Die Seltsamen - Stefan Bachmann

  • Bartholomew ist ein Mischling also halb Mensch und halb Fee, deshalb dürfen er und seine Schwester Hettie die Wohnung nicht verlassen.
    Aber eines Tages beobachten sie etwas im Haus gegenüber und als immer mehr Mischlinge verschwinden darunter auch Hettie macht sie Barthy auf die Suche nach ihr.
    Hier lernt er Mr. Jelliby kennen, einen Mann der Oberschicht der sich auch aufgemacht hat um herauszufinden was hier all dem steckt.


    Dies ist der Debütroman des Autoren Stefan Bachmann den er schon mit 16 Jahren geschrieben hat.
    Angesiedelt ist die Handlung im England des ausgehenden 19. Jahrhunderts, allerdings wird von der Queen so gar nichts erwähnt, was aber auch nicht stört. Der Zeitraum ist gut gewählt, da durch die Industrialisierung vieles im Land im Umbruch war und so auch Feen und diese Wesen gut hineingepasst hätten.
    Teilweise hat mich die Handlung auch etwas an Harry Potter und auch an eine Reihe von Bernd Perplies erinnert, was aber bestimmt nicht gewollt war und mich auch nicht gestört hat.
    Die Handlung an sich ist auf zwei Erzählstränge aufgebaut die sich dann im Laufe des Buches treffen und dann als ein Strang weitergeführt wird.
    Mir hat der Erzählstil auch gut gefallen und ich habe mich auch recht schnell in die Handlung hineingelesen gehabt, so dass ich das Buch recht zügig gelesen hatte.
    Klar, Fantasy ist nicht für jeden etwas und man muss sich auf die Handlung und ihre immer wieder wechselnden Begebenheiten einlassen und vielleicht gefällt einem dann auch das Genre.
    Der Spannungsbogen war auch bis zum Schluss erhalten, was mir persönlich auch immer sehr gut gefällt bei einem Roman egal welchen Genres.
    Alle Figuren die im Laufe des Romans vorkommen sind so ausführlich beschrieben, dass man sich diese während des Lesens sehr gut vorstellen konnte.
    Mir persönlich hat Mr. Jelliby am besten gefallen, da dieser in diesem Teil die größte Wandlung durchgemacht hat.
    Ebenso gut waren auch die Handlungsorte beschrieben, und auch wenn man noch nie in England war, konnte man jedenfalls der Handlung gut folgen.
    Mir hat das Buch jedenfalls sehr gut gefallen und ich bin auch gespannt wie es im nächsten Teil wohl weitergehen wird und ob Barthy seine Mission erfüllen kann.

  • Barthy und Hettie sind Geschwister. Sie sind Mischlinge und haben es in der von Stefan Bachmann geschilderten Welt nicht einfach. Hettie hat statt Haare Äste, was natürlich sehr auffällig ist. Deshalb darf sie auch die Wohnung nicht verlassen. Einen Vater haben sie auch nicht, zumindest ist er nicht vor Ort. Immer wieder verschwinden Kinder und die Mutter hat natürlich Angst um ihre beiden.


    Dann gibt es da noch Arthur Jelliby, einen sympathischen und hilfsbereiten Menschen in dieser Welt. Arthur kommen Dinge zu Ohren, die ihn veranlassen Barthy zu helfen seine verschwundene Schwester zu finden.


    Dieses Gemisch von Mittelalter und ‚fortschrittlicher‘ Technik war schon interessant. Der Autor hat zweifelsfrei viel Fantasie. Dennoch hat mich die Geschichte nicht fesseln können. Ob es jetzt am Genre lag oder am Schreibstil oder Inhalt vermag ich nicht zu sagen.


    Für mich war es der erste Ausflug in dieses Genre und wohl auch für längere Zeit der letzte.
    Die für den Herbst angekündigte Fortsetzung werde ich wohl nicht lesen.


    Dennoch danke ich dem Verlag für die Bereitstellung der Bücher und die Möglichkeit, einen Einblick in dieses Genre zu bekommen.

  • "Die Seltsamen", der Debüt-Roman von Stefan Bachmann, ist ein wenig seltsam und die Meinungen darüber gehen hier auch weit auseinander.
    Obwohl der Autor ab und an den Faden verliert und die Geschichte nicht immer ganz stimmig verläuft hat mir das Buch sehr gefallen. Ich kann aber auch gut nachvollziehen das man sich daran stört.
    Der Prolog des Buches ist vielleicht der gelungenste den ich in den letzten Jahren gelesen habe. Ein wenig märchenhaft, ein bisschen wie Dickens, voller Stimmung und Atmosphäre. :-]
    Die schöne Sprache und die bildhaften Vergleiche sind der große Pluspunkt des Buches.


    Die Hauptcharaktere sind sympathisch und interessant, Nebenfiguren hätte man durchaus noch etwas mehr Spielraum geben können.
    Über die Hintergründe, die verschiedenen Arten und Besonderheiten der Feen und der Magie hätte ich gerne mehr gelesen, das alles wird nur recht grob umrissen.
    Steampunk-Elemente sind zwar vorhanden, spielen für die Welt und die Geschehnisse um Arthur Jelliby und Barthy aber keine wirklich tragende Rolle. Die Wlt der Seltsamen ist eindeutig stärker geprägt von Feen und Magie als von technischem Fortschritt.
    Als Steampunk-Roman hätte ich das ganze nach dem lesen nicht eingeordnet, eher als Jugend-Fantasy-Roman. Aber vielleicht kommt das alles ja noch in der Fortsetzung.


    Trotz der Schwächen in der Handlung und verbleibenden offenen Fragen finde ich "Die Seltsamen" sehr gelungen, vor allem wenn man das Alter des Autors bedenkt.
    Von mir gibt es 7 von 10 Punkten.


    Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar und auch an die Leserunde, ohne die ich bestimmt manche Details des Buches einfach überlesen hätte. :-)

    "Bücher haben eine Seele. Keiner muss die Seele eines Buches suchen. Die Seele des Buches findet den Leser. Das tut sie immer!" - Die wundersame Geschichte der Faye Archer

  • Natürlich wurden durch Verlagswerbung und begeisterte Rezis die Erwartungen hoch geschürt. Davon sollte man sich frei machen, wenn es um einen Roman geht, den ein so junger Autor geschrieben hat. Weniger ist manchmal mehr - da sollte sich der Verlag eher einen Gefallen damit tun, die Leser nicht allzu anzufixen.


    Trotzdem habe ich dieses Debut mit viel Spannung gelesen und bewußt versucht, keine Vergleiche zu anderen Werken ähnlicher Thematik zu ziehen, und dabei schneidet der Roman bei mir dann doch sehr gut ab.


    Bachmann führt uns in eine Welt voll skuriller und fantastischer Wesen und Dinge: angesiedelt im realen England mit realen historischen Personen und Ereignissen, finden wir uns in einer sehr düsteren Zeit wieder: im Qualmzeitalter. Barthy und seine kleine Schwester Hettie leben versteckt mit ihrer Mutter, die unbedingt verhindern will, daß die Kinder entdeckt werden, da sie zu den "Seltsamen", den Mischlingen gehören: halb Mensch, halb magisches Wesen. Seit einiger Zeit werden solche Kinder entführt und als ausgehöhlte Leichen im Wasser tauchen sie wieder auf.
    Barthy entdeckt dunkle Machenschaften zwielichtiger Personen und bekommt dabei Unterstützung durch den Politiker Mr. Jelliby, der entdeckt, daß der Justizminister ebenfalls seine Finger mit im Spiel hat. Brisant dabei: der Minister ist Hochelf und versucht anscheinend, die Menschen wieder unter die Macht der Elfen zu bekommen.


    Alles spitzt sich zu, als Hettie auch noch entführt wird und Barthy nur noch ein Ziel kennt: er muß seine Schwester wiederfinden und auf jeden Fall verhindern, daß sie ebenfalls zum Opfer wird!


    Beim temporeichen Showdown zieht Bachmann alle Register, inclusive eines fiesen Cliffhangers, der einen natürlich animiert, die Fortsetzung, die im Herbst erscheinen wird, zu kaufen. Bei mir ist das Rezept aufgegangen: da ich mich sehr gut unterhalten gefühlt habe und Geschichten ohne Ende nicht ausstehen kann, werde ich auch Teil 2, "Die Wedernoch" lesen. Allerdings wohl erst als TB.


    Bei mir punktet der Roman einfach durch eine phantasievolle Kulisse, tolle Ideen und die Kombi aus Historie und Fantasy! Sehr gelungen finde ich persönlich auch die Optik: mal abgesehen vom hier schon erwähnten Umschlagbild, finde ich es sehr schön, daß auf dem Buchrücken Big Ben zu sehen ist, steht das Buch im Regal.
    Meiner Meinung nach muß ich einen Roman nicht in eine bestimmte Schublade stecken und da ich eh nicht wußte, was "Steampunk" ist, hat mich das in keiner Weise in meiner Beurteilung beeinflussen können. Deswegen sollten Leser sich einfach völlig erwartungsfrei einem gelungenen fantasievollen unterhaltsamen Roman hingeben und einfach ein Auge zudrücken, da der Autor grade mal in den Anfängen einer vielversprechenden Laufbahn steckt. Ich hoffe, daß die Verlagswelt ihn nicht zu sehr unter Druck setzt, nun mit aller Macht weitere Werke zu fabrizieren, sondern ihm die Zeit gibt, vielleicht in einigen Jahren einen erwachseneren Roman zu präsentieren. Da ist noch Luft nach oben!


    Abzüge gibt es für ein wenig "too much" in manchen Kapiteln, wo ich das Gefühl hatte, da will der Autor nun unbedingt noch was reinpacken und die Frage, die sich mir anhand des Namens des Luftschiffes stellte: "Die Wolke, die den Mond verbirgt". Mir erscheint es unlogisch, daß das Luftschiff der "Mond" sein soll - die "Wolke" fände ich passender, da das Luftschiff den Mond ja verbergen kann... Aber vielleicht steh ich da auch einfach auf dem Schlauch.


    Abschließend noch mal Danke an den Verlag und das Forum, daß ich an der Leserunde teilnehmen konnte! :-)


    Fazit: 9 von 10 Punkten

    ...der Sinn des Lebens kann nicht sein, am Ende die Wohnung aufgeräumt zu hinterlassen, oder?


    Elke Heidenreich


    BT

  • Auch ich habe das Buch im Rahmen der Leserunde gewonnen und gelesen-Danke an Wolke und den Verlag -
    und bin froh drum, denn ehrlich gesagt hätte ich es mir aufgrund des Covers eher nicht gekauft. Das gefällt mir nicht so wirklich-geschmackssache.


    Außer der Kurzbeschreibung zur LR hab ich vorher zu dem Buch keine Infos gehabt und mich auch nicht informiert- dachte es wäre ein ganz normales Fantasybuch mit Elfen.
    Deshalb bin ich auch mit keinerlei Erwartungen ans Buch gegangen.
    und kam vielleicht auch deshalb ganz gut rein ins Buch und war auch recht schnell durch.
    Der eher altertümliche Schreibstil ist mal etwas anderes. Hat sich aber gut verständlich und flüssig lesen lassen . Ein Wörterbuch brauchte ich nicht ;-)


    Im Buch geht es hauptsächlich um Mischlingskind Barthy und dem Abgeordneten Arthur Jelliby, die dem Verschwinden von Mischlingskindern auf der Spur sind. Erst getrennt, als Barthys Schwester gekidnappt wird, zusammen.
    Auf ihrer spannenden Suche lernen wir dann auch das doch recht fantasievolle England und etwas seine Geschichte kennen .
    Einerseits bei Kleinigkeiten detailreich, anderseits aber nicht zu ausschweifend.


    Kurz vor Ende hab ich mich mal gefragt, ob denn überhaupt alles aufgeklärt werden kann? Waren nicht mehr viele Seiten übrig...Kein Wunder, es gibt noch einen zweiten Teil.


    Fazit
    von mir gibt es 8/10 Punkten
    Ich halte das Buch für Kinder ab 10 Jahren geeignet

  • Bartholomew und seine Schwester Hettie sind "Seltsame", halb Mensch, halb Feenwesen und somit von der Gesellschaft geächtet, von der Mutter versteckt. Nach draußen dürfen sie fast gar nicht, und dafür gibt es gute Gründe, erst recht als eine schöne Dame im pflaumenfarbenen Kleid auftaucht und den Nachbars-Mischling einfach so mit sich nimmt. Was hat sie mit den toten Mischlingskindern zu tun die in London auftauchen? Das frägt sich auch Mr. Jelliby, ein Lebemann der ihr nur zufällig über den weg läuft...




    Stefan Bachmann entführt uns in ein England in dem Mythen noch lebendig sind, Feenwesen und Menschen leben nebeneinander, aber sie mögen sich nicht. Es schwelt an allen Ecken und Enden, der große Knall scheint nicht mehr fern... Diese Stimmung hat Bachmann gut eingefangen und transportiert. Einiges habe ich allerdings trotzdem zu bemängeln: Die Figuren blieben für mich weitestgehend eher blass, um nicht zu sagen fast unsympathisch. Die Geschichte plätschert eher vor sich hin, und auch der Showdown am Ende war für mich nicht übermäßig spannend.
    "Die Seltsamen" fängt stark an, lässt meiner Meinung dann aber auch wieder nach. Auf den ersten 100 Seiten dachte ich mir noch, "was für eine Wahnsinnsgeschichte", allerdings konnte diese Begeisterung nicht bis zum Ende aufrecht gehalten werden. Vielleicht habe ich auch einfach durch all die begeisterten Rezis mehr, bzw. zuviel erwartet.
    Ich vergebe an "Die Seltsamen" 6 Punkte, und bedanke mich für mein Testleser Exemplar...


    Die Fortsetzung werde ich vermutlich trotzdem lesen.... ;-)

  • Ich hatte mich eigentlich zur Leserunde bzw. Verlosung angemeldet, diese aber aus Zeitgründen wieder absagen müssen.
    Als ich dann das nächste Mal im Buchladen auf das Buch stieß, musste ich es mir einfach anhand des schönen Covers kaufen und ich habe es nicht bereut. :-)


    Ich wusste im Vorfeld, dass diesem Buch bald ein zweiter Teil folgen würde. Außerdem habe ich beim Lesen auch immer im Hinterkopf behalten, dass der Autor erst 16 Jahre alt war, als er die Geschichte geschrieben hat. Ich hatte also keine allzu hohen Erwartungen und mir war klar, dass mehr als eine Frage am Ende offen bleiben würde.


    Wahrscheinlich hat mir das Buch deshalb so gut gefallen.
    Ich habe mich jedenfalls köstlich amüsiert und gleichzeitig am Schreibstil und Ideenreichtum eines 16-jährigen erfreut, trotz kleiner Ungereimtheiten hier und da. Das hat die skurrile Idee und die Phantasie des Autors wett gemacht. Stefan Bachmann hat jedenfalls eine Menge davon und seine Art zu Erzählen ist sehr bildhaft. Er beschreibt diese Welt in und um London sehr detailreich, gespickt mit vielen kleinen skurrilen Details.


    Erzählt wird die Geschichte aus zwei Perspektiven, zum einen, die des kleinen Feenmischlings Bartholomew und die von Mr. Jelliby, einem Menschen, der einen Sitz in der Regierung in London hat und eigentlich eher duch Zufall in die Geschichte rund Feen und Menschen hinein gerät.


    Während Barthys Geschichte eher düster und auch ein wenig nachdenklich geschrieben ist, hat mich vor allem Mr. Jellibys naive "gentlemanlike" Art Probleme anzugehen, großartig unterhalten.
    Die Mischung der beiden Hauptpersonen stimmt einfach.


    Ich vergebe 9 Eulenpunkte und freue mich schon auf die Fortsetzung, die ich einfach vorbestellen musste. :-)

  • Einleitung/ Info


    Stefan Bachmann
    Die Seltsamen
    Originalsprache: amerikanisch (Übersetzung von Hannes Riffel)
    Gebundenes Buch, 368 Seiten, 16,90 €
    Verlag: Diogenes
    ISBN: 978-3257068887


    Stefan Bachmann, geboren 1993 in Boulder/Colorado, lebt in Zürich, wo er seit seinem 11. Lebensjahr das Konservatorium besucht. Sein Debüt „Die Seltsamen“ schrieb er mit 16 Jahren. Es ist 2014 auf deutsch im Diogenes-Verlag erschienen und im August folgt der zweite Band mit dem Titel „Die Wedernoch“.


    Handlung


    Bartholomew, ein Mischlingskind, weil er aus einer Verbindung zwischen Feenwesen und Mensch entstammt, ist ein schüchterner Junge, der unfreiwillig in Abenteuer verstrickt wird, als seine Schwester Hettie entführt wird. Ein tollpatschiger junger Politiker, der alle Parlamentssitzungen verschläft, wird ebenfalls unfreiwillig in die mysteriösen Geschehnisse verwickelt.


    Covergestaltung und Buchtitel


    Den Buchtitel finde ich passend und gut gewählt. Beim Cover bin ich sehr zwiegespalten. Den roten festen Einband mit Lesebändchen finde ich prima. Auch die Linienführung, d.h. die Verbindung von Autor, Verlagsname, mechanischem Vogel und Umrandung empfinde ich als eine interessante Idee. Aber die Darstellung des mechanischen Vogels und die grünliche Schriftfarbe finde ich fürchterlich aus ganz subjektiven ästhetischen Gründen. Was das angeht gefällt mir hier das Cover der fremdsprachigen Ausgabe besser.


    Positives


    Ich war auf das Buch sehr gespannt und hatte hohe Erwartungen – ein Fantasyroman aus dem Diogenes-Verlag! Das musste ja etwas außergewöhnliches und gutes sein.
    Der Einstieg gelang mir leicht. Die Welt war mir anfangs fremd und ich konnte mich mit keiner Person wirklich identifizieren, aber das hat mich nicht sehr gestört.
    Schon relativ am Anfang habe ich das Potential in den Figuren, vor allem in dem Politiker Mr. Jelliby gesehen.
    Die Lektüre war auch im weiteren Verlauf leichtgängig und die Handlung spannend. Mich hat interessiert wie die Geschichte weitergeht und ausgeht. Leider gibt es aber auch einen großen Kritikpunkt, den ich mir leider nicht so einfach wegdenken kann:


    Negatives


    Und zwar haben mich die unzähligen "glücklichen" Zufälle in der Geschichte gestört. Das war insgesamt einfach zuviel und dadurch nicht mehr realistisch. Gerade Fantasy muss meiner Meinung nach sorgsam logisch aufgebaut und erklärt sein, damit man sich das gut vorstellen kann. Manche Sachen sind vielleicht leichter erklärbar (durch Magie o. Ä.), aber der rote Faden und die (naturwissenschaftlichen, technischen und handlungstechnischen) Erklärungen müssen doch gerade deswegen besonders einleuchtend sein.


    Nichtsdestotrotz hat mir die Geschichte gefallen und ich werde den zweiten Band wohl auch lesen, aber nur, weil ich Geschichten nicht gerne unbeendet lasse und gerne wissen möchte, wie es ausgeht. Ich werde aber warten, bis das Buch in meiner Bibliothek ausleihbar ist.


    Fazit


    Abschließend finde ich, dass das Buch großes Potential hat, aber leider (bisher) nicht einmal ansatzweise zu Ende durchdacht erscheint. Möglich ist natürlich, dass all die Ungereimtheiten im zweiten Band erklärt werden, aber a) kann ich mir das nicht richtig vorstellen und b) kann ich diesen Band mit dieser vagen Hoffnung nicht besser empfinden.
    Ich habe den Roman gerne gelesen und auch mit Interesse, aber es spielt nur im durchschnittlichen Mittelfeld.


    Ich vergebe 6/10 Eulenpunkte.

  • Ich durfte das Buch als Wanderbuch von Minusch lesen, und möchte mich auch dafür noch einmal bedanken! :blume


    Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen und ich habe mich beim Lesen köstlich amüsiert. Es war mir von Anfang an klar, dass es sich um ein Jugendbuch handelt und auch dass es eine Fortsetzung dazu gibt und es deswegen wohl ein offenes Ende geben würde.


    Das Buch sprüht nur so über vor Fantasy und Ideenreichtum und es hat mich von den ersten Seiten des tollen Prologes in seinen Bann gezogen. Die Hauptfiguren sind liebenswürdige und witzige Persönlichkeiten, vor allem die Figur des Mr. Jelliby fand ich total gelungen. In dem Buch wimmelt es nur so von skurillen und fantastischen Fantasy-Wesen wie Gnomen, Feen, Hexen und eben den "Seltsamen". Es wird eine tolle Welt mit vielen kleinen Mosaiksteinchen erschaffen in der jedes Detail fantasievoll ausgedacht ist.
    Die Sprache und den Stil des Buches fand ich richtig passend zu einem Jugend-Fantasy Buch und ich war sehr schnell in der Handlung gefangen.
    Es hat mich auch nicht gestört, das nicht alles genau aufgeklärt wurde oder einige Fragen offen blieben.
    Ich habe bis jetzt noch kein anderes Buch aus dem Steampunk-Bereich gelesen und kann deswegen auch keine Vergleiche stellen ob es nun ein wirkliches Steampunk Buch ist oder nicht. Das ist mir aber im Endeffekt auch egal, ich fand die erschaffene Welt sehr stimmig und konnte mir alles vor meinem inneren Auge super vorstellen.


    Zum Glück gibt es ja schon dieses Jahr im Herbst die Fortsetzung dieses gelungenen Debüt-Romans . Ich werde mir den zweiten Band auf jeden Fall besorgen, da ich unbedingt wissen will wie die Geschichte mit Hettie und Bartholomew weitergeht.


    Ich kann das Buch für jedem der gerne fantasievolle Jungendbücher liest empfehlen und vergebe gute 8 Eulenpunkte.

  • „Die Seltsamen“ wurde als Debütroman über die Wolken gelobt. Zustimmen kann ich der Aussage, dass der Autor vor Ideen nur so übersprudelt. Leider versucht er diese alle in einen Roman einzubauen. Manchmal wäre weniger durchaus mehr gewesen. So sitzt man als Leser manchmal da mit einem großen Fragezeichen vor dem Kopf, da leider der Handlungsstrang nicht immer klar erkennbar ist und manche Details einem einfach vor die Füße geworfen werden, ohne nähere Erklärung. Auch die Figuren bleiben leider ziemlich blass, was vor allem bei der Hauptperson Bartholomew sehr schade ist, da ich mir die Figuren gerne vorstelle, was mir bei ihm so gar nicht gelungen ist. Dagegen muss man die farbige Sprache lobend hervorheben. Stefan Bachmann hat durchaus Potenzial. Jedoch wäre es hilfreich, wenn das (hoffentlich vorhandene?) Lektorat ihn nicht einfach nur loben würde, sondern auch Verbesserungsvorschläge unterbreiten. Im Moment überwiegt für mich leicht das negative und so kann ich nicht mehr als 5 Eulenpunkte vergeben, so gern ich den Roman auch grundsätzlich gelesen habe.

    Ich lese grade:


    Der Herr des Turms - Anthony Ryan
    ________
    Save the earth - it's the only planet with chocolate!

  • MEINE MEINUNG


    Die Seltsamen bietet eine Fülle an Fantasie und Magie, es ist voller seltsamer Wesen und Geschöpfe und zeugt von viel Ideenreichtum. Doch ebendiese Ideen werden oftmals leider nur angeschnitten und wirken unausgereift und oberflächlich. Bei mehr als einem Handlungsstrang hat man das Gefühl, dass er sang- und klanglos im Sande verläuft und nicht bis zum Ende durchgedacht wurde. So liest sich die Welt zwar auf den ersten Blick faszinierend, die Geschichte an sich aber nicht rund. Es wirkt alles ein wenig kindlich und, ja, einfach unausgereift.


    Der Schreibstil ist blumig und auf Dauer anstrengend zu lesen, ich musste immer wieder nach einigen Kapiteln pausieren und etwas anderes lesen. Dann hatte ich aber das Problem, dass ich nur schwierig wieder in die Geschichte hineingekommen bin, weil die Zusammenhänge eben, wenn überhaupt, nur oberflächlich erklärt werden. Ich kann auch nicht behaupten, dass ich am Ende alles verstanden habe. Auch die Figuren blieben mir etwas zu blass und mir fehlte ein Charakter, der mich durch die Geschichte getragen hat. Auch hier war alles eher distanziert und oberflächlich gehalten.


    Stefan Bachmann beweist, dass er viel Fantasie hat - aber das alleine reicht nicht. Ich weiß noch nicht, ob ich die Fortsetzung von Die Seltsamen lesen werde, zumal ich bis dahin sicherlich alles vergessen habe, was bisher passiert ist.


    6 von 10 Eulenpunkten

  • Bartholomew Kettle ist ein Seltsamer, halb Mensch, halb Feenwesen, von beiden verachtet. Er muss vorsichtig sein, denn in letzter Zeit verschwinden Mischlinge auf mysteriöse Weise. Seine Schwester Hettie scheint in Gefahr zu sein und er macht sich auf um Hettie und die Welt zu retten. Dabei hilft ihm ein tollpatschiger Politiker.



    Am Anfang hatte ich Probleme mich in der Fantasiewelt zurecht zu finden. Die Geschichte plätschert so dahin. Ab der Mitte des Buches war ich dann doch daran interessiert, wie die Geschichte ausgeht. Leider endet sie mit einem Cliffhanger. Ich bin mir aber noch nicht sicher, ob ich mir den zweiten Teil kaufen werde. Wahrscheinlich warte ich erst einmal die Rezensionen ab.


    Ich vergebe 7 Punkte.

  • Ein bisschen verspätet kommt auch noch meine Rezi, ich habe ganz vergessen, dass ich noch keine geschrieben habe.


    Leider hat mir das Buch nicht so gut gefallen, wie es am Anfang zunächst den Anschein hatte.
    Ich war zwar beeindruckt von der kreativen Beschreibung der Welt und Charaktere, jedoch konnte die Geschichte mich im weiteren Verlauf einfach nicht überzeugen.


    Dabei waren es vor allem zwei Punkte, die mir das Eintauchen in das Buch erschwert haben.
    Zum einen die Geschichte an sich. Leider war die gut beschriebene und für mich auch fühlbare Atmosphäre nicht ausreichend, um über die Mängel und Ungereimtheiten in der Geschichte hinwegzutäuschen. Ich habe einfach zu oft gestutzt und mich gefragt, ob ich gerade ein paar sätze übersprungen habe, so kurz und abgehackt wirkten viele Stellen auf mich.
    Gleichzeitig fehlten einfach zu viele Verbindungen zwischen den vielen Details, die die Atmosphäre beschrieben. Wie gesagt, das war gut gemacht, hat aber leider die Story sehr in Mitleidenschaft gezogen.


    Der zweite Punkt betrifft die Charaktere. Es war kein Charakter dabei, den ich wirklich mochte und mit dem ich mit identifizieren konnte, weil sie a) nicht ausführlich genug eingeführt wurden und b) nicht sehr logisch handelten.


    Insgesamt hat mir das Setting gut gefallen, auch wenn es für mich nicht ins Genre des Steampunk einzuordnen ist (dafür reicht es nämlich nicht, zwei Maschinen auftauchen zu lassen), insbesondere im Bereich der Charakterentwicklung und der Storyline weist das Buch aber Schwächen auf und wirkt dabei eher wie in Manuskript, das noch drei Mal überarbeitet werden müsste, um Lücken zu schließen und ein rundes Ganzes ergeben zu können.
    5 Punkte.

  • Was? Hier hab ich auch noch keine Rezi geschrieben, oh man, das gibts doch net. :bonk


    Cover: den Vogel versteht man erst, wenn man das Buch zT gelesen hat, ist aber sehr passend und hübsch gemacht.


    Meinung zum Inhalt: Ich muss sagen, dass ich die Idee Steampunk in nem Buch total cool fand und dann auch noch was mit Fantasyelementen wie Feen. Allerings finde ich die Idee nicht so super umgesetzt. Zuerst einmal hat es mich die ganze Zeit verwirrt, dass es Mal Feen waren, dann Elfen und auch weitere Begriffe verwendet wurden, wo ich mir nie sicher war, ob das nun ein Synonym sein sollte oder doch nicht. Das hat mich echt gestört. Auch ist es nicht soo spannend gewesen, dass ich immer unbedingt weiterlesen musste. Ich konnte das Buch echt gut einfach weglegen. Auch die Charaktere sind nicht so, dass man sie wirklich mag, find ich. Und dass ständig die Hässlichkeit der Seltsamen erwähnt wird, mochte ich auch nicht so.
    Dafür wurden die Steampunk Elemente wie die maschinellen Vögel etc sehr gut beschrieben! :)
    Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich die Fortsetzung lesen möchte.


    Fazit: eine nette Geschichte, mehr aber auch nicht. 6 von 10 Punkten.

  • Ich durfte das Buch im Rahmen der Leserunde lesen. Nochmal ein Dankeschön an den Verlang und an Wolke.


    Ich hatte keine großen Erwartungen als ich das Buch angefangen habe. Ich hab einen Teil der Leseprobe gelesen um fest zu stellen ob mir der Schreibstil zusagt und mich die Geschichte anspricht, was der Fall war.
    Die Erzählart der Autors ( in dem Fall die Übersetzung) hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte war, für ein Jugendbuch, überraschend detailiert. Was ich so bisher bei den Jugendbüchern die ich gelesen habe nicht festgestellt habe.
    Die Welt die der Autor erschafft erinnerte mich etwas an den Blumenkrieg von Tad Williams.
    Mir hat die Geschichte insgesamt sehr gut gefallen genauso die Erzählweise.
    Wenn man bedenkt das der Autor 16 Jahre alt war als er das schrieb ist es eine enorme Leistung an die viele Autoren nicht heranreichen. Ich werde den Autor auf alle Fälle im Auge behalten und freue mich auf die Fortsetzung.


    Das Cover ist schlicht aber trotzdem schön. Ich kann mir vorstellen wenn jeder Band der noch kommt in einer anderen Farbe gehalten ist, es sehr gut im Bücherregal aussieht :-).
    Das Originalcover hat mir dann noch noch am besten gefallen.

  • Auch ich durfte "Die Seltsamen" von Stefan Bachmann im Rahmen der Leserunde hier lesen. Gleich vorneweg: Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn mir am Anfang nicht klar war, dass es sich um ein Buch für Jugendliche handelt.


    Von der Aufmachung her ist das Buch wirklich etwas besonderes, das Material des Einbandes kannte ich so bisher von keinem anderem Buch, das ich gelesen habe.


    Die Handlung lässt zwar einige Fragen offen, aber es wird ja noch einen weiteren Band geben... auf den ich mich schon freue.


    Barthy und Mr. Jelliby sind mir während der Lektüre ans Herz gewachsen; wie es mit Barthy weiter geht, was aus seiner Schwester Hettie wird, all das sind Fragen, auf die ich die Antworten gerne erfahren möchte.


    Dass die Handlung in einer Art viktorianischen London angesiedelt ist, Steampunkt eben, fand ich interessant. Das Genre ist ja noch nicht soooo verbreitet und gerade die Entwicklung zwischen den Feen und der menschlichen Bevölkerung war für mich auch etwas neues.


    Gerade Mr. Jelliby hat dafür gesorgt, dass ich immer wieder Schmunzeln oder auch Lachen musste.


    Von mir gibt es insgesamt 7 von 10 Eulenpunkten für "Die Seltsamen".


    Danke nochmal an buechereule.de und den Verlag für mein Exemplar im Rahmen der Leserunde!!!

    "Ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns."

    Franz Kafka, Brief an Oskar Pollak, 27. Januar 1904






    :lesend

  • Preis: 16,90 €
    Einband: Hardcover
    Seitenanzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 26.02.2014
    Reihe: Teil 1 von ?
    Verlag: Diogenes
    ISBN: 978-3257068887



    Klappentext


    Bartholomew Kettle wäre gern ein ganz normaler Junge, aber er findet sich hässlich - fast so hässlich wie seine Schwester Hettie. Freunde hat er keine. Wie auch? Schließlich ist er ein Seltsamer, halb Mensch, halb Feenwesen, von beiden verachtet, vor beiden auf der Hut. Besonders seit Mischlinge wie er auf mysteriöse Weise verschwinden. Eines Tages taucht eine geheimnisvolle Dame in einem pflaumenfarbenen Kleid im Slum von Bath auf. Bartholomew beobachtet sie verstohlen durchs Fenster. Was will sie? Als plötzlich Federn aufwirbeln und die Dame mit einem weiteren Mischlingskind entschwindet, vergisst Barty jegliche Vorsicht - und wird bemerkt. Ein tollpatschiger junger Politiker, der alle Parlamentssitzungen verschläft, scheint der Einzige zu sein, der Barty helfen will. Barty ist überzeugt: Der Nächste in der Reihe bin ich.


    http://www.diogenes.de/)



    Über den Autor


    Stefan Bachmann, geboren 1993 in Boulder/Colorado, lebt in Zürich, wo er seit seinem 11. Lebensjahr das Konservatorium besucht (und dort inzwischen die Fächer Orgel und Komposition studiert), ansonsten aber von seiner Mutter bis zum Highschool-Abschluss zu Hause unterrichtet wurde. Er will Filmkomponist werden. Mit 16 schrieb er, inspiriert von seiner Liebe zu Steampunk, Charles Dickens und C.S. Lewis’ ›Chroniken von Narnia‹, sein Debüt, ›Die Seltsamen‹ – ein Riesenerfolg in den USA und nun auch in Deutschland.
    http://www.diogenes.de/)



    Inhalt


    Bartholomew ist ein sogenannter Mischling, ein Kind eines Menschen und eines Feenwesens, welches von beiden Völker-Seiten gehasst und verfolgt wird. Seit kurzem verschwinden immer wieder Mischlingskinder, was die meisten Bewohner aber herzlich wenig interessiert. Aufgrund seiner Neugier stößt Bartholomew auf eine Spur und stellt fest, dass er das nächste Opfer sein soll...


    Eigene Meinung


    "Die Seltsamen" war meine erste Berührung mit dem Genre Steampunk und ich muss sagen, dass ich wirklich begeistert bin. Von der äußerlichen Aufmachung und dem Klappentext her ist das Buch leider nicht sehr herausstechend, sodass höchstwahrscheinlich viele potenzielle Leser einfach an diesem Buch vorbeigehen, dabei lohnt es sich.
    Gleich von Anfang an haben mich die Geschehnisse in ihren Bann gezogen und mit ihrer märchenhaften Magie bezaubert. Die Geschichte entwickelt sich zu einer wunderbaren Mischung aus Spannung und Fantasy. Ein kleiner Kritikpunkt sind die vielen Zufälle, die den bedeutenden Personen widerfahren.

    Fazit


    Für mich ist "Die Seltsamen" ein tolles Jugendbuch, das auch Erwachsenen gefallen wird, und ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil.


    Empfehlung


    Leser, die eine gelungene Mischung zwischen Fantasy und Spannung suchen können bei diesem Buch nichts verkehrt machen


    9 von 10 Eulenpunkten (4,5 von 5 Sternen)

    :lesend "Des Teufels Gebetbuch" von Markus Heitz
    :lesend "Don't kiss Ray" von Susanne Mischke
    :lesend "Plötzlich Fee - Sommernacht" von Julie Kagawa

  • Auch ich habe das Buch in der Leserunde gelesen, die ja nun schon einige Zeit her ist. Und noch immer bin ich mir nicht ganz sicher, was ich nun von diesem Buch halten soll, entsprechend schwer fällt es mir, ein Fazit zu ziehen.

    Ich habe "Die Seltsamen" sehr gern gelesen, das schon, aber es war definitiv nicht das, was ich erwartet hatte. Zur Leserunde gelockt hatte mich der Prolog, der in der Leseprobe zu lesen war. Der ist aber gerade kein besonders gutes Beispiel für das Buch insgesamt, weil er sprachlich ganz anders ist als der Rest des Textes. Mich hat die Erzählweise (des Prologs) stark an Jonathan Strange & Mr. Norell von Susanna Clarke erinnert, womit das Buch dann doch nicht wirklich mithalten kann. Vom Cover her (das ich übrigens abschreckend finde) war mir zudem nicht klar, dass es sich um ein Jugendbuch handelt.
    Gut unterhalten hat mich das Buch dennoch, es ist ansprechend geschrieben, die Handlung war ideal zum Miträtseln (ich liebe es zu spekulieren), wenn auch in bestimmten Teilen leicht durchschaubar und leider auch eher schlicht erzäht, da es im Grunde kaum Nebenhandlungen gibt. Die Mischung aus Fantasy und Steam Punk hat mir gut gefallen, auch mit den Bezeichnungen der verschiedenen Wesen bin ich gut zurecht gekommen, einzig die Welt bzw. die Darstellung der Stadt Bath hat mich verwirrt zurückgelassen. Hier hätte ich mir eine Karte gewünscht.
    Die Figuren sind liebevoll gestaltet, Mr. Jelliby ist ein Held nach meinem Geschmack (nämlich einer, der eigentlich gar keiner sein möchte) und es bleiben noch genügend Fragen offen für die Fortsetzung, die ich natürlich lesen muss.


    Also eigentlich ein Volltreffer, nicht wahr? Ja, natürlich. Trotzdem trauere ich ein bißchen dem Buch nach, welches aus diesem hätte werden können, wenn der Autor etwas mehr Handlung und Tiefe oder auch nur die Poesie des Prologs in den Text hineingelegt hätte.


    Das also soll mein Fazit sein: ein gelungenes Jugendbuch, aus dem auch mehr hätte werden können. Ich habe es wirklich gern gelesen, das "mehr" hätte ich aber vermutlich noch mehr geliebt.

  • Klappentext:
    Bartholomew Kettle wäre gern ein ganz normaler Junge, aber er findet sich hässlich - fast so hässlich wie seine Schwester Hettie. Freunde hat er keine. Wie auch? Schließlich ist er ein Seltsamer, halb Mensch, halb Feenwesen, von beiden verachtet, vor beiden auf der Hut. Besonders seit Mischlinge wie er auf mysteriöse Weise verschwinden. Eines Tages taucht eine geheimnisvolle Dame in einem pflaumenfarbenen Kleid im Slum von Bath auf. Bartholomew beobachtet sie verstohlen durchs Fenster. Was will sie? Als plötzlich Federn aufwirbeln und die Dame mit einem weiteren Mischlingskind entschwindet, vergisst Barty jegliche Vorsicht - und wird bemerkt. Ein tolpatschiger junger Politiker, der alle Parlamentssitzungen verschläft, scheint der Einzige zu sein, der Barty helfen will. Barty ist überzeugt: Der Nächste in der Reihe bin ich.


    Meine Meinung:
    Ich liebe Steampunk aller Art, daher war ich sehr gespannt auf dieses Buch: Schlagworte wie "Qualmzeitalter", Trolle und Luftschiffe in EINEM Buch vereint, da schlägt jedes Steampunk-Herz höher.


    Leider hat mich das Buch nicht ganz so fesseln können, wie erhofft. Es hat durchaus eine Menge positive Aspekte, dennoch hatte ich einiges zu bemängeln, allem voran der Schreibstil des Autors. Ich konnte mich irgendwie mit der Ausdrucksweise schlecht anfreunden und mich in die hauptsàchlich sehr jungen Hauptfiguren nicht gut einfühlen und hereinversetzen. Leider hat die Storie auch einige Wendungen, die ich absolut nicht nachvollziehen konnte und die ich trotz aller im Buch vorhandenen Phantastik rinfach nur unglaubwürdig fand.


    Dennoch (und das ist defintitiv ein positiver Punkt des Buches!) fand ich das Gesamtsetting einfach toll.
    Das Buch sprüht vor phantastischen Wesen und Ideen: Feen, Kobolde, Mischlinge mit seltsamen Eigenschaften, phantastische Fortbewegungsmittel, Magie und vieles mehr! Der Autor hat definitiv eine ganz eigene Welt geschaffen, die Spaß macht und über deren Regeln und Gefüge ich gerne mehr wissen würde - wären da nicht die kindlichen Protagonisten und der für mich zum Teil leiernd, zum Teil holpern anmutende Schreibstil.


    Das Buch lässt mich zwispältig zurück und von mir gibst (hauptsächlich für das tolle Steampunksetting) 6 Punkte.

    "Show me a girl with her feet planted firmly on the ground and I'll show you a girl who can't put her pants on." (Annik Marchand)

  • Auf "Die Seltsamen" von Stefan Bachmann bin ich durch die Leserunde hier im Forum aufmerksam geworden. Der Klappentext hatte mein Interesse schon alleine durch das Setting der Geschichte in einem recht düsteren London geweckt. Aber auch die Covergestaltung fand ich ansprechend. Anders als man es von Diogenes gewohnt ist, war die Covergestaltung diesesmal rot und mit gelbgrünlicher Schrift. Neben dem Big Ben auf dem Buchrücken, ist eine mechanische Eule auf dem Buchdeckel zu sehen. Was hatte es mit der Eule auf sich? Das sollte sich weiter im Roman selbst klären.


    Die Geschichte ließ sich sehr gut lesen. Nachdem die ersten Irritationen mit der von Bachmann geschaffenen Welt überwunden waren, wurde ich regelrecht in die Geschichte um Bartholomew, Jelliby und Barths Schwester hineingezogen. London und England insgesamt hat sich in eine düstere Welt verwandelt, die vor Maschinen und Industrie nur so strotzt. Die magische Welt war verbannt worden. Zum einen in ein Zwischenreich, in dem sie noch existieren können, zum anderen verbannt in ein gezwungen menschliches Dasein, da jedwede Magie unterbunden werden soll. In dieser Welt macht Bartholomew sich auf, seine Schwester zu suchen, die von einer mysteriösen Frau entführt worden ist. Bartholomew und seine Schwester sind Halbwesen: halb Mensch, halb Elf und kannten bisher nur ihr Haus und den Blick auf die Straße, da sie unentdeckt bleiben sollen. Nun lernen sie jedoch die andere Welt kennen und Bartholomew hat nur ein Ziel, seine Schwester wiederzubekommen. Dabei verbündet er sich mit dem Minister Jelliby und kommt einer größeren Gefahr auf die Spur, als nur der Gefahr für seine Schwester.


    In seinen Beschreibungen beweist Bachmann einen grißen Einfallsreichtum, der mir sehr gefallen hat. Zwischendurch mag es zwar zu kleineren logischen Brüchen kommen, aber diese stören nicht sehr. Die Geschichte ist spannend gelesen und ein super Debütroman. Fantasyfans, die es gerne düster mögen und ihre Fantasie mal in anderen Wegen, als den klischeehaften Fantasywegen (vor allem in Bezug auf Elfen und die magische Welt), trainieren und anregen wollen, sei dieser Roman sehr ans Herz gelegt.

    "Schweigen bedeutet für einen großen Teil der Menschheit Gewinn."Borondria, Großmeisterin der Golgariten


    Mein Blog: Büchervogel

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