Wie wichtig sind euch Rezensionen?

  • Zitat

    Original von Salonlöwin
    Liebe Rosha, wenn Du nach Deinem obigen Beitrag des Lesens und Schreibens müde bist, dann überlege Dir eine Pause einzulegen. Ich bin sicher, dass dieses Forum Dich wiedersehen wird, denn wen das Eulenvirus einmal infiziert hat, den lässt es so schnell nicht wieder los.


    Liebe Salonlöwin,


    nein, des Lesens bin ich gewiss nicht müde! :-) Lesen und Schreiben hält mich am Leben. Allerdings hat sich wohl eine gewisse Müdigkeit in Bezug auf das Rezensionsschreiben eingeschlichen. Vielleicht wollte ich von euch einfach nur hören, ja, sie sind wichtig, die Buchbetrachtungen. Vielleicht hadere ich auch nur mit der Masse und der nichtssagenden Qualität so vieler vermeintlicher Rezensionen. Vielleicht mache ich eine Pause. Und stecke meine Energie fürs Schreiben ausschließlich in meinen nächsten Roman. Wahrscheinlich gibt es für alles im Leben Phasen.


    Liebe Grüße, Rosha :wave

  • Zitat

    Original von verena


    Und genau dieser Satz hat mich veranlasst zu schauen was sich für eine Autorin hier verbirgt :-)
    Dabei habe ich den Klappentext grob überflogen und mir danach die Rezensionen angeschaut - da mich diese ansgesprochen haben, ist das Buch grad auf meiner Wunschliste gelandet...


    Das freut mich natürlich sehr! Vielen Dank! :kiss

  • Ich mag und lese gerne Rezis. Aber meist erst nachdem ich das Buch gelesen habe.
    Für einen Kauf achte ich eher auf die Bewertungen als auf rezis.


    Rezis lese ich auch eher in der Eule als bei Amazon. Grund dafür ist, dass ich bei der entsprechenden Eule oft auch den Lesegeschmack kenne und daher das Geschriebene besser einordnen kann.
    Damit weiss ich eher, ob das Buch auch etwas für mich ist.


    Schreiben tue ich Rezis eher seltener und ungerne. Ich kanns nicht so gut und daher denke ich nicht, dass ausgerechnet aufgrund meiner Rezi ein Buch gekauft wird.

  • Ich lese sehr gerne Rezensionen. Hauptsächlich hier Forum, aber auch bei Amazon und bei diversen Bücher-Blogs. VorOhne vorheriges Rezi-Lesen kaufe ich fast kein Buch mehr. Damit bin ich bisher gut gefahren, denn Fehlkäufe kommen kaum noch vor. Vor allem auf die Rezensionen der Eulen ist Verlass!


    Seit ungefähr zwei Jahren schreibe ich auch selbst kleine Rezensionen und ich hoffe sie sind dem einen oder anderen Hilfestellung beim Bücherkauf. Meine Rezis sind allerdings mehr Leseeindrücke und schon sehr subjektiv ... und von einer richtigen Rezension noch meilenweit entfernt. Ich muss noch viel üben :grin und war auch schon ein paar Mal drauf und dran aufzugeben. Es ist gar nicht so einfach und schon sehr zeitaufwendig, macht aber auch Spaß :-]

  • Ich schaue mir Rezensionen an, wenn ich ein Buch kaufen will, dann vor allem die negativen, um zu sehen, was es daran zu kritisieren gibt. Auf Klappentexte kann man ja nichts geben, heutzutage ist der Klappentext manchmal besser als das dazugehörige Buch. Zu viele positive Rezis - vor allem bei deutschen Autoren - lassen mich dann auch eher Abstand nehmen.


    Wenn ich ein Buch nicht kenne, schaue ich auch als erstes hier nach, ob es dazu eine Rezi gibt. Ansonsten lese ich hier in der Büchereule manchmal gern Rezis zu ausgefalleneren Büchern, meistens abhängig davon wer sie geschrieben hat.

  • Ich lese eher selten Rezis, wenn überhaupt, dann hier bei den Eulen, dabei finde ich dann die negativen Meinungen besonders interessant.


    Selber Rezis schreiben liegt mir überhaupt nicht, mache ich nur in ausnahmefällen, meistens, wenn mich ein Buch total enttäuscht hat, und natürlich nach Test-LRs.

  • Ich lese selten Rezis, denn ich habe sowieso eher einen Buchgeschmack der von der breiten Allgemeinheit abweicht.
    Für mich sind Titel und Cover und natürlich das Genre wichtig.

    Ein schönes Buch ist wie ein Schmetterling. Leicht liegt es in der Hand, entführt uns von einer Blüte zur nächsten und lässt den Himmel ahnen.( LaoTse) :flowers

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  • Ich lese auch hin und wieder Rezis.Meistens hier bei der Büchereule. Da gibt es nämlich ein paar "Eulen" ,wenn ich deren Rezi lese,kann ich davon ausgehen, dass Sie das Buch genauso beurteilen wie ich es auch "sehen" würde...und da kann ich mich gut darauf verlassen und es erspart mir somit Leseenttäuschungen.Also für mich ist das eine prima Sache! :wave Ekna

    :lesend : Eleanor Brown "Die Shakespeare-Schwestern "


    :lichtBeim Lesen läßt sich vorzüglich denken L.Tolstoi

  • Kurze Rezensionen lese ich gern, zu ausführliche überfliege ich eher. Ich mag es nicht, wenn zu viel vom Inhalt verraten wird. Inzwischen sind mir Empfehlungen einer sehr guten Buchhandlung viel wert sowie Empfehlungen von Freunden, die ebenfalls gerne lesen. Ausgewählte Bücher, Neuerscheinungen von bekannten Autoren insbesondere Lieblingsautoren schaue ich mir gerne in Form von Rezis im Forum genauer an.

  • Wenn mir irgendwo ein Buchtitel auffällt, lese ich zuerst bei den Eulen nach. Oder wenn mir ein Buch besonders gut gefallen hat, schau ich gerne hier nach, was es sonst noch Empfehlenswertes vom gleichen Autor gibt.


    Hat mich ein Buch beeindruckt, versuche ich auch ein paar Sätze hier dazu zu schreiben.

  • Ich gestehe offen und ehrlich, dass mir das Rezischreiben auch nicht sonderlich gut liegt. Aber es hindert mich nicht daran, die eine oder andere Rezi zum Buch abzugeben.
    Des Weiteren muss ich gestehen, dass ich ein Buch aufgrund seines Inhaltes kaufe. Ich hatte auch schon 2, 3 Bücher, die mir sehr gut gefallen haben, aber von anderen nicht sondlerich gut bewertet wurden und andersherum. Aber ich lege auch viel Wert auf das Urteil von Freunden / Verwandten und Bekannten. Ein Buch hat zum Beispiel seine Spuren bei mir hinterlassen - jedoch keine positiven. "Das Kind" von Sebastian Fitzek - es war ein grauenvoll zu lesendes, langweiliges Buch. Ich habe mich mehr oder weniger durch das Buch gezwungen, anstatt es wirklich zu verstehen und den Sinn des Inhaltes nachzuvollziehen. Und dabei hat das Buch keine so schlechten Rezis. (Doch leider habe ich noch ein Buch des Autoren auf meinem SuB - na mal sehen, wann er seine zweite Chance bekommt.)


    Demzufolge ist es für mich nicht soooo wichtig, dass ich die Rezis lese, denn ich beurteile das Buch nach meinen eigenen Auswahlkriterien. (Titel, Klappentext, Cover, lesen der ersten 2 - 3 Seiten -> alles erfolgreich; dann Kauf!)


    Dennoch finde ich es immer wieder eine Herausforderung eine neue Rezi zu einem Buch zu schreiben bzw. die erste Rezi zu schreiben. Wobei zweiter Punkt eine viel größere Herausforderung für mich darstellt. Aber ich versuche es immer wieder gern und wenn nach Jahren dann mal eine Meldung dazu abgegeben wird und ein neues Kommentar zu meiner ersten Rezi dazukommt, dann finde ich das toll.


    Ich bin der Meinung, Rezis sind schon wichtig, aber für jeden haben sie eine andere Entscheidungskraft was den Kauf des Buches betrifft.

  • Vielleicht sollte man sich einfach mal ein wenig von der Vokabel "Rezension" lösen.
    Das hört sich hochtrabend an und kann sicher auch einige abschrecken.


    Es geht doch um nichts weiter, als das man seine Meinung zu einem gelesenen Buch sagt. Diese Meinungsäußerung sollte schon mehr beinhalten als "fand ich gut" oder "nicht so toll"; aber es muss auch keine literaturwissenschaftliche Abhandlung sein - mit denen kann ein normaler Mensch eh nichts anfangen.


    Kurze Meinungsäußerung und diese Meinung ein klein wenig begründen.


    Ich halte solche Meinungsäußerungen für wichtig und interessant. Es ist doch auch gut um andere Meinungen zu wissen. Und sei es auch nur aus dem Grund, dass man sich wundert, warum man ggf. mit seiner Meinung allein dasteht.


    Und natürlich - wenigstens gehe ich davon aus - möchten auch die Damen und Herren Autorinnen und Autoren erfahren, wie ihr Buch bei den Leserinnen und Lesern ankommt.


    Und wenn man sich geärgert hat, wenn man eh schlechte Laune hat - dann kann man sicher sein, dass sich diese beim Schreiben eines Verrisses schlagartig bessert. ;-)

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.


    Eigentlich mag ich gar keine Menschen.

  • Ich glaube, das, was Voltaire sagt, ist ganz wichtig.


    Ich schreibe offizielle Rezis für ein Online-Magazin - die sind natürlich dementsprechend ausführlich, möglichst nicht subjektiv gefärbt etc. Meine normalen Rezis sind deutlich kürzer, meist auch etwas unstrukturierter und auch viel schneller geschrieben.


    Ich selbst lese Rezis sehr gerne - kommt aber auch immer darauf an, wer die schreibt. Die allerzwölfzigste "DAS IST SO GEILER STOFF!"-Rezi zu einem Bestselller bringt mich gar nicht weiter, da helfen mir eher konstruktive Kritiken, die vielleicht auch Negativaspekte mit einbeziehen. Und dann gibt es so ein paar Leser, bei denen weiß ich, dass sie auf die gleichen Dinge wert legen wie ich (z.B. eine Betonung des historischen Hintergrunds bei Histos), deren Rezis lese ich regelmäßig, bevor ich mir ein Buch kaufe.

    SUB 220 (Start-SUB 2020: 215)


    :lesend Susanne Michl u. a. - Zwangsversetzt. Vom Elsass an die Berliner Charité. Die Aufzeichnungen des Chirurgen Adolphe Jung (1940 - 1945)

    :lesend Antonio Iturbe - Die Bibliothekarin von Auschwitz

    :lesend Anthony Doerr - Alles Licht das wir nicht sehen (Hörbuch)

  • Rezis hier bei den Eulen lese ich schon gern, wenn ich erwäge ein Buch zu kaufen. Allerdings eher bei "nicht-Bestsellern", denn bei Bestsellern -ja- erübrigt sich das oft.
    Lesemeinungen sind mir eher bei Büchern wichtig, über die man ansonsten nicht viel erfährt....


    Schreiben, hmmm - ja, damit hab ich gerade erst angefangen und tue mich noch recht schwer damit.... Obwohl es mir schon Spass macht ;-) Aber dauert zur Zeit noch eeeeewig, bis ich eine fertig habe....


    Aber: Übung macht den Meister, habe ich mir sagen lassen :zwinker

  • Da ich Bücher mehr spontan und aus dem Bauch heraus auswähle (gerne auch mal nach Cover) gebe ich offen zu, dass Rezensionen für mich nicht unbedingt den Ausschlag geben, ein Buch zu kaufen oder nicht.


    Dennoch lese ich sehr gerne die Meinungen anderer über Bücher, gerade auch bei unbekannteren Büchern. Da habe ich mich dann auch schon gelegentlich inspirieren lassen. Bücherblogs lese ich kaum.

  • Klappentexte sind für mich eine erste Info, der ich aber nicht unbedingt traue, da sie ja schließlich Werbetexte sind. Daher finde ich es gut, dass es die Rezensionen hier in diesem Forum gibt.
    Die Rezis hier bei den Eulen lese ich oft mit Vergnügen, weil ich den Eindruck habe, dass der überwiegende Teil der Rezis ehrliche Meinungen enthält sind. Und oft macht es mir Spaß, sie zu lesen, weil sie einfach toll geschrieben sind. Auch finde ich es anregend, unterschiedliche ehrliche Standpunkte und Gedanken zu einem Buch zu lesen. Ich freue ebenso mich darüber, wenn Eulen ihre Meinung schreiben, ohne nach den Eingangspost nochmal Inhaltsangabe, Angaben zum Autor usw. zu wiederholen, wie auch über gekonnte Texte. Ein bisschen Selbstverliebtheit kann auch schon mal dabei sein - na und?


    Bei amazon gibt es sicher auch etliche ehrliche Rezis, aber dort kann ich mich nicht darauf verlassen, denn dort werden auch viele Bücher mit 4 oder 5 Sternen gehypt, die ich grottenschlecht finde. Man muss bei ama immer bedenken, dass die privaten Bücher-
    Verkäufer bei amazon Marketplace ihre Bücher loswerden wollen. Also schreiben einige sehr gute Rezis, um ihre ungeliebten Büchern besser zu verkaufen, wie ich im Verkäuferforum vor Jahren mal gelesen habe.


    Professionelle Rezensionen in Zeitungen haben mich früher oft dazu verleitet, mir Bücher zu kaufen, die ich dann doch nicht lesen mochte. Daher orientiere ich mich daran nicht mehr. Im Gegenteil - ich werde eher misstrauisch und lese diese Bücher höchstens dann, wenn sie auch bei den Eulen gute Kritiken von denjenigen bekommen, an denen ich mich sonst auch orientieren kann.
    Früher habe ich Bücher nach dem Titel, dem Lesen der ersten Seite und dem Klappentext ausgewählt und dabei auch öfter mal Pech gehabt. Als ich begann, die Kundenrezis bei amazon zu lesen, wurde die Trefferquote ein bisschen höher, aber es gab immer noch genug Reinfälle.
    Seitdem ich bei den Eulen bin, geht es mir so, dass gefühlte 80-90% der Bücher, die ich lese, zu mir passen und/oder mir etwas geben. Das liegt sicher daran, dass ich inzwischen in etwa einschätzen kann, wer einen ähnlichen Geschmack hat und wer nicht.
    Die Rezis sind es nicht allein, auch die Hinweise bei den Lesewochenenden können für mich manchmal Anlass sein, ein Buch lesen zu wollen.
    Ebenso können Tipps von ganz bestimmten Freunden (außerhalb des Eulenforums) mich dazu bringen ein Buch zu lesen. Bei den Tips von einigen anderen Freunden weiß ich wiederum, dass ich besser die Finger davon lasse :lache.
    Von Autoren, die mich einmal überzeugt haben, lese ich meistens mehrere, manchmal auch fast alle Bücher. Natürlich ist das keine Garantie dafür, dass sie mir alle etwas sagen.


    Wichtig ist für mich auch, dass ich z.B. bei den verschiedenen Challenges unter Allerlei Buch, bei denen ich mitmache oder mitmachte, schon so manche interessante Anregung bekam, wenn ich ein Buch für eine Aufgabe brauchte und in den Listen der anderen stöberte, die diese Aufgabe schon erfüllt hatten. Mithilfe der Rezis konnte ich etwas genauer einschätzen, ob mich das Buch interessieren wird.
    Ab und zu gehe ich dabei das Risiko ein, Bücher zu lesen, die ich mir normalerweise nicht ausgesucht hätte und habe dabei einige Autoren entdeckt, von denen ich recht angetan bin. So lese ich z.B. jetzt gerade das zweite Buch von William Boyd.


    Die Spoilerei in manchen Rezis (oder auch in einigen Klappentexten) finde ich zwar ärgerlich und unfair gegenüber den AutorInnen, aber das meiste davon habe ich zum Glück schon wieder vergessen, wenn ich dazu komme, das Buch zu lesen.


    Und wie schon so viele hier vor mir schrieben: Rezensionen lese ich nicht nur, um mich für oder gegen das Lesen eines Buches zu entscheiden, sondern oft auch nach dem Lesen, weil es mich interesiert, wie andere das Buch erlebt haben.


    Vollständige Rezensionen schreibe ich nur selten, meine Lese-Eindrücke schon öfter, da ich bei den Lesewochenenden nach Beenden eines Buches i.d.R. sowieso ein paar Sätze darüber schreibe, wie mir das Buch gefiel. Manchmal merke ich, dass dabei schon eine halbe Rezi entstanden ist und kopiere sie in den Rezithread, baue sie eine wenig aus und freue mich.
    Ein Grund, eine Rezi zu schreiben, kann auch sein, dass es zu dem gelesenen Buch hier noch keine Rezi gibt - oder nur eine einzige. Dann raffe ich mich oft zu einem ausführlicheren Text auf, auch wenn ich eigentlich keine Zeit dazu hätte.
    Mir gefällt einfach der Gedanke, dass wir uns hier ein Rezi-Archiv der besonderen Art aufbauen, und sso bemühe ich mich, meinen Teil dazu beizutragen. Denn - wie es Magali weiter oben schrieb: Schließlich geht es um Bücher!

  • Zitat

    Original von Voltaire
    Vielleicht sollte man sich einfach mal ein wenig von der Vokabel "Rezension" lösen.
    (...)
    Kurze Meinungsäußerung und diese Meinung ein klein wenig begründen.


    Und natürlich - wenigstens gehe ich davon aus - möchten auch die Damen und Herren Autorinnen und Autoren erfahren, wie ihr Buch bei den Leserinnen und Lesern ankommt.


    Und wenn man sich geärgert hat, wenn man eh schlechte Laune hat - dann kann man sicher sein, dass sich diese beim Schreiben eines Verrisses schlagartig bessert. ;-)


    Eine "Rezension" ist eine literaturwissenschaftlich tragfähige Buchkritik. Dass Leute, die eine solche verstehen, automatisch nicht mehr "normal" sind, wage ich jedoch zu bezweifeln, lieber Voltaire.


    Aber Spaß beiseite: Du hast völlig recht damit, dass Autoren auf Rückmeldungen zu ihren Werken angewiesen sind - wie jeder Kunstschaffende. Und da ist es zwar anders zu bewerten, ob ein "Verriss" von literarischen Laien kommt oder von Profi-Kritikern, allerdings werden Bücher von Lesern gekauft, was leider von hochnäsigen Profi-Kritikern oft übersehen wird. Und deshalb ist z. B. eine Buchbesprechung, egal ob positiv oder negativ, für jeden Autor von Wichtigkeit, vor allem solche in einem "Leseratten-Forum" wie den Büchereulen, wo sich viele Menschen mit einer außerordentlich reichen Leseerfahrung tummeln. In der Regel hat sich für diese Besprechungen der Begriff "Rezi" hier etabliert, was ich prima finde. Jeder weiß, was damit gemeint ist, es klingt nicht so hochtrabend und unter diesem Heading kann man so sachlich oder emotional, so fundiert oder oberflächlich schreiben wie man will. Wobei wirklich flache, dümmliche Kritiken hier extrem selten sind - was in besonderem Maße für die Qualität dieses Forums spricht.


    Eines aber noch: Genauso wie im privaten Bereich ist ein böses Wort, ein leichtfertig hingeschriebener Vernichtungssatz, gar ein Verriss aus eigener schlechter Laune heraus eine schier tödlich verletzende Waffe. Daran sollte man immer denken, wenn man die monate- oder jahrelange Arbeit von Autoren öffentlich beurteilt - egal, ob Laie oder Profi. Das sagt nicht, dass man keinen "Verrisss" schreiben dürfte, aber je negativer eine Kritik ausfällt, desto fundierter sollte sie begründet sein. Was, wie gesagt, hier in den seltenen Fällen harter Verrisse eine vorbildliche Eulentradition ist.

  • Lieber Dieter, du weisst ja, dass ich gern mal überzeichne.
    Natürlich muss auch ein Verriss fundiert sein.
    Und wenn ich einen Verriss schreibe, dann geht es um das Buch - dann geht es nicht um die Autorin oder den Autor. :wave

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.


    Eigentlich mag ich gar keine Menschen.