Coronavirus

  • Meine bescheidene Meinung<:> Das Gesundheits- und Pflegesystem hat auch schon vor Corona "in seltenen Einzelfällen" versagt.

    Solange Menschen Entscheidungen zu treffen haben, ist das auch normal. Jeder trifft mal ne falsche Entscheidung.

  • :chen :chen :chen

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    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Rafik Schami: Der ehrliche Lügner

    Ferdinand von Schirach: Strafe

    J.R.R. Tolkien: The Lord of the Rings

  • Solange Menschen Entscheidungen zu treffen haben, ist das auch normal. Jeder trifft mal ne falsche Entscheidung.

    Leider überwiegen im Gesundheitswesen schon längst wirtschaftliche Interesse, besonders im Schulterschluss mit Pharmakonzernen.


    In Österreich gibt es ein Bundesland mit einem Corona-Infektions-Hotspot … und gewisse Meldungen geben zu denken ...


    (1) Ärztekammersprecher hat im öffentl. TV am SO die praktischen Ärzte jenes Bundeslandes schwerst, ganz ganz übelst beleidigt "grottenschlecht" sei deren Wochenenddienst - -- > Reaktion: dann halt gar kein freiwilliger Wochenend- und Feiertagsdienst; In Corona-Krisenzeit: geniale Entscheidung


    https://www.msn.com/de-at/nachrichten/politik/streit-empörte-mediziner-drohen-mit-boykott/ar-BB10YjWN?ocid=spartandhp


    (2) Mobbing in Dörfern, wenn ausgespäht wird, wo da vor welchem Haus dieser Arztwagen mit diesen als Aliens verkleideten Corona-Testern vorgefahren ist … bzw. wenn man mit Mundschutz nach einer Organtransplantation nach draußen geht


    https://www.merkur.de/lokales/schongau/schongau-ort29421/coronavirus-krebs-mundschutz-schongau-weilheim-lungentransplantation-frauen-gemobbt-13590452.htm

    Eine Gruppe von fünf etwa 15 Jahre alten Schülern sei ihr nahe des Bahnhofs entgegengekommen. „Die Jungen und Mädchen husteten mir mit voller Wucht ins Gesicht und gingen lachend weiter.“ In der Fußgängerzone sei ihr das noch zweimal mit kleineren Schülergruppen passiert, am Marienplatz hustete ihr dann ein einzelner Junge ins Gesicht.



    Mir tun diese Forscher und Labormitarbeiter total leid, die bis an ihre äußersten Grenzen gehen müssen mit dem Entwickeln des Impfstoffes bzw. mit bundesweiten Massentests. Dr. Drosten schaut vom Mienenspiel vom Ernst der Lage zutiefst gezeichnet aus. Gesundheitsstadträten hingegen wächst da was am Näschen manchmal.

  • Die LitCologne wurde jetzt auch abgesagt. Bin mal gespannt,wie es mit Rückerstattung oder Verschiebung aussieht.


    Angst vor NRW habe ich allerdings Null, das ist so ein großes Bundesland... In unserer Stadt gibt es zwar einen Fall, aber bei 90.000 Einwohnern ist es eher unwahrscheinlich

    ausgerechnet dieser Person länger begegnet zu sein. Ich halte es da mit "Don't Panic!"

    “You can never get a cup of tea large enough or a book long enough to suit me.” :lesend

    C.S. Lewis

  • In Hannover werden ab Donnerstag (wegen der Ankündigungsfrist) bis 22.3. erstmal alle Veranstaltungen über 1000 Teilnehmer abgesagt, u.a. das James Blunt Konzert.


    Einerseits denke ich, dass alles getan wird, damit das Virus eingedämmt wird. Andererseits denke ich, dass die Lage wirklich ernst ist, weil solche Maßnahmen nötig sind, ich empfinde das als Bedrohung, mir fällt es gerade schwer, mich davon nicht berühren zu lassen.


    Ich kann auch gar nicht genau sagen, warum mich das so angreift. Mein Gesundheitszustand ist normal, ich würde das wahrscheinlich gut überstehen, aber irgendwie...

  • Ich kann auch gar nicht genau sagen, warum mich das so angreift. Mein Gesundheitszustand ist normal, ich würde das wahrscheinlich gut überstehen, aber irgendwie...

    Weil es ein unsichtbarer Gegner ist, dem man sich erstmal hilflos ausgeliefert fühlt. Aber auch in diesem Thema wird sich irgendwann eine Gewöhnung und Normalisierung einstellen.

  • Weil es ein unsichtbarer Gegner ist, dem man sich erstmal hilflos ausgeliefert fühlt. Aber auch in diesem Thema wird sich irgendwann eine Gewöhnung und Normalisierung einstellen.

    Viele Dinge oder Krankheitserreger kennen wir gar nicht und kein Mensch hat daher davor Angst.

    Auch vor der Grippe hat seit dem Coranavirus keiner mehr Angst, dabei erkranken und sterben jedes Jahr viele Menschen daran. Das ist schon irgendwie verrückt.

    Es gibt weder moralische noch unmoralische Bücher. Bücher sind gut oder schlecht geschrieben, sonst nichts.


    Oscar Wilde (1854 - 1900)

  • In Hannover werden ab Donnerstag (wegen der Ankündigungsfrist) bis 22.3. erstmal alle Veranstaltungen über 1000 Teilnehmer abgesagt, u.a. das James Blunt Konzert.


    Einerseits denke ich, dass alles getan wird, damit das Virus eingedämmt wird. Andererseits denke ich, dass die Lage wirklich ernst ist, weil solche Maßnahmen nötig sind, ich empfinde das als Bedrohung, mir fällt es gerade schwer, mich davon nicht berühren zu lassen.


    Ich kann auch gar nicht genau sagen, warum mich das so angreift. Mein Gesundheitszustand ist normal, ich würde das wahrscheinlich gut überstehen, aber irgendwie...

    Mir geht es da ähnlich wie dir. Ich möchte mich da eigentlich gar nicht so verrückt machen lassen, will aber auch nicht nachlässig damit umgehen. Ich will mich nicht so sehr beschränken lassen, will aber auch nicht rücksichtslos sein. Es ist total schwierig damit umzugehen. Ich habe mit Menschen zu tun, die mir sagen oder erklären, dass man sich von dieser Hysterie nicht anstecken lassen soll, gleichzeitig wird mir aber wieder gesagt, dass man den Virus sehr ernst nehmen muss. Ich kann mir da (noch) gar keine eigene Meinung oder Ansicht bilden. Was ich weiß ist, das es mich beschäftigt, sehr sogar und das es mich belastet so eingeschränkt zu werden.

  • Angst habe ich nicht, ich finde es nur irgendwie seltsam, dass jetzt erst mal alle möglichen Veranstaltungen abgesagt werden (und ein wenig ärgere ich mich, weil ich mich auf so viel gefreut habe). Es ist nun mal eine Situation, die wir noch nie hatten.
    Die meisten Menschen um mich rum sehen es wie ich. Das macht es einfach nicht bei der Panik mitzumischen.

    Ich hoffe, dass die Maßnahmen auch wirklich helfen.

  • Ich habe mit Menschen zu tun, die mir sagen oder erklären, dass man sich von dieser Hysterie nicht anstecken lassen soll, gleichzeitig wird mir aber wieder gesagt, dass man den Virus sehr ernst nehmen muss.

    Ich denke, man sollte das Virus in dem Sinne ernst nehmen, dass man die Problematik nicht ins Lächerliche zieht und dass man die empfohlenen Verhaltensregeln (z. B. Händewaschen oder die Vorgehensweise bei Verdacht auf Erkrankung) umsetzt.


    In Panik verfallen muss man aber nicht, auch wenn die Veranstaltungsverbote vermutlich die Verunsicherung erstmal erhöhen -- nüchtern betrachtet ist das eine Maßnahme zur Vorsorge.

  • Für mich ist das Lächerliche an der Sache, dass Leute offensichtlich unsinnige Dinge tun. Masken tragen zum Beispiel, obwohl überall gesagt wird, dass die einen nicht schützen und dabei denen die Arbeitsmaterialien weg kaufen, die diese tatsächlich brauchen.


    Im Allgemeinen habe ich heute eher eine resignierte Stimmung. Wie ich da raus kommen soll, weiß ich noch nicht.

  • Dr. Drosten schaut vom Mienenspiel vom Ernst der Lage zutiefst gezeichnet aus. Gesundheitsstadträten hingegen wächst da was am Näschen manchmal.

    Ja, und er und auch Prof.Dr. Wieler vom Robert-Koch-Institut wirken absolut glaubwürdig. Ich versuch eigentlich auch mir viel von der reißerischen Berichterstattung zu sparen und hör mir die Beide an, im Grunde reicht das zum Thema Virus völlig aus. Das RKI gibt jeden Tag live auf der "Welt"-Seite eine Pressekonferenz und auf NDR gibts einen regelmäßigen Podcast von Prof.Dr. Drosten (Charité) . Was die beiden sagen, ist fundiert, die wissen wovon sie sprechen und beide sprechen eindringlich davon, man müsse unbedingt verusuchen die Ausbreitung zu verlangsamen, um die schweren Krankheitsfälle geordnet behandeln zu können, sagen aber auch das für 4 von 5 Angesteckten kein Gefahr besteht und sie einen milden oder unmerkbaren Krankheitsverlauf haben werden, sie aber in der Pficht stehen, der Ausbreitung nicht Vorschub zu leisten.

    Innerfamiliär heißt das bei uns z.B. das wir uns um uns selbst wenig Sorgen machen, versuchen aber - wenn denn die Ausbreitung weitergeht und bei uns vor der Haustür ankommt - die Großelterngeneration zu schützen (für sie mit einkaufen usw.) zu kommt... , den Betrieben tut es jetzt schon weh, sei es weil Rohstoffe oder gebrauchte Teile nicht lieferbar sind oder irgendwo in den Lieferketten festhängen oder weil der Bedarf komplett einbricht) und leider sind nicht alle Leute vernünftig und leider gibt es auch immer Leute die zwanghaft irgendwelche Sündenböcke suchen müssen .



    Booklooker

    Mir hilft es in solchen Fällen immer mich abzulenken, am Besten was "Richtiges" tun, nichts was mit "Medien" und Information zu tun hat, sondern was völlig anderes, am Besten was mit Bewegung zu tun hat. Wenn man den sportlich wäre könnte man Sport machen, ich geh dann gern spazieren mit unserem Hund, arbeite im Garten oder einfach im Haus oder back nen Kuchen, wenn ich in der Arbeit bin versuch ich mich damit abzulenken ;)

    Daß Leute Desinfektionsmittel, Masken und andere Dinge z.B. aus Krankenhäuser stehlen (und wommöglich dann noch überteuert irgendwo verkaufen) find ich auch ganz furchtbar und läßt mich auch an der Menschheit zweifeln :( - Ich brauch dann nach solchen Meldungen auch immer sowas wie eine kurzzeitige innere Auszeit und versuch mich an das zu halten was ich direkt vor mir habe und das sind doch alles sehr bodenständige und vernünftige Leute die sich umeinander kümmern :)

    "Von den Sternen kommen wir, zu den Sternen gehen wir.
    Das Leben ist nur eine Reise in die Fremde. "


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    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von Auri ()

  • Das hilft aktuell fast gar nicht. Ich mache ja schon Ausdauersport.

    Es ist irgendwie tiefer liegend. Vielleicht habe ich einfach zu viele Dystopien gelesen :S

  • Ich empfinde das ähnlich wie geli73 und vingela . Ich habe keine Panik, aber einen gewissen Respekt. Auf der einen Seite finde ich das mit den abgesagten Veranstaltungen gut, fühle mich aber auch ein Stück weit eingeschränkt.


    Ich finden den Umgang mit der Situation auch schwierig, weil man es halt nicht kennt. Ich verfolge die Medien, aber nur dosiert. Zuviel davon schlägt mir aufs Gemüt.


    Glücklicherweise überlässt mein Chef mir die Entscheidung. Wenn ich mit meinem eh schon chaotischen Immunsystem Sorge habe, kann ich jederzeit auf Homeoffice umsteigen. Das ist beruhigend zu wissen. Hier sind bislang aber alle gesund und munter.


    In meinem Wohnort gibt es inzwischen einen bestätigten Fall und eine Schule ist geschlossen. Mal sehen, was da noch kommt. Gehamstert haben wir aber nicht ;)

  • Gestern beim oft nervenden Lanz:

    "Stattdessen will er noch mehr Zahlen. Kekulé zitiert erst einmal seinen Kollegen Christian Drosten: „Wenn wir das einfach so laufen lassen, werden 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung infiziert.“ Nach dieser Rechnung ergäbe das binnen zwei Jahren 250.000 bis 500.000 Tote in Deutschland – ein „Maximal-Horrorszenario“. Kekulé dagegen nimmt Daten aus China als Grundlage und kommt so im schlimmsten Fall auf 40.000 Tote."

    Es liegt im Wesen dieser multifaktoriellen Problematik, dass die Prognosen auch bei hochrangigen Experten auseinandergehen, aber wenn man davon ausgeht, dass die bisher aufgetretenen Mutationen das Wesen des Virus nicht signifikant verändern und das vermutlich auch bei weiteren so bleiben wird, bleibt zu hoffen, dass Kekulès Prognose, ausgehend vom Verlauf der Epidemie in Wuhan, dem tatsächlichen Zukunftsgeschehen näher kommt.


    (By the way: Erstaunlich, wie sehr, obwohl noch nicht selbst direkt betroffen, euch das teilweise mitnimmt. "zu viele Dystopien gelesen" Eines ist mal klar: Der Planet wird noch sehr lange mit unserer Spezies, die sich so gern als "Gattung" bezeichnet, um ihren singulären Status zu unterstreichen, auskommen müssen. ;) )