'Das Herz des Löwen' - Seiten 311 - 425

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  • Robins Zweifel an der Gottgewolltheit ihres Tuns wird ihm ja fast zum Verhängnis. Ein Glück, dass Richard da hinter ihm steht und er für seine Reden nicht bestraft wird.

    Ich kann seine Gedanken gut nachvollziehen. Mir Ist es bis heute unverständlich, wie man im Namen eines Gottes losziehen kann um zu morden....


    Richard und Berengaria nähern sich vorsichtig wieder an, aber vermutlich ist bei Akkon tatsächlich etwas zerbrochen, was nicht mehr gekittet werden konnte.


    Und dann der Besuch Jerusalems. Wenigstens dieser Wunsch wird Robin erfüllt. Auch wenn sie die Stadt nur besuchen können.


    Robins Gefangenschaft bei den Assasinen war ja auch kein zuckerschlecken. Aber durch seinen Mangel an Glauben durchschaut er das Vorgehen. Wobei das schon nicht schlecht ist, denn den Drogen zu widerstehen dürfte ja durchaus nicht einfach sein.


    Leider gelingt es nicht Konrad von Montferrat zu retten, aber wenigstens Richard kriegt er gerettet. Mal wieder sehr spektakulär.

  • Auf S. 332 ledert Robin wieder einmal ab über die Kleriker - und spricht mir damit einmal mehr aus dem Herzen.


    In dem Gespräch mit Richard über Berengaria und wie man die Probleme ausräumen könnte, erweist sich Robin als erstaunlich klug und einfühlsam.


    Was für ein Abenteuer bei den Assassinen :wow! Und auch noch in nur einem Kapitel untergebracht. Andere hätten darüber u. Umständen ein ganzes Buch geschrieben :grin.

    Gibt es auch dazu historische Fakten? Oder was hat dich dazu bewogen Mac P. Lorne in diesen ohnehin an Abenteuer und Action reichen Roman auch noch den Abstecher zu den Assassinen hineinzunehmen?

    Vorbereitet war er irgendwie, denn schon als Richard die Abgesandten des Alten vom Berge so beleidigt hat, dachte ich, da könnte noch was nachkommen ;).

  • Tja, bei mir muss es halt vorangehen. Ewig langes Ausschmücken ist nicht meins. :) Es war halt die Zeit des Alten vom Berge und Konrad von Montferrat ist ihnen zum Opfer gefallen. Die Sache mit Saladin stimmt übrigens, er hat einen weiten Bogen um ihre Festung geschlagen, nachdem ihm demonstriert wurde, dass selbst seine Leibwache mit Attentätern durchsetzt war.

    There must be a beginning of any great matter, but the continuing unto the end until it be thoroughly finished yields the true glory. (Francis Drake)

  • Ein sehr bewegender Abschnitt, schön das Richard und Berengaria sich wieder gefunden haben. Langsam geht es ihr ja wirklich besser

    Was mit Robin passiert ist, ist erstmal richtig krass, aber er ist ja wirklich ein schlauer Kerl und durchschaut das Spiel und kann sich nach vielen Folterungen dann ja auch befreien...

  • Robin wird mir immer sympathischer, er kommt mir auch ein bisschen wie das gute Gewissen Richards vor - ich hoffe, Richard hatte tatsächlich jemanden, der ihn immer wieder auf den Boden zurückbrachte ...


    Fein auch, wie Robin mit Philipp von Dreux umgeht ...


    Und dann soll Robin zum Assassinen gemacht werden, ob das dieser "Sekte" tatsächlich einmal gelungen ist, einen Franken zu ihrem Anhänger zu machen. Robin spielt zum Glück nicht mit, sondern kann dadurch Richard warnen. Ist überliefert, wie der Alte vom Berge ums Leben kam?


    Richard muss wegen John schnellstens nach Hause, Jerusalem kann er deshalb nicht mehr erobern. Ich hoffe, dass wenigsten Robin und seine Männer gut nach Hause kommen ... Schön, dass Robin ein weiteres Mal belohnt wird, er ist nun belehnt und Earl.


    Man darf gespannt sein, wie es in England weitergeht.

  • Puh, ein sehr mit Kampf und Krieg gefüllter Abschnitt!


    Die Schilderung über Ronbins Gefangenschaft und Folter fand ich ziemlich grausam..aber diese Methode, Geiseln auf diese Weise gefügig zu machen, ist doch hoffentlich erfunden, oder?????


    Ich bin langsam ein Fan von König Richard und seiner Mutter Eleonore geworden. So wie sie hier dargestellt werden, scheinen sie unheimlich interessante Persönlichkeiten gewesen zu sein. Ich werde sicher noch mehr über sie lesen wollen.


    Über den "Hausketzer" auf S. 342 und das Robin langsam aufpassen muss, das es unter ihm nicht mal sehr warm wird, musste ich doch sehr lachen!!


    So langsam wird wohl die Heimreise angetreten..nur, wenn die Häfen für die Kreuzfahrer dicht sind, wo können sie denn dann hin???:gruebel

  • Die Schilderung über Ronbins Gefangenschaft und Folter fand ich ziemlich grausam..aber diese Methode, Geiseln auf diese Weise gefügig zu machen, ist doch hoffentlich erfunden, oder?????

    Das Zeigen von Himmel und Hölle in Masyaf gilt mittlerweile als historisch gesichert. Jedenfalls hat der Führer es so berichtet, Folterkammer und Paradiesgärten gezeigt. Und der war immerhin Dozent der historischen Fakultät in Damaskus. Ja, 2088 konnte man noch ungefährdet durch Syrien reisen - es war ein friedliches Land.

    There must be a beginning of any great matter, but the continuing unto the end until it be thoroughly finished yields the true glory. (Francis Drake)

  • Das Zeigen von Himmel und Hölle in Masyaf gilt mittlerweile als historisch gesichert. Jedenfalls hat der Führer es so berichtet, Folterkammer und Paradiesgärten gezeigt

    Das habe ich in dieser oder ähnlicher Form auch schon mal gelesen.

    Ziemlich lange her, aber ich glaube, es war auf jeden Fall auch in diesem Buch Das Halsband der Taube.

    In meiner Erinnerung ist es zwar ganz interessant, aber nur mäßig spannend gewesen.

  • Verwundert nehme ich zur Kenntnis, dass noch niemand etwas zur "Behandlung" der Assassinen-Attentäter geschrieben hat. Welch ein abartiger Mensch tut sich da auf. Aber wieder einmal heiligt der Zweck die Mittel. In Sachen Grausamkeiten steht Richard seinem Bruder in nichts nach und das nicht zum ersten Mal. Trotzdem ist er der Nette und John der Fiese.

    Die Aussicht, das Heil im Paradies nach dem Tod zu finden, scheint Menschen schon immer anziehend gefunden zu haben. Robins Ausbildung war ja eine mit Zuckerbrot und Peitsche. Aber unser Held leidet und steht erstarkt wieder auf. Dabei ist Timing und Auftritt mehr als filmreif. Eine beeindruckende Szene.

    Schon damals zeigt sich, dass Kriege vor allem eine logistische Herausforderung sind. Man bedenke, dass Richard sein gesamtes Heer aus der Ferne versorgen musste. Der Mensch, der das organisiert hat, sollte ebenso bekannt sein wie Richard.

    Das Robert den Nachteil der wunderbaren Pferde erkennt, ist nicht erstaunlich, denn er weist seine Bogenschützen immer wieder an, die Führer aufs Korn zu nehmen. Und auch die erkennt er an ihrer Rüstung.

    :Hörbuch Rebecca Gable - Das Floriansprinzip

    :Hörbuch Tanja Kinkel - Manduchai - Die letzte Kriegerkönigin

    :Hörbuch Anna Tell - Nächte des Zorns

    :lesend Mac P. Lorne - Der Herzog von Aquitanien

    :lesend Sandra Aslund - Verhängnisvolle Provence

    :lesend Caroline Graham - Tod zur Teatime

  • Verwundert nehme ich zur Kenntnis, dass noch niemand etwas zur "Behandlung" der Assassinen-Attentäter geschrieben hat. Welch ein abartiger Mensch tut sich da auf. Aber wieder einmal heiligt der Zweck die Mittel. In Sachen Grausamkeiten steht Richard seinem Bruder in nichts nach und das nicht zum ersten Mal. Trotzdem ist er der Nette und John der Fiese.

    Stimmt.

    Ich glaube, bei mir liegt es daran, dass ich das wegen der unfassbaren Grausamkeit garnicht so richtig an mich rangelassen und sofort nach dem Lesen an den Rand meiner Wahrnehmung gedrängt habe.

    Wenn ich so etwas für mich extrem Schlimmes lese, läuft das meistens so ab, ich setze mich damit nicht auseinander, sperre mich gegen ein "Kopfkino" und speichere es auch nicht im Detail in meinem Gedächtnis ab.

    Auch jetzt musste ich die Stelle noch einmal nachlesen, um einen Kommentar zu schreiben, weil ich nur noch eine vage Erinnerung hatte und nicht mehr genau wusste, worin diese "Behandlung" bestanden hat.

    Ein weiterer Grund könnte sein, dass man nach all den Schrecknissen und Gräueln dieses Krieges schon ein bisschen abgestumpft ist.

  • So langsam wird wohl die Heimreise angetreten..nur, wenn die Häfen für die Kreuzfahrer dicht sind, wo können sie denn dann hin???:gruebel


    In England, denke ich. Das wär ja noch schöner, wenn der König nicht im eigenen Land landen könnte.

    Und noch hat er ja keine 6 Moante dort voll, so daß es theoretisch sein könnte :grin


    Das Assassinenkapitel war wieder nach meinem Geschmack - Abenteuer pur, wie die spektakuläre Flucht Robins.


    Ich fand, es gab viele kleine schöne - vor allem auch humorvolle - Szenen in diesem Abschnitt. Wie die schon benannte "Hausketzerszene". Das mag ich.


    Trotzdem bin ich froh, daß es endlich nach Hause auf die grüne Insel geht.

    So auf Dauer in dieser furchtbaren Hitze läßt es sich ja nicht aushalten :lache


    Vielleicht wirklich ein Grund, daß ich der Gegend nicht so viel abgewinnen kann. Ich kann HItze nicht ab und vielleicht meint mein Unbewußtes dadurch ja auch, daß ich diese Gegenden gar nicht mögen soll. Mein Ding sind eher Länder, wie Schweden, Island, England - halt die, wo man - ohne Klimawandel - noch angenehme Temperaturen hat.

  • Auf S. 332 ledert Robin wieder einmal ab über die Kleriker - und spricht mir damit einmal mehr aus dem Herzen.

    Mir auch! Allerdings ist er mir für einen Mann seiner Zeit doch ein bisschen zu aufgeklärt. Aber Robin Hood darf auch das sein ;)

    Ich freue mich auch, dass es endlich wieder nach England geht. Das Thema Kreuzzüge finde ich zwar sehr interessant, aber Robin Hood gehört einfach auf seine Insel!

  • Mir auch! Allerdings ist er mir für einen Mann seiner Zeit doch ein bisschen zu aufgeklärt. Aber Robin Hood darf auch das sein ;)

    Ich freue mich auch, dass es endlich wieder nach England geht. Das Thema Kreuzzüge finde ich zwar sehr interessant, aber Robin Hood gehört einfach auf seine Insel!

    Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass Mac P. Robin seine eigenen Überzeugungen in den Mund gelegt hat. Ähnlich, wie im vorigen Band auch schon in den von Robins Großvater :grin.

    Ich finde es gut :-].

  • Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass Mac P. Robin seine eigenen Überzeugungen in den Mund gelegt hat. Ähnlich, wie im vorigen Band auch schon in den von Robins Großvater :grin.

    Ich finde es gut :-].

    Freut mich. Ich denke, das macht wohl letztlich jeder Autor so. :) Wenn man sich nicht mit seinen Protas identifizieren kann, wird das nix.

    There must be a beginning of any great matter, but the continuing unto the end until it be thoroughly finished yields the true glory. (Francis Drake)

  • Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass Mac P. Robin seine eigenen Überzeugungen in den Mund gelegt hat. Ähnlich, wie im vorigen Band auch schon in den von Robins Großvater :grin.

    Ich finde es gut :-].

    Den Eindruck habe ich auch des öfteren, dass Mac P. den Helden seiner Romane oft seine Stimme verleiht. Bei Szenen wie der auf Seite 332 kann ich Mac/Robin nur aus vollem Herzen zustimmen!

    Das war wieder ein sehr bewegter Abschnitt, in dem so viel passiert ist! Robins Gefangenschaft war schon brutal, überhaupt das ganze Kriegsgeschehen geht schon an die Nieren, wenn man liest, was da so alles abgelaufen ist und wie viele Opfer dieser Kreuzzug gefordert hat, meiner Meinung nach für nix und wieder nix.

    Was für ein Abenteuer bei den Assassinen :wow! Und auch noch in nur einem Kapitel untergebracht. Andere hätten darüber u. Umständen ein ganzes Buch geschrieben :grin.

    Gerade das finde ich gut, dass sich brutale Schilderungen nicht über halbe Bücher hinwegziehen, sondern relativ "knapp" abgehandelt werden. Ich persönlich bin froh, wenn sie vorbei sind und brauche sie nicht bis ins Detail ausgeführt.

    Mir gefällt besonders, dass es auch viele humorvolle Szenen gibt, und den Schlagabtausch zwischen Richard und Robin finde ich einfach genial. Robert hat das Talent, sich manchmal fast um Kopf und Kragen zu reden, aber was er sagt, hat halt alles Hand und Fuß, auch wenn es manchmal respektlos rüberkommt. Richard weiß es jedenfalls zu schätzen, was man an seiner letzten Handlung im Kapitel merkt. So war der Kreuzzug auf jeden Fall für Robert nicht umsonst, denn er bringt viel mit nach Hause. Jetzt freue ich mich auf England, auf den Sherwood Forest und auf ein Wiedersehen mit Marian.

  • Freut mich. Ich denke, das macht wohl letztlich jeder Autor so. :) Wenn man sich nicht mit seinen Protas identifizieren kann, wird das nix.

    Ich schätze, man kann doch seine eigenen Erfahrungen und Meinungen gar nicht ganz abschalten, wenn man schreibt. Man hat nur die Frage, welcher Prota ist mir in welchem Buch am Nächsten. Bei so einer mehrbändigen Reihe ist es für mich klar, dass der Autor seinen Helden mag, sonst würde er ihn nicht so lange begleiten wollen.

  • Mir auch! Allerdings ist er mir für einen Mann seiner Zeit doch ein bisschen zu aufgeklärt. Aber Robin Hood darf auch das sein ;)

    Ich freue mich auch, dass es endlich wieder nach England geht. Das Thema Kreuzzüge finde ich zwar sehr interessant, aber Robin Hood gehört einfach auf seine Insel!

    Robin und auch schon sein Großvater waren kluge Männer, die über den eigenen Tellerrand hinausblicken konnten. Deshalb wollte die Königsmutter ja auch, dass Robin die rechte Hand ihres Sohnes wird.

  • Stimmt.

    Ich glaube, bei mir liegt es daran, dass ich das wegen der unfassbaren Grausamkeit garnicht so richtig an mich rangelassen und sofort nach dem Lesen an den Rand meiner Wahrnehmung gedrängt habe.

    Wenn ich so etwas für mich extrem Schlimmes lese, läuft das meistens so ab, ich setze mich damit nicht auseinander, sperre mich gegen ein "Kopfkino" und speichere es auch nicht im Detail in meinem Gedächtnis ab.

    Auch jetzt musste ich die Stelle noch einmal nachlesen, um einen Kommentar zu schreiben, weil ich nur noch eine vage Erinnerung hatte und nicht mehr genau wusste, worin diese "Behandlung" bestanden hat.

    Ein weiterer Grund könnte sein, dass man nach all den Schrecknissen und Gräueln dieses Krieges schon ein bisschen abgestumpft ist.

    Bei Szenen mit Kriegshandlungen geht es immer um grausame und schreckiche Dinge. Tatsächlich bin ich da auch schon ziemlich hart im Nehmen. Schlimmer sind für mich Folterszenen, da es da wehrlose Menschen sind und die Foltermethoden damals NOCH grausamer waren, als Krieg.