'Die Fotografin - Am Anfang des Weges' - Seiten 334 - Ende

  • Zum Ende hin habe ich schon immer etwas irritiert auf die verbleibenden Seiten geschaut und war dann ziemlich enttäuscht, dass alles so offen geblieben ist. Alexander war noch nicht mal bei der Aufnahmeprüfung, der Onkel lebt noch, Eveline leidet weiter und ihr Mann auch, Gehringer hat weder zum großen Schlag gegen Mimi ausgeholt, noch seinen Pavillon gebaut,... ich habe nichts dagegen, wenn ein paar Fäden lose bleiben, um auf den Folgeband einzustimmen, aber so fand ich das Ende viel zu plötzlich.

    Mimi beschließt, erst mal in Laichingen zu bleiben.

    Alexander und Anton fassen beide den Entschluss, ihre Träume auch umzusetzen.

    Mimi trifft Johann wieder.

    Und Eveline schöpft Hoffnung durch die Rückkehr von Johann/Hannes.
    Ich finde, da sind etliche Fäden für den Augenblick ganz gut verknüpft und vernäht.
    Und ob es überhaupt zum "großen Schlag gegen Mimi" kommen wird, ist dahin gestellt. Meine Geschichten leben nicht von großen Schlägen und manieriertem Drama, ich wünsche mir, dass sie so daherkommen, dass man sich gut vorstellen kann: So könnte es tatsächlich gewesen sein ...

  • Hmm, ein etwas abruptes Ende, mit einigen kleinen Cliffhangern. Wann erscheint die Fortsetzung?


    Anton scheint ein guter Gastwirt zu sein, und im Grund auch Spaß an dem Job zu haben, wenn nur einer auf seine Ideen hören würde, und wenn ein bisschen mehr los wäre. Am Ende des Romans will er endlich ausbrechen, und hört dabei Dinge, die nicht für seine Ohren bestimmt waren. Bin gespannt, was er daraus macht - hoffentlich nichts Dummes. Der Ausflug nach Ulm hat übrigens Spaß gemacht, nicht nur Anton und Mimi, auch mir.


    Etwas Dummes könnte auch Alexander machen, bei ihm hoffe ich fast noch mehr, dass er das nicht tut, und drücke ihm fest die Daumen, dass es mit der Kunstschule klappt.


    Johann ist, wie erwartet, Hannes. Zwei Frauen glauben, er könnte wegen ihr gekommen sein, nur eine hat recht. Auch bei Eveline hoffe ich, dass sie irgendwie noch ihr Glück findet, vielleicht nimmt sie doch noch einmal Kontakt zu ihren Eltern auf, auch wenn ihr Vater ihr damals schrieb, sie sei für ihn gestorben, kann es sein, dass er nun anders denkt, vielleicht auch nicht mehr lebt und Mutter und Bruder sich freuen, von ihr zu hören.


    Johann/Hannes wird hoffentlich zukünftig etwas für die Arbeiter tun können, sie wenigstens zum Nachdenken bringen. Im Klappentext des Folgebandes wird eine Katastrophe angekündigt. Vielleicht ein Unfall in der Weberei, Arbeitssicherheit wird ja sehr klein geschrieben bzw. ist eigentlich nicht vorhanden, Klaus, der dauernd trinkt ...


    Die historischen Fotografien sind eine nette Überraschung zum Schluss ...


    Der Roman hat mich gut unterhalten und lies sich wunderbar lesen. Ich werde auf jeden Fall auch Band 2 lesen.

  • Anton ist eine meiner liebsten Figuren in diesem Buch, glaube ich. Er ist so herzerfrischend in seinem Hunger auf das Leben, auf nette Weise selbstbewusst und dabei auch Alexander ein guter Freund. Irgendwie putzig, wie er da in Ulm wie eine Klette an Mimi klebt und überhaupt nicht merkt, dass sie gern Mal allein wäre :grin. Auch er möchte weg aus Laichingen, trotzdem hab ich den Eindruck, er gäbe einen guten Wirt ab, wenn man ihm mehr frei Hand ließe.


    Das Gebaren von Klaus ist echt schwer erträglich, ein solcher bornierter Jammerlappen, der sich nun auch noch dem Alkohol hingibt, obwohl die Familie nichts zu essen hat. Was hat Eveline damals nur an ihm gefunden :gruebel?

    Ja, Anton ist auch mein Liebling, auch wie er mit Alexander umgeht, sich bemüht. Da steckt ein toller Charakter dahinter :-)


    Wie Eveline sich von Klaus angezogen fühlen konnte, kann man wirklich kaum nachvollziehen. Ist ja auch nicht so, als hätte sie dringend von zu Hause weggewollt. Klaus muss sich sehr stark verändert haben seit damals ...


  • Und ob es überhaupt zum "großen Schlag gegen Mimi" kommen wird, ist dahin gestellt. Meine Geschichten leben nicht von großen Schlägen und manieriertem Drama, ich wünsche mir, dass sie so daherkommen, dass man sich gut vorstellen kann: So könnte es tatsächlich gewesen sein ...

    Das "so könnte es gewesen sein"-Feeling war (wie immer;)) definitv da, keine Frage:wave. Aber das Ende kam für mich einfach mitten drin und hat mich so nach begeisterten Lesestunden etwas unglücklich zurückgelassen. Freue mich auf Band 2.

  • Anton und Alexander haben es beide nicht leicht. Anton eckt bei seiner Christel immer nur an, obwohl er es nur gut meint. Alexanders Vater will partout nicht, dass Alexander einen anderen Weg einschlägt. Erstens weil er die Arbeitskraft von ihm noch braucht und zweitens wahrscheinlich verletzte Eitelkeit. Hoffentlich schafft er es noch über seinen Schatten zu springen und Alexander sein Glück zu gönnen.


    Obwohl ich ein offenes Ende in Büchern nicht so toll finde, hat mich dieses Ende jetzt nicht gestört. Ich bin schon gespannt wie es im nächsten Buch weitergeht. Vor allem mit Eveline. Wahrscheinlich kommt sie vom Regen in die Traufe mit Hannes. Wenn es überhaupt so weit kommt, da er sich ja in Minna verguckt hat.


    Vielen lieben Dank für die schöne Leserunde. :blume

  • Obwohl ich ein offenes Ende in Büchern nicht so toll finde, hat mich dieses Ende jetzt nicht gestört. Ich bin schon gespannt wie es im nächsten Buch weitergeht.

    Bücher sind doch in erster Linie Geschichten, Lebenslinien. Und wo ist da ein Anfang, wo das Ende? Das ist etwas, was wir künstlich definieren, weil einfach irgendwo ein Beginn und ein Schluss sein müssen ... Aber wie sieht es im wahren Leben aus? Da ist alles immer im Fluss ...

  • Obwohl ich ein offenes Ende in Büchern nicht so toll finde, hat mich dieses Ende jetzt nicht gestört. Ich bin schon gespannt wie es im nächsten Buch weitergeht.

    Bücher sind doch in erster Linie Geschichten, Lebenslinien. Und wo ist da ein Anfang, wo das Ende? Das ist etwas, was wir künstlich definieren, weil einfach irgendwo ein Beginn und ein Schluss sein müssen ... Aber wie sieht es im wahren Leben aus? Da ist alles immer im Fluss ...

  • Mimi ist eine tolle Frau die ihrer Zeit ein Stück voraus ist. Innovativ, wagemutig aber auch verlässlich und hilfsbereit, sie gefällt mir richtig gut. Die beiden jungen Männer machen ebenfalls ihren Weg, davon bin ich überzeugt.


    Das Ende kam sehr schnell und abrupt. Natürlich wusste ich, dass dieser Band der Beginn einer Serie ist, dennoch kann ich mit solchen „Schlüssen“ (gibt’s da überhaupt eine Mehrzahl 😳) immer nur schwer leben. Aber es geht ja hoffentlich ganz bald weiter.

  • Das Ende kam sehr schnell und abrupt. Natürlich wusste ich, dass dieser Band der Beginn einer Serie ist, dennoch kann ich mit solchen „Schlüssen“ (gibt’s da überhaupt eine Mehrzahl 😳) immer nur schwer leben. Aber es geht ja hoffentlich ganz bald weiter.

    Im April gehts weiter, und Band 2 hat tatsächlich ein geschlossenes Ende. Oder doch nicht? :-))

  • Ich glaube, niemand möchte absprechen, dass die Handlungsstränge gut verknüpft sind :) Und auch nicht, dass es sich um eine realistisch vorstellbare Geschichte handelt. Mir ging es tatsächlich auch einfach so, dass ich auf den letzten Seiten dachte, dass die Geschichte nun endlich an Fahrt gewinnt - und dann war es eben vorbei und ich fühlte mich ein wenig auf den zweiten Band "vertröstet". Zumindest in meinem Fall liegt das einfach daran, dass ich auch bei Reihen gerne das Gefühl habe, pro Band eine irgendwie abgeschlossene Geschichte zu lesen, während in diesem Fall eben alle Handlungsstränge klar auf den ganz großen Bogen ausgelegt sind. Daher hätte ich gerne schon mehr Konflikt und Lösung gehabt. Mimis Werdegang und den ihrer Weggefährten werde ich sicherlich trotzdem früher oder später weiterverfolgen, ganz bestimmt :)

  • Aber ist es nicht ganz oft so, dass am Ende es Teils ein Cliffhanger kommt? Sonst hätte ja niemand Lust den nächsten Teil zu kaufen.

    Vielleicht sind Reihen einfach nichts für dich?

    "Monsters are real, and ghosts are real, too. They live inside us, and sometimes, they win."

    (Stephen King)

  • Aber ist es nicht ganz oft so, dass am Ende es Teils ein Cliffhanger kommt? Sonst hätte ja niemand Lust den nächsten Teil zu kaufen.

    Vielleicht sind Reihen einfach nichts für dich?

    Naja, gefühlt war es hier eben nicht nur ein Cliffhanger, sondern viele.

    Mir war zu Lesebeginn ehrlich gesagt auch nicht bewusst, dass das der 1. Band einer Reihe ist. Das habe ich erst in der Leserunde erfahren. Und gerade nachgeblättert, ja innen steht irgendwo Band 1.

    Und da bei der Jahrhundert-Wind-Trilogie jeder Band mehr in sich abschlossen war, hat mich das hier umso mehr überrascht, dass es bei der Fotografin anders war.

  • Naja, gefühlt war es hier eben nicht nur ein Cliffhanger, sondern viele.

    Mir war zu Lesebeginn ehrlich gesagt auch nicht bewusst, dass das der 1. Band einer Reihe ist. Das habe ich erst in der Leserunde erfahren. Und gerade nachgeblättert, ja innen steht irgendwo Band 1.

    Und da bei der Jahrhundert-Wind-Trilogie jeder Band mehr in sich abschlossen war, hat mich das hier umso mehr überrascht, dass es bei der Fotografin anders war.

    In der Jahrhundertwind-Trilogie stand in jedem Band eine andere der drei Frauen im Mittelpunkt, so dass dann auch jede Geschichte in sich geschlossen war.

    Da diese Geschichte auf 5 Bände ausgelegt ist, mit vermutlich durchgehend Mimi als Hauptfigur, finde ich es normal, dass allerhand Erzählfäden gesponnen und in der Folge weitergeführt werden.

    Mich hat das hier nicht gestört, vielleicht auch, weil ich sofort die Leseprobe für Teil 2 gelesen und festgestellt habe, dass es nahtlos weitergeht.

  • Aber ist es nicht ganz oft so, dass am Ende es Teils ein Cliffhanger kommt? Sonst hätte ja niemand Lust den nächsten Teil zu kaufen.

    Vielleicht sind Reihen einfach nichts für dich?

    Es ist definitiv Geschmackssache, klar. Wie andere schon gesagt hatten, war es hier eben besonders offen - andere Reihen haben ja oft zumindest eine Art abgeschlossene Teilhandlung/irgendeinen abgeschlossenen Handlungsbogen pro Band, was ich hier auch gut gefunden hätte :)

  • Aber ist es nicht ganz oft so, dass am Ende es Teils ein Cliffhanger kommt? Sonst hätte ja niemand Lust den nächsten Teil zu kaufen.

    Vielleicht sind Reihen einfach nichts für dich?

    Reihen sind etwas für mich. Ich mag, wenn ich in anderen Bänden das Schicksal von Personen weiterverfolgen kann oder sie in einer Nebenhandlung wieder auftauchen. Schon als Jugendliche habe ich für mich weiter gesponnen, wie es nach dem Zuklappen des Buches und letzten Bandes wohl weitergehen könnte.


    Ich mag Trilogien und dafür gebe ich auch Regalplatz und warte die zwei Jahre bis zum Abschlussband. Bei der "Fotografin" war ich einfach davon ausgegangen, dass es sich auch um eine Trilogie handelt. (wie bei Glasbläser, Zarentochter, Jahrhundertwind und vielem, was in den letzten Jahren von anderern Autoren an Bandanzahl veröffentlicht wurde) und habe erst durch Schubis Lesungsbericht von fünf Teilen erfahren.

    Petra Durst-Benning kann erzählen/ Personen charakterisieren, und ich kann mir auch jetzt schon vorstellen, dass wir den Fortgang manch Nebenperson aus dem ersten Band miterleben dürfen


    Wenn etwas über mehr Bände und dann auch noch Hardcover geht, denke ich an den benötigten Platz im Bücherregal und da die Veröffentlichung des Abschlussbandes etliche Jahre später sein kann, hoffe ich dann auf Ausleihen aus Büchereien. Daher überlege ich jetzt auch gerade, ob ich den ersten Band der Fotografin unserer Bücherei spende und auf die Anschaffungsliste im Frühjahr den zweiten Band setze. In unserer Bücherei sind Leser, die geduldiger sind/ langsamer lesen und sich freuen, wenn es alle 8 Monate eine Fortsetzung gibt, Die lesen dann auch nicht 60 andere Bücher dazwischen. Ich muss bei mehrbändigen Reihen nicht gleich mit ET den Fortgang lesen, kann dann auch noch länger warten und dann vielleicht gleich mehrere nacheinander lesen.

    In der Jahrhundertwind-Trilogie stand in jedem Band eine andere der drei Frauen im Mittelpunkt, so dass dann auch jede Geschichte in sich geschlossen war.

    Da diese Geschichte auf 5 Bände ausgelegt ist, mit vermutlich durchgehend Mimi als Hauptfigur, finde ich es normal, dass allerhand Erzählfäden gesponnen und in der Folge weitergeführt werden.

    Mich hat das hier nicht gestört, vielleicht auch, weil ich sofort die Leseprobe für Teil 2 gelesen und festgestellt habe, dass es nahtlos weitergeht.

    Das hat mir bei der Jahrhundertwind-Trilogie auch so gut gefallen, bei den "Sieben Schwestern" von Lucinda Riley hat auch jede Schwester einen Band. Da mir sieben Bände zu viel sind und der Abstand bis zum nächsten Band zu lange dauert, zudem auch nicht so süchtig gemacht hat, habe ich nur noch Band 2 "Sturmschwester" zeitnah gelesen. Weitere Bände werde ich vielleicht mal lesen, mir aber nicht die sieben Bände fürs Regal anschaffen.


    Ich habe die Leseprobe der Fotografin II auch gleich gelesen und weil es nahtlos weitergeht, hätte ich mir den Erscheinungstermin nicht erst in sechs Monaten gewünscht.

    Es ist definitiv Geschmackssache, klar. Wie andere schon gesagt hatten, war es hier eben besonders offen - andere Reihen haben ja oft zumindest eine Art abgeschlossene Teilhandlung/irgendeinen abgeschlossenen Handlungsbogen pro Band, was ich hier auch gut gefunden hätte :)

    So geht es mir auch.

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)

  • Mimi hat gute Geschäftsideen - aber: sie ist ihrer Zeit weit voraus. Dies kommt evtl. daher, das sie an vielen Orten, viele Menschen, Arbeiten, Ideen kennen gelernt hat und sich so weiter entwickeln konnte. Das dies hier nicht so gut ankommt, ist eigentlich klar, dieser Ort ist noch sehr .... sagen wir hinterwäldlerisch und wird es vermutlich auch noch lange Zeit bleiben. Sie haben ja ihr Auskommen, warum sollen sie sich denn verändern (selbst Gehringer will eigentlich keine neuen Muster).


    Die beiden Jungs finde ich auch sehr gut. Ich habe den Verdacht, das Mimi mit ihrer Art die beiden Jungs aufgerüttelt hat und somit auch den "Rebellen" erweckt hat.


    Anton dürfte sich zu einem guten, umsichtigen Wirt entwickeln, wenn man ihn denn nur lassen würde. Das er seinem Freund beistehen möchte, finde ich ausgesprochen großherzig von ihm. Vielleicht hat sich bei ihm im Kopf, ohne das er es benennen kann, auch der Freigeist, die "Erneuerung" bereits festgesetzt.


    Alexander tut mir immer noch etwas leid. Er scheint begabt zu sein, seine Mutter möchte, das er das auch "auslebt" aber sein Vater... ist betrunken, nüchtern, verhaftet in alten Ansichten und sperrt sich. Irgendwie verstehe ich das noch immer nicht so ganz. Okay, ich kenne tyrannische Elternteile, die der Ansicht sind, sie können und wissen alles besser, sehen den Lebensweg ihres Kindes in allen Einzelheiten/Zeitfenstern vor sich, weil... .sie sind ja die Erwachsenen und können das beurteilen. Das sich die Welt verändert und somit auch das Umfeld, erkennen sie nicht. Vielleicht sollte ich mich im Augenblick darauf zurückziehen, das Alexanders Vater in genau diese Kaste zu stecken ist.


    Jetzt bin ich neugierig, wie es weiter geht, besonders, nachdem die Leseprobe so ... mittendrin aufhört.