'Die Erfindung der Flügel' - Teil 6

  • So, auch ich bin fertig.


    Das Buch ist wirklich großartig und hat mich dazu inspiriert, einiges über die Grimke-Schwestern nachzulesen. Wirklich faszinierende Frauen, die sicher nicht in Vergessenheit geraten sollten. Dazu hat die Autorin sicher etwas beitragen können.


    Dass Israel seine Entscheidung nicht revidiert hat, hatte ich erwartet (auch wenn ich es schade finde - ich hoffe immer auf Happy Ends). Aber das hat ja bestätigt, dass Sarahs Entscheidung richtig war. Zumindest für Nina hat es ja ein Happy End gegeben, wobei ich da ein wenig überrascht war und gerne mehr darüber erfahren hätte, wie es dazu gekommen ist.


    Interessant fand ich auch den Kompromissvorschlag der Mutter, Handful nach ihrem Tod die Freiheit zu schenken. Ich glaube, das war es nicht, was Mary sich vorgestellt hat. Sie wollte Handful sicher mit erben.


    Ich habe von der Autorin bereits Die Bienenhüterin gelesen (das mir auch sehr gut gefallen hat) und es wird sicher nicht mein letztes von ihr sein.

  • Ich habe es auch noch nicht gelesen...Das muss ich dann wohl nachholen.

    Wenn wir es in einer gemeinsamen Runde lesen wollen, wäre ich, wenn es halbwegs zeitlich passt, noch einmal dabei.

    Ich habe es vor einigen Jahren gelesen und fand es berührend und wunderschön. Wenn ich mich recht erinnere, war es noch um einiges emotionaler als Die Erfindung der Flügel.




  • Wenn wir es in einer gemeinsamen Runde lesen wollen, wäre ich, wenn es halbwegs zeitlich passt, noch einmal dabei.

    Ich habe es vor einigen Jahren gelesen und fand es berührend und wunderschön. Wenn ich mich recht erinnere, war es noch um einiges emotionaler als Die Erfindung der Flügel.

    Ich hab mein Buch an meine Tochter weitergeben, es ist mit ihr ausgewandert. Aber ich fand es auch berührender und hat mich noch mehr mitgenommen als dieses hier. Wobei der Aspekt der auf wahren Charakteren beruhenden Geschichte eben ein ganz andrer ist.

    [SIZE=7]"Leute die Bücher lesen, sind einfach unberechenbar." Spruch aus "Wilsberg " [/SIZE]

  • Ist es euch zu lange hin, wenn man bis zum nächsten Jahr(:rofl) warten würde mit einer LR dazu? Der Roman ist ja nicht mehr neu und brennt sicher niemand unter den Nägeln oder im Bücherregal, und es gibt so viele andere zu lesen...Wir müssten es und dann halt merken...

  • Ist es euch zu lange hin, wenn man bis zum nächsten Jahr(:rofl) warten würde mit einer LR dazu? Der Roman ist ja nicht mehr neu und brennt sicher niemand unter den Nägeln oder im Bücherregal, und es gibt so viele andere zu lesen...Wir müssten es und dann halt merken...

    Vorher werde ich wohl eh nicht dazu kommen das Buch zu lesen. :rofl

  • Wie bereits im vorletzten Abschnitt erwähnt, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Und da ich gestern einen Lesesonntag geniessen konnte, bin nun auch ich durch mit diesem wunderbaren und bereichernden Buch. Eine Geschichte, die mich noch eine ganze Weile nicht loslassen wird - da bin ich mir ganz sicher.

    Das Band zwischen Sarah und Handful, das sie als Kinder genküpft haben, hatte Bestand. Zwischenzeitlich wurde es lockerer, ist aber nie gerissen.

    Wenn die Kluft zwischen den "Masters" und den Sklaven nicht so gross gewesen wäre, hätten die beiden richtige Freundinnen werden können. Es ist sehr schön zu sehen, wie das Band allen Widrigkeiten zum Trotz so fest geworden ist.


    Über den versöhnlichen und hoffnungsvollen Abschluss von Handfuls Handlungsstrang habe ich mich gefreut und hoffe, dass ihre Wünsche in Erfüllung gegangen sind.

    Und Sarah hat ihr Versprechen Charlotte gegenüber doch noch einlösen können :-].

    Diesen Abschluss fand ich auch sehr tröstlich und hat mir ungemein gefallen. Und ich will mir unbedingt vorstellen, dass ihre Wünsche in Erfüllung gegangen sind, nach allem, was sie durchmachen mussten.

    Ehrlich gesagt, habe ich dieses Gedanken für mich schnell wieder verworfen.

    Auf dieses Quäkerleben werfe ich ganz gern mal einen Blick, aber insgesamt finde ich es extrem einengend und eindimensional. Da passt Sarah m. E. nicht rein, zumindest nicht dauerhaft.

    Und Israel ist nicht auf ihrem Level, sondern seiner Zeit, seiner Religionsgemeinschaft und deren Konventionen zu sehr verhaftet (ähnlich wie ihr Vater), wo sie ihrer Zeit weit voraus ist.

    Das wäre nicht gut gegangen und die Liebe wahrscheinlich schnell den Bach runter.

    Du hast das sehr gut auf den Punkt gebracht. Ich selber konnte mein Gefühl Israel gegenüber nicht richtig fassen. Aber dass er, wie du sagst, nicht auf Sarahs Level ist, ist genau das, was mich an der Beziehung gestört hat. Ich glaube auch, dass diese Ehe nicht gut gegangen wäre und Sarah wäre nicht glücklich geworden. Sie hätte sich viel zu sehr wieder verloren.


    Ich glaube, die Bienenhüterin muss ich auch lesen.

    Das geht mir auch so... :) Und bei einer LR wäre ich gerne wieder dabei. Auch für mich wäre nächstes Jahr okay - wir dürfen es nur nicht vergessen. ;-)

  • Ehrlich gesagt, habe ich dieses Gedanken für mich schnell wieder verworfen.

    Auf dieses Quäkerleben werfe ich ganz gern mal einen Blick, aber insgesamt finde ich es extrem einengend und eindimensional. Da passt Sarah m. E. nicht rein, zumindest nicht dauerhaft.

    Und Israel ist nicht auf ihrem Level, sondern seiner Zeit, seiner Religionsgemeinschaft und deren Konventionen zu sehr verhaftet (ähnlich wie ihr Vater), wo sie ihrer Zeit weit voraus ist.

    Das wäre nicht gut gegangen und die Liebe wahrscheinlich schnell den Bach runter.

    Genauso habe ich das mit Israel auch empfunden. Die damaligen Männer passten einfach nicht an Sarahs Seite, finde ich. Wahrscheinlich hätte fast jeder sie versucht zu beschränken und aus Liebe hätte sie Zugeständnisse gemacht. So einige Vorreiterinnen für Gleichheit und Emanzipation waren männerlos oder zumindest enttäuscht von den Männern.

  • Interessant fand ich auch den Kompromissvorschlag der Mutter, Handful nach ihrem Tod die Freiheit zu schenken. Ich glaube, das war es nicht, was Mary sich vorgestellt hat. Sie wollte Handful sicher mit erben.


    Ich habe von der Autorin bereits Die Bienenhüterin gelesen (das mir auch sehr gut gefallen hat) und es wird sicher nicht mein letztes von ihr sein.

    Da war der Gedanke der Mutter wohl, nach mir die Sintflut. :grin Einen Menschen zu erben ist so was von abartig.


    Die Bienenhüterin subbt bei mir noch. :rolleyes

  • Die damaligen Männer passten einfach nicht an Sarahs Seite, finde ich. Wahrscheinlich hätte fast jeder sie versucht zu beschränken und aus Liebe hätte sie Zugeständnisse gemacht. So einige Vorreiterinnen für Gleichheit und Emanzipation waren männerlos oder zumindest enttäuscht von den Männern.

    Ja, für diese Frauen war es sicher sehr schwer, einen passenden Partner zu finden.

    Es schien mir so, als hätte Lucretia Motte, die Quäker-Predigerin, in dieser Hinsicht Glück gehabt. Allerdings spielt sie hier nur eine Nebenrolle und über ihre Ehe hört man nicht viel.