'Gut Greifenau - Morgenröte' - Seiten 001 - 125

  • Gestern Abend konnte ich noch starten. Mich hat es gleich wieder eingesogen. :)Man ist ganz leicht wieder drin und das Buch schließt nahtlos an den Vorgänger an. Der Spannungsleven ist direkt wieder hoch. Heute Nachmittag geht es weiter...

  • Die Bücher müßten eigentlich alle angekommen sein, so daß man hier, denke ich, loslegen kann.


    Nach der „Zwangspause“ seit dem letzten Band bin ich ziemlich schnell wieder in der Geschichte angekommen. Es war wie die Rückkehr zu guten alten Bekannten. Na ja, Feodora würde ich nicht unbedingt mit dem Attribut „gut“ belegen, die hat ihrer ganz eigenen Art ja schon wieder „alle Ehre“ gemacht, aber was soll’s.


    Es geht also nahtlos da weiter, wo der Vorgängerband aufgehört hat. Konstantin und Rebecca unter einem Dach - zu der Zeit! Aber es sind besondere Umstände, da kann nicht mal der Graf etwas dagegen haben, zumal die Alternative vermutlich der Tod Konstantins wäre. Rebecca pflegt ihn - gut, daß sie von ihrem Vater Einiges gelernt hat. Ich habe das Gefühl, daß sie sich in dieser Zeit auch näher kommen - ob da nun endlich etwas aus den beiden wird?!


    Katharina wird ob ihres Fluchtversuches quasi als Gefangene gehalten. Geschmunzelt habe ich über das Buch, das Alexander ihr schließlich zukommen ließ: „Der Graf von Monte Christo.“ Paßt. :chen Sie schafft es mit ihrem Hungerstreik schließlich tatsächlich, sich gegen ihre Mutter durchzusetzen. Respekt!


    S. 67: „Dieser Lenin hatte zur Weltrevolution aufgerufen, und die Menschen folgten seinem Ruf.“

    Das lief dann völlig anders, als vom Kaiserreich gedacht und geplant. Solche Aktionen gab es im weiteren Verlauf immer wieder, man denke nur an die ursprüngliche Unterstützung der USA für Al Kaida. Anscheinend lernen Politiker jeglicher Coleur wenig bis nichts aus der Vergangenheit bzw. Geschichte.


    Kilian kommt verwundet und entstellt zurück. Da wird dann auch den Zurückgebliebenen die ganze Brutalität des Krieges offenbar. Bertha hat anscheinend aus ihrer früheren Intrige nicht viel gelernt, sie giftet Wiebke und Ida an, die um ihren Bruder Angst haben.


    Alexander errät, wer Albert Sonntag ist. Das kann noch interessant werden. :grin


    Beim Lesen sind mir Satzfehler förmlich direkt ins Auge gesprungen:

    S. 107, Zeile 6: es muß „Länder“ (ohne „n“) heißen

    S. 119, Zeile 3: es muß „gewöhnen“ (nicht „gewöhnt“) heißen

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895)

  • Ich war nur überrascht, dass Alexander weiß, dass sein Vater Syphilis hat. :gruebel Da muss ich zuvor was verpasst haben...


    Für Katharinas Hungerstreik muss ich auch Respekt zollen, sie reift wirklich bewundernswert.


    Kilian tut mir sehr leid. Gut, dass der Graf ihn trotzdem wieder aufnimmt. Auch wegen Paul hat er sich kulant verhalten, obwohl es riskant ist...

  • Ich war nur überrascht, dass Alexander weiß, dass sein Vater Syphilis hat. Da muss ich zuvor was verpasst haben...

    Alexander hat sich doch mal gewundert, dass der Vater so schnell betrunken war. Und wer hat die Medikamente unter der Matratze gefunden? Das hab ich jetzt auch gerade nicht mehr 100 %ig parat. War das nicht auch Alexander?

  • Der hat das im Vorgängerband herausbekommen, ich weiß nur nicht mehr, bei welcher Gelegenheit. Jedenfalls weiß er es.

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895)

  • S. 67: „Dieser Lenin hatte zur Weltrevolution aufgerufen, und die Menschen folgten seinem Ruf.“

    Das lief dann völlig anders, als vom Kaiserreich gedacht und geplant. Solche Aktionen gab es im weiteren Verlauf immer wieder, man denke nur an die ursprüngliche Unterstützung der USA für Al Kaida. Anscheinend lernen Politiker jeglicher Coleur wenig bis nichts aus der Vergangenheit bzw. Geschichte.

    Genau das habe ich auch gedacht, als ich diese Geschichte recherchiert habe. Frei nach: Die Geister, die ich rief ...

  • Auch ich bin sehr schnell wieder reingekommen. Ich mag die Story, das Setting und die Figuren einfach gern.

    Rebecca hat mir in diesem ersten Abschnitt neben Katharina am meisten imponiert.

    Adolphis trifft für mich einfach immer die falschen Entscheidungen, zumindest meiner Meinung nach. Nikolaus tut auch nicht gerade alles, um meine Sympathien zu gewinnen. Alexander gibt sich zumindest Mühe :D

  • Auch ich habe wieder leicht zurück nach Gut Greifenau gefunden. Rebecca hat ein weiteres Talent als kompetente Krankenschwester für Konstantin, dessen Genesung trotzdem nur langsam voranschreitet. Interessant die Ausführungen Konstantins zu seiner russischen Phase. Schon merkwürdig wie er dabei in Rebeccas Augen kurzzeitig zu einem sozialistischen Helden wurde. Konstantin hat aber akzeptable Wertvorstellungen und darin geht Frieden vor Sieg. Die Entscheidung Konstantin ohne Mitwisser zu verstecken kann ich voll und ganz nachvollziehen, auch wenn es einigen Personen sehr schmerzt.

    Feodora behandelt Katharina in gewohnt herrschaftlicher Weise, trifft aber auf harten Widerstand. Es ist ausgerechnet die Besuchsankündigung Ludwigs, die Feodora zum Einlenken zwingt. Das hat etwas genau wie das Buchgeschenk Alexanders.

    Der Hausherr weiß wie gewohnt nicht, was abgeht und will Stärke zeigen, die er nicht hat. Aber immerhin denkt er schon mal nach und die Versorgung seines Sohnes hat er auch hinbekommen. Alexander ist die Figur, die mich immer wieder überrascht. Er ist immer wieder unterwegs und findet Sachen heraus, mit denen er großen Schaden anrichten kann. Er ist skrupellos genug um es für seine Lebensziele einzusetzen.

    Albert Sonntag bleibt meine Lieblingsfigur, der anderen auch ohne Hintergedanken hilft.

    Erschreckt hat mich, wie eigentlich alle mit den Fremdarbeitern umgehen. Sie werden schlechter wie Vieh behandelt und Widerstand wird mit Gewalt gebrochen. Aber das hat ja über Jahrhunderte funktioniert. Typischer Vertreter dieses Gedankenguts ist Nikolaus, der meinem Empfinden nach weit übler denkt und agiert als seine Mutter. Feodora tut, was man ihr beigebracht hat. Sie will das Beste für ihre Sippe erreichen, während Nikolaus einfach ein gefährlicher Träumer ist.

    Der Krieg spuckt ein weiteres Opfer aus. Kilian kommt zurück aufs Gut, denn er hat fast alles für Gott und Vaterland gegeben und so wird es ihm gedankt.

    Erschreckend auch die Bemerkungen Pauls, wo die Rationen an der Front abbleiben. Warum musste ich da nur an Nikolaus denken?

    :Hörbuch Hans-Henner Hess - Herrentag

    :Hörbuch Robert Fabbri - Das Blut des Bruders

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    :lesend Beate Ferchländer - Sterbenstörtchen

  • Genau das habe ich auch gedacht, als ich diese Geschichte recherchiert habe. Frei nach: Die Geister, die ich rief ...

    Wen manche Staaten zur Macht verholfen haben, um ihre eigenen Ziele durchzusetzen, ist einfach unglaublich. Und dann muss wieder korrigierend eingegriffen werden. Da werden Staaten aus welchen Interessen auch immer destabilisiert und der nächste Krieg ist vorprogrammiert. Gerade Bodenschätze sind für viele Staaten eher Fluch als Segen.

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  • Bin nun mit diesem Leseabschnitt durch und schon darüber hinaus.


    Rebecca pflegt Konstantin und hat dazu sogar die Erlaubnis von seinem Vater bekommen. Ich hoffe dass er wieder ganz gesund wird und die beiden sich wieder versöhnen. Wer aber der Täter war, würde mich schon interessieren.


    Katharina wird nach ihrem Fluchtversuch regelrecht eingesperrt. Nur in Alexander hat sie einen Verbündeten. Er schenkt ihr sogar ein Buch das zu ihrem momentanen Zustand passt "Der Graf von Monte Christo".


    Alexander wird von allen unterschätzt. Er findet Geheimnisse heraus, die er ohne Skrupel für seine Zwecke verwendet.


    Kilian kommt zurück, aber in welchem Zustand. Ich hatte richtig Mitleid mit ihm. Trotzdem wird er wieder aufgenommen. Das finde ich wirklich schön.

  • Am Wochenende konnte ich auch endlich mit Teil 3 beginnen und war gleich wieder drin im Geschehen.


    Adolphis hat ausnahmsweise einmal etwas richtig gemacht und es geschafft, Konstantin offiziell unsichtbar zu machen. Ich bin dennoch gespannt, was irgendjemand dahinter kommt, dass er bei Rebecca untergeschlüpft ist. Ansonsten ist Adolphis seiner Rolle wie zuvor nicht wirklich gewachsen.


    Katharina sorgt nun für sich und konnte sich durch ihren Hungerstreik durchsetzen. Ich hätte ihr gewünscht, dass das Dienstpersonal ihr ein wenig hilft gegen ihre Mutter, sie scheint ja nicht unbeliebt zu sein.


    Keiner interessiert sich wirklich für Alexander und so kann der alles mögliche beobachten und schlußfolgern. bin gespannt, was er aus seinem Wissen macht.


    Und nun wollte ich noch googeln von wem Rebecca Bücher im Regal stehen hat. Finde solche Details immer spannend!

  • Schön war es, nach Gut Greifenau zurück zu kommen. meiner persönlichen Meinung nach schließt Band 3 nahtlos an Band 2 an. wir erfahren, das Rebecca Konstantin immer noch etwas bedeutet, das er ihr (in dieser Zeit) ein neues Fahrrad besorgt und dann auch noch selber bringt... Leider wird er auf dem Rückweg zum gut von einem russisch sprechenden Menschen verletzt. Er schleppt sich zu Rebecca zurück und wird dort gepflegt. Sein Vater erhält die Info, das er dort ist und kommt irgendwann, um "nach dem Rechten" zu sehen. Er ist insgeheim froh, das Rebecca sich kümmert. als dann auch noch die spanische Grippe dazu kommt, ist er erst recht froh, das Konstantin nicht ins Gutshaus kommt, um evtl. dort die anderen anzustecken. Dies passiert irgendwie auf anderen Wegen.


    Das Feodora immer noch der Ansicht ist, mit ihrer Art von Erziehung/Strenge könnte sie Katharina umstimmen, damit diese den Prinzen heiratet, zeigt mir, das sie weder etwas verstanden hat noch das sie bereit ist, mit der Zeit und den Veränderungen zu gehen....


    Niemand scheint sich für Alexander zu interessieren, klar, er ist ja auch der drittgeborene Sohn, der ist ja "nur als Reserve" da. Da sich niemand für ihn interessiert, hat er die Möglichkeit, überall rumzustreunern und zuzuhören. Daher bekommt er div. Sachen mit.


    mal sehen, wie es weiter geht.

  • Katharina wird ob ihres Fluchtversuches quasi als Gefangene gehalten. Geschmunzelt habe ich über das Buch, das Alexander ihr schließlich zukommen ließ: „Der Graf vonMonte Christo.“ Paßt. Sie schafft es mit ihrem Hungerstreik schließlich tatsächlich, sich gegen ihre Mutter durchzusetzen. Respekt!

    So eine Mutter wünsche ich ja meinem ärgsten Feind nicht. Schlimm, dass Katharina sich nur mit einem Hungerstreik wehren kann. Arg fand ich auch, dass sie mehrmals schon windelweich geprügelt wurde. Das der Mutter mal die Hand ausrutscht, okay. Aber das ist hier schon nochmal eine andere Hausnummer. Die Frau hat doch keinerlei Liebe in sich. Außer Eigenliebe.


    Alexander macht sich. Ich freue mich, dass er immer noch zu seiner Schwester hält. Auch wenn dahinter ein gewisser Eigennutz liegt. Alexander sieht in Justin seine einzige Chance rauszukommen. Das muss man auch vertehen. Der sitzt genauso in der familiären Zwickmühle wie Katharina.

  • Der Hausherr weiß wie gewohnt nicht, was abgeht und will Stärke zeigen, die er nicht hat

    Als die Bauern sich auflehnen und ihn in die Zwickmühle nehmen, hatte ich ja gehofft, dass ihm langsam mal die Augen aufgehen, dass hier etwas falsch läuft. Aber leider ist er so von sich überzeugt, da ist Hopfen und Malz verloren - wie der Bayer sagt.



    Albert Sonntag bleibt meine Lieblingsfigur, der anderen auch ohne Hintergedanken hilft.

    Mir gefällt besonders, wie Albert sich entwickelt/verändert. Seit er seine Mutter getroffen hat, bricht seine harte Schale auf, hinter der er sich versteckt hat. Und seit er nicht mehr nur an Rache und Widergutmachung denkt, gefällt er mir noch besser. Aber warum ziert sich denn seine Auserwählte so. Schlechte Erfahrungen fürchte ich fast. Ihm wünsche ich endlich mal Glück und Liebe. Die Szenen mit seiner Mutter sind einfach nur schön.

  • Ich habe vorhin auch mal mit diesem Buch begonnen. Den ersten längeren Leseabschnitt habe ich zwar noch nicht beendet, dazu fehlen mir noch 40 Seiten. Allerdings hatte ich keinerlei Schwierigkeiten wieder Anschluß an die Geschichte zu bekommen. Das letzte Erlebnis in Band zwei durch Konstantins Augen geschildert, ist hier der Aufmacher, nur aus Sicht von Ricarda. Das ist geschickt, denn sie muss handeln und konnte uns gleich mal einen Bericht zu den Verletzungen geben. Konstantin braucht seine Kraft fürs Gesunden. Durch ihre Pflege und den Untergrund des Adelsstandes wird für die beiden nun sicher noch zum Happy End kommen. Vielleicht reicht Konstantins Kraft sogar noch dazu aus, dass eine neue Generation entsteht, die zu schneller Ehe führt. Wobei, offiziell ist Konstantin ja vermisst. Konstantin hat ja noch viel Glück, dass das Attentat nicht weit von Rebeccas Wohnung geschehen ist und die Messerstiche von den Kleiderschichten abgebremst wurden.


    Adolphis bekommt zumindest einen guten Blick auf Rebecca, die Liebe seines Sohnes, der hat keine Chance, gegen die Verbindung zu sein.


    Katharina steht unter Hausarrest und ist gerade in den Hungerstreik getreten. Hab kurz überlegt, ob Alexander sie vielleicht heimlich mit Essen versorgt und sie daher das ihr zugedachte Essen offiziell verschmähen kann. Aus solche Ideen kommt man, wenn man wie ich als Kind zwischen meinem und dem Kinderzimmer im Nachbarhaus von Fenster zu Fenster eine Leine spannt und so "Hummelchen-Bücher" über das Dach transportiert wurden.


    Ob Julius sich traut an Alexander zu schreiben, um sich nach Katharina zu erkunden? Oder, ob seine Mutter sich erneut auf den Weg macht? Hoffe, das Herausholen aus dem Zug, hatte für Julius nicht noch ein Nachspiel. Wobei, Passanten, Mitreisende am Bahnhof bestimmt diese Szene beobachtet haben...


    "Bemerkenswert", dass sowohl Adolphis, wie auch Feodora ihre Tochter geschlagen haben. Beide sich die Hände schmutzig machen. Hätte gedacht, entweder/ oder. Sie müssen nun aufhören, damit Ostern der Kaiserneffe von dem Aussehen seiner kleinen Braut weiterhin bezaubert sein wird.

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)