hahn danach. Mich kotzt diese Panikmache einfach nur an. Wir werden hier von vorne bis hinten belogen und nebenbei heckt unsere Regierung Schitt aus."


    Man schreibt Einstein das hübsche Bonmot zu: "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." Wie wahr! Wie wahr!

  • Man schaue sich mal einige Kommentare bei gmx an:


    "Party ist am Wochenende angesagt. Wir lassen und nicht einsperren . An anderen Krankheiten sterben die Menschen täglich und da kräht kein Hahn danach. Mich kotzt diese Panikmache einfach nur an. Wir werden hier von vorne bis hinten belogen und nebenbei heckt unsere Regierung Schitt aus."


    Man schreibt Einstein das hübsche Bonmot zu: "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." Wie wahr! Wie wahr!

    :bonk:bonk:bonk

  • Wir überlegten hier im Laden gerade, Corona-Bier, eine Flasche plus eine Corona-Zigarre als Angebot für 5 Euro zu verkaufen. Ich wette, es gibt genug Dummis, die das kaufen würden.

    Aber wir haben halt nur rumgealbert.:grin

  • Ich war heute einkaufen und könnte kotzen.


    Ich musste in die Apotheke, nicht wegen Corona, sondern weil ich immer alle 4 Wochen meine Medikamente besorgen muss. Die Apotheke hat als einzige! - ich war später noch in der Stadt und alle Apotheken waren rappelvoll - was getan:

    Dort gibts 3 Kassen mit ausreichend Abstand zueinander, also hing an der Tür ein Schild: bitte immer nur 3 Leute gleichzeitig reinkommen und draußen mit 2 Meter Abstand warten...


    Vor mir war ein Herr, ich habe mich in 2 m Abstand mit meinem Rezept in der Hand - es war also klar, ich warte und möchte auch dort rein - angestellt...

    3 Leute haben sich vorgefuschelt und der absolute Gipfel: die sind in die Apotheke gestürmt, sobald sie sahen, dass an der Kasse jmd. fertig war... haben also in der schmalen Eingangstür die Rauskommenden angerempelt...

    Ich hätte so ausrasten können.


    Na ja, aber in der Buchhandlung und im Supermarkt waren die Leute recht rücksichtsvoll und freundlich.

    Man möchte manchmal Kannibale sein, nicht um den oder jenen aufzufressen, sondern um ihn auszukotzen.


    Johann Nepomuk Nestroy
    (1801 - 1862), österreichischer Dramatiker, Schauspieler und Bühnenautor

  • Wir haben uns am Samstag noch mit ein paar Nachbarn auf eine Solidaritätspizza bei unserem Italiener im Haus getroffen, da sie ab heute schließen müssen. Es war nett, aber anders als sonst..

    Mich nerven gerade die Panikmacher, die alles in den Supermärkten an sich raffen, ohne Rücksicht! Und die Leute, die jetzt rumjammern, weil sie nicht in den Urlaub fahren können..das sind echte Luxusprobleme!

    Natürlich ist die Situation beängstigend, aber vielleicht kann man diese Zeit auch nutzen um sich zu besinnen und mal wieder etwas zu sich kommen.

    Wir hier im Haus haben ein gutes Verhältnis untereinander und jetzt schauen wir etwas mehr nach dem anderen..helfen unseren Senioren und unterstützen die Eltern und nehmen deren Kinder mal auf einen Spaziergang mit unserem Hund mit.

  • Ja, hier wurde der Katastrophenfall für ganz Bayern verkündet mit drastischen Maßnahmen.

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    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Ingeborg Bachmann: Das dreißigste Jahr

    Erzählungen

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  • In ZDF-News wurde gerade gesagt, dass in Bayern auch die Buchläden geschlossen bleiben müssen:(

    In NRW auch.

    Mein Buchhändler hat jetzt spontan einen Lieferservice eingerichtet. Kauf auf Rechnung. Bestellt wird telefonisch. Er kommt vorbei, wenn man zu Hause ist, klingelt, stellt die bestellten Bücher ab und wartet dann im Auto bis man sie rein holt.

  • Viele Läden, die jetzt geschlossen werden müssen, bieten nun einen Lieferservice an.


    Besonders süß fand ich dabei den Comicladen: Kunden im Stadtgebiet werden direkt beliefert. Die Lieferung wird telefonisch angekündigt. Das Paket wird an die Haustüre gestellt und der Fahrer entfernt sich, fährt aber erst wieder weg, wenn er gesehen hat, daß das Paket reingeholt wurde.

    Lieben Gruß,


    Batcat


    Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt (aus Arabien)