"Komische" Fragen zu Euren Büchern

  • Zitat

    Original von beowulf
    Eigentlich nicht - Leute die solche Fragen stellen haben in meinen Privaträumen nichts verloren.


    :write Seh ich genauso.


    Ich lese diese ganzen Freds die letzten Tage und denke mir jedes Mal.....'Warum macht man sich Gedanken darüber, was andere darüber denken, was ich mit meiner Freizeit anfange und wofür ich mein Geld ausgebe?'


    Ich sammel Bücher und lese sie, na und? Ist doch mein Ding und was andere darüber denken, darüber denke ich einfach nicht nach. Ich frag andere ja auch nicht, ob es sinnig ist sich alle Tage neue Handys zu beschaffen oder jedes WE raus zugehen. Ist deren Ding und gut ist. Ich denke auch nicht darüber nach, wieviele Bücher zuviel oder zu wenig sind .... die Bücher sind einfach da und noch ist Platz sie unterzubringen. Wenn ich im Laden was sehe, dass ich will, nehm ich das mit und wenn nicht, dann ist es auch nicht so dramatisch. Insofern denke ich auch über die Frage, wieviel Geld gebe ich aus, nicht nach.


    Es ist einfach Bestandteil meines Lebens und den hinterfrage ich nicht. Es gibt ein eigenes Zimmer für die Bücher und wenn jemand kommt, dann muss der da nicht rein. Mit anderen Worten, jemand der bei uns in Wohnung kommt, der würde nicht mal auf Anhieb sehen, wieviele Bücher sich bei mir tummeln. Nur die paar die ich meinem Vater zum lesen ins Wohnzimmer gelegt habe. Sicherlich jemand der mich kennt, der weiß von dem Zimmer oder dass ich halt viel lese, aber warum muss ich das präsentieren?
    Wenn ich wo reinkomme und sehe Bücherregale, schau ich mir die an und man kann evtl. drüber reden, muss man aber nicht.


    Aus diesem Grund werden mir solche Frahen nicht gestellt und wenn, dann stören sie mich nicht.

  • "Habt Ihr die denn schon alle gelesen?"
    Nein, die sind nur Deko.


    - "Wer von Euch liest denn hier?"
    Die Frage hab ich bisher noch nicht gestellt bekommen.


    - "Wann willst Du denn die (Bücher) lesen?"
    Wenn ich Zeit habe?


    - "Weißt Du wie viele Euros da rumstehen?"
    Das wurde ich tatsächlich schon mehr als einmal gefragt. Meine Antwort: Ich brauch halt nicht jedes Jahr ein neues Handy und kann auch mit meinem kleinen Auto gut leben.


    - "Wie viele Bücher hast Du denn?"
    Ca. 500


    - "Wo hast du denn die alle her?"
    Die sind mir zugelaufen.


    - "Warum hast du denn dieses/oder jenes Buch?" !!!
    Die Frage kam noch nie.


    - "Was machst Du denn mit Deinen Büchern beim Umzug?“
    Einpacken und mitnehmen, was sonst.


    - "Findest Du überhaupt ein Buch wenn Du eins suchst?"
    Nein, ich geb ne Suchanzeige auf.


    Bei diesen Fragen werde ich echt pampig. Ich kritisiere die Hobbys meiner Freunde auch nicht, da darf ich ja wohl das Gleiche erwarten. :fetch


    Es gibt auch "normale" und echt interessierte Fragen, wie:
    - "Hast Du eine bestimmte Ordnung?"
    - "Sind die katalogisiert"?
    - "Woher nimmst Du Buchempfehlungen bzw. unter welchen Gesichtspunkten kaufst Du Deine Bücher?"


    Da keiner meiner Bekannten sich für Bücher interessiert, werden solche Fragen leider nie gestellt.

    Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind; wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat. - Marie von Ebner-Eschenbach

  • Zitat

    Original von Nikana
    Als Soundtrack zu diesem Thread schlage ich "Lasse reden" von den Ärzten vor. :grin


    :write


    Jeder, der mich kennt, weiß daß ich viel lese und eben auch viele Bücher besitze. Und das bekommen auch Bekannte schnell mit, so daß das niemanden mehr groß wundert.


    Mich nerven solche Fragen, von Leuten, die nicht so gerne oder so viel lesen, auch nicht. Warum auch?

  • Da die meisten Leute in meinem Umfeld Studenten (oder gebildete Erwachsene) sind und zumindestens einmal im Jahr ein Buch in die Hand nehmen, kommen mir die meisten der Fragen nicht unter.


    Nur einmal kam der Vorschlag, ich solle doch, wenn ich kein Geld habe, einfach alle meine Bücher verkaufen, ich bräuchte die doch eh nicht mehr, die hätte ich doch schon gelesen. :pille

  • Zitat

    Original von Dori
    Nur einmal kam der Vorschlag, ich solle doch, wenn ich kein Geld habe, einfach alle meine Bücher verkaufen, ich bräuchte die doch eh nicht mehr, die hätte ich doch schon gelesen. :pille


    ja, das habe ich auch schon gehört und das lustigste ist, als ich noch zuhause gewohnt habe, habe ich meinen (damals noch) Freund damit beauftragt, dass er, falls mir etwas passieren sollte, die Bücher verkauft, damit meine Mutter Geld für alle Auslagen hat.
    Aber ansonsten lächle ich über diesen Vorschlag nur :-]

    Bücher sind eine höchst ergötzliche Gesellschaft. Wenn man einen Raum mit vielen Büchern betritt - man braucht sie gar nicht zur Hand zu nehmen - ist es, als würden sie zu einem sprechen, einen willkommen heißen.
    -William E. Gladstone-

  • Leicht off topic, aber vor ein paar Tagen wollte eine Kollegin von mir Vor- und Nachteile diverser eBook-Reader wissen und ich erwähnte dann, dass ich den Kindle 3G unter anderem auch deshalb gekauft habe, weil ich mir damit jederzeit ein Buch kaufen kann, egal wo ich bin.


    Woraufhin ihre Freundin meinte: "Wie kann man denn plötzlich ein Buch wollen?" :lache

  • Bei mir kommt dann immer


    - Meine Güte, hast du viele Bücher. Darf man denn fragen, ob du sie auch alle gelesen hast. Und ich sage dann immer: So ca. 75% davon sind gelesen. Meine Freunde lesen nicht und deswegen kann ich diese Art von Fragen gar nicht stellen, aber meine Tante liest wie verrückt und als ich letztens mal bei ihr war, habe ich sie direkt gefragt, ob der der Stapel von Büchern in ihrem Schlafzimmer schon gelesen ist, oder ob sie den noch lese muss. Daraufhin hat sie nur gesagt, dass sie die Bücher schon alle gelesen hat und nur noch eins lesen muss. Ich war da schon ein bisschen buff. Wenn ich mal meinen SuB betrachte... :grin

  • Am besten ist immer meine Mutter, wenn sie mich mit einem Buch sieht..."Da könntest Du mir 100 Euro geben, dass ich ein Buch lese, ich müßte auf das Geld verzichten". Blöd nur, dass sie mir das 100 Euro-Angebot noch nie gemacht hat, das wäre leichtverdientes Geld :lache

    Liebe Grüße
    Sabine


    Ich :lesend "Wo das Glück zu Hause ist" von Jenny Colgan

    Ich höre "Die Sturmschwester" von Lucinda Riley

    SuB: 150

  • Mein Papa hat mich auch schon einmal gefragt, ob ich eigentlich wüsste, wie viel Geld in meinen Regalen steht - da ich Bücher grundsätzlich neu kaufe. Allerdings mit dem Hintergrund, dass er seine Bücher zum großen Teil ausleiht und nicht selbst kauft. :grin


    Ansonsten kann ich nur sagen, dass ich glücklicherweise keine bis wenig Menschen kenne, die so verständnislos auf mein Hobby reagieren. Wenn ich lese, was man sich teilweise anhören "muss" ... Besonders mies finde ich ja den Hinweis mit der verlorenen Zeit - ich mache mir beinahe um jede Sekunde Gedanken, die ich nicht mit einem Buch verbringe, sondern vor dem Fernseher herumsitze. :rolleyes Aber so hat eben jeder Mensch seine Prioritäten.


    Die Frage "Findest du überhaupt ein Buch, wenn du es suchst?" ist ja aber irgendwie süß. Ich finde meine Bücher auf Anhieb, schließlich habe ich lange an einem schönen System gesessen ... :grin Ich glaube, diese Frage würde ich auch nicht übel nehmen, sie klingt eher nach echtem Interesse. Für einen Menschen, der meine Regale nicht so gut kennt wie ich, wird es natürlich schwierig ...

  • Zitat

    Original von Delphin
    Woraufhin ihre Freundin meinte: "Wie kann man denn plötzlich ein Buch wollen?" :lache


    Ich denke, das ist die Frage, bei der sich die Leser-Spreu vom Leser-Weizen trennt. Wer das Gefühl nicht kennt, ist definitiv kein LAL, LeserIn aus Leidenschaft. :-]


    Ich kenne vor allem die irritierte Frage "Sowas liest Du?!" beim Anblick mancher Bücher.
    :rolleyes

  • Zitat

    Original von Delphin
    Leicht off topic, aber vor ein paar Tagen wollte eine Kollegin von mir Vor- und Nachteile diverser eBook-Reader wissen und ich erwähnte dann, dass ich den Kindle 3G unter anderem auch deshalb gekauft habe, weil ich mir damit jederzeit ein Buch kaufen kann, egal wo ich bin.


    Woraufhin ihre Freundin meinte: "Wie kann man denn plötzlich ein Buch wollen?" :lache


    :lache Hat die Vorstellungen. Klar kann man das, dauernd ;-)


    Ich werde meistens nicht nach irgendwelchen Dingen gefragt. Die Leute bestaunen die Masse an Büchern eher. Ich kenne viele Leute, die gern lesen und sich dann Tips von mir holen. Meistens kann ich auch die Bücher beim Lesen schon den Personen zuordnen, denen ich sie vorschlage ;-)


    Die Frage ob ich alle schon gelesen habe kam auch schon oft, nervt mich aber nicht.


    Tja, meine Arbeitskollegen sagen auch immer, ich hätte zu viel Zeit, weil ich meistens nicht länger als eine Woche für ein Buch brauche. Das ärgert mich dann doch etwas.


    Und manche sind der Ansicht, dass man Bücher sofort nach dem Lesen auch wieder verkaufen kann. Das mache ich nur bei Büchern, die mich gar nicht beeindruckt haben. Aber ist ja auch mein Ding, ob ich ein ätzendes Buch hier stehen habe oder nicht. Finde ich jedenfalls.

  • Hm, ich scheine gute Freunde und Bekannte zu haben, ich habe noch nie komische Reaktionen zu meinen Büchern bekommen. Entweder die Leute finden das normal oder ich habe auch schon Reaktionen wie "Oooh, dein Zimmer sieht toll aus, mit den ganzen Büchern" bekommen. Aber ich glaube, die lesen auch wirklich alle selber, sonst wäre ich wahrscheinlich nicht mit ihnen befreundet... :lache

  • Naja, man hat ja nicht nur Freunde bei sich zuhause, sondern auch Bekannte der Eltern, Kumpels, die Freunde mal mitbringen, Verwandte etc. Da kann man meistens nicht selbst auswählen :wave

    Bücher sind eine höchst ergötzliche Gesellschaft. Wenn man einen Raum mit vielen Büchern betritt - man braucht sie gar nicht zur Hand zu nehmen - ist es, als würden sie zu einem sprechen, einen willkommen heißen.
    -William E. Gladstone-

  • Im Laufe der Jahre sind mir alle vorgenannten Fragen irgendwann schon untergekommen, allerdings nicht von Leuten, die mich gut kennen oder mit mir befreundet sind.


    Häufigste und erste Frage vor der ersten Bücherwand: "Was machst Du mit so vielen Büchern?" Wird von mir nicht kommentiert, denn da unterstelle ich einfach mal, dass weitere Erklärungen hierzu auch keine Aufklärung bringen. Ich wechsle dann schnell das Thema.


    Bei der Sichtung weiterer Bücherwände gibt es dann schon keine Fragen mehr. :grin

    Viele Grüße
    Shirat


    Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere. (Groucho Marx)

  • 1. verkehre ich/wir nicht mit solchen Menschen
    2. steht bei mir im Eingang ein ausgedienter Reader wie ein Bilderrahmen mit dem Vermerk: Ich bin 2.000 Bücher. Bitte nicht berühren. Hausherr kann bissig werden

  • Zitat

    Original von Lesehunger
    Naja, man hat ja nicht nur Freunde bei sich zuhause, sondern auch Bekannte der Eltern, Kumpels, die Freunde mal mitbringen, Verwandte etc. Da kann man meistens nicht selbst auswählen :wave


    Na, bei mir in der WG eher nicht, höchstens noch Kumpels oder mal Leute aus der Uni für Gruppenarbeiten. Und die sind eben alle too und verstehen das! :lache

  • Zitat

    Original von vicy
    - "Habt Ihr die denn schon alle gelesen?"
    - "Wer von Euch liest denn hier?"
    - "Wie viele Bücher hast Du denn?"
    - "Warum hast du denn dieses/oder jenes Buch?"


    ..hmmm.. irgendwie empfinde ich die Fragen gar nicht als so unmöglich. Wären alles Fragen, die ich unter Umständen auch stellen könnte. Freilich macht der Ton die Musik.


    Oft sind Fragen dieser Art doch auch nicht unbedingt böse gemeint. Als Nichtleser ist man halt schonmal verblüfft, wenn man dann buchbeladene Räume sieht..

  • Zitat

    Original von Lesehunger
    Naja, man hat ja nicht nur Freunde bei sich zuhause, sondern auch Bekannte der Eltern, Kumpels, die Freunde mal mitbringen, Verwandte etc. Da kann man meistens nicht selbst auswählen :wave



    ....Vermieter.... dazu muss man sagen, dass ich in meiner WG ca. 100 Buecher habe, was im Vergleich zu dahei ja noch wenig ist. Die meisten von den privaten sind sowieso inzwischen gelesen und ich studiere Literaturwissenschaften, was eine gewisse Anzahl an Buechern erfordert. Finde ja, dass bei imn Schnitt 5-10 Buechern pro Monat nach einem Jahr 100 Buecher nicht wirklich unrealistisch sind, aber er hat mich auch gefragt, wozu ich denn so viele Buecher braeuchte.... :yikes

  • Zitat

    Original von vicy


    - "Wo hast du denn die alle her?" bzw. "Was machst du damit?"
    Ohne Kommentar.


    - "Was machst Du denn mit Deinen Büchern beim Umzug?“
    (Na schleppen und mitnehmen, was sonst)


    Zitat

    Original von Delphin
    "Wovon handeln die denn so?" (mit Blick auf meine Bücherwand) :konfus


    Genial. :lache



    Das dümmste, was ich mir schonmal anhören musste war, dass es schädlich ist, soviel zu lesen. Ja nee, ist klar. :rolleyes Das ist aber schon ein paar Jahre her.


    Was ich mir auch schon anhören musste war : "Mehr Bücher gehen wohl nicht?"
    Das war aber mit einem Grinsen im Gesicht, weil der Besuch wusste, das ich sehr viel lese.


    Das einzige, was ich mir heute manchmal anhören muss ist, dass ich erstmal die Bücher lesen soll, die ich habe.
    Oder eben der bekannte Satz: "Hast du die schon alle gelesen?" Das wars aber auch schon.

  • Meine Bücher sind an drei Orten verteilt, daher treten sie Besuchern nicht in geballter Form vor die Augen. Allerdings habe ich mir auch schon Bemerkungen anhören müssen von Freunden, woher ich denn die viele Zeit zu lesen nehme.


    Tja, jeder Mensch braucht ein Hobby. Und während die eine Freundin jeden Abend bei einem anderen Sportverein mitmacht, die andere sehr viel fernsieht und wieder andere Perlenketten basteln oder Rollenspiele spielen, lese ich halt.


    Andere Hobbys sind halt nicht so offensichtlich, da die Spuren in den Wohnungen nicht zu sehen sind.


    Es ist aber schon frappierend, dass man sich für manche Hobbies richtig gehend verteidigen muss.