Serienempfehlungen und Plauderei (ab 20.08.)

  • Amerikanische Serien wie The Good Doctor bieten gute Unterhaltung und endlich mal Ablenkung von den ständigen Corona-Nachrichten.


    Oder ? :gruebel

    Ein entschiedenes Oder! The Good Doctor gibt es auch in einer koreanischen Version. Sehe ich mir die Besetzung der Nebenrollen an, wirken dort etablierte Gesichter mit, die mich in dieser Serie mit älteren Staffeln reizen würden.

    Mal unabhängig von Corona schaue ich mir Arztserien überhaupt nicht an, da mein Bedarf an Drama durchs Leben gedeckt wird und da es geht es im Gegensatz zur Serie nicht immer gut aus.

    Zudem fehlt mir einfach ein gewisses Maß an Schaulust, Begeisterung an medizinischen Themen und an aufgeschnittenen Schweinebäuchen, die für dieses Genre wohl nötig sind.


    Aber um zum Threadtitel zurückzukehren: Nach langer Zeit habe ich jetzt eine chinesische Serie entdeckt, die zwar niemanden interessiert, mich nach langer Suche wieder bei der Stange hält. Es geht um fünf Frauen, die ein Restaurant aufzuziehen; es geht um Freundschaft und Zusammenhalt, um die Rolle der vermeintlich gleichberechtigten Frau, die eine Kehrtwende erlebt, Ziele und gesellschaftliche Veränderungen. Was zu bemängeln ist, sind die finanziellen Mittel der Protagonistinnen und deren Konsum, die in keinem Verhältnis zu ihrer Erwerbstätigkeit stehen, was jedoch durch die überdurchschnittliche Cinematographie wettgemacht wird.

    Nach den ersten Folgen kann ich jedenfalls für mich feststellen, dass ein Freundschaftsdrama - nicht nur in diesen Zeiten - stimmungsaufhellender als eine Arztserie ist.

  • Nach langer Zeit habe ich jetzt eine chinesische Serie entdeckt, die zwar niemanden interessiert, mich nach langer Suche wieder bei der Stange hält. Es geht um fünf Frauen, die ein Restaurant aufzuziehen; es geht um Freundschaft und Zusammenhalt, um die Rolle der vermeintlich gleichberechtigten Frau, die eine Kehrtwende erlebt, Ziele und gesellschaftliche Veränderungen.

    Das klingt wirklich gut!

  • So die erste Folge haben wir vorhin vor dem Kaffeetrinken geschaut - "Fremde" gefällt uns sehr gut und wir sind gespannt was die 4 Staffel bietet.


    Ich habe heute Nacht auf ZDF Neo - die "Französische Kurzserie" The last wave geschaut - sie hat mich so gefesselt das ich mir die Nacht dafür um die Ohren geschlagen habe und erst um 5 Uhr rum ins Bett bin 8) gut das heute Samstag ist und ich somit ausschlafen konnte -ok ich war um kurz nach 9 wieder unten in der Wohnebene.

    Muff Muff Muff dat Muffelinchen


    Leben ist was uns zustößt, während wir uns etwas ganz anderes vorgenommen haben. (Henry Miller)

  • Ich kann euch Katla sehr empfehlen.

    Es ist dystopisch, spannend und ich liebe es :S

  • Ich habe nur die Pilotfolge gesehen und weiß noch nicht, wie ich es finde.

    Vielleicht sehe ich demnächst mal weiter.

    Ja, mir geht es ähnlich. Ich hab damals die erste Folge gesehen, als sie im TV war. Und jetzt hab ich gesehen, dass die Serie auf Netflix ist. Einserseits interessiert sie mich, aber das Gesehene hatte mich nicht gerade gefesselt. Vielleicht schau ich einfach nochmal rein.

    Liebe Grüße
    Sabine


    Ich :lesend "Emmas Herz" von Taylor Jenkins Reid und "Todesschmerz" von Andreas Gruber

    Ich höre "Marigolds Töchter" von Julia Woolf

    SuB: 150

  • Mal unabhängig von Corona schaue ich mir Arztserien überhaupt nicht, da mein Bedarf an Drama durchs Leben gedeckt wird und da es geht es im Gegensatz zur Serie nicht immer gut aus.

    Zudem fehlt mir einfach ein gewisses Maß an Schaulust, Begeisterung an medizinischen Themen und an aufgeschnittenen Schweinebäuchen, die für dieses Genre wohl nötig ist.

    Ich wundere mich eh, warum Arztserien solch einen Erfolg haben...Sie gehen dermaßen am normalen Klinikalltag vorbei, dass sie schon eher in Richtung Märchen eingestuft werden sollten. Wenn ich schon sehe, wie sich das Personal vom Oberarzt bis zur Pflegekraft Zeit für die Patienten nimmt und sich sogar auf die Bettkante setzt und deren Problemen zuhört oder sie dann sogar versucht, zu lösen...unrealistischer geht es nicht.

    Im normalen Klinikalltag bei uns rennen die Schwestern und Pfleger im Laufschritt durch die Zimmer, weil es viel zu wenig Pflegekräfte gibt und oft wissen sie noch nicht mal den Namen ihrer Patienten.

    Ein Professor, der sich ans Bett setzt? Nur, wenn es ein Privatpatient ist...



    Ich sehe gerade "How to sell drugs online", weil es jetzt endlich die dritte Staffel gibt.

  • Ich muss gestehen, dass ich Freitag in der ARD hängen geblieben bin. "Praxis mit Meerblick" (Teil 6), spielt auf Rügen.


    Die Ärztin Nora Kaminski ist sehr direkt und eckt häufig an, die Vorfälle sind teilweise schon echt krass, aber diese kleinen zwischenmenschlichen Themen haben es mir irgendwie angetan. Und ich mag die Schauspielerin Tanja Wedhorn.


    Ich hab jetzt auf der Mediathek Teil 1 + 2 gesehen. Ideal beim Bügeln.

  • Meine Große und ich lieben "In aller Freundschaft - Die jungen Ärzte". Gerade weil es total unrealistisch ist und fast immer gut ausgeht. Wer will denn schon realistischen Klinikalltag sehen? Tatort ist auch kein realistischer Polizeialltag...

    “You can never get a cup of tea large enough or a book long enough to suit me.” :lesend

    C.S. Lewis

  • Ich habe nur "Dr. House" gesehen, weil ich die Figur großartig fand und die Themen ebenfalls.

  • Ich wundere mich eh, warum Arztserien solch einen Erfolg haben...Sie gehen dermaßen am normalen Klinikalltag vorbei, dass sie schon eher in Richtung Märchen eingestuft werden sollten.

    Ich behaupte mal, dass es nahezu keine Fernsehserie gibt, in deren Mittelpunkt eine Berufsgruppe steht, und die zugleich auch nur annähernd realistisch ist, ob das nun Ärzte, polizeiliche Ermittler, Rettungsschwimmer, Tatortreiniger oder Currywurstbudenbetreiberinnen sind. Serien wären einfach schrecklich langweilig, wenn das so wäre, und es wäre nahezu unmöglich, ihnen eine nachvollziehbare erzählerische Struktur oder irgendeine Dramaturgie zu geben. Aber auch am Rande kommen Berufsgruppen regelmäßig vollständig unrealistisch weg. Computerfachleute, die auch noch ein bisschen Ahnung vom Hacken haben (sollen), sind immer leicht gothicmäßig angehauchte Nerds (inzwischen gerne auch weiblich besetzt), die unfassbar schnell tippen und auf diese Weise in Sekundenschnelle alle denkbaren Sicherheitsmechanismen aushebeln. Das liegt vermutlich daran, dass die Verantwortlichen den Begriff "hacken" missverstehen, jedenfalls hat es sich genauso etabliert wie der gefühlvolle Arzt, die ihre Freiheiten immer weiter ausdehnende Kommissarin und viele andere unrealistische Berufsgruppenvertreter.


    Ich mochte "House, M. D." sehr gerne, und ich mag "The Good Doctor" - beide Serien werden von David Shore verantwortet. Es geht dabei um die Typen (beide Hauptfiguren sind äußerst eigenwillig) und um die Fälle, aber es geht sicher nicht darum, Klinikalltag oder den Umgang mit Patienten realistisch zu zeigen. Weil das nicht geht, und weil es extrem ernüchternd wäre. Was nicht heißt, dass reale Ärzte nicht altruistisch und extrem bemüht wären, aber nicht auf diese Weise. So, wie auch nicht alle realen Ermittler gleich allen Zeugen ihre Rufnummern geben und rund um die Uhr ermitteln und sich so lange an einem einzigen Fall festbeißen, bis er gelöst ist, wobei sie sofort die Namen aller Beteiligten auswendig wissen undsoweiter undsofort, aber das ist eben die Fiktionalisierung, die sich die Unterhaltungsmedien auch auf fachlicher Ebene geben, weil es sonst nichts gäbe, das man erzählen könnte. Aber möglicherweise gibt es Ärzte, die wie Shaun Murphy oder Gregory House sind - oder wenigstens teilweise, und weil man das gerne glauben will, schaut man sich so etwas an.

  • Dr. House und The Good Doctor schaue ich auch sehr gerne. Da ist es aber neben der schrägen Hauptfigur auch die fast schon detektivische Arbeit, wenn sie nach Ursache und Lösung suchen, die mich fasziniert.

    Eine andere Lieblingsserie ist Doc Martin. Ebenfalls mit ziemlich schräger Hauptfigur, und dort ist es das britische Kleinstadtleben welches die Serie besonders macht. Britischer Humor gepaart mit Dorfleben, Medizin und Herzenswärme.

    Die jungen Ärzte ist für mich reines Abschaltfernsehen. So wie ein Liebesroman, bei dem mich die Handlung nicht überraschen kann, aber der Schokolade für's Gemüt ist. Manchmal brauche ich auch das.

    “You can never get a cup of tea large enough or a book long enough to suit me.” :lesend

    C.S. Lewis