Stephen king: Es

  • Ich habe "Es" mit 16 gelesen. (Es hat mich mitgerissen, ich war begeistert! Und keines der anderen King-Bücher kommt an Es heran, meiner Meinung nach.) Das ist nun schon ein mächtig langes Weilchen her. Nachdem es nun eine komplette Übersetzung gibt, juckt es mich in den Fingern, den Roman noch einmal zu lesen. Allerding bin ich schon etwas geschockt.


    Die Übersetzung von Alexandra von Reinhardt hatte 860 Seiten, die Neuübersetzung 1536 Seiten. Liegt das am größeren Druckbild oder ist tatsächlich so viel neuer Text dazu gekommen? Weiß das jemand? Das wäre ja beinahe eine Verdoppelung. *schluck*

  • Ja, sowohl die Heyne-TB-Ausgabe, als auch das HC vom Deutschen Bücherbund haben beide 860 Seiten. Der Druckspiegel ist schon sehr eng gemacht, die Buchstaben klein und 48 Zeilen pro Seite. Kann also gut sein, dass Ullstein den Text auseinander gezogen hat.


    Hat jemand schon die Neuübersetzung gelesen?

  • Ich habe damals noch die gekürzte Ausgabe gelesen. Mittlerweile könnte ich mir gut vorstellen, ES noch mal zu lesen, allerdings werde ich gleich den Weg zum Original gehen.


    Das hier ist die gekürzte Ausgabe, die ich vor etwas 4 Jahren gelesen habe. Sie hatte etwas mehr als 1200 Seiten.

  • „Der Anschlag“ von Stephen King war in diesem Jahr der Beginn meiner Leidenschaft für diesen Schriftsteller. :anbet
    Bisher habe ich allerdings eher untypische King-Romane gelesen, denn das Horror-Genre ist eigentlich nicht so mein Ding. Mit „ES“ habe ich mich nun an meinen ersten „richtigen“ King herangewagt … und ich habe es nicht bereut. Ich bin hellauf begeistert.


    King hat zwar in dieses Buch alle Monster reingepackt, vor denen man sich als Kind gefürchtet hat, aber es ist trotzdem nicht so ein blutiger Grusel-Horror-Schocker wie ich immer dachte. Es ist eine vielschichtige und spannende Geschichte.


    Was mir an dem Buch besonders gut gefallen hat und was mich jede freie Minute hat lesen lassen, das war der absolut fantastische Erzählstil von Stephen King. Mir gefällt es immer wieder aufs Neue wie er seine handelnden Personen und ihre Umgebung langsam und sehr detailliert in die Geschichte einführt. Seine Fähigkeit absolut glaubwürdige Figuren zu erschaffen, finde ich einfach genial. Bill, Ben, Beverly, Eddie, Stan, Richie und Mike sind mir richtig ans Herz gewachsen. Stephen Kings einfühlsamen Schilderungen von Kindern und ihren Ängsten und seine detailgetreuen Kleinstadtschilderungen erzeugen eine Atmosphäre, die einen förmlich in das Buch hineinzieht.


    Ich habe die ungekürzte Heyne-Ausgabe aus dem Jahr 2011 als eBook gelesen (1534 Seiten).


    10 von 10 Eulenpunkten!!!

  • Ich finde es immer wieder toll, wenn Leute auch jetzt erst zu "Onkel King" finden :wave

    SUB 220 (Start-SUB 2020: 215)


    :lesend Susanne Michl u. a. - Zwangsversetzt. Vom Elsass an die Berliner Charité. Die Aufzeichnungen des Chirurgen Adolphe Jung (1940 - 1945)

    :lesend Antonio Iturbe - Die Bibliothekarin von Auschwitz

    :lesend Anthony Doerr - Alles Licht das wir nicht sehen (Hörbuch)

  • Ich mag an Steven King besonders die Art wie er schreibt.
    Habe auch sehr viele Bücher von ihm stehen..Bloß langsam geht es etwas ins Geld, weil ich eben sehr sehr viel lese.
    Habe deshalb mal hier einen Rabatt gefunden der auch für Bücher gilt, ansonsten würd man ja noch arm *lach*

    Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.


    Francis Bacon

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  • fictionmaster
    Bis jetzt habe ich von King nur "Der Anschlag", "Die Arena", "Das Mädchen", "Love", "Wahn" und "Es" gelesen.


    „The Stand – Das letzte Gefecht“ habe ich mir bereits vorgemerkt. Leider gibt es das zur Zeit aber anscheinend nur gebraucht und auch leider nicht als eBook. Deshalb muss das noch etwas warten. Als nächstes habe ich vor etwas aus dem Castle-Rock-Zyklus zu lesen - „Das Attentat (The Dead Zone)“ und „In einer kleinen Stadt (Needful Things)“ vielleicht. Mal schauen.

  • Zitat

    Original von Selma
    fictionmaster
    Bis jetzt habe ich von King nur "Der Anschlag", "Die Arena", "Das Mädchen", "Love", "Wahn" und "Es" gelesen.


    „The Stand – Das letzte Gefecht“ habe ich mir bereits vorgemerkt. Leider gibt es das zur Zeit aber anscheinend nur gebraucht und auch leider nicht als eBook. Deshalb muss das noch etwas warten. Als nächstes habe ich vor etwas aus dem Castle-Rock-Zyklus zu lesen - „Das Attentat (The Dead Zone)“ und „In einer kleinen Stadt (Needful Things)“ vielleicht. Mal schauen.


    Da hast du ja noch einiges vor dir, denn viele seiner Romane spielen in Castle Rock. :grin Auch "Cujo" z.B.


    Was ich dir auch empfehlen kann ist "Der Talisman", das geht eher in Richtung Fantasy und ist weniger Horror. Und "The Stand" lohnt sich wirklich. Oder "Brennen muss Salem".

  • Ich würde noch "Stark" empfehlen, das ist auch echt klasse. :wave

    SUB 220 (Start-SUB 2020: 215)


    :lesend Susanne Michl u. a. - Zwangsversetzt. Vom Elsass an die Berliner Charité. Die Aufzeichnungen des Chirurgen Adolphe Jung (1940 - 1945)

    :lesend Antonio Iturbe - Die Bibliothekarin von Auschwitz

    :lesend Anthony Doerr - Alles Licht das wir nicht sehen (Hörbuch)

  • ES war der erste King-Roman, durch den ich mich erfolgreich gekämpft habe (nachdem ich Das Monstrum, The Stand, Das Feuerkind vor Langeweile abbrach). Gelesen habe ich die Neuübersetzung mit 1600 Seiten.


    Ich fand den Roman recht spannend. Ich könnte mir auch vorstellen, dass es durchaus für Gänsehaut gesorgt hätte, hätte ich es bereits mit 12-16 Jahren gelesen.


    Insbesondere die Kindheit der Gruppe zu verfolgen, machte mir sehr viel Spaß. Das Gefühl der Zusammengehörigkeit und der Angst, welche die Kinder überrollte, bringt King nachvollziehbar rüber. Pennywise ist als Schauerfigur nicht umsonst noch immer gefürchtet.


    Die Erwachsenenszenen empfand ich als etwas schwächer und mich konnte das Geschehen nicht mehr ganz so mitreißen. Auch wenn es immer noch unterhaltsam war.


    Die Zwischenstücke gingen mir jedoch zunehmend auf den Senkel, da King an den Stellen in unnötiges Geschwafel verfällt. Mich interessierte, was es mit dem Bösen auf sich hat und ich wollte wissen, was es mit dem periodischen Wiederkehrzu bedeuten hatte, aber bis man das erfährt, quält man sich durch die Lebensgeschichten irgendwelcher Randfiguren, die danach überhaut keine Rolle mehr spielen.


    Da die Spannung auf den letzten 400 Seiten immens hoch ist und ich dringend wissen wollte, wie es ausgeht, empfand ich auch die dortigen Abschweifungen als eher störend. Das raubte mir ein bisschen den Nervenkitzel.


    Aber ich würde es dennoch jedem Horrorfan weiterempfehlen.


    An den TV-Film kann ich mich kaum noch erinnern, außer dass ich ihn ziemlich langweilig fand. In Erinnerung blieb mir ohnehin nur Tim Currys Interpration des Pennywise. Und die Eröffnungsszene (Geoooorgieeeee). :D

  • Klappentext:


    Das Böse in Gestalt eines namenlosen Grauens versetzt eine kleine amerikanische Stadt in Angst und Schrecken. Die unheimliche Mordserie reißt nicht ab …


    Mike Hanlon und seine Freunde halten ihren Schwur, den sie vor fünfundzwanzig Jahren getan haben: “es” zu bekämpfen, das Grauen zu beenden.


    In diesem atmosphärischen ungeheuer dichten Roman schildert Stephen King, der weltweit als “Edgar Allan Poe der Gegenwart” gefeiert wird, den uralten mythischen Kampf zwischen Gut und Böse: Die Gemeinschaft der Freunde kann “es” töten, weil ihre Freundschaft und Liebe zueinander stärker ist als die Gewalt des Bösen.


    Rezension:


    Mit 14 Jahren habe ich zum ersten Mal die Buchverfilmung zu Stephen Kings “Es” gesehen, der mich damals zutiefst ängstigte – was mich aber nicht davon abhielt, ihn bis heute immer wieder anzusehen. So war es eigentlich klar, dass ich nicht daran vorbeikam, auch irgendwann das Buch zu lesen – selbst wenn erst viele Jahre vergehen mussten.


    Obwohl das Buch vor fast 30 Jahren geschrieben wurde, ist es trotzdem in Stephen Kings typischem Schreibstil verfasst. Lange, ausschweifende Sätze, die zwar teilweise nerven und einen den Faden verlieren lassen, aber dafür das Grauen umso detaillierter beschreiben. “Es” ist wahnsinnig umfangreich und zum besseren Verständnis auf 5 Teile und insgesamt 23 Kapitel aufgeteilt. Dazu muss ich sagen, dass ich die oben gezeigte Version (die 11. Auflage) des Buches besitze, die angeblich gekürzt ist. Ich weiß nicht, ob die Aufteilung in neueren, noch erhältlichen Ausgaben gleich ist.


    Gleich am Anfang stellte ich fest, dass das Buch viel ausführlicher ist, als der Film und somit auch viele Szenen enthält, die ich nicht kannte – dies ist zwar kein Buch-Film-Vergleich, aber nur ganz kurz: Das Buch gefällt mir viel besser, und das, obwohl ich den Film schon toll fand.


    Ganz grob gesagt spielt sich die Geschichte auf zwei verschiedenen Zeitebenen ab. Einmal in den 50ern und einmal in den 80ern. In den 50ern lernt sich die Gruppe, die gegen “es” kämpfen wird durch scheinbaren Zufall kennen – 7 Kinder, die “es” bereits in irgendeiner Gestalt gesehen haben und sich anfreunden, alle Außenseiter, was sie noch enger zusammenschweißt.


    In den 80ern ruft der einzige, der später nie aus der Stadt weggezog, Mike Hanlon, seine Freunde zurück in die Stadt – den “es” ist wieder da, und die Gruppe schwor sich damals, zurückzukommen und erneut in den Kampf zu ziehen, falls das Wesen, das sich vorzugsweise in Gestalt des Clowns “Pennywise” zeigt, wieder auftaucht.


    Die verschiedenen Buchteile sind so aufgegliedert, dass man jede der Hauptpersonen zwei Mal ganz genau kennenlernt – einmal als Kind und einmal als Erwachsenen. Dazwischen gibt es immer wieder Kapitel, die aus der Ich-Perspektive von Mike verfasst wurden, in denen er von seinen Forschungen über die Stadt erzählt und feststellt, dass “es” in einem regelmäßigen Zyklus auftaucht.


    Ich könnte noch ewig so weiterschreiben, denn die Geschichte ist einfach extrem dicht und umfangreich und ich bin wirklich sehr angetan davon, aber die Rezension sollte ja auch nicht zu lang werden. Fakt ist: Wer Stephen Kings Literatur, oder den Film “Es” toll findet, muss dieses Buch lesen. Über Kings Vorliebe, ausschweifend zu erzählen, sollte man hinwegsehen (und schweigend einen Stern abziehen).


    Fazit:


    Ein Kultbuch, das sich kein Clown-Hasser entgegen lassen sollte.

  • Zitat

    Original von Tialda Über Kings Vorliebe, ausschweifend zu erzählen, sollte man hinwegsehen (und schweigend einen Stern abziehen).


    Bei mir ist das genau umgekehrt, weil King das wie kein anderer kann, seitenweise unnötiges zu plappern und zumindest mich damit trotzdem fast immer zu fesseln, hat er bei mir einen Dauerextrastern. Das liebe ich ja so an ihm. :-]


    Zitat

    Ein Kultbuch, das sich kein Clown-Hasser entgegen lassen sollte.


    Danach ist man auf jeden Fall einer. :lache

  • Eigentlich war ich viel zu jung, als mir "Es" eher zufällig in die Hände fiel. Ich muss so zwölf oder dreizehn gewesen sein.
    Dafür konnte ich so richtig mit den Kindern, die den "Club der Verlierer" bilden, mitfühlen und ich glaube, das war es, was mich an diesem Buch so nachhaltig beeindruckt hat.
    Dieser Roman wird auf ewig mein Lieblingsbuch von King sein, wahrscheinlich auch, weil es das erste war. Zudem gehört es für mich zu den Top 10 der besten Bücher, die ich je gelesen habe, wenn nicht sogar zu den Top 5.
    Ein winziger Wermutstropfen ist das Ende,



    Und obwohl der Roman so lang ist, war ich traurig, als ich es durchgelesen hatte und Derry wieder verlassen musste. Ich wäre so gern noch eine Weile bei den "Verlierern" geblieben.
    Umso mehr habe ich mich gefreut, in "Der Anschlag"(übrigens eines von Kings besseren Büchern in neuerer Zeit) erneut einen kleinen Ausflug dorthin machen zu dürfen.