Schloss Liebenberg - Hinter dem hellen Schein - Hanna Caspian

  • Über die Autorin (Amazon)

    Die SPIEGEL-Bestseller-Autorin Hanna Caspian beleuchtet mit ihren gefühlvollen und spannungsgeladenen Sagas bevorzugt fast vergessene Themen deutscher Geschichte. Hanna Caspian studierte Literaturwissenschaften, Politikwissenschaft und Sprachen in Aachen und arbeitete danach lange Jahre im PR- und Marketingbereich. Mit ihrem Mann lebt sie heute als freie Autorin in Köln, wenn sie nicht gerade durch die Weltgeschichte reist.


    Produktinformation (Amazon)

    ASIN ‏ : ‎ B09XLVX7R5

    Herausgeber ‏ : ‎ Knaur eBook; 1. Edition (1. September 2022)

    Sprache ‏ : ‎ Deutsch

    Dateigröße ‏ : ‎ 1516 KB

    Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 433 Seiten


    Aus der Sicht der Dienstboten

    Adelheid ist achtzehn Jahre alt und die Tochter eines Tagelöhners. Sie soll auf Schloss Liebenberg als Stubenmädchen anfangen. Sie ist froh, denn für sie ist es ein Glück, da sie ihre Familie unterstützen bzw. für sie sorgen kann. Zu Viktor dem Diener, fühlt sie sich gleich hingezogen und sie wird auch mit ihm zusammenarbeiten. Doch das Glück dauert nicht lange, denn es gibt Neider und Adelheid wird in eine Falle gelockt. So wird sie zum Hausmädchen degradiert und wohnt nun mit Hedda Pietsch in der kleinen Stube zusammen. Sie werden zu Freundinnen und zu Zeuginnen eines der größten Skandale des deutschen Kaiserreiches.

    Das Buch spielt vor dem Hintergrund der sogenannten Eulenburg-Affäre, die das Kaiserreich erschütterte, und beinahe den Kaiser zu Fall brachte.


    Meine Meinung

    Ich habe von dieser Autorin schon mehrere Bücher gelesen, die mir allesamt sehr gut gefielen. Und so war ich auch gespannt auf dieses Buch. Es ließ sich leicht und flüssig lesen, denn keine Unklarheit im Text störte meinen Lesefluss. Im ersten Drittel kam es mir teilweise etwas langatmig vor, doch es ist nun mal so, dass man bei Mehrteilern die Protagonisten erst mal gründlich kennen lernen muss. Und im Nachhinein muss ich sagen, dass dieses Drittel durchaus wichtig war. Man lernte Adelheid kennen, ihre Verliebtheit in Viktor und ihren Kampf gegen die Hausmädchen, die ihr das Leben schwerzumachen versuchten. Es war sehr interessant einmal zu erfahren wie das Leben der Dienstboten in der damaligen Zeit war. Sie hatten kaum Rechte, wenn man es richtig bedenkt eigentlich gar keine, und wenn etwas passierte, waren immer sie daran schuld. Dass Adelheid degradiert wurde steht ja schon im Klappentext, und wenn ich den Grund lese, dann kann ich wirklich nur den Kopf schütteln. Ich habe mich gefragt, warum eigentlich nur sie bestraft wurde? Über die Eulenburg Affäre habe ich vor der Lektüre dieses Buches gar nichts gewusst, habe also dabei wieder einmal etwas Neues erfahren. Natürlich wusste ich, dass das, was zu dieser Affäre geführt hatte, strafrechtliche Konsequenzen hatte. Ich frage mich allerdings, wie es die Geschichte verändert hätte, wäre diese Affäre nicht aufgedeckt worden. Doch weiter kann ich mich darüber nicht auslassen, sonst verrate ich zu viel. Dieses Buch ist aus der Sicht der Dienstboten geschrieben, man erfährt einmal wie es ihnen erging. Ich fand dieses Buch letztendlich interessant aber es war nicht superspannend. Auch wenn es mich letztendlich noch gut unterhalten hat. Ich habe einiges Neue erfahren. Aber wie gesagt, hat mir etwas Spannung gefehlt, auch wenn es hie und da Ereignisse gab, wo ich mich fragte, wie das wohl ausgeht. Doch das waren die einzigen Spannungspunkte, und die waren doch rar gesät. Aber als Unterhaltung, ja und auch Information kann ich es empfehlen. Von mir gibt es vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten.

    ASIN/ISBN: B09XLVX7R5

  • Lerchie magst du dem Titel vielleicht noch den Reihentitel "Schloss Liebenberg" voranstellen. Ich könnte mir vorstellen, dass es sich dann noch leichter finden lässt. :/:) Auch für unsere Leserundenteilnehmer.

    Hollundergrüße :wave




    :lesend

    Brandon Sanderson - Der Pfad der Winde

    Lars Kepler - Spinnennezt

    Melanie Metzenthin - Mehr als die Ehre


    (Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will - Jean Rousseau)

  • Lerchie magst du dem Titel vielleicht noch den Reihentitel "Schloss Liebenberg" voranstellen. Ich könnte mir vorstellen, dass es sich dann noch leichter finden lässt. :/:) Auch für unsere Leserundenteilnehmer.

    Normalerweise mache ich das hier, war wohl berade in Gedanken bei Büchertreff, da darf ich das nicht.

  • Adelheid, ein Mädchen aus ärmlichen Verhältnissen, gelangt überraschenderweise an eine Anstellung in Schloss Liebenberg. Der Fürst höchstpersönlich hat sie ausgewählt. Fortan muss sie sich nicht nur vielen neuen Aufgaben, sondern auch den Intrigen der übrigen Dienerschaft stellen.


    Die Geschichte wird ausschließlich aus der Perspektive des Personals geschildert. Dadurch wirkt die Atmosphäre zuweilen ein wenig düster, da der arbeitsreiche Alltag nicht viel Platz für die schönen Dinge des Lebens lässt. Doch die Figuren entwickeln sich und werden nach und nach nahbarer, weshalb ich die Geschichte insgesamt gerne gelesen habe.


    Adelheid hat es schwer. Als Tochter eines Tagelöhners, von Haus aus ein hartes Leben und täglichen Überlebenskampf gewohnt, findet sie sich unverhofft in dem eher reichen Haushalt einer Fürstenfamilie wieder. Neben den ihr zuteilwerdenden Annehmlichkeiten wie regelmäßigen Mahlzeiten und einem Schlafplatz macht sie aber auch Bekanntschaft mit Neid und Missgunst, welche ihr besonders von einer Konkurrentin in den Reihen der Dienerschaft entgegengebracht werden.


    Aber nicht nur Adelheid muss sich ihren Platz hart erkämpfen. Jede der handelnden Figuren hat ein eigenes Päckchen zu tragen oder ein Geheimnis zu hüten. Diese Geheimnisse und Besonderheiten sind so individuell und vielfältig wie die Personen selbst, die sie betreffen. Und sogar in den Reihen der Fürstenfamilie tun sich Dinge auf, die wohl besser unter den Teppich gekehrt blieben: Die Eulenburg-Affäre ist das zentrale Thema in dieser Trilogie und nimmt ihre Anfänge in der zweiten Hälfte dieses Romans.


    Der Autorin gelingt es gut, die Atmosphäre zur damaligen Zeit einzufangen und sie mit einer wahren Begebenheit zu verknüpfen. Ähnlich wie die Dienstboten bekommt der Leser zunächst auch nur bruchstückhaft mit, welche Vorwürfe gegenüber dem Fürsten erhoben werden. Daneben spielt sich der übliche Alltag auf dem Schloss ab. Es war überaus interessant zu lesen, wie die Dienstboten im Hintergrund arbeiten, wie alles in einander greift und im wahrsten Sinne „hinter dem hellen Schein“ funktioniert. Das Leben wird dabei nicht beschönigt oder romantisiert, sondern knallhart und samt seiner Ungerechtigkeiten wiedergegeben. Das mag für den ein oder anderen zu viel sein, um dieses Buch einfach wegzuschmökern. Mir hat diese wohl eher realistische Darstellungsweise jedoch gut gefallen.


    Insgesamt ein solider Beginn dieser Reihe und ein guter Einstieg in die Eulenburg-Affäre. Das relativ offene Ende hat mich leider doch ein wenig gestört, auch wenn ich weiß, dass es sich ja um den ersten Band einer Trilogie handelt. Zum Auftakt vergebe ich 7 Eulenpunkte und bin schon auf den zweiten Teil gespannt.

  • Auf die neue Trilogie von Hanna Caspian war ich sehr gespannt und die Autorin hat es geschafft mich zu überraschen. Denn in ihrem neuen Buch nimmt sie einen ungewohnten Blickwinkel ein und schafft es so dem Leser eine ganz eigene Welt nahe zu bringen: die Welt der Dienstboten zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

    Der Roman wird vollends aus der Perspektive der Dienstboten von Schloss Liebenberg erzählt. Wir lernen so nicht nur die Unterschiede zwischen einem Stuben- und Hausmädchen kennen und welche Aufgaben damit verbunden sind. Selbst die Anrede bei diesen ist eine andere und zwar auch unter den Dienstboten selbst.

    Im Mittelpunkt der Erzählung steht Adelheid. Diese ist die Tochter eines Tagelöhners. Für Adelheid ist die Arbeit im Schloss ein absoluter Glücksfall, denn so kann sie ihre Familie finanziell unterstützen. Gleichzeitig steigt damit auch das Ansehen ihrer Familie im Dorf. Aber es ist auch eine große Herausforderung für sie, da sie die Abläufe nicht kennt und vieles lernen muss. Adelheid ist aber sehr fleißig und lernt schnell.

    Neben der Hauptprotagonistin haben mir auch Victor, der erste Diener, und Constanze, die Gouvernante der Komtessen sehr gut gefallen. Gerade Constanze hat mich sehr überrascht und ich habe mitgefiebert, ob sie es schafft die Ungerechtigkeit aufzuklären.

    Der Roman wird chronologisch aus den verschiedenen Perspektiven der Dienstboten erzählt. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und der Zeit angepasst. Zur besseren Orientierung gibt es zu Beginn des Romans ein Personenverzeichnis. Ein informatives Nachwort rundet den Roman ab. In der vorderen Innenklappe finden sich Fotos von dem Schloss Liebenberg in Brandenburg. Ich bin nun sehr gespannt, wie es mit den Dienstboten auf Schloss Liebenberg weitergeht und wie die Eulenburg-Affäre Einfluss auf deren Leben nimmt.

    Teil 2 Schloss Liebenberg - Hinter dem falschen Glanz erscheint im Februar 2023, ein dritter Teil folgt dann laut Autorin im Herbst 2023, ich denke, dass ich die Reihe weiterverfolgen werde.


    8/10 P.

  • Anders als in Gut Greifenau wird diesmal in der Schloss-Liebenberg-Reihe nur aus der Sicht der einfach Angestellten erzählt. Und das Leben dieser einfachen Menschen war Anfang des 20. Jahrhunderts wirklich kein Zuckerschlecken. Angefangen vom kleinen Hausmädchen bis zur Gesellschafterin der Töchter des Hauses werden doch alle ausgenutzt, schikaniert und von den Herrschaften mehr schlecht als recht behandelt. Das klingt jetzt ziemlich drastisch. Aber aus heutiger Sicht war es so. Das kommt im Buch gut rüber. Die ständige Angst davor, beim kleinsten Fehler oder Missgeschickt degradiert zu werden oder gar den Job ganz zu verlieren. Und das war damals wirklich eine Bedrohung, denn die Lebensumstände vieler sind sehr schlecht. Hunger und Krankheit grassieren und viele der Angestellten des Hauses müssen mit ihrem Lohn die ganze Familie unterstützen.


    Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Adelheid und Hedda, zwei Hausmädchen, und Viktor der Diener des Fürsten. Man merkt dem Buch eine gute Recherche an und es liest sich gut weg. Allerdings ist es nicht unbedingt leichte Lektüre, da ja auch das Leben der Darsteller ein hartes und arbeitsreiches ist.


    Wenn ich es mit der Greifenau-Reihe vergleiche, dann kommt dieser erste Band noch nicht ganz heran an die Vorgänger. Aber ich habe es gerne gelesen und muss unbedingt wissen, wie es weitergeht. Schön, dass Teil 2 schon nächsten März zu haben ist. Ich hoffe sehr, wir lesen es wieder in einer Runde zusammen. :)

    Hollundergrüße :wave




    :lesend

    Brandon Sanderson - Der Pfad der Winde

    Lars Kepler - Spinnennezt

    Melanie Metzenthin - Mehr als die Ehre


    (Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will - Jean Rousseau)

  • Endlich mal ein Buch über einen fürstlichen Haushalt nur aus der Sicht des Personals! Das Buch spielt im Jahr 1906 auf Schloß Liebenberg und wird konsequent aus Sicht der Dienstboten erzählt.

    Adelheid, Tochter eines Tagelöhners, wird überraschend als Stubenmädchen eingestellt und muss sich im Schloss erst mal zurechtfinden und mit Neidern gehen, da sie mit dem Start als Stubenmädchen ein paar anstrengende Stufen der üblichen "Karriereleiter" übersprungen hat. Doch sie erträgt geduldig alles, kann sie doch mit ihrem Lohn endlich die arme Familie unterstützen.


    Den historischen Rahmen bildet die Harden-Eulenburg-Affäre, ein für mich neues Kapitel deutscher Geschichte.

    Doch ich fand den Einblick in die Dienstboten-Etage noch interessanter, die üblichen Aufgaben, die Arbeitsbedingungen, die familiären Situationen und des Verhältnis untereinander und zu den fürstlichen Arbeitgebern. Die vielen Details ließen die damalige Arbeitssituation sehr anschaulich werden. So wird das Buch keine heile-Welt Geschichte, aber ich mochte es sehr, dass alles sehr realistisch dargestellt wurde.


    Einziger Wermutstropfen für mich: es ist der erste Teil einer Trilogie, ich hätte lieber einen dicken Schmöker am Stück gelesen. Aber dennoch hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich auf die Fortsetzung.

  • Ich habe mich sehr auf die neue Reihe von Hanna Caspian gefreut.

    Diesmal aus der Sicht "der Unsichtbaren" - der Dienstboten und Hausangestellten, also jenen, die den ganzen Tag schwer arbeiten und nicht gesehen werden sollen.

    Das hat mir gut gefallen - einmal einen anderen Blick auf das Leben und Arbeiten in einem Schloss zu werfen.

    Dazu kommt die sogenannte "Eulenburg-Affäre" in die der Schlossherr verwickelt ist.

    Hanna Caspian beschreibt die damaligen Zustände so, wie sie waren. Ehrlich und schonungslos.

    "Hinter dem hellen Schein" ist also kein Wohlfühlbuch, kein Roman, bei dem es Happy Ends und immer wieder einen Ausweg aus dem Elend gibt.

    Nein, die Personen haben wenig Chancen auf eine Besserung ihrer Lage, sie misstrauen und bespitzeln sich gegenseitig, Freundschaften sind dünn gesät und der Kampf ums Überleben ist bei vielen immer gegenwärtig.


    Dieser erste Band der Trilogie lässt sich gut lesen und macht neugierig auf die folgenden Bände.

    Hanna Caspian versteht es sehr gut, vergangene Zeiten vor dem inneren Auge auferstehen zu lassen.


    Ich bin gespannt, ob mich diese Reihe ähnlich begeistern kann wie die Gut Greifenau Reihe.

    Ein Anfang ist gemacht...............

  • Adelheid ist die Tochter eines Tagelöhners und damit ist ihr Schicksal eigentlich besiegelt. Doch zufällig fällt sie dem Grafen ins Auge und sie darf als Stubenmädchen im Schloss anfangen. Dieser unverhoffte glückliche Zufall bedeutet für das Hausmädchen aber keinen Aufstieg und somit ist der Grundstein für Intrigen gelegt...


    Der Auftakt der neuen Trilogie ist schriftstellerisch wie die vorherige Gut Greifenau-Reihe. Der Stil ist flüssig zu lesen, informativ ohne überladen zu sein oder auf Kosten der Handlung zu gehen, realitätsnah ohne Beschönigung und auch die Unterteilung der Kapitel und Abschnitte ist so gewählt. All das habe ich schon vorher geliebt und fand es hier wieder super und sehr stark.


    Doch eine wichtige Änderung gibt es und somit ist Schloss Liebenberg kein Abklatsch von Gut Greifenau und setzt sich auch so von den Romanen anderer Autorinnen ab. Die Geschichte ist aus der Sicht der Dienstboten geschrieben. Die adlige Gesellschaft spielt zwar natürlich eine Rolle, aber ihre Geschichte wird aus den Augen der Dienstboten geschildert. Ich finde das super, denn es ist kommt meiner persönlichen Realität viel näher. Ich wäre damals sicher keine Komtess o.ä. gewesen. Dafür wird die Handlung natürlich rauer, es gibt nicht selten ums nackte Überleben.


    Ich bin begeistert vom neuen Roman und freue mich auf die Fortsetzungen! Hanna Caspian wird noch zu einer Must-read Autorin von mir.

  • Endlich ein neuer Roman von Hanna Caspian. Nachdem ich die Greifenau Reihe regelrecht verschlungen habe und auch jetzt noch voller Lesewonne daran zurückdenke, war für mich klar, dass auch die neue Reihe eine Pflichtlektüre für mich sein wird.

    Ich wurde definitiv nicht enttäuscht! Auch wenn ich mich erstmal ein wenig daran gewöhnen musste, dass dieses Mal nur aus der Sicht der Dienerschaft geschrieben wird, konnte ich die Charaktere schnell lieb gewinnen und mich besonders durch die hervorragend recherchierten Alltag sehr gut unterhalten gefühlt.
    Es ist kein Wohlfühlbuch. Es zeigt sehr realistisch, wie schonungslos das Leben der einfachen Menschen früher war. Dennoch habe ich so manche Momente empfunden, in denen mir warm ums Herz wurde oder in denen ich Genugtuung gespürt habe.

    Die Eulenburg- Affäre, dessen historische Fakten einen ebenso großen Teil der Geschichte einnehmen war mir vor Lesen des Romans nur vom Namen her bekannt. Umso interessierter habe ich die Geschehnisse verfolgt und fand es spannend zu sehen, wie Hanna Caspian Fiktion mit Fakten verwoben hat.
    Garniert mit dem sehr flüssig zu lesenden Schreibstil der Autorin, war dieses Buch ein großer Genuss für mich und ich bin sehr gespannt auf die nachfolgenden Teile dieser Reihe.
    ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ und eine klare Leseempfehlung

  • Hierbei handelte es sich um mein erstes Buch der Autorin somit kann ich keinen Vergleich zur Gut-Greifenau-Reihe ziehen.

    Die Sichtweise des Buches ist sehr interessant und spiegelt auch die Probleme anderer Schichten der damaligen Zeit wieder. Oftmals werden Fakten zum Skandal, den dieses Buch mehr oder weniger in der Vordergrund rückt, aufgegriffen und für meinen Geschmack etwas zu intensiv in den Mittelpunkt gestellt. Als Leserin hatte ich hin und wieder das Gefühl vom Roman abzuschweifen und in einen Bericht zu tauchen. Dieser Lese-Aspekt hat mir nicht gefallen, da ich eine Emotionen-Leserin bin. Ich möchte Gespräche der einzelnen Protagonisten verfolgen, nachfühlen was sie denken und warum sie verschiedene Entscheidungen treffen. Das hat mir (gerade im letzten Abschnitt) gefehlt.

    Die hier auftretenden Protagonisten sind definitiv nicht uninteressant, dennoch sind sie mir einfach nicht als greifbare Gestalt in Erscheinung getreten.

    Am meisten konnte ich mit Viktor fühlen, obwohl auch dieser im letzten Abschnitt ein wenig verblasst ist.

    Ich kann mich noch nicht so richtig entscheiden, ob ich Band 2 und 3 wirklich lesen möchte. Der Ansatz interessiert mich schon, gerade auch aus der Sicht des Personals, aber die Emotionen dürfen für meinen Lese-Geschmack nicht zu kurz kommen.

    Ich vergebe für das Buch 6 von 10 Punkten.

  • Tja, was soll ich schreiben, meine Erwartungen an das Buch waren wohl zu hoch oder auch nach den Greifenau-Bänden einfach anders, als sich das nun gelesen hat.


    Ich glaube ja, dass die Autorin da sicher keine Märchen geschildert hat, zumindest der Skandal um den Fürsten Hardenberg und seine Freundschaft mit dem Kaiser, sind ja belegt.

    Mich hat einfach das Personal, aus dessen Sicht ja das Buch explizit geschrieben wurde, nicht berührt.

    Jeder steht für sich alleine, eher wird noch gegeneinander intrigiert um eine bessere Position zu kommen, oder die anderen zu unterdrücken und eine Kündigung zu provozieren. Weder Adelheid noch Viktor vermögen mir ein warmes Gefühl zu geben, dass ich das Buch gerne lesen würde. Es ist schade, denn viele empfanden es ja ganz anders. Es ist gut geschrieben, kein Zweifel, aber sogar in" Was vom Tage übrig blieb" von Ishiguro, habe ich das nicht so kalt empfunden und das ging es beim Personal auch nicht zimperlich zu.

    Die sozialen Missstände sind ja hinreichend bekannt, dass das kleine Volk klein gehalten werden sollte um den Adligen und Reichen ihren Lebensstandard zu erhalten, mag aus Sicht der "Unterschicht" ungerecht sein, ist es auch, deshalb gab es Revolutionen, aber ich wurde weder mit den Personen noch mit der Geschichte recht warm.

    Das ist mein ganz persönlicher Eindruck, gut, dass es Bücher für jeden Geschmack gibt, andere Mitlesen fanden es ja gut.

    Trotzdem war es interessant zu lesen und ich bedanke mich nochmal für das Leseexemplar und die Begleitung der Leserunde.

  • Er hatte die Fürstin noch nie glücklich gesehen. Aber wer war schon glücklich? (Seite 54)


    Meine Meinung


    Die Rezension zu diesem Buch fällt mir nicht leicht. Das Buch ist vom historischen Standpunkt aus gesehen vermutlich ziemlich gut, aber meines war es dennoch nicht.


    So begeistert ich von den Greifenau-Büchern war, so wenig konnte ich mich für dieses Buch erwärmen. Dies hatte allerdings nichts mit den Schreibkünsten der Autorin zu tun. Das Buch ist gut geschrieben und ich hatte durchweg das Gefühl, daß die Autorin den Schreibstil der Handlung anpaßt, Form und Inhalt also eine Einheit bilden. Sobald Hektik aufkam, wurden die Sätze kürzer. In ruhigen oder erzählenden Momenten länger. So wenig gerne ich kurze Sätze habe - hier paßte es das ganze Buch über prima. Das half mir auch, das Buch bis zu Ende zu lesen. Denn der Grund weshalb mir das Buch nicht gefiel, hört sich vermutlich seltsam an: die Autorin hat es zu sehr mit der historischen Wahrheit gehalten. Das bedarf einer Erläuterung.


    Die Handlung ist fast ausschließlich in der Dienerschaft bzw. bei den „kleinen Leuten“ angesiedelt. Hier bei den „ganz kleinen“, also den Ärmsten der Armen. Deren Lebensverhältnisse waren nicht nur nicht gut, sie waren katastrophal und deprimierend. Und genau Letzteres kam für mich dermaßen gut durch, daß ich das Buch als deprimierend und teilweise sogar als herunterziehend empfunden habe. Ich kann beim Lesen, wie ich aus Erfahrung weiß, ziemlich viel auch an Schlimmem vertragen. In einem Sachbuch allerdings deutlich mehr als in einem Roman.


    Indem diese üblen Verhältnisse (ich denke da vor allem an die Familie Adelheids) in Romanform teils recht drastisch geschildert wurden, empfand ich es als doppelt schlimm. Sicher ist die Anstellung Adelheids in einem fürstlichen Haushalt auch ein gesellschaftlicher Aufstieg und bedeutet für sie ein erheblich besseres Leben (trotz der vielen Arbeit). Und sicher gab es auch in der Dienerschaft ruhige und angenehme Momente, die man als Lichtblicke deuten könnte (oder es für die Figuren sogar waren). Nur: bei mir kamen die nicht an. Um im Bildvergleich zu bleiben: die kleinen Lichtstrahlen konnten die allgemeine Dunkelheit nicht erhellen. Der dem Buch zugrunde liegende historische Skandal ist für mich dabei völlig in den Hintergrund gerückt.


    Es mag durchaus sein, daß die heutige nicht gerade rosige Zeit mit ebenfalls eher düsteren Aussichten (Stichworte seien beispielsweise Corona, Ukrainekrieg, keine Ahnung, ob wir die Heizrechnung im Winter werden bezahlen können) einen gewissen Anteil daran hat, wie das Buch auf mich wirkte und meine Meinung zu einer anderen Zeit eine andere wäre. Im Moment ist sie nun, wie sie ist. Die Folgebände habe ich derzeit jedenfalls nicht vor zu lesen, da ich nicht sehe, wie bei der Anlage der Trilogie mehr „Licht“ hinein kommen sollte. Und „Düsternis“ habe ich derzeit im realen Leben mehr als genug.



    Mein Fazit


    Mit der teilweise drastischen Schilderung der Lebensverhältnisse der unteren Schichten zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwirft die Autorin ein eher düsteres Bild - für mich zu düster.

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")

  • Hinter dem hellen Schein – in mehrfacher Hinsicht...


    „Schloss Liebenberg – Hinter dem hellen Schein“ ist das erste Buch von Hanna Caspian, dass ich gelesen habe (die auf der SPIEGEL-Bestsellerliste stehende Familiensage „Gut Greifenau“ kenne ich bisher nicht).

    „Hinter dem hellen Schein“ ist der Auftaktband einer Trilogie und endet (natürlich, als geübte LeserIn ahnt man es schon) mit einem Cliffhanger! Aber der 2. Band soll wohl schon im März 2023 erscheinen...

    Der Handlungsort ist Schloss Liebenberg in Brandenburg, im Jahr 1906. Der Besitzer ist Philipp Fürst zu Eulenburg und Hertefeld, ein guter Freund von Kaiser Wilhelm II. Der Untertitel „Hinter dem hellen Schein“ ist m.E. gut gewählt, denn die Autorin widmet ihr Buch den Menschen „die viel Arbeit und Leid auf sich genommen haben, um ihren Nachkommen ein besseres Leben zu ermöglichen. Aus diesem Grund wird die Geschichte auch rein aus der Perspektive der ‚kleinen Leute‘, der Dienstboten, erzählt.“ (Widmung, S. 5) – also die, die hinter dem hellen Schein arbeiten…

    Die Idee fand ich faszinierend – und die Autorin hält ihren Vorsatz konsequent durch: wir LeserInnen bekommen tatsächlich nur die Informationen, über die auch die Angestellten verfügen.

    Aber auch bei „Fürstens und Kaisers“ gibt es so einige dunkle Schatten „hinter dem hellen Schein“: die Eulenburg-Harden-Affäre beginnt zu brodeln (lt. Wikipedia: “Die Eulenburg-Affäre gilt als ein Beispiel für Vorurteile und Heuchelei, die als Mittel für politische Zwecke genutzt wurden.“) … Die Bediensteten erfahren nur wenig bis gar nichts über den „Skandal“, die Diener hören evtl. Satzfetzen, wenn sich die „Herrschaft“ unterhält oder sie sich von ihrem knappen Lohn Zeitungen kaufen (für 50 Pfennig – sehr viel Geld damals), die nicht im Schloss abonniert sind…

    Die Hauptprotagonisten sind gut gewählt und durchdacht: vertreten sie doch unterschiedliche Motivationen und konträre Familienverhältnisse: Adelheid entstammt einer Tagelöhnerfamilie und muss mit ihrem Verdienst ihre gesamte Familie ernähren, sie trifft ihre Degradierung vom Stuben- zum Hausmädchen finanziell besonders hart („Drei Mark und sechzig Pfennige im Monat weniger – in Essen gerechnet waren das ungefähr ein Kilo Butter, zwei Kilo Brot, vier Liter Milch und sechs Eier weniger.“ S. 200). Hedda hat schon in diversen Haushalten als Haus- und Stubenmädchen „gedient“, sie träumt davon, nach Amerika auszuwandern und spart dafür jeden Pfennig. Viktor kommt aus „besseren Kreisen“: sein Vater ist Gymnasiallehrer gewesen, hat aber wegen „Majestätsbeleidigung“ vier Monate im Gefängnis gesessen und findet deshalb in ganz Preußen keine Anstellung mehr, so dass auch Viktor seine Familie finanziell unterstürzen muss.

    Wir erleben mit, wie sehr die Bediensteten ihren „Herrschaften auf Gedeih und Verderb“ ausgeliefert sind: niemals hatte die Fürstenfamilie Schuld an misslichen Ereignissen, sondern immer nur die Angestellten – auch wenn sie gar nicht anwesend waren – und sie konnten ohne triftigen Grund von einer Minute zur nächsten auf die Straße gesetzt werden – ohne Geld, ohne Zeugnis, so dass auch eine neue Anstellung nicht zu finden ist… Deshalb herrscht Angst, Neid und gegenseitiges Misstrauen in den Dienstzimmern, keinerlei Spur von Mitgefühl. Aber hier macht der Schluss des Buches etwas Hoffnung: es keimt ein ganz zartes Pflänzchen der Solidarität…

    Meine Erwartungen an dieses Buch haben sich erfüllt, ich habe viel erfahren, was „hinter dem hellen Schein“ geschieht und bin jetzt einfach neugierig, wie es mit der Eulenburg-Harden-Affäre auf Schloss Liebenberg weitergeht (klar, die „trockenen“ Fakten kenne ich mittlerweile) und wie dieser „Skandal“ das Leben von Adelheid, Hedda und Viktor beeinflussen wird. Aus diesem Grund kann ich das Buch geschichtsinteressierten LeserInnen mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

  • Adelheid, ein junges Mädchen aus einem Tagelöhnerhaushalt, wird vom Schloßherren in der Kirche gesehen und da dieser einen ausgeprägten Sinn für Schönheit hat, läßt er Adelheid aufs Schloß kommen, um sie als Stubenmädchen einzustellen.

    Adelheit und ihre Familie sind hocherfreut, ist sie doch damit in Zukunft die Haupternährerin der Familie.


    Im Schloß lernt sie die Arbeit kennen - die zu der damaligen Zeit doch sehr strikt in ihre Hierarchien unterteilt wurde.

    Bsp. Ein Stubenmädchen stand über dem Hausmädchen, war nur für ganz bestimmte Arbeit zuständig, so wie das Hausmädchen ebenso ihren streng begrenzten Aufgabenbereich hatte.


    Die Geschichte wird ausschließlich aus der Sicht der Dienstboten erzählt.

    Das Hauptaugenmerk liegt zwar auf Adelheid, aber doch bekommen der Diener Viktor, die Gouvernante Constanze, das zweite Stubenmädchen Hedda und einige andere einen großen Raum.

    So entwickelt sich ein Gesamtbild der verschiedenen dienstbaren Angestellten, die die Vorkommnisse auf Schloß Liebenberg berichten, die Geschehnisse dort anhand ihrer Arbeit vorstellen und auch der Skandal, der das Hause Liebenberg in der Kaiserzeit treffen wird, wird durch die Augen der Dienstboten beleuchtet.


    Mir hat das Buch sehr gefallen - gerade die ausschließliche Sichtweise aus den unteren Etagen des Schlosses fand ich interessant.

    Die Beschreibung des Arbeitslebens der jeweiligen Angestellten, ihre Sehnsüchte, ihr Umgang mit den "Oberen" und die Auswirkungen des Verhaltens der Herrschaft auf die Dienerschaft finde ich spannend.


    Auch sind die jeweiligen Charaktere sehr gut ausgearbeitet. Man bekommt ein plastisches Bild davon, wie das sich Leben für die Dienstboten am Anfang des 20. Jahrhunderts anfühlen mußte.


    Der Schreibstil ist flüssig, sehr gut zu lesen, so daß ich geneigt war, in einem Rutsch zu lesen.


    Einziger Wermutstropfen, das lange Warten bis zum zweiten Teil der Trilogie.



    Fazit

    Der Beginn der Trilogie um das Schloß Liebenberg, seine Dienstboten und ein Skandal, der das Land am Anfang des letzten Jahrhunderts erschütterte.

    Spannende Darstellung des Arbeitslebens zu dieser Zeit dargestellt durch die verschiedenen Dienstbotencharaktere

  • Gottesgnadentum


    Schloss Liebenberg: Hinter dem hellen Schein. Historischer Roman von Hanna Caspian, Knaur eBook
    Auftaktband zur Schloss-Liebenberg- Reihe von Hanna Caspian
    Adelheid ist die 18jährige Tochter eines Taglöhners, als sie Stubenmädchen im fürstlichen Schloss derer von Eulenburg werden soll, kann sie ihr unermessliches Glück kaum fassen. Nun kann sie ihre bitterarme Familie mitversorgen. Gleich ab ihrem ersten Arbeitstag fühlt sie sich zu Viktor einem der Diener hingezogen, der ihr jedoch sehr kühl begegnet. Bald jedoch befindet sie sich inmitten von Neid und Intrigen, denen sie zum Opfer fällt, sie wird zum Hausmädchen degradiert. Die Sorgen um ihre Stellung, um ihre Familie und die Demütigungen der Herrschaft nimmt sie als gegeben hin, eine Freundin findet sie in Hedda Pietsch.
    Das Buch ist in elf längere Kapitel eingeteilt die sich in Leseabschnitte in angenehmer Länge gliedern. Die einzelnen Anschnitte sind mit Datum überschrieben. Der chronologische Überblick ist somit leicht möglich. Betonte Wörter und Sätze, sowie Gedanken sind kursiv hervorgehoben. Als Erzählform hat die Autorin die personale Sicht verschiedener Charaktere gewählt. Eine bildhafte und flüssige Erzählweise in einer außergewöhnlichen Klarheit und Eleganz, passend zum Milieu in dem das Buch spielt. Der Schreibstil lässt ein leichtes und flüssiges Lesen zu, Lesefluss hat sich sofort eingestellt. Allzu große Spannung kam jedoch selten auf. Trotzdem konnte ich das Lesegerät kaum aus der Hand legen. Das Personenregister vorne im Buch war bei der Menge der Charaktere äußerst hilfreich.
    Das Besondere am Buch ist die Perspektive der Erzählung, nicht wie in den meisten Romanen dieses Genres aus Sicht der Herrschaften. Nein, hier erzählt Caspian sozusagen von unten, nämlich aus Sicht der Dienstboten, mich hat das Gelesene an die frühere Fernsehserie „Das Haus am Eaton Place“ erinnert.
    Die Figuren wirken so echt, wie aus dem Leben gegriffen, die Armut und Verzweiflung der Taglöhner z.B. ist so eindrucksvoll geschildert. Die Hierarchie der Dienstboten in einem großen Haushalt ist deutlich dargestellt. Wie können die Bediensteten diese Ausbeutung als gottgegeben hinnehmen? Einzelne Figuren gute wie böse haben bei mir einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Der Butler Opitz, ein schmieriger Typ und Säufer, der die Dienerschaft schlecht behandelt und erpresst und der seine Fehler anderen in die Schuhe schiebt. Adelheid, die sich liebevoll um ihre Familie kümmert und jede Mark zuhause abliefert, Hedda das taffe Stubenmädchen, Victor und sein Geheimnis, auch was die Gouvernante Constanze erlebt hat, all das hat mich ergriffen, das werde ich so schnell nicht vergessen. Doch alle haben ein gemeinsames Ziel, nämlich ein wenig persönliches Glück zu erhaschen.
    Der Mittelpunkt dieses Romans ist die Eulenburg-Affäre, die Kaiser Wilhelm II. sehr geschadet hat. Durch eine unfassbare Schmutzkampagne wurde diese Affäre um die Liebenberger Tafelrunde, durch die homophobe Einstellung der Gesellschaft in der damaligen Zeit und durch die sensationslüsterne Presse, als Skandal in aller Welt bekannt gemacht.
    Insgesamt kann ich der Autorin nur eine hervorragende Recherchearbeit bestätigen. Die Handlung ist flüssig und logisch aufgebaut. Alle Figuren handeln nachvollziehbar. Eine Weiterentwicklung bei der Protagonistin und auch anderen Figuren, ist deutlich. Am Schluss des Buches ist jedoch kein Ende der Geschichte erkennbar, ich kann es kaum erwarten, den zweiten Teil der Liebenberg Saga zu lesen.
    Ein Leseempfehlung und von mir 9 Punkte