Jahresbesten-Liste 2016 - Historische Romane

  • Liebe Eulen,


    wie ihr bereits unserer Ankündigung entnehmen konntet, möchten wir auch in diesem Jahr mit eurer tatkräftigen Mithilfe eine Jahresbesten-Liste erstellen, klick.
    In diesen Thread tragt bitte das Buch aus dem Bereich Historische Romane ein, das euch im Jahr 2016 am Besten gefallen hat.


    Bitte tragt die ISBN in das entsprechende Feld ein. Titel und Autor/Autorin setzt ihr bitte – in der Form Titel – Autor/Autorin - ins Themenfeld und schreibt eine ganz kurze Begründung (keine Rezension), wieso ihr euch genau für DAS Buch entschieden habt. Eine weitere Bitte: Listet hier nur eurer Lieblingsbucher auf - ohne die Beiträge der anderen zu kommentieren. Eure Kommentare könnt ihr in der Ankündigung hinterlassen, klick.



    Beispiel:


    Alle unter eine Tanne – Jo Malinke


    Begründung:
    "Alle unter eine Tanne" hat mich zum Lachen und zum Weinen gebracht ...

  • Unzweifelhaft der historische Roman des gerade verlöschenden Jahres 2016 - ein in jeder Hinsicht meisterhaftes Werk, welches den Autor die meisten anderen Schreiberlinge in diesem Feld auf ihre Plätze (ganz weit hinten... Hinter den Pfosten... Dort, wo man kaum etwas hört und nix sieht... ) verweist.


    Neben Robert Löhr einer der wenigen innovativen Schriftsteller im historischen Roman!

  • Der mit minimalem Abstand für mich beste Teil der insgesamt überragenden Ibis Trilogie. Hier wird kein wohliger Ausflug in die "guten alten Zeiten" unternommen, sondern vom Autor mit großer sprachlicher Kraft und mittels eines ebenso breiten wie abwechslungsreichen Personals ein bedeutender Abschnitt der Weltgeschichte kritisch beleuchtet. Ein Meisterwerk!


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    "Lieber losrennen und sich verirren. Lieber verglühen, lieber tausend Mal Angst haben, als sterben müssen nach einem aufgeräumten, lauwarmen Leben"

    Andreas Altmann

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  • Ein ganz tolles Buch. Mein erstes historisches Buch nach längerer Zeit und das hat mir wieder Lust auf mehr gemacht....



    Ein meisterhaft erzählter Roman voller Geheimnisse


    Charlotte wagt einen großen Schritt, als sie 1890 Berlin verlässt und eine Stelle als Gouvernante in einem herrschaftlichen Haus bei London antritt. Dort ist sie für die junge Emily verantwortlich, die seit dem tragischen Verlust ihrer Mutter von schlimmen Albträumen verfolgt wird und den nahe gelegenen Fluss fürchtet. Besorgt um das Wohl des Mädchens versucht Charlotte, mehr über den Tod von Lady Ellen herauszufinden, doch niemand im Haus ist bereit, das Schweigen zu brechen. Erst mithilfe des Journalisten Tom kommt Charlotte einer dunklen Wahrheit auf die Spur …

    Liebe Grüße
    Sabine


    Ich :lesend "Die Frequenz des Todes Auris" von Vincent Kliesch

    Ich höre "Die Zeit der Kraniche" von Ulrike Renk

    SuB: 142

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  • Das hab ich jetzt zum Ende des Jahres gelesen...eine ganz tolle Geschichte, das mich natürlich auch deshalb angesprochen hat, weil es zum größten Teil ganz in meiner Nähe spielt.


    Mit der Einordnung war ich jetzt etwas unsicher. Für mich ist das ganz klar ein historischer Roman, bei den Rezis steht er unter Belletristik. Auf jeden Fall eins meiner Highlights dieses Jahr, ganz egal wo es hingehört.



    Das Schicksal einer Frau wird zum Vermächtnis einer ganzen Familie ...


    Als Gideon Morgenstern in Regensburg das Erbe seines Großvaters antritt, ahnt er nicht, dass der Koffer, den der alte Mann ihm vermacht hat, sein Leben für immer verändern wird. Gideon entdeckt nun die tragischen Zeugnisse einer längst verschwundenen Welt: alte Fotografien – und vor allem einen uralten kleinen Holzkasten. Dieser gehörte Daniel Friedman, einem jüdischen Arzt, der 1519 bei einem Pogrom ermordet wurde. Als einzige Überlebende nahm seine Tochter Alisah den Medizinkasten an sich und führte sein Handwerk fort. Doch als jüdische Frau war es nicht nur gefährlich, sondern auch verboten, als Ärztin tätig zu sein …

    Liebe Grüße
    Sabine


    Ich :lesend "Die Frequenz des Todes Auris" von Vincent Kliesch

    Ich höre "Die Zeit der Kraniche" von Ulrike Renk

    SuB: 142

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  • Ohne große Erwartungen habe ich die Lektüre dieses Romans begonnen. Ein Geschenk, das ich mir selbst sicher nicht gekauft hätte. Umso größer war meine Faszination beim Lesen dieser ruhigen, aber ungewöhnlichen Geschichte über gesellschaftliche Spielregeln, Sünden und Schuld. Ich werde Jessie Burtons zweiten Roman mit Sicherheit lesen.

  • Ein sehr interessanter Einblick in das Leben Mitte des 19. Jahrhunderts zwischen Fortschritt (in der Technik) und Traditionalismus (in Politik und Gesellschaft). Ich bin schon gespannt auf die im Januar erscheinende Fortsetzung.

    "Wie kann es sein, dass ausgerechnet diejenigen, die alles vernichten wollten, was gut ist an unserem Land, am eifrigsten die Nationalflagge schwenken?"
    (Winter der Welt, S. 239 - Ken Follett)

  • Da gibt es nichts auszusetzen - meine absolutes Highlight dieses Jahr. Erzählstil, Plot, Thema, Handlung - da paßt einfach alles.
    .

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")

  • Weil es ein würdiger Abschluss der Reihe ist - alles wird abgerundet - Ein Abschied mit Wehmut


    Sorry - aber beide ISBN funktionieren nicht - Danke Lumos - ich hatte auch schon gesucht, ob die ggf. falsch wäre


    Edit: Heute (4.1.2017) funktioniert sie :grin LG JaneDoe

    Binchen
    :write
    Kein Lesen ist der Mühe wert, wenn es nicht unterhält. (William Somerset Maugham) ;-)

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von binchen ()

  • Einfach gut. Super recherchiert, spannend geschrieben von Seite eins an. Differenzierte Figuren. Geschichte zum Anfassen!

    "Literatur ist die Verteidigung gegen die Angriffe des Lebens."


    "...if you don't know who I am - then maybe your best course would be to tread lightly."

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von newmoon ()

  • Ich lese eigentlich nur noch selten historische Romane. Aber dieser hier hat mich umgehauen! Sehr intensiv, manchmal etwas zu brutal. Aber es sind vor allem die unterschiedlichen Perspektiven, die sehr viel Authentizität spüren lassen. Die Geschichte der First Nations und der Einwanderer nach Kanada ist alles andere als einfach ...


    Leider noch nicht auf deutsch erschienen. Meine Rezension könnt ihr hier lesen: klick

    Gruss aus Calgary, Canada
    Beatrix


    "Well behaved women rarely make history" -- Laura Thatcher Ulrich

  • Ich habe doch tatsächlich mehrere historische Romane dieses Jahr gelesen. Und ich merke, die vorsichtigere Auswahl lohnt sich, denn auch dieses hat mich voll überzeugt. Leider noch nicht auf deutch erschienen soweit ich weiss, aber durchaus leicht lesbar auf englisch.


    Mir gefiel, dass trotz all der Härte des Alltags aus der Sklavenzeit in den USA der Autor hier nicht reine schwarz-weiss Malerei betrieben hat. Gut und Böse ist auf beide Hautfarben verteilt.

    Gruss aus Calgary, Canada
    Beatrix


    "Well behaved women rarely make history" -- Laura Thatcher Ulrich