Leseflaute bei Stress?

  • Zitat

    Original von Hati
    Die Leseflaute habe ich dabei auch. Aber: Ich hab in Stressphasen auch gar keine Lust zu lesen, insofern passt das dann ganz gut zusammen.


    :write
    Aber Bücher kaufen ist ein wunderbares Mittel in stressigen Lebensphasen. :lache

  • Das gleiche Problem hatte ich auch. Als dieses Jahr mein Vater verstorben ist, hatte ich einfach den Kopf nicht frei. Ich habe in drei Monaten gerade mal ein Buch gelesen. Ich möchte gerade dann eigentlich immer lesen, aber die Gedanken schweifen hab. Mach dir also keine Sorgen ... wie du siehst geht es vielen so und irgendwann klappt es dann auch wieder :-].


    Ach ja ... gekauft habe ich in dieser Phase eigentlich noch mehr an Büchern wie sonst ...

    :lesend Nicole Vosseler - Die Eisbaronin: Bis ans Ende der Welt

    --------------------
    Hörbuch: Helga Glaesener - Die Vergolderin

    Hörbuch: J. K. Rowling - Ein plötzlicher Todesfall

    SuB: 316

  • Das Problem kenne ich auch. Manchmal versuche in der stressigen Zeit etwas zu lesen. Wenn dann gehen in der Zeit wirklich nur ganz seichte Dinge wie zum Beispiel einige Jugendbücher. Für alles andere fehlt mir dann der Kopf. Versuche ich trotzdem zu lesen, bin ich ziemlich schnell von Figuren genervt und dann macht das Lesen auch keinen Spaß mehr.

  • Mir geht es so, dass ich wesentlich langsamer und auch nur wenig lese, wenn ich sehr viel zu tun und daher Zeit-Stress habe.
    Bei anderem Stress wie z.B. schlimmem Streit mit jemandem, der/die mir sehr wichtig ist, kann es passieren, dass ich eine Zeit lang gar nicht mehr lesen kann, weil nichts in meinen Kopf reingeht. Manchmal finde ich aber auch ein Buch, das genau zu dem passt, was mich umtreibt und das mir gut tut.

  • Ich lese bei Stress auch definitiv weniger - nämlich tagelang dann garnicht. Mir kommt es dann einfach zu anstrengend vor, die Gedanken sind überall aber nicht beim Buch selbst und dann lass ich es direkt. Ansonsten bewerte ich die Bücher eher als schlecht, obwohls garnicht am Buch selbst liegt.


    Bin dann eher mal am TV schauen, im Forum lesen oder les ne Zeitschrift, wobei ich für letzteres oft auch zu geizig bin. Die Zeitschriftenpreise find ich meist recht hoch.


    Heute habe ich mich in all dem Umzugschaos mal wieder rangetraut, aber gleich gehts zur Arbeit und irgendwie kann ich einfach nicht ,,mal eben" noch was lesen. Hier läuft dann immer der Fernseher, was auch nervt.

  • Zitat

    Original von BelleMorte
    Bei mir ist das anders. Wenn ich Stress habe, neige ich zum TV gucken. Jeden Schiet. Lesen erscheint mir oft anstrengender.


    Genauso ist es bei mir auch.
    Ich habe im Januar ein Buch gelesen und in diesem Monat erfahren, dass ich befördert werde. Damit kamen schon mehr Aufgaben auf mich zu. In den darauffolgenden Monaten kam immer mehr Verantwortung dazu. Dadurch dann auch sehr viele Überstunden.
    Im August habe ich endlich geschafft wieder etwas zu lesen (7 Bücher). Wenn man sich aber das gesamte Jahr ansieht, sieht man, dass ich 10 Bücher in 10 Monaten gelesen habe und dieser Schnitt nur durch meinen 2-wöchigen August-Urlaub gehoben wurde.


    Es ist nicht so, dass ich abends noch an die Arbeit denke, sondern ähnlich wie bei BelleMorte, dass mir das Lesen einfach zu anstrengend ist. Ich schaue dann einfach irgendeinen Mist im Fernsehen, worauf ich mich nicht unbedingt konzentrieren muss...

  • Zitat

    Original von Evilangel
    Ich kenne das auch nur zu gut... Wenn ich viel Stress habe, dann will ich zwar lesen, aber im Zweifelsfall geht es einfach nicht... Zum einen aus Zeitmangel, zum anderen, weil ich den Kopf nicht frei habe... Dann lese ich 3 Seiten und hab keine Ahnung, was da gerade passiert ist...


    Da schließe ich mich an.
    Ist der Kopf nicht frei, kann ich mich nicht auf's Buch konzentrieren.
    Das Kopfkino arbeitet nicht und ich kann das gelesene nicht verarbeiten.

    "Es gibt Dinge, die sind einfach gesetzt: die Existenz Gottes, das Pferd als schnellstes Transportmittel, die gesellschaftliche Funktion der Frau und die Beschaffenheit des Geldes." Samuel Bernard, frz. Bankier, 1716

  • Mir ging es bei einer schweren Erkrankung so, daß ich mich überhaupt nicht auf die Bücher einlassen und konzentrieren konnte.... Ich kann das also voll und ganz nachvollziehen

    :lesend Anthony Ryan - Das Heer des weißen Drachen; Navid Kermani - Ungläubiges Staunen
    :zuhoer Tad Williams - Der Abschiedsstein

  • Zitat

    Original von Lucy1987
    Ich lese bei Stress auch definitiv weniger - nämlich tagelang dann garnicht. Mir kommt es dann einfach zu anstrengend vor, die Gedanken sind überall aber nicht beim Buch selbst und dann lass ich es direkt. Ansonsten bewerte ich die Bücher eher als schlecht, obwohls garnicht am Buch selbst liegt.


    Dieses Phänomen habe ich bei mir auch schon beobachtet, wenn eine stressige Phase genau in einer Leserunde zuschlägt. In der Rezension weise ich dann allerdings schon darauf hin, dass die negative Wirkung des Buches auf mich an der stressigen Phasen liegen könnte und mir das Buch unter anderen Umständen vielleicht sogar gefallen hätte.