'Das zweite Geheimnis' - Seiten 254 - 340

  • Bei uns in der Stadt gibt es sogar eine Kirche der 7Tage Adventisten. Näher habe ich mich damit nicht beschäftigt, aber ich fahre öfter dran vorbei, deshalb war mir der Name geläufig.

  • Mit der Meinung über Annies "Vater" sind wir uns alle einig. Ich dachte auch als erstes - "das kann doch nicht stimmen, der ist nicht echt".


    Die Flucht Hennings fand ich super beschrieben. Dieser extreme Aufwand, der da betrieben wurde, um einen Flüchtigen zu finden.

    Ein wenig erinnerte mich das an viele Bücher, die ich über Judenverfolgung, bzw. Flucht gelesen habe. Das verstecken, nur im Dunklen auftauchen, verzweifelt versuchen, an andere Kleidung zu kommen, niemandem vertrauen können.


    So große Unterschiede zwischen den Systemen in dieser Hinsicht - mit Andersdenkenden umzugehen, gab es leider nicht.

    Gerade ein System, das sich rühmt, mit der Nazivergangenheit aufzuräumen, handelt im Prinzip genauso.


    Annie tut mir auch Leid. Klar frage ich mich auch, durchschaut sie das nicht?
    Aber - sie ist 16. ein Teenie, der eigentlich nur seinen Sport im Kopf hat - keine sichere Verbindung zu ihrer Mutter aufgebaut hat, sie nicht einmal besonders gut kennt.

    Dann das erste Verliebtsein - da ist es nicht so verwunderlich, daß sie alles macht, bei dem sie glaubt, ihrem Michael zu helfen.


    Gehts eigentlich noch anderen so, bei "Michael" sofort an den vergessenen Farbfilm zu denken?:grinIch liebe das Lied, habe die Hagen CD hier - und denke, die sollte ich gleich mal wieder anmachen :lache


    Endlich kommt Hähner in die Puschen und versucht, Ria beizustehen, bzw. sie zu retten.

    Mich wundert, daß er so lange nicht begriffen hat, wie groß die Gefahr für Ria sein könnte und schon früher begonnen hat, eine Art Notfallplan für diesen Fall zu ersinnen.


    Aber nun muß ich weiterlesen - das ist gerade so hochspannend, daß ich nicht lange unterbrechen will. :grin

  • Gehts eigentlich noch anderen so, bei "Michael" sofort an den vergessenen Farbfilm zu denken?:grinIch liebe das Lied, habe die Hagen CD hier - und denke, die sollte ich gleich mal wieder anmachen :lache

    Ich liebe das Lied, und auch die Hagenfamilie. Sie sind so herrlich unkonventionell, da denke ich aber gleich an Reinhard Mey ;)

  • Gehts eigentlich noch anderen so, bei "Michael" sofort an den vergessenen Farbfilm zu denken?Ich liebe das Lied, habe die Hagen CD hier - und denke, die sollte ich gleich mal wieder anmachen

    Nein. :grin Aber jetzt habe ich einen Ohrwurm. :lache

    Die eigentliche Geschichte aber bleibt unerzählt, denn ihre wahre Sprache könnte nur die Sprachlosigkeit sein. Natascha Wodin

  • Annie tut mir unendlich leid, sie wird nur von Marga benutzt. Und ja Marga traue ich nicht über den Weg, sie hat für mich eine schwarze Seele. Und natürlich ist der "Vater" für Annie nicht echt.


    Hennings Ausbruch aus dem Gefängnis war toll beschrieben. Wie gut das Ria ihn jetzt gefunden hat. Ich bin sehr gespannt, ob die beiden es in Sicherheit schaffen.


    Aber Hähner ist ja auf dem Weg, er hat begriffen, dass Ria in höchster Gefahr ist. Ob er ihr helfen kann? Ich bin mir nicht sicher wie weit seine Befugnisse im Osten reichen.


    Alles in allem bleibt es sehr spannend. Ich mag die Einblicke in die Spionage-Arbeit. So unähnlich waren sich die Agenten gar nicht in ihren Methoden.


    Die "Flucht" der beiden Damen und die Übergabe im Auto fand ich wieder super. Aber ich denke die Schlinge wird sich nun immer mehr zuziehen und die Karten werden auf den Tisch gelegt werden.

  • Endlich kommt Hähner in die Puschen und versucht, Ria beizustehen, bzw. sie zu retten.

    Mich wundert, daß er so lange nicht begriffen hat, wie groß die Gefahr für Ria sein könnte und schon früher begonnen hat, eine Art Notfallplan für diesen Fall zu ersinnen.

    Naja, er arbeitet ja gar nicht mehr direkt beim BND. Ist also nicht seine Baustelle. Er mischt sich ja in etwas ein. Das macht man nicht mal einfach so, denke ich. Erst als er merkt, dass der BND NICHT in die Puschen kommt, handelt er heimlich.

    Hollundergrüße :wave




    :lesend

    Das Reich der Vampire - Jay Kristoff



    (Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will - Jean Rousseau)

  • Naja, er arbeitet ja gar nicht mehr direkt beim BND. Ist also nicht seine Baustelle. Er mischt sich ja in etwas ein. Das macht man nicht mal einfach so, denke ich. Erst als er merkt, dass der BND NICHT in die Puschen kommt, handelt er heimlich.

    Das auch! Außerdem war er mit dem Guillaume-Fall gut beschäftigt und hat ihm höhere Brisanz eingeräumt.


    Was mich etwas wundert, ist, dass der BND keine andere Spione in der DDR hat, die einfacher Kontakt mit Ria hätten aufnehmen können, um wenigstens ihre Identität dem BND versichern zu können.

    - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Ingeborg Bachmann: Das dreißigste Jahr

    Erzählungen

  • Ja, die gab es. Ich bin ja als Adventist in der DDR aufgewachsen. Anfangs hatte ich vor, Hennings religiöse Seite stärker auszubauen, aber irgendwie hat es sich beim Schreiben nicht richtig angefühlt, das so auszuwalzen, und ich habe es bei den Andeutungen belassen. Aber vielleicht hätte ich die Zügel nicht allzu arg anziehen sollen.

    Es wäre schon interessant gewesen, wenn Henning mit diesen Glaubensbrüdern in Kontakt gekommen und mit ihnen interagiert hätte. Aber die Sorge, von denen verraten zu werden, war natürlich berechtigt und wäre dann eine besondere Enttäuschung für ihn gewesen.


    Falls Henning es doch in die BRD schaffen sollte und dann mit den damals hier lebenden Adventisten in Kontakt käme, könnte er auch eine Enttäuschung erleben, wenn er erkennt, dass sie hier von den meinungsbestimmenden großen Kirchen als kleine extreme Gruppe (um nicht zu sagen "Sekte") angesehen wurde, in der Meinungsfreiheit in Glaubensinhalten auch nicht gewährt wurde.

    - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Ingeborg Bachmann: Das dreißigste Jahr

    Erzählungen

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Tante Li ()



  • Was mich etwas wundert, ist, dass der BND keine andere Spione in der DDR hat, die einfacher Kontakt mit Ria hätten aufnehmen können, um wenigstens ihre Identität dem BND versichern zu können.

    Wenn ein Mitarbeiter des BND sich bei Ria als solcher zu erkennen geben würde, könnte sie ihn dann aber an die Stasi verraten, falls sie ein doppeltes Spiel spielt, ziemlich gefährlich für den Kontaktmann.

  • Falls Henning es doch in die BRD schaffen sollte und dann mit den damals hier lebenden Adventisten in Kontakt käme, könnte er auch eine Enttäuschung erleben, wenn er erkennt, dass sie hier von den meinungsbestimmenden großen Kirchen als kleine extreme Gruppe (um nicht zu sagen "Sekte") angesehen wurde, in der Meinungsfreiheit in Glaubensinhalten auch nicht gewährt wurde.

    Sehr gute Idee, danke! :thumbup:

  • Diesen Abschnitt fand ich super spannend. Hennings Flucht, die Weltjugendspiele, die Gespräche zwischen Michael und Annie, Rias Beurlaubung, Hähners Eingreifen ...

    Interessant waren Christel Guillaumes Gedanken über die Verwestlichung ihres Mannes. Darüber hätte ich mir sonst nie Gedanken gemacht.

    Die Episode und die JU-Gruppe und den reiferen Jugendlichen war da eher Standard, auch wenn allein die Anwesenheit dieser Leute ein bezeichnendes Licht auf das Vertrauen der Oberen der DDR in ihre Jugend wirft. Michael weckt mit seinen Worten Zweifel in Annies Vertrauen in den Staat und damit auch an ihr existierendes Lebensumfeld als Leistungssportlerin.

    Annie hatte Marga schon über das Grundig-Radio ihrer Mutter informiert und bekommt als Belohnung von Marga ihren Vater präsentiert, aber ob er es wirklich ist?

    Die Beschreibung der Flucht Hennings wirkt sehr eindringlich. Als sich Ria nach ihrer Suspendierung auf die Suche nach Henning macht, zeigen sich ihre Stärken in besonderem Maße. Sie denkt nach, nutzt ihr Wissen um Henning und wird am Ende fündig. Henning ist im Verlangen, seine Familie zu treffen, kaum zu bremsen. Irgendwie hätte ich Rias Aktion auch Marga zugetraut.

    Hähners Wandel zum aktiven Eingreifen hat mich überrascht, denn für mich war er der typische Mann im Hintergrund und der Analyst.

    :lesend James Lee Burke - Eine Zelle für Clete

    :lesend Titus Müller - Das zweite Geheimnis

    :lesend Dieter Heymann - Das Sterben auf Neuwerk

    :lesend Thomas Ziebula - Engel des Todes

  • Immer wieder fällt mir beim Lesen die aktuelle Situation in Russland ein. Einige unserer russischen Bekannten sind auch taub für jegliches Argument, das gegen Putin und seine Propaganda spricht.

    Ähnlich erging es mir, als mein Bruder von türkisch stämmigen Arbeitskollegen erzählte, die in Erdogan-Anhänger und -Feinde geteilt waren und große Sorgen um ihre in der Türkei lebenden Familienteile hatten.

    Bemerkungen in Deutschland führten zu unerwünschten Besuchen in der Türkei. So kann man Leute auch zum Schweigen bringen.

    Heftig, Marga hat in ihrer Eifersucht Jacob umgebracht und im Wald verscharrt. Werden wir auch noch erfahren, ob sie ihn zerlegt hat oder wie sie ihn zu seinem Erdgrab geschaffen hat? Vermutlich hatte sie noch Helfer, die sie erpresst hat. Die Frau ist noch gefährlicher, als wir bis dahin dachten. Trotz ihres Mordes an ihm spielt sie Wunschszenen in ihren Gedanken mit ihm als Beteiligten ab.

    Marga hat ein paar Züge eines Psychopathen.

    Ohne die Partei ging sicher gar nichts im großen Sport.

    Es kommt gut rüber, dass Annie noch so jung ist und nicht alles richtig einordnen kann. Gespräche mit Henning würden ihr da vielleicht weiterhelfen. Die Eltern sind ja oft bei so was "verbrannt" für junge Leute. Und die Ziehmutter unterstützt dieses Sportding ja schon sehr. Ich hoffe dennoch, dass Annie sich jemandem anvertraut, bevor sie ihre Mutter wirklich ausliefert

    Ohne Unterstützung durch die Familie geht im Leistungssport für Nachwuchstalente überall auf der Welt nichts. Ist aber auch in anderen Bereichen wie Show und Musik nicht anders.

    :lesend James Lee Burke - Eine Zelle für Clete

    :lesend Titus Müller - Das zweite Geheimnis

    :lesend Dieter Heymann - Das Sterben auf Neuwerk

    :lesend Thomas Ziebula - Engel des Todes

  • Dazu schwelgten die Bonzen in Reichtum, und das gemeine Volk musste für Butter und Milch anstehen wie zu Kriegszeiten.

    Alles ist relativ. Die Häuser in Wandlitz in 1989 entsprachen 50iger Jahre Spießigkeit, trotz Westausstattung. Ein Facharbeiter im Westen hat jedenfalls moderner und besser gewohnt.

  • Alles ist relativ. Die Häuser in Wandlitz in 1989 entsprachen 50iger Jahre Spießigkeit, trotz Westausstattung. Ein Facharbeiter im Westen hat jedenfalls moderner und besser gewohnt.

    Sie kannten es ja nicht anders ;-) Keine Spülmaschine, keine Mikrowelle? Keine Waschmaschine (wann ist die denn im Westen Standard geworden?) Vermutlich dachte Honni, ist doch noch alles gut, warum soll ich was neues anschaffen ...

  • Ohne Unterstützung durch die Familie geht im Leistungssport für Nachwuchstalente überall auf der Welt nichts. Ist aber auch in anderen Bereichen wie Show und Musik nicht anders.

    Aber ob überall auch der Staat noch darüber entscheidet, wer leistungssteigernde Mittel einnimmt und das auch noch organisiert? Eltern die ihren Nachwuchs komme was wolle "fördern" gibt es sicher überall. In den sozialistischen Staaten sind nur die Eltern vermutlich gar nicht gefragt worden.....Wenn die was dagegen hatten, hatten sie halt Pech.

  • Meine Mutter hat mir gestern erst erzählt, dass meine 1972 mit 93 Jahren verstorbene Urgroßmutter in Mülheim/ Ruhr (NRW) ohne Kühlschrank zurecht kam.

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)

  • Ich denke, wenn man das Glück hat in einer Wohnung / Haus zu wohnen, in dem man andere Möglichkeiten zum kühl stellen hatte war das noch möglich. Neuere Wohnungen (grad die, die nach dem Krieg schnell hochgezogen wurden) / Häuser haben oft ja nicht mal mehr ne Vorratskammer.

  • Sie hatte zwei Zimmer und hat ihr bisschen Aufschnitt in ein Schrankfach, nah der Hauswand gestellt. Wasser wurde aus der Leitung getrunken, Butter/ Margarine und Marmelade so in die Küche gestellt und täglich eingekauft. Balkon hatte sie auch nicht, um etwas nachts rauszustellen, früher einen Gartenanteil um Obst/ Gemüse anzubauen.


    Das Haus war älter, denn sie sind als junges Ehepaar um 1910 dort eingezogen und nicht umgezogen. Das ursprünglich zur Wohnung gehörende dritte Zimmer für die Töchter wurde Ihnen vom Hauswirt später genommen und einer anderen Familie zugeteilt. Denn hinter der Wohnungstür gingen vom Flur 2 oder 3 Familien in ihre Räume.


    Vor 10 Jahren stand ich mit meiner Mutter vor dem Haus, es hat sich gut gehalten.

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)

  • Ohne Unterstützung durch die Familie geht im Leistungssport für Nachwuchstalente überall auf der Welt nichts. Ist aber auch in anderen Bereichen wie Show und Musik nicht anders.

    Wobei es zwischen Unterstützen und Drängen schon ein Unterschied ist. Viele Eltern sahen und sehen sicher auch die Vorteile, die es der Familie bringt, wenn man ein erfolgreiches Kind zuhause hat.

    Hollundergrüße :wave




    :lesend

    Das Reich der Vampire - Jay Kristoff



    (Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will - Jean Rousseau)

  • Der Auftritt Biermanns hat mich in diesem Abschnitt am meisten bewegt, das Lied hat mich erschüttert. Besser kann man nicht ausdrücken, was Krieg anrichtet, wie sinnlos er ist.

    :writeBiermann mit seinem Auftritt und seinem Lied war wirklich sehr beeindruckend, vor allem, weil die Szene mittlerweile so viel Aktualität gewonnen hat. Ich freue mich sehr, dass das Lied abgedruckt werden konnte! :thumbup:


    So lang ist der Abschnitt gar nicht und trotzdem ist unglaublich viel passiert. Das Weltjugendtreffen kam mir da zu plötzlich, schwupps waren unsere Protagonisten schon mittendrin. Hennings Flucht aus dem Gefängnis ist superspannend und ich hab mit ihm mitgefiebert. Die Gründe, warum sich Ria auf die Suche nach ihm macht, kann ich gerade noch nachvollziehen, doch was jetzt? :/ Sie wandelt auf einem sehr schmalen Grad, sie weiß ja, dass auch sie unter Beobachtung steht. Von Hähners heldenhaftem Eingreifen von der anderen Seite weiß sie nichts und kann sie auch nicht rechnen.


    Henning ist im Verlangen, seine Familie zu treffen, kaum zu bremsen. Irgendwie hätte ich Rias Aktion auch Marga zugetraut.

    Das habe ich mir auch gedacht. :lache Henning hatte hier sehr großes Glück, dass Marga abgelenkt und nicht direkt in die Suche nach dem Flüchtigen eingebunden war. Sie wäre bestimmt auch draufgekommen, wo er zu finden sein könnte.


    wampy schrieb:

    Annie hatte Marga schon über das Grundig-Radio ihrer Mutter informiert und bekommt als Belohnung von Marga ihren Vater präsentiert, aber ob er es wirklich ist?

    Ich hätte sehr gehofft, dass Annie nichts über das Radio sagt. Es ist ihr ja nicht nachweisbar, ob sie es tatsächlich gefunden hat oder nicht. Schade. :( Sowas kann böse enden und macht sich Annie dann nicht ein Leben lang Vorwürfe? Hier sieht man ganz deutlich, wie sehr sich Familiendramen wiederholen. Ria leidet schon fast ihr ganzes Leben über den Verlust ihrer Eltern, hinterlässt aber bei ihrer eigenen Tochter ähnliche Wunden. Und die führen wiederrum zu Handlungen, die ebenfalls große Narben hinterlassen (können). Tragisch!


    Wenn Ria Annie wenigstens gesagt hätte, wer ihr Vater ist. Dann müsste sie sich nicht so sehr an Margas Informationen klammern. Ich war anfangs verwundert, warum es ausgerechnet ein angeblicher Musiker sein soll, der über die engen Grenzen hinaus kann. Aber ganz klar: der ist dann wieder weg und es gibt eine gute Erklärung dafür.

    "Alles vergeht. Wer klug ist, weiß das von Anfang an, und er bereut nichts." Olga Tokarczuk (übersetzt von Doreen Daume), Gesang der Fledermäuse, Kampa 2021