Die Fotografin. Am Anfang des Weges - Petra Durst Benning

  • Kurzmeinung: Anfang des Weges“. Eine Frau die für ihre Selbstverwirklichung kämpft, unerschrocken und mutig.


    Eine selbstbewusste und couragierte Frau, die für ihre Freiheit und selbständigkeit kämpft


    Inhaltsangabe: Quelle blanvalet-Verlag                                                                                                                                                                                                                                                                                           Gegen alle Widerstände wird Mimi Reventlow Fotografin, und findet nicht nur ihre Freiheit, sondern auch die Liebe … Minna Reventlow, genannt Mimi, war schon immer anders als die Frauen ihrer Zeit. Es ist das Jahr 1911, und während andere Frauen sich um Familie und Haushalt kümmern, hat Mimi ihren großen Traum wahr gemacht. Sie bereist als Fotografin das ganze Land und liebt es, den Menschen mit ihren Fotografien Schönheit zu schenken, genau wie ihr Onkel Josef, der ihr großes Vorbild ist. Als dieser erkrankt, zieht sie in das kleine Leinenweberdorf Laichingen, um ihn zu pflegen und vorübergehend sein Fotoatelier zu übernehmen. Ihm zuliebe verzichtet sie nicht nur auf ihre Unabhängigkeit, sondern sieht sich in Laichingen zunächst auch den misstrauischen Blicken der Dorfbewohner ausgesetzt, da sie mehr als einmal mit ihrem Freigeist aneckt. Und als bald ein Mann Mimis Herz höher schlagen lässt, muss sie eine Entscheidung treffen …


    Meine Meinung       


    Die Autorin, Petra Durst-Benning, hat es wieder einmal geschafft, mich mit ihrem neusten Roman ihrer Familiensaga in den Bann zu ziehen. Man gewinnt die Figuren sofort lieb, besonders Mimi, dies junge starke , mutige und vom Freigeist getriebene junge Frau habe ich sehr bewundert. Für die damalige Zeit , als Frau einen Beruf zu ergreifen und dann noch als Wanderfotografin, war eine Sensation, den sie reist durch die Lande ohne männlichen Schutz, unvorstellbar. Ihr Sprachstil ist fließend, Bildhaft und sehr mitreißend, man hat das Gefühl ihr sprudeln nur so die Worte und Gedanken aus der Feder. Der Spannungsbogen bleibt von der ersten bis zur letzten Seite sehr hoch. Ihre einzelnen Figuren und deren Charaktere sind sehr liebevoll und glaubhaft gezeichnet, man konnte sich sehr gut in ihre Protagonisten hineinversetzen, sich mit ihnen freuen, bangen und hoffen und deren Verzweiflung spüren. Das historische geschehen zur damaligen Zeit ist sehr Authentisch wiedergegeben, ob es das Leinenweberdorf Laichingen auf der schwäbischen Alb, oder die Fotografie ist. Alles ist sehr gut recherchiert, das karge Leben, die Armut der Leinenweber, der Stand der Frau zur damaligen Zeit. Man spürt beim Lesen, wie viel Herzblut sie in diese Geschichte gesteckt hat. Danke auch für das Nachwort und die schönen Fotografien im Anhang. Jedenfalls fiebere ich schon der Fortsetzung entgegen.....




    Zum Inhalt: Von Anfang an habe ich Mimi bewundert, über ihren Mut, Stärke und ihren Freigeist, wie gradlinig sie ihren Weg geht. Auslöser Wanderfotografin zu werden, war ihr Onkel Josef, ein Wanderfotograf, an dem sie sehr hängt und bewundert, sie waren schon immer ein Herz und eine Seele. Mimi. Wäre nicht Mimi, sie schafft es sich gegen alle Widerstände durchzusetzen, und erlernt den Beruf der Fotografin. Besonders ihre Eltern gefielen mir sehr, die mit der Zeit gehen und ihre Tochter unterstützen und ihren Rücken stärken, das sie ihren großen Traum wahr machen konnte. Mimi, ist sehr gefragt, aber als ihr Onkel Josef schwer erkrankt, lässt sie alles stehen und liegen, und reist nach Laichingen ins Leinenweberdorf, hier beweist sie Charakterstärke. Das Leben dort ist am Anfang nicht leicht für sie, verkörpert sie doch überhaupt nicht das Bild der Frau zur damaligen Zeit, dem Heimchen hinter dem Herd. Kein Wunder das die Laichinger sie misstrauisch beäugen. Aber gegen alle Widerstände erobert sie die Herzen der Bevölkerung, auch wenn nicht alle. Da ist der Fabrikbesitzer und Ausbeuter Gehringer, dem sie wagt die Stirn zu bieten, und sich mutig gehen ihn auflehnt und nicht einknickt, dafür habe ich sie sehr bewundert, aber auch meine Hochachtung das sie so für ihren Onkel Josef da ist, und vieles Aufgibt, aber auch neue Ideen umsetzt. Mimi ist sehr kreativ und besitzt ein großes Herz, sie erkennt das Alexander ein sehr begabter Zeichner ist, ob sie es schafft gegen die widerstände seines Vaters ihn auf die Kunstschule zuschicken. Es bleibe viele offene Fragen, wird sich Mimi ganz in Laichingen niederlassen, gerade jetzt wo ihre große Liebe Hannes im Ort auftaucht ?

  • Mimi Reventlow hat großes Glück. Als sie sich entscheidet den Heiratsantrag ihres Verehrers nicht anzunehmen und lieber als Wanderfotografin durch Deutschland zu reisen, stehen ihre Eltern auch finanziell hinter ihr und unterstützen sie dabei, ihren größten Wunsch wahr werden zu lassen.

    Einige Jahre zieht sie erfolgreich durch die Lande und baut sich einen guten Ruf auf. Doch dann erfährt sie, dass ihr Onkel Josef, der sie zur Fotografie gebracht hat, schwer krank ist, und reist zu ihm nach Laichingen auf die Schwäbische Alb.

    Dort erwartet sie ein komplett fremdes Leben. Fortschritt ist dort verpönt, es soll doch bitte immer alles so weitergehen wie bisher. Vor allem Fabrikant Gehringer hält strikt am althergebrachten fest, sichert es ihm doch auch den Zugriff auf billige Arbeiter. Denn wer würde es schon wagen gegen ihn, den Herrn Fabrikanten, aufzumucken.


    Mimi hat mir sehr gut gefallen. Sie weiß was sie will und setzt das auch mit einem Gottvertrauen um, das durchaus zu beneiden ist. Die Entscheidung Wanderfotografin zu werden hätte auch ziemlich in die Hose gehen können. Auch die Entscheidung in Laichingen zu bleiben und ihren kranken Onkel zu pflegen ist nicht ohne. Schließlich hat sie es nie gelernt einen Haushalt zu führen.

    Petra Durst-Benning gelingt es in diesem Buch die Welt der Weber auf der Schwäbischen Alb lebendig werden zu lassen. In den Teilen die in Laichingen spielen konnte ich die Kälte und Trostlosigkeit förmlich spüren. Wohingegen ich bei den Teilen, die in Ulm oder am Bodensee spielen durchaus die Wärme und die Lebendigkeit der Gegend gespürt habe.

    Für treue Leser gibt es in diesem Buch auch ein Wiedersehen mit Clara Berg, die wir in Bella Clara begleiten durften. Und auch Anspielungen auf die Glasbläser- und Samenhändler-Trilogien sind im Buch zu finden.

    Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Es ließ sich gut lesen und bot einen guten Einstieg in die Geschichte, die mit weiteren 4 Bänden fortgesetzt werden wird. Daher ist das Ende auch recht offen und man ist gespannt, wie es mit Mimi und den Laichingern wohl weitergehen wird und ob Mimi es schafft ein wenig frischen Wind auf die Alb zu bringen.

    Von mir daher eine Leseempfehlung für dieses atmosphärische Buch!


    8 von 10 Punkte

  • Petra Durst-Benning schafft es immer wieder mich mit einem neuen Thema in ihren Bann zu ziehen.
    Diesmal ist es die Fotografie.
    Speziell das Thema Wanderfotografie - mir war bis jetzt nicht bewusst, dass es diesen Beruf einmal gab.

    "Die Fotografin - Am Anfang des Weges" ist der Auftakt zu einer neuen Reihe von Petra Durst-Benning.
    Mimi Reventlow, eine junge und für ihre Zeit sehr moderne und selbstbewusste Frau, entschliesst sich als Wanderfotografin durch Deutschland zu ziehen. Ihr Vorbild ist ihr Onkel der diesen Beruf auch lange Jahre ausübte.
    Sie schafft es auch relativ schnell sich einen guten Namen zu machen und von ihrer Arbeit zu leben.
    Bis ihr Onkel, der auf seine alten Tage der Liebe wegen sesshaft wurde, schwer erkrankt. Seine Frau ist zwischenzeitlich gestorben und er lebt allein in Laichingen, einem Dorf auf der Schwäbischen Alb.
    Laichingen ist weitbekannt für seine Webereien.
    Mimi zieht zu ihrem Onkel, kümmert sich um ihn, eröffnet sein Atelier wieder und versucht, als Fotografin Fuß zu fassen. Dies ist nicht immer einfach, besonders nicht, weil sie dem ansässigen Fabrikbesitzer Gehringer schnell ein Dorn im Auge ist.
    Er hat in Laichingen quasi das Sagen, sorgt für Arbeit und ein Auskommen. Wenn auch in den meisten Fällen nur für ein klägliches.
    Harte Arbeit ist der Beruf des Webers, dazu kommt noch die Landwirtschaft, die Frauen arbeiten als Stickerinnen - Zeit und Geld für Vergnügungen bleiben nicht viel.
    Trotzdem schafft es Mimi, sich als Fotografin zu etablieren und das Vertrauen von einigen Laichingern zu gewinnen. Dies alles beschreibt Petra Durst-Benning wieder auf sehr kurzweilige und unterhaltsame Art und Weise. Man erfährt viel über das Weber-Handwerk und die Lebensbedingungen zu dieser Zeit. Und natürlich spielt auch die Liebe eine nicht unerhebliche Rolle. Das Buch liest sich quasi weg wie nix und man freut sich jetzt schon auf Band 2. Zumindest ist es mit so ergangen.
    Wieder einmal hat es Petra Durst-Benning geschafft, mich mit einem neuen Thema, einer neuen Frauenfigur zu fesseln und zu unterhalten.

  • Mimi Reventlow wächst in Esslingen auf. Ihr Vater ist Pfarrer und ihre Mutter, die sich für wohltätige Zwecke engagiert und sich um die Armen in der Gemeinde kümmert, hat kaum Zeit für ihre Tochter. Einen Heiratsantrag lehnt Mimi ab, sie spürt, dass Hausfrau und Mutter nicht das Richtige für sie ist. Doch ihre Eltern reagieren für damalige Verhältnisse sehr verständnisvoll. Mimis großes Vorbild ist ihr Onkel und Wanderfotograf Josef. Auch Mimi zieht es hinaus, ihr großer Traum ist es, sich als Wanderfotografin zu etablieren. Was aber für eine Frau im Jahre 1911 nicht ganz einfach ist. Doch Mimi lässt sich so schnell nicht unterkriegen. Eines Tages begegnet sie auf ihren Reisen Hannes, einen Gewerkschafter. Er geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Doch als ihr Onkel Josef schwer erkrankt, sucht sie ihn in Laichingen auf, um ihm zur Seite zu stehen und sein Fotoatelier zu übernehmen. Doch das gefällt nicht jedem in diesem Ort und bringt so manche Komplikation mit sich...


    Was für ein wundervolles Buch. Mir hat die Geschichte um Mimi richtig gut gefallen. Mimi ist eine starke Persönlichkeit, die ihren selbst gewählten Beruf als Fotografin mit großer Leidenschaft ausübt. Durch ihren unkonventionellen Stil und immer neuen Ideen kommt sie gut bei ihren Kunden an. Anders sieht es allerdings in Laichingen aus. Hier herrschen noch alte Traditionen, gegenüber Neuem ist man wenig aufgeschlossen. Mimi eckt hier schnell an.

    Laichingen ist geprägt durch die Leinenweberei, ein Großteil der Männer sind als Weber tätig und leben in ärmlichen Verhältnissen. Die Stickereien der Leinenprodukte bleibt den Frauen überlassen, neben Haushalt und Feldarbeit. Viel Zeit und Geld bleibt für privates Vergnügen nicht übrig. Doch Mimi als Vorbild bringt den einen oder anderen Jugendlichen im Ort zum Nachdenken, nicht jeder möchte Weber werden, so wie der Vater und Großvater. Besonders dem Unternehmer Gehringer ist sie ein Dorn im Auge. Doch Mimi beweist Mut und bietet ihm die Stirn, während die anderen Dorfbewohner eher vor ihm kuschen.

    Mimi mochte ich direkt von Anfang an, sie hat das Herz am rechten Fleck und kämpft für ihre Träume und Ziele. Schon von der ersten Seite an hat mich ihre Geschichte völlig in den Bann gezogen, so dass ich kaum aufhören mochte zu lesen. Auch die anderen Figuren sind in all ihren Facetten authentisch gezeichnet. Die Sprache ist bildhaft, fesselnd und eindringlich, sofort wurde Spannung aufgebaut, die niemals abgeflacht ist. Man bekommt hier die ganze Palette an Spannung, Liebe und Dramatik geboten. Dabei kommt der historische Hintergrund nicht zu kurz. Auch die Thematik der Leinenweberei wurde glaubhaft und interessant dargestellt. Darüber erfährt man einiges hier. Ebenso über die damalige Art der Fotografie, die mich völlig faszinieren konnte.

    Für mich war „Die Fotografin“ ein absolut spannendes Wohlfühlbuch mit authentisch recherchiertem historischen Hintergrund und glaubwürdigen Charakteren. Zum Ende hin bleiben einige Fragen offen. Eigentlich bin ich kein Fan von losen Enden, aber nicht mal dafür könnte ich einen Punkt abziehen, da mich das Buch auf jeder einzelnen Seite absolut überzeugt und mich Mimis Geschichte sehr bewegt hat. Ich kann es kaum erwarten, den nächsten Teil in den Händen zu halten.

    Im Anhang sind übrigens Fotos aus der damaligen Zeit abgebildet, so bekommt man als Leser einen noch besseren Einblick in Mimis Arbeit als Fotografin.

    Für dieses Highlight vergebe ich gerne 10 volle Punkte.

  • Mimi hat Glück, ihre Eltern unterstützen ihren Wunsch als Wanderfotografin durch die Lande zu ziehen. Durch eine glückliche Fügung hat sie schnell Erfolg. Nach einigen Jahren auf Wanderschaft landet sie auf der schwäbischen Alb im Weberort Laichingen, um nach dem erkrankten Onkel, die immer ihre großes Vorbild war, zu sehen.

    Sie bleibt länger als geplant und bringt frischen Wind in das sehr traditionsbewusste Örtchen.

    Ich habe Mimis Weg sehr gern gelesen und war wie immer in Petra Durst-Bennings Bücher fasziniert, wie viel man beim Lesen über die damalige Zeit und Lebenweise erfährt.

    Enttäuscht war ich über das sehr offene Ende, das meiner Lesebegeisterung zum Schluss einen Dämpfer verpasst hat.

  • Das Buch:

    Minna Reventlow, genannt Mimi, war schon immer anders als die Frauen ihrer Zeit. Es ist das Jahr 1911, und während andere Frauen sich um Familie und Haushalt kümmern, hat Mimi ihren großen Traum wahr gemacht. Sie bereist als Fotografin das ganze Land und liebt es, den Menschen mit ihren Fotografien Schönheit zu schenken, genau wie ihr Onkel Josef, der ihr großes Vorbild ist. Als dieser erkrankt, zieht sie in das kleine Leinenweberdorf Laichingen, um ihn zu pflegen und vorübergehend sein Fotoatelier zu übernehmen. Ihm zuliebe verzichtet sie nicht nur auf ihre Unabhängigkeit, sondern sieht sich in Laichingen zunächst auch den misstrauischen Blicken der Dorfbewohner ausgesetzt, da sie mehr als einmal mit ihrem Freigeist aneckt. Und als bald ein Mann Mimis Herz höher schlagen lässt, muss sie eine Entscheidung treffen …

    Quelle Amazon


    Die Autorin:

    Petra Durst-Benning begann nach Abschluss eines Agrarwissenschaftlichen Gymnasiums eine Lehre zur staatlich anerkannten Wirtschaftskorrespondentin und Übersetzerin. Später arbeitete sie als Redakteurin einer Hundezeitschrift und als Sachbuchautorin zu natürlichen Heilmethoden bei Tieren. In den 1990er Jahren begann sie mit dem Schreiben von historischen Romanen, im Jahr 2015 wandte sie sich der Gegenwartsliteratur zu.

    Quelle Wikipedia


    Meine Meinung:

    Eigentlich kann man Mimi nur bewundern, sie ist unfasabr mutig und geht ihren Weg. Durch ihren Onkel Josef hat sie sich eben regelrecht festgebissen an dem Gedanken, Wanderfotografin zu werden. Und sie schafft es tatsächlich und darf eine Ausbildung machen zur Fotografin, auch nicht unbedingt selbstverständlich für die Zeit, in der dieses Buch spielt. Toll, das es auch damals solche Eltern gab, die ihren Kindern das ermöglichen was sie gerne möchten. Und als ein paar jahre später ihr geliebter Onkel Josef krank wird, zeigt sie wieder ihren starken Charakter und fährt zu ihm um ihm zu helfen. In dem Dorf hat sie es nun allerdings alles andere als leicht, für die alteingessenen Dorfbewohner ist diese moderne junge Frau erst mal scchwer zu akzeptieren. Aber auch das überwindet sie mit ihrem Charme, nur manche Personen bleiben eben gegen sie und machen ihr das Leben schwer. Trotzdem bleibt sie auf ihrem Weg und hilft dabei auch dem einen oder anderen auf seinem Weg. Natürlich spielt auch die Liebe eine Rolle....


    Petra Durst-Benning schafft es einen innerhalb weniger Minuten einen in das Buch zu ziehen. Mimi mochte ich von der ersten Sekunde an, sie hat mein Herz richtig erobert. Sie könnte für jede Frau ein Vorbild sein. Der Schreibstil dieses Buches ist flüssig, es wird so bildhaft erzählt, das man meint man wäre dabei gewesen.

    Auch an Spannung mangelt es nicht, von Anfang bis zum Ende freut man sich aber leidet auch mit Mimi mit. Nicht eine Minute langweilig. Alle Charaktere sind toll beschrieben, auch die "Bösen" haben ihren Charme irgendwie. Man merkt auch das sich die Autorin mit dieser Zeit und dem Thema dieses Buches sehr gut auskennt und sehr gut recherchiert hat. Das ist ein Buch mit ganz viel Herz und Leidenschaft. Wunderschöne Fotografien runden dieses Buch am Ende ab und man möchte eigentlich direkt mit dem nächsten Band starten, aber da müssen wir uns alle gedulden


    Ich möchte mich ganz herzlich herzlich beim Verlag für dieses wunderschöne Buch bedanken, es ist ja nicht nur inhaltlich wundervoll sondern auch optisch einfach nur ein Hingucker.:love:


    Danke an Petra für die Begleitung unserer Leserunde, ich warte gespannt auf die Fortsetzung <3:blume


    Hier kann ich nur volle 10 Eulenpunkte geben








  • Petra Durst-Benning versteht es ganz wunderbar, atmosphärisch dichte Geschichten um junge Frauenzu weben, die mutig und ihrer Zeit voraus einen selbstbestimmten Weg gehen.


    Mimi Reventlow hat das Glück in einem relativ weltoffenen Haushalt aufzuwachsen, mit einer sehr beschäftigten Mutter, die gar nicht die Zeit hat, sie übermäßig zu behüten. Von ihrem Onkel Josef lernt sie die Liebe zur Fotografie, für die sie einen Heiratsantrag und damit ein Leben in Komfort und Sicherheit ausschlägt. Etwas widerwillig, aber letztlich doch unterstützt durch ihre Eltern, wagt sie den Schritt in die Selbständigkeit und reist als eine Art Wanderfotografin durchs Land. Am Anfang ist ihr Durchhaltevermögen gefragt, aber schon bald schafft sie den Durchbruch und macht sich einen Namen in der Branche.

    Als sie von dem schlechten Gesundheitszustand des geliebten Onkels hört, schiebt sie ihre Verpflichtungen einstweilen beiseite und fährt auf die Schwäbische Alb nach Laichingen um ihm beizustehen. Dort beginnt nun die eigentliche Geschichte. Was bis hierhin geschah, ist wohl eher als eine Art Einleitung zu verstehen gewesen und wurde recht gestrafft berichtet, wobei ich gern über manche Stationen ihres Weges ausführlicher gelesen hätte.


    In Laichingen wird „alles gemacht wie immer“. Änderungen der alten Abläufe sind den Laichingern ein Graus, nur einige der jungen Leute wagen zu träumen, heimlich, damit es nur ja keinen Ärger gibt. Mimi fällt dort mit ihrer Lebensweise und ihrem Auftreten auf wie ein bunter Hund. Es wird nicht leicht für sie werden, sich zu etablieren, als Fotografin oder auch einfach nur als Mitbürgerin. Aber sie sorgt für frischen Wind, gerade den jugendlichen Träumern wird offenbar, dass es eben doch einen anderen Weg geben kann als den althergebrachten.


    Die Geschichte ist mit leichter Hand erzählt, jedoch mit einem tiefernsten Blick für die Situation vieler Arbeiter, hier speziell die Armut und das Elend der Weber auf der Schwäbischen Alb.


    Viele interessante Handlungsfäden werden gesponnen, die reichlich Stoff für die Folgebände versprechen. Mir hat es Freude gemacht, Mimi durch ihre Anfänge als Fotografin zu begleiten, Hannes, Eveline und vor allem Anton und Alexander kennenzulernen. Es wird sicher spannend weitergehen mit der Fortsetzung im nächsten Jahr.

  • Im Jahre 1911 macht Minna Reventlow ihren Traum wahr und wird Wanderfotografin. Dank ihres Onkels Josef, der sie in die Kunst der Fotografie einführt. Sie ist eine Frau die der Zeit weit voraus ist. Als ihr Onkel Josef schwer krank wird, zieht sie zu ihm in die Leinenweberstadt Laichingen um ihn zu pflegen. Dort hat sie keinen guten Stand bzw. Start. Die Menschen sind Neuem gegenüber sehr misstrauisch und viele sind sehr arm. Den namenhaften Fabrikbesitzer Gehringer hat sie gegen sich aufgebracht. Die Menschen hören auf ihn, da sie auf ihn Beziehungsweise auf die Arbeitsplätze angewiesen sind. Trotzdem gibt sie nicht auf und kann einige Menschen für sich gewinnen.


    Die damalige Zeit wurde gut beschrieben. Nach den ersten Seiten war ich gleich gefangen von der Geschichte und konnte mit Minna und den Menschen aus Laichingen mitfühlen. Das Ende fand ich genau richtig. Nicht zu offen und nicht zu abgeschlossen. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil.

  • Ich wurde zu Beginn sehr gut in die Handlung mitgenommen, auch im weiteren Verlauf des Romans ist er mitreißend geschrieben. Es gibt tolle Protagonisten und auch sperrige Figuren, die mich neugierig machten. Der Roman hat ein hübsches Cover, ich mag Nachworte und auch zusätzliches Material von der Recherche, so etwas sind liebevolle Extras.


    Mit Mimi Reventlow lernt man eine junge Frau kennen, die mutig einen anderen Weg im Leben beschreitet, als es früher üblich war. Die 26-jährige lehnt den Heiratsantrag des Freundes ab, Mimis Eltern akzeptieren dies und unterstützen ihre Idee, als Wanderfotografin selbstständig tätig sein zu wollen. Sie kommt nach Laichingen um sich um den erkrankten Onkel zu kümmern und wird dadurch, für eine Zeit dort in einer wieder für sie völlig neuen Welt, sesshaft. Sie fotografiert auch dort, aber lernt auch das dörfliche Leben kennen, welches gezeichnet ist mit hart arbeitenden Menschen, die über Generationen für die Arbeitgeber der Vorfahren auch tätig werden. Es ist ein Trott, aus dem aber auch doch so mancher ausbrechen möchte, Jugendliche haben Träume, auch von etwas anderem. So füjhrt die Autorin die Leser auch an die Schicksale mancher Laichinger Bürger heran und ich kann mir vorstellen, dass wir in den Folgebänden manches Schicksal weiterverfolgen werden.



    Zum Ende von Band eins hin habe ich schon etwas irritiert auf die verbleibenden Seiten geschaut und war dann doch erst einmal ziemlich enttäuscht, dass so vieles offen geblieben ist. Alexander war noch nicht mal bei der Aufnahmeprüfung, der Onkel lebt noch, Eveline leidet weiter und ihr Mann auch, Gehringer hat weder zum großen Schlag gegen Mimi ausgeholt, noch seinen Pavillon gebaut,... ich habe nichts dagegen, wenn ein paar Fäden lose bleiben, um auf den Folgeband einzustimmen, aber so fand ich das Ende viel zu plötzlich.


    Ich mag Bücher, in denen in einem weiteren Band bekannte Personen wieder auftauchen. Geschichten, die auch in Folgebänden weitererzählt werden. Die Leseprobe im Anschluss verrät auch, dass im nächsten Band das Geschehen mit dem nächsten Tag einsetzt. Ein halbes Jahr soll der Leser darauf nun warten.


    „Die Fotografin“ soll fünfbändig erscheinen. Mir hat der Band eins gefallen, aber nicht so gut, dass er unbedingt einen dauerhaften Regalplatz erhält und ich so neugierig gemacht wurde, im April unbedingt den Folgeband lesen zu müssen. Ich werde ihn mal lesen, doch spielt für mich nun keine Rolle mehr, ob ich 6 Monate warten muss oder zwei Jahre. Würde der Folgeband noch in diesem Jahr erscheinen, würde ich auch nicht 50 andere Bücher bis dahin gelesen haben Dann ist die vorherige Handlung besser in Erinnerung.


    Ich bin sicher auch die Folgebände werden toll geschrieben sein, sich gut lesen lassen und unterhalten, aber leider lässt mich diese Reihe momentan etwas enttäuscht zurück.


    In der Jahrhundertwindtrilogie und auch der Glasbläser-Saga wurde in jedem Buch eine abgeschlossene Geschichte erzählt. Ineinander greifende Verbindungen existieren zwischen den Bänden. Daher haben mir die beiden Trilogien auch sehr gut gefallen.


    Mich interessierte das Buch auch wg. Fotografin-Frauen Thema, ich hoffe die Geschichte verändert sich jetzt nicht der Gestalt, dass Mimi in Laichingen hängen bleibt und Weber/ Gewerkschaftsbewegung mehr Raum bekommt, als die namengebende Fotografie. Ich möchte gern mit Mimi noch an anderen Orten sein, bin aber auch neugierig Alexanders Werdegang mitzuverfolgen.


    Vielleicht hilft mir der Abstand bis April auch, etwas cooler über Band 1 zu denken.



    Ich danke Wolke sehr für die Ermöglichung der Leserunde, blanvalet für die Bücher und Petra Durst-Benning für Zeit und Engagement in der Leserunde.

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)

  • ich durfte das Buch im Rahmen der Leserunde mit Begleitung der Autorin lesen, dafür noch einmal meinen Dank.


    Zum Inhalt ist vermutlich schon viel gesagt worden, deshalb versage ich mir das. Ich habe das Buch am Anfang "verschlungen", im Laufe der Zeit wurde ein normales Lesen daraus; dies begründet sich damit, das ich mit der Sturheit und Dickschädeligkeit der Menschen nicht so ganz umgehen kann. Natürlich ist das damals vor Ort so gewesen, aber ich hab halt so meine Probleme damit.


    Im vorliegenden Roman lernen wir eine angehende Fotografin Mimi kennen, die mutig und ihrer Zeit voraus, dem Klischee einer Zukunft als Ehefrau und Hausmütterchen entkommt. Sie "darf" mit Zustimmung ihrer Eltern die Ausbildung zur Fotografin machen und reist anschließend durch Deutschland, um bei ortsansässigen Fotografen eine Zeit zu verbringen. Ihre moderne Art, Fotos zu machen, scheint sich in allen Orten positiv zu entwickeln und daher scheint sie einigermaßen gefragt zu sein. Leider kommt ihrer Reisetätigkeit dann die Erkrankung ihres Onkels in den Weg. Sie verbringt einen größeren Teil der Zeit bei ihm, um ihn zu pflegen. In dieser Zeit lernt Mimi, dass es enorm schwierig sein kann, ihre moderne Art überall anzubringen.


    Es gibt einige offene Enden, einige unfertige "Geschichten", die darauf schließen lassen, das es noch eine Weile dauert, bis Mimi den Ort wieder verlassen kann, wenn sie es denn dann noch will. Einerseits hat mich die Leseprobe neugierig gemacht, andererseits (das liegt aber auch vielleicht daran, das ich jetzt dringend etwas aus einer vollkommen anderen Zeit lesen muss), so ganz reißt mich das noch nicht vom Stuhl. Ich gehe davon aus, das das weitere Buch im Frühjahr 2019 erscheint. Bis dahin lasse ich das ganze noch einmal "sacken".


    Als Punkte vergebe ich 8,5 von 10 möglichen.

  • Zum Ende von Band eins hin habe ich schon etwas irritiert auf die verbleibenden Seiten geschaut und war dann doch erst einmal ziemlich enttäuscht, dass so vieles offen geblieben ist. Alexander war noch nicht mal bei der Aufnahmeprüfung, der Onkel lebt noch, Eveline leidet weiter und ihr Mann auch, Gehringer hat weder zum großen Schlag gegen Mimi ausgeholt, noch seinen Pavillon gebaut,... ich habe nichts dagegen, wenn ein paar Fäden lose bleiben, um auf den Folgeband einzustimmen, aber so fand ich das Ende viel zu plötzlich.

    Gucci  

    Eigentlich wollte ich Dir ja eine PN schreiben, aber Dein Postfach ist voll.

    Interessant, dass Dir mein Leserundenbeitrag so gut gefallen hat, dass ich ihn hier fast gleich wiederfinde... :nono

    Ich nehme es mal als Kompliment....

  • Oh, sorry, das ist natürlich sehr ungeschickt und ich verstehe Deine Irritation.


    Ich habe, nachdem ich das Buch beendet habe, mir Notizen gemacht und auch weiterhin die Leserunde verfolgt. Mir gefiel, das fällt mir jetzt auf, wo Du mich hinweist, Deine Formulierung und um diesen Aspekt dann nicht in meiner Rezi zu vergessen, habe ich mir dies rüberkopiert. Zehn Tage später habe ich erst meinen Bucheindruck zusammengefasst und darüber vergessen, dass diese so schön formulierten Zeilen nicht aus meiner Tastenkraft entstanden sind, sondern Deine Worte waren. Ich empfand es so wie beschrieben ja auch.

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)

  • Und wieder einmal hat es Petra Durst-Benning geschafft, mich restlos zu begeistern.


    Hauptprotagonistin ist die Fotografin Mimi Reventlow und wir können diese ab 1905 auf ihrem Lebensweg begleiten. Beginnen tut der Roman dort, wo die anderen normalerweise enden. Mit einem Heiratsantrag. Und so gabelt sich schon hier der Weg von Mimi. Sie muss sich entscheiden ...


    Ein weiterer Strang in dem Roman spielt in Laichingen, der Stadt der Leinenweberei. Eine Industrie mit vielen Schattenseiten. Und auch hier gibt es eine Protagonistin, Eveline, die allerdings ganz andes als Mimi ist und lebt.


    Ihr wundervoller bildlicher, kraftvoller und emotionaler Schreibstil hat mich eintauchen, abtauchen lassen in ihre Geschichte. Man erkennt das Herzblut der Autorin an dieser Geschichte: ihre unglaublich gute Recherche, die Tatsache, dass sie selbst ihre Schauplätze aufgesucht hat um uns noch intensiver teilhaben zu lassen.


    Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung. Kluge, mutige Frauen, die ihren Weg gehen. In diesem Auftakt zu einer 5teiligen Reihe über die Fotografin Mimi Reventlow spürt man die Leidenschaft und Intensität mit der Petra Durst-Benning diesen Roman geschrieben hat.


    Eine klare Leseempfehlung und verdiente 10 Punkte. Ich freue mich schon sehr auf die nächsten Bände aus dieser Reihe.

    :lesend Andreas Gruber - Todesmal

    :lesend Micaela Jary - Das Kino am Jungfernstieg

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    Hörbuch: Ralf Kramp - Still und starr

    Hörbuch: J. K. Rowling - Ein plötzlicher Todesfall

    SuB: 315

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  • Esslingen, 1905: Mimi Reventlow steht vor einer wichtigen Entscheidung. Soll sie sich weiterhin ihrem Lebenswunsch, Fotografin zu werden, widmen, oder soll sie heiraten und eine Familie gründen? Die Entscheidung fällt ihr leicht.


    1911 ist Mimi glücklich und zufrieden, sie liebt ihr Leben, und erst kürzlich ist ihr ein Mann über den Weg gelaufen, mit dem sie sich eine Zukunft vorstellen könnte, als sie ein Hilferuf ereilt. Ihr Onkel Josef, der sich vor Jahren in Laichingen auf der Schwäbischen Alb niedergelassen hat, ist schwer erkrankt und benötigt ihr Hilfe. Kurze Zeit kann sie ihre Verpflichtungen verschieben, aber dann kann sie Laichingen nicht so schnell wieder verlassen.


    Endlich hat Petra Durst-Benning wieder einen historischen Roman verfasst, und wieder steht eine starke, selbstbewusste und unabhängige Frau im Mittelpunkt. Erzählt wird allerdings nicht nur aus Mimis Perspektive, es gibt noch weitere Charaktere, deren Leben man verfolgen kann, und die, ähnlich wie Mimi zu Beginn der Geschichte, ihrem „vorbestimmten“ Leben entfliehen oder es zumindest verbessern möchten.


    Laichingen ist eine Leineweberstadt, die Besitzer der Webereien sind kleine Herrscher, die Arbeiter von ihnen abhängig, und von deren Kindern wird erwartet, dass sie in die Fußstapfen ihrer Eltern treten. Einer dieser Webereibesitzer ist Hermann Gehringer, dem es gar nicht gefällt, als Mimi frischen Wind in den Ort zu bringen versucht. Eveline Schubert und ihre Familie müssen jeden Pfennig umdrehen, und gerade haben sie ein Kind verloren. Sohn Alexander hat ein besonderes Talent, und Eveline würde ihm gerne ermöglichen, etwas daraus zu machen, erwartet wird von ihm jedoch, wie sein Vater in Gehringers Weberei zu arbeiten. Auch Anton, der Gastwirtsohn und Alexanders bester Freund, würde gerne mehr aus seinem Leben machen, doch seine Mutter will seine Ideen nicht hören. Als Leser entwickelt man schnell Emotionen für alle diese Menschen.


    Die Autorin zieht den Leser schon nach wenigen Seiten in den Bann ihrer Geschichte, man mag den Roman nur ungern aus der Hand legen und wird sehr gut unterhalten. Besonders gefreut habe ich mich, als eine Protagonistin aus einem anderen Roman Petra Durst-Bennings ein kleines Gastspiel gibt, eine gelungene Überraschung.


    Neben der Geschichte an sich erhält der Leser auch einen Einblick in die Arbeit eines Fotografen jener Zeit, und die am Ende von der Autorin angefügten Fotos tragen das ihre dazu bei. Auch über die Arbeit der Weber und ihrer Familien erfährt man so einiges. Die historischen Anmerkungen der Autorin sind ebenfalls lesenswert.


    Gestört hat mich vor allem eins: Man bekommt den Eindruck, Gehringer sei der einzige Fabrikant des Ortes, und somit der ganze Ort von ihm abhängig. Nur so nebenbei erfährt man, dass es auch noch andere Fabrikbesitzer geben muss, dass also gar nicht alle Einwohner von Gehringer abhängig sein können. Leider funktioniert die Geschichte für mich dadurch nicht mehr hundertprozentig, ich finde diese Reduzierung nicht gelungen, es hat mich ziemlich gestört, dass hier ein falsches Bild vermittelt wurde.


    Insgesamt hat mir der Roman aber gefallen und mich gut unterhalten. Leider ist er ein erster Band, der etwas abrupt und relativ offen endet, so dass man ihn etwas unzufrieden zuschlägt. Aber es ist vor allem meine oben genannte Kritik, die mich dem Roman „nur“ 8 Punkte geben lässt. Eine Leseempfehlung für alle, die historische Romane und/oder die Romane der Autorin mögen gibt es aber trotzdem.

  • Eigentlich habe ich das Buch gern gelesen, zwar ein bisschen in die Länge gezogen, aber trotzdem. Die Protagonisten müssen ja vorgestellt werden ...

    Aber der Schluss bzw. der Nicht-Schluss ist eine Frechheit!!! Alles, aber auch alles bleibt offen! Ich werde auf gar keinen Fall den nächsten Band lesen. Wenn ich mir vorstelle wie der 2. Band endet - es sollen ja wohl 7 Bände werden .... Nee, damit sollen die Käufer nur ausgenommen werden!

  • - es sollen ja wohl 7 Bände werden ....

    Zitat

    Petra Durst-Benning am 26.9.2018 in LR/ erster Abschnitt:

    Die Saga ist auf fünf Teile angelegt, was Bernadette angeht, ist ein wenig Geduld angesagt :-)

    Nein, fünf Bände, NICHT sieben wie bei Lucinda Rileys-Schwestern.

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)

  • Danke für die Aufklärung. Es ändert aber nichts an meiner Meinung.

    Ich habe den Eindruck, der Abgabetermin kam näher und es wurde einfach an irgendeiner Stelle der Endpunkt gesetzt.

    Ich finde, der folgende Teil hätte unbedingt - als von mir aus 2. Teil - angehängt werden müssen.

    ICH kaufe auf gar keinen Fall den 2. Teil!!!

  • Danke für die Aufklärung. Es ändert aber nichts an meiner Meinung.

    Ich habe den Eindruck, der Abgabetermin kam näher und es wurde einfach an irgendeiner Stelle der Endpunkt gesetzt.

    Ich finde, der folgende Teil hätte unbedingt - als von mir aus 2. Teil - angehängt werden müssen.

    ICH kaufe auf gar keinen Fall den 2. Teil!!!

    Eigentlich habe ich das Buch gern gelesen, zwar ein bisschen in die Länge gezogen, aber trotzdem. Die Protagonisten müssen ja vorgestellt werden ...

    Aber der Schluss bzw. der Nicht-Schluss ist eine Frechheit!!! Alles, aber auch alles bleibt offen! Ich werde auf gar keinen Fall den nächsten Band lesen. Wenn ich mir vorstelle wie der 2. Band endet - es sollen ja wohl 7 Bände werden .... Nee, damit sollen die Käufer nur ausgenommen werden!

    Ich finde ehrlich gesagt deine Worte ein bisschen zu hart, es ist völlig in Ordnung das du nicht weiterlesen möchtest. Und auch das du das Ende nicht magst, was ja in der Tat sehr plötzlich endet. Aber das ist in manchen Reihen eben so und für viele erhöht es auch die Spannung. Wenn man es nicht mag, sollte man eben keine Reihen lesen, aber es ist keinesfalls eine Frechheit oder nur so gemacht um den Käufer auszunehmen, das ist Blödsinn. Ich lese zwischen den Reihen immer wieder andere Bücher oder in anderen Reihen weiter, das Buch steht dann eben im Regal und wenn der nächste Band kommt wird in den Vorband noch mal reingelesen. Gerade bei solchen Büchern steckt viel Recherche dahinter und die bringt man eben nicht in solchem Tempo mal so eben raus, ich musste das auch erst mal verstehen, ich freue mich auch immer sehr auf den nächsten Teil und kann es kaum abwarten.

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    Die Autorin (Amazon)

    Seit über zwanzig Jahren möchte ich Ihnen mit meinen Büchern einen Kurzurlaub vom Alltag schenken. Sobald Sie einen "Durst-Benning" lesen, heißt es: Einfach mal das ganze Drumherum ausblenden, abtauchen in eine tolle Story, eintauchen in fremde Schicksale. Sich selbst verlieren oder ganz neu entdecken ... Und ich wünsche mir noch etwas: Dass meine Bücher ein kleines bisschen länger in Ihnen nachklingen. Dass sie eine Resonanz erzeugen, Impulse geben fürs eigene Leben und längst verstummt geglaubte Saiten wieder zum Erklingen bringen.


    Heutzutage wird so viel kopiert, der Markt wird überschwemmt mit Klonen von erfolgreichen Büchern. Ich jedoch möchte nicht auf irgendwelche fahrenden Züge aufspringen - ich möchte vielmehr mit jedem Buch Neuland betreten. So wird mir das Schreiben nicht langweilig und Sie dürfen sich immer wieder auf überraschende, spannende und zu Herzen gehende Bücher freuen.

    Nun setze ich mich rasch wieder an meinen PC, damit ich für "Durst-Benning'schen Nachschub" sorge. Die Ideen gehen mir nämlich so schnell nicht aus, Ihnen aber vielleicht der Lesestoff ...


    Ihre Petra Durst-Benning


    Produktinformation (Amazon)

    Format: Kindle Edition

    Dateigröße: 5944 KB

    Seitenzahl der Print-Ausgabe: 449 Seiten

    Verlag: Blanvalet Verlag (27. August 2018)

    Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.

    Sprache: Deutsch

    ASIN: B07BJ7X7HW


    Mimi und der Mut zu Veränderungen

    Überraschend fragt Mimis Freund sie, ob sie ihn heiraten will. Sie ist zunächst ganz perplex, aber sie weiß, dass sie das nicht will und ihre Eltern verstehen das zunächst gar nicht. Mimi will Wanderfotografin werden und hat sich ihren Onkel Josef als Vorbild genommen. Nur will sie nicht mit einem ganzen Fotoatelier herumziehen, sondern sich in solche an den Orten einmieten. Sie möchte auch moderner fotografieren, vom Althergebrachten abweichen. Dabei kommt sie letztendlich auch nach Laichingen, weil ihr Onkel krank ist. Wie krank er ist, weiß Mimi nicht. Und so übernimmt sie vorerst sein Atelier. Doch die Laichinger Bürger sind misstrauisch allem Neuen gegenüber. Es soll alles so bleiben wie es bisher war.

    In Ulm hat Mimi einen Mann kennen gelernt, aber wieder aus den Augen verloren, was ihr schon irgendwie leid tut.

    Wird sie die Laichinger für ihre Art zu fotografieren begeistern können?


    Meine Meinung

    Das Buch ließ sich sehr gut lesen. Petra Durst-Bennings Schreibstil kenne ich schon von anderen Büchern von ihrer Feder und ich mag ihn sehr. In der Geschichte war ich auch schnell drinnen und konnte mich gut in Mimi hineinversetzen. Dass sie bei ihrem Onkel bleibt, kann ich nachvollziehen, das gefällt mir sehr gut. Auch dass sie dem jungen Alexander helfen will. Ob es klappt? Genaues werde ich da wohl erst im nächsten Band erfahren. Auf jeden Fall hat mich das Buch durchaus begeistert und in seinen Bann gezogen. Es hat mich gut unterhalten, denn Mimi hat ihren eigenen Kopf und lässt sich nichts vorschreiben. Und die Einwohner von Laichingen sind richtige Sturschädel, so wie man das aus früheren Zeiten eben kennt. Das Lesen dieses Buches habe ich sehr genossen. Gespannt h bin ich, wie es im zweiten Band weitergeht. Von mir bekommt dieses Buch eine Empfehlung sowie die volle Bewertungszahl.