'Die Farben des Himmels' - Seiten 145 - 212

  • Ich kann aber auch verstehen, dass Christina das nicht so positiv sehen kann.

    Viele Menschen mögen sich ja schon auf Fotos nicht, für Christina muss das noch viel schlimmer sein. Es ein Bild, das Andy von ihr hat, nicht einfach eine Abbildung.

    "In dem schwarzen Kleid sehe ich düster aus. Streng. Und vollkommen allein.

    Bridget Bishop, die aus die Verurteilung wartet.

    Auf den Tod."

    So möchte sie sich nicht sehen.

    "Ich sehe mich selbst als Mädchen."

    (Kann ich gut verstehen, geht mir auch öfter so.) :grin


    Zu Weihnachten zeigt sich wieder die herzliche Art des Vaters, das Dach über ihren

    Köpfen sei Geschenk genug.

    Das Dach, unter das es ziemlich mittellos eingeheiratet hat.

    Nein, ich mag ihn nicht, Walton auch nicht, jämmerliche, feige Typen,

    Ich mag Alvaro!

    Man sollte alles lesen. Mehr als die Hälfte unserer heutigen Bildung verdanken wir dem, was wir nicht lesen sollten.

    Oscar Wilde (1854 - 1900)


  • Christina ist verliebt und will natürlich nicht von anderen hören, dass Walton es nicht ernst meinen könnte.

    Dass er einknickt wundert mich gar nicht, im Sommer sind die Eltern weit weg, da kann man deren Wünsche leicht ignorieren. Wenn dann der Alltag wieder anbricht sieht das schon anders aus. Und ich denke noch ist Walton ja auch finanziell abhängig von ihnen.

    Wenn er mit ihnen nricht, war es dann das dann wohl auch mit dem Studium und er müsste sein bequemes Leben aufgeben.

    Dass er Christina nichts sagen will ist traurig, aber für ihn natürlich der leichtere Weg. Un din einiger Zeit wird bei ihm daheim niemand mehr darüber sprechen, wie er Christina behandelt hat.


    Für sie tut es mir sehr leid, aber wenigstens hatte sie zwei, drei Sommer, in denen sie richtig glücklich war.


    Das Bild von ihr gefällt mir recht gut, für mich wirkt sie eher wartend als einsam.


    DAss Al ihr sagt, dass er für sie da sein wird fand ich schön. Ist ja nicht selbstverständlich.

  • Dass Walton sich letztendlich den Wünschen seiner Eltern beugt war klar und, so leid es mir für Christina auch tut, ich kann mir echt nicht vorstellen, wie die beiden hätten glücklich zusammen leben können, wie schon gesagt wurde, Walton passt nicht auf eine Farm und Christina nicht in die Stadt.

    Auch wenn er am Ende ein Feigling war, ich mochte Walton und glaube, er hat Christina wirklich geliebt.

  • Die Liebesgeschichte zwischen Christina und Walton geht leider nicht gut aus, das hat mich traurig gemacht, auch wenn es im Klappentext schon ersichtlich war. Ich fand, die beiden passten gut zusammen. Sehr traurig, dass er ihr nicht wenigstens offen selber das Ende mitteilen konnte.

  • Puh, ich werde auch nach diesem Abschnitt leider nicht warm mit diesem Buch, ehrlich gesagt zieht es sich für mich zäh wie Kaugummi.


    Auch wie war klar, das aus Walton und Christina nichts wird, natürlich will sie das zuerst nicht sehen, wer würde das schon wollen..


    Die Sache mit dem Bild ist gruselig, so düster möchte ich auch nicht dargestellt werden.


    Mein Problem ist das ich einfach keine Spannung spüre, für mich ist das einfach so dahin erzählt, mich macht das traurige Leben von Christina eher müde. Aber ich werde trotzdem weiterlesen

  • Nachdem ich mittlerweile schon weitergelesen habe, muss ich doch mal noch ein paar Kommentare loswerden. :-) Das Buch gefällt mir immer noch sehr gut. Die Autorin schafft es perfekt, das Landleben in der damaligen Zeit zu beschreiben. Die tägliche Routine, aber auch die kleinen "Events" wenn einmal etwas neues passiert. Ich erwarte mir von dem Buch aber auch nicht, dass viel "passiert" sondern sehe es eher als Beschreibung des Lebens einer Frau, die schwer zu leiden hat und gelernt hat damit zu leben. Für mich würde es auch gar nicht zu dem Buch passen, wenn viel "passieren" würde.


    Das ist sicher das Bild, das Andy von Christina in diesem Abschnitt malt: klick

    Vielen Dank für den Link! Unter dem Bild ist ja auch noch ein Foto eines Bildes mit einem Fenster und einer davor wehenden Gardine. Ich finde dabei kann man sich richtig gut vorstellen, wie diese Gardine im Olson-Haus hängt und wie Andy mit seiner Staffelei davorsteht und sie malt.


    Aber wäre es für sie besser gewesen, diese glücklichen Sommer nicht zu erleben? Der Kummer wäre ihr erspart worden - doch sie hätte auch die Glücksmomente nicht erfahren.

    Natürlich ist es sehr schade, dass Walton nicht den Mut aufbringt, zu Christina zu stehen, sondern sich seinen Eltern zu beugen. Insbesondere, dass er es noch nicht mal geschafft hat, Christina selber zu sagen, dass ihre Beziehung aus ist, hat mich sehr geärgert. Er ist einfach nur feige und hat Angst ihr dabei in die Augen zu schauen. Vielleicht hat er auch Angst, dass er sich dann doch umentscheidet. So oder so mochte ich ihn in dem Moment absolut nicht.

    Ich bin auch der Meinung, dass es für sie wahrscheinlich gut war, diese schönen Sommer zu erleben. Auch wenn es nur vier Sommer waren, so hat sie sie noch erlebt, als sie sich noch verhältnismäßig gut bewegen konnte, und hat so zumindest ein kleines Glück erleben dürfen.

    Als dann Walton ihr eine gekaufte Muschel schenkt ist sie echt enttäuscht. Er hat die Bedeutung des Muschelzimmers nicht erkannt. Daß sie die später im Wasser versenkt war für sie völlig richtig.

    Die Szene fand ich auch sehr schlimm. Christina macht sich immer Gedanken darüber, wie sie ihm eine Freude machen kann und er kauft einfach in irgendeinem Geschäft eine Muschel, die keinerlei Bedeutung hat. Selbst eine einfache Muschel von irgendeinem x-beliebigen Strand hätte mehr Bedeutung gehabt als diese gekaufte Muschel aus Hawaii, einfach weil er sie selber gesammelt hätte. Es ist einfach schade, wenn Leute meinen, irgendwelche Sammlungen mit billigen gekauftem Nippes vervollständigen zu müssen, ohne dass sie die eigentliche Bedeutung davon kennen.

    :lesend Joanne K. Rowling; Harry Potter und der Feuerkelch (illustrierte Ausgabe)

    :lesend John Green; Das Schicksal ist ein mieser Verräter (eBook)

    :lesend J. R. R. Tolkien; The Two Towers (Hörbuch: Rob Inglis)

  • Ja, leider war ziemlich schnell klar, dass es mit Walton nichts werden wird.

    Sehr schade, denn er hat Christina geliebt, davon bin ich überzeugt.

    Aber er war nicht stark genug.

    Was man von Christina nicht sagen kann. Sie ist sehr stark, vor allem gegen sich selbst.

  • In diesem Teil erfahren wir, wie die Sommer-Liebe zwischen Christina und Walton so gelaufen ist. Er wusste von Anfang an, dass Christina nicht seine Frau werden würde, oder? Suchte er eine Beschäftigung für die Sommermonate? Oder verspürte er doch eine gewisse Faszination?


    Ich dachte mir nur, "Dummes Ding" als sie die besondere Nacht mit Walton verbracht hat. Aber vielleicht bereute sie ja gar nichts und ist froh über diese Erfahrung, die sie machen durfte.


    Mir war es etwas zu viel von der Liebesgeschichte in diesem Part, da hätte ich gerne noch etwas anderes gelesen.

  • In diesem Teil erfahren wir, wie die Sommer-Liebe zwischen Christina und Walton so gelaufen ist. Er wusste von Anfang an, dass Christina nicht seine Frau werden würde, oder? Suchte er eine Beschäftigung für die Sommermonate? Oder verspürte er doch eine gewisse Faszination?

    Ich glaube Walton hat völlig die Augen vor der Realität verschlossen und wirklich geglaubt, es gäbe eine gemeinsame Zukunft für sie. Auch wenn er letztenendes ein Feigling und Schwächling war, ich mochte den Kerl.

  • Schade, wie die Beziehung mit Walzon zu Ende ging. Vor allem hätte ich gedacht, dass er sie wirklich liebt. Dass er nicht den Mumm hatte sich gegen die Eltern zu stellen ist das eine, die Art und Weise wie feige er sich aus der Affäre gezogen hat das andere.


    Das Bild von Christina gefällt mir sehr gut, ich mag diese Art des Malens gerne. Klare Linien ohne viel Schnickschnack. Dass Christina sich selbst auf dem Bild nicht mag, kann ich aber verstehen, sie hat auch für mich eine eher traurige Erscheinung.

  • Ich habe überhaupt keine Ahnung von Kunst, aber ich finde es so schön schlicht und überhaupt nicht düster. Ich finde man sieht, dass Christina für ihn eine ganz eigene Würde hat und strahlt. Für mich strahlt es auch Einsamkeit aus, aber nicht im negativem Sinn.
    Ich kann aber auch verstehen, dass Christina das nicht so positiv sehen kann.

    Ich habe auch keine wirkliche Ahnung von Kunst, aber auch ich empfinde es nicht als düster. Das Spiel von Licht und Schatten ist es, was mich fasziniert. Hinter ihr ist der Schatten aber sie sitzt im Licht, der Sonne zugewandt. Und die erdigen Töne stehen in schönen Kontrast zu ihrem rotbraunen Haar. Man hat das Gefühl, sie leuchtet von innen. Und eine große Ruhe und Gelassenheit liegt auf der Szene.

  • Ich mag das Bild von Christina auch sehr. Während des Lesens hatte ich mir die Darstellung wesentlich düsterer vorgestellt. Für mich sieht es so aus, als würde sie sehnsüchtig in die Freiheit blicken, die sich durch die geöffnete Tür vor ihr ausbreitet, aber doch unerreichbar scheint.


    Mit Walton erlebt Christina einige schöne Sommermonate. Wie schlimm muss es für sie gewesen sein, die düstere Jahreszeit über mit Sehnsucht und nur seinen Briefen als Beweis zu verbringen.

    Ich mochte Walton nicht, ich bin mir nicht sicher, ob er Christina wirklich geliebt hat oder die Monate mit ihr für ihn nur eine gelungene Abwechslung zu seinem Studentenleben in Boston darstellten. Nach Ende seines Studium, wenn er erstmal auf eigenen Beinen gestanden hätte, wäre ja durchaus die Möglichkeit gegeben, sich gegen den Willen der Eltern für Christina zu entscheiden. Wahrscheinlich waren seine Gefühle aber nicht stark genug. Und ihr nicht mal persönlich von seiner Verlobung zu erzählen, lässt ihn ziemlich schwach und unsympathisch dastehen. Und auch die Situation mit der gekauften Muschel zeigt für mich ganz klar, dass seine Bindung zu Christina für ihn doch nur eine oberflächliche Bedeutung hat. Für Christina tat es mir wirklich leid. Aber oft liebt wohl immer einer mehr als der andere...


    Die Versenkung der Muschel im Meer war ein schöner symbolischer Akt, um mit Walton abzuschließen.

  • Puh. die Geschichte ist schon heftig. Das Christina glaubt, Walton interessiere sich für sie, er könnte evtl. ihr Lebenspartner werden, kann ich schon verstehen, sie ist, bedingt durch ihre Erkrankung, immer ein wenig hinten an gestellt, man könnte fast sagen ein Mauerblümchen, und dann interessiert sich ein Mann für sie!!!! Sie erkennt spät, wenn überhaupt, das sie mehr oder weniger ein Zeitvertreib für ihn ist, spätestens als er ihr die gekaufte Muschel schenkt, dürfte das klar werden. hätte er am Strand eine Muschel (durchaus auch nur Teile davon) aufgehoben und ihr geschenkt, hätte er sie und die Geschichte der Muschel verstanden....


    Ansonsten: Christina wird im Verhalten meiner Meinung nach immer wunderlicher. Sie will von keinem Arzt untersucht werden, ok, der erste Versuch ging ja auch nicht so gut aus, aber sie vertraut keinem, das es vielleicht ansatzweise Hilfe geben könnte. Sie verprellt mit ihrem Verhalten (bewusst oder unbewusst) alle menschen um sie herum, sie fordert fast schon Ergebenheit und dauerndes Mitleid heraus, das finde ich persönlich nicht so gut.


    Das Bild, von dem alle sprechen, habe ich mir gerade angesehen, genau so habe ich mir das vorgestellt, vermutlich ist das Bild ein künstlerisches Highlight, aber davon verstehe ich nichts.


    Mal sehen, wie es weitergeht

  • Jetzt wird Christina noch das letzte bisschen Freude genommen. Sie tat mir sehr leid. Besonders weil Walton so ein Feigling ist und sie die Nachricht von Ramona zu hören bekommt. Am Anfang glaube ich, hat er selber an eine Zukunft mit Christina zusammen geglaubt.

  • Ich mochte Walton nicht, ich bin mir nicht sicher, ob er Christina wirklich geliebt hat oder die Monate mit ihr für ihn nur eine gelungene Abwechslung zu seinem Studentenleben in Boston darstellten.

    Am Anfang hatte ich wirklich noch die Hoffnung, dass das zwischen Walton und Christina gut ausgeht. Eigentlich kam er ganz nett rüber und als er versprochen hat, dass er hält, was er verspricht, habe ich ihm das beinahe komplett geglaubt.


    Allerdings hat sich dann ja herausgestellt, dass auf ihn kein Verlass ist. Besonders feige finde ich, dass er es ihr nicht einmal selbst mitgeteilt hat, sondern Ramona mit der Botschaft schickt. Das fand ich schon sehr traurig.

    "Ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns."

    Franz Kafka, Brief an Oskar Pollak, 27. Januar 1904






    :lesend

  • ich habe mir das schon gedacht das dass mit Walton nichts wird, damals noch mehr als heute ist das ein gesellschaftliches Aus und das hätte seine Familie nie zugelassen. Die haben ihn ja auch finanziell völlig in der Hand . Er ist sicher nicht so viel Mann zu sagen ich liebe diese Frau basta wir schaffen es auch so uns ein Leben auf zu bauen. Dazu ist er sicher viel zu bequem und schwach. Er geht immer den einfacheren Weg . Das er nicht mal soviel Charakter hat es ihr selber mit zu teilen zeigt schon was für ein Mensch er ist. Damit hat er sie sehr respektlos behandelt. Ramona hat recht er hätte sie gar nicht verdient. Es wird dauern bis diese Wunde bei ihr heilen kann.

    Danke für das Bild... so düster wie beschrieben finde ich es auch nicht...aber da ist eine Art von Einsamkeit die man nicht so richtig benennen oder fassen kann.

    Die Freundin bei der sie zum Nähen war ist auch der Hammer... Christina ist schwer verletzt und sie denkt in erster Linie an den Teppich :rolleyes