Ohne ein einziges Wort - Rosie Walsh

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  • Ohne ein einziges Wort - Rosie Walsh


    • Taschenbuch: 528 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (14. Mai 2018)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3442487382
    • ISBN-13: 978-3442487387
    • Originaltitel: The Man Who Didn't Call


    Inhalt (Quelle Amazon):


    Stell dir vor, du begegnest einem Mann, einem wundervollen Mann, und verbringst sieben Tage mit ihm. Am Ende dieser Woche bist du dir sicher: Das ist die große Liebe, und es geht ihm ganz genauso. Zweifellos. Dann muss er verreisen und verspricht dir, er meldet sich auf dem Weg zum Flughafen. Aber er ruft nicht an. Er meldet sich gar nicht mehr. Deine Freunde raten dir, ihn zu vergessen, doch du weißt, sie irren sich. Irgendetwas muss passiert sein, es muss einen Grund für sein Verschwinden geben. Und nun stell dir vor, du hast recht. Es gibt einen Grund, aber du kannst ihn nicht ändern. Denn der Grund bist du.


    Meine Meinung:

    Ich hatte dieses Buch schon seit einiger Zeit auf meiner Wunschliste, aufgefallen war es mir im ersten Moment durch das wirklich wunderschöne Cover, das mich mit seinen satten Farben sofort in den Bann gezogen hatte. Dazu noch ein Klappentext, der mich zu einhundert Prozent angesprochen hat.. Schwupps war es auf der Liste.

    Das ich es dann im Rahmen einer Leserunde bekam, hat mich sehr gefreut !


    Rosie Walsh hat ihr Buch in drei Teile geteilt, wobei die Gewichtung sehr unterschiedlich war.

    Der erste Teil, der ausschließlich aus Sarahs Sicht geschrieben wurde, hatte für mich einige Längen und hätte um gut 1/3 gekürzt werden können. An manchen Stellen war ich kurz davor, einfach weiter zu blättern oder am Ende nachzuschauen, weil es mir zu lange gedauert hat, bis etwas passiert ist.

    Dem Leser wird durch gut eingebaute Rückblenden immer wieder klar gemacht, dass vor vielen Jahren ein großes Unglück geschehen ist - aber dieses Anfüttern hat mich in der Mitte des ersten Teils doch angestrengt.

    Im zweiten und dritten Teil kommen Sarah und Eddie zu Wort, wobei ich den letzten Abschnitt fast am besten fand - nachdem man als Leser um das Geheimnis weiss, ist es einfach, auch Eddie zu verstehen und ich musste ihm mehr als einmal Respekt zollen für sich und seine Entscheidungen.


    Sarah und Eddie sind wunderbare Protagonisten, obwohl ich auch erst in der Mitte des Romans völlig von ihnen überzeugt war.

    Da ich bekennender Fan von Nebendarstellern bin, war ich sehr glücklich, gleich mit mehreren gut ausgearbeiteten Freunden der beiden Hauptakteure beschenkt zu werden, von Steve, dem geheimnissvollen Mitbewohner gar nicht zu sprechen.


    Ab der Mitte der Geschichte nimmt der Roman auch deutlich Tempo auf und es war mir unmöglich, ihn aus der Hand zu legen. Ich, die immer von sich annimmt, die Storie zu Beginn schon zu durchschauen, wurde völlig überrascht und hatte mit den Wendungen, die sich die Autorin für ihre Charakter ausgedacht hatte, überhaupt nicht gerechnet - ich war auf dem komplett falschen Dampfer und das hat mich extrem begeistert. Chapeau Mrs. Walsh :anbet


    Résumé:

    Nach einem etwas lahmen Anfang hat sich der Roman als wahres Schätzchen entpuppt und ich bin sehr glücklich, ihn gelesen zu haben. Der letzte Teil hat mir Tränen in die Augen gespült, mir Herzrasen und Schmetterlinge im Bauch verpasst - so muss ein gutes Buch sein

    9 von 10 Eulen für diese wunderschöne und herzzerreißende Geschichte !

  • Ohne ein einziges Wort - Rosie Walsh


    Titel: Ohne ein einziges Wort

    Autor: Rosie Walsh

    ISBN-10: 3442487382

    ISBN-13: 978-3442487387

    Originaltitel: The Man Who Didn't Call

    Erscheinungsdatum: 14. Mai 2018

    Verlag:Goldmann Taschenbuch

    Seiten: 528



    Zum Autor:


    Rosie Walsh ist Schriftstellerin und Fernsehproduzentin. »Ohne ein einziges Wort« ist der erste Roman, den sie unter ihrem eigenen Namen veröffentlicht, und wurde über Nacht in über 30 Länder verkauft. Wie ihre Hauptfigur wuchs Rosie inmitten der wunderschönen Hügel Gloucestershires auf, ist aber auch mit der Hektik der Großstadt vertraut. Sie kennt das Gefühl, jemanden kennenzulernen, mit dem man scheinbar seelenverwandt ist, nur um die nächsten zwei Wochen auf sein lebloses Telefon zu starren. Zum Glück hat sie inzwischen den Mann getroffen, der sich gemeldet hat, und lebt mit ihm und einem neugeborenen Baby in Bristol. Neben den vielen Stunden, die sie grübelnd und schreibend vor ihrem Computer verbringt, kocht sie (chaotisch, aber leidenschaftlich), liebt lange Spaziergänge, spielt Violine in einem Orchester, tanzt, liest viel und rollt ihre Yogamatte aus, so oft sie kann.

    (Quelle: Verlagsseite)



    Kurzbeschreibung/Klappentext:


    Es ist die große Liebe. Und plötzlich ist es vorbei.


    Stell dir vor, du begegnest einem Mann, einem wundervollen Mann, und verbringst sechs Tage mit ihm. Am Ende dieser Woche bist du dir sicher: Das ist die große Liebe, und es geht ihm ganz genauso. Zweifellos. Dann muss er verreisen und verspricht dir, er meldet sich auf dem Weg zum Flughafen. Aber er ruft nicht an. Er meldet sich gar nicht mehr. Deine Freunde raten dir, ihn zu vergessen, doch du weißt, sie irren sich. Irgendetwas muss passiert sein, es muss einen Grund für sein Verschwinden geben. Und nun stell dir vor, du hast recht. Es gibt einen Grund, aber du kannst ihn nicht ändern. Denn der Grund bist du.


    »Eine große, zutiefst bewegende Liebesgeschichte, die einem das Herz bricht – und auf wundervolle Weise wieder heilt.«



    Meine Eindrücke/Meinung:


    Die Mittdreißigerin Sarah, die seit annähernd zwanzig Jahren in Kalifornien lebt, dort verheiratet ist und eine Wohltätigkeitsorganisation für Kinder leitet, ist zu einem Heimatbesuch nach England ins ländliche Gloucestershire gereist, wo sie aufgewachsen ist und wo noch immer ihre Eltern leben. Dort trifft sie zufällig auf den Schreiner Eddie, verliebt sich Hals über Kopf in ihn und verbringt mit ihm eine wundervolle Woche, nach der sie sich absolut sicher ist: dies ist die Liebe meines Lebens. Eddie scheint es ganz genauso zu gehen, und als er nach dieser ersten gemeinsamen Woche einen schon länger geplanten Kurzurlaub antritt, steht felsenfest, dass sie sich danach wiedersehen werden. Beide können es kaum erwarten, sich wieder in die Arme zu schließen und ihre gemeinsame Zukunft zu planen.


    Doch dann kommt alles ganz anders - denn Eddie meldet sich nicht mehr. Keine Mail, keine Message, kein Anruf. Sarah ist vollkommen ratlos, denn eigentlich müsste er aus den Ferien längst zurück sein Seine Online-Profile sind verwaist, sein Telefon klingelt ins Leere, und auf ihre verzweifelten Nachrichten bekommt sie keine Antwort. Es ist, als hätte sich die Liebe ihres Lebens einfach in Luft aufgelöst. Wo ist er? Wieso meldet er sich nicht? Was ist passiert? Sarah ist überzeugt, dass ihm etwas Schreckliches zugestoßen sein muss - denn die Möglichkeit, dass er sie schlicht sitzengelassen hat, kann sie einfach nicht glauben.


    Wochenlang wartet sie verzweifelt auf eine Nachricht von ihm und stürzt in eine tiefe Krise. Doch letztendlich muss sie nach Kalifornien zurückreisen, ohne auch nur den Hauch einer Spur über seinen Verbleib zu haben. Freunde und Familie raten ihr, diesen Schuft einfach zu vergessen und nach vorne zu blicken, doch Sarah kann die Sache nicht so einfach abhaken. Kann sie sich wirklich so in ihm getäuscht haben? Und wird sie ihn jemals wiedersehen?


    Alle Zutaten, die einen spannenden und herzergreifenden Liebesroman ausmachen, sind hier vorhanden: sympathische Protagonisten, einige nette Nebenfiguren und witzige Sidekicks, lustige, ernste und anrührende Szenen, dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit der Hauptfiguren, alles eingebettet in eine zauberhaft ländliche Grafschaft im Süden Englands. Und doch blieb das Buch für mich in der ersten Hälfte noch sehr blass und konturlos.


    Der Einstieg war eigentlich leicht, ich kam ganz gut in die Geschichte, auch wenn der Anfang noch ein wenig verwirrend ist. Auch der Schreibstil der Autorin ist schön und flüssig zu lesen, farbig und lebhaft. In den Buchtext eingestreut sind immer wieder geheimnisvolle Briefe, bei denen der Leser weder den Absender, noch den Empfänger kennt, aus denen aber zu erahnen ist, dass es ein tragisches Ereignis und einen großen Verlust im Leben einer der Hauptfiguren gegeben haben muss.


    Die erste Begegnung zwischen Sarah und Eddie ist auch sehr süß geschildert, doch von der im Klappentext angekündigten großen Liebe - DER großen Liebe eines Lebens - kam bei mir anfangs nicht wirklich viel an. Ja, sie sind verliebt, und ja, sie verstehen sich und haben eine schöne Woche zusammen, aber es hat mich einfach nicht gefangen genommen, hat nicht gezündet.


    Vor allem Sarahs Verhalten nach Eddies Verschwinden fand ich teilweise völlig hirnlos und unverständlich. Da wurde wohl von der Autorin vieles in die Geschichte hineinkonstruiert, um Spannung hervorzurufen und künstlich über die erste Buchhälfte zu strecken, was allerdings gewaltig auf Kosten der Logik und Glaubwürdigkeit ging.


    In der ersten Hälfte des Buches passiert auch nicht viel, über rund 300 Seiten plätschert die Handlung mehr oder weniger ereignislos vor sich hin. Hier erfährt man in wiederkehrenden Rückblenden, was Sarah und Eddie an den einzelnen Tagen ihrer einwöchigen Beziehung erlebt und vor allem geredet haben. Die restlichen Seiten werden mit Sarahs halbherzigen, ideenlosen Versuchen gefüllt, etwas über Eddies Verbleib herauszufinden. Mehr als gefühlt alle dreißig Sekunden auf das Display ihres Smartphones zu starren und Nachrichten zu checken, fällt ihr (oder eher der Autorin) dabei allerdings kaum ein. Und Seite um Seite von einer Frau zu lesen, die wenig mehr tut, als panisch ihr Handy anzustarren, löst bei mir nicht gerade Begeisterungsstürme oder Schmetterlinge im Bauch aus. Eher Langeweile. An dieser Stelle war ich durchaus versucht, das ganze Elend abzubrechen.


    Aber dann, etwa ab der Hälfte des Buches, spitzen sich die Ereignisse zu, die Handlung nimmt Fahrt auf und es kommt endlich, endlich Schwung in die Geschichte. Allmählich keimt auch eine Ahnung auf, um welche Ereignisse in der Vergangenheit es sich handeln mag, die immer wieder angedeutet und dem Leser als Spur kleiner Brosamen hingestreut wurden. Hat er sich dann endlich im Geiste ein passendes Szenario zurechtgestrickt und die ganzen lose herumfliegenden Puzzleteilchen mit einem erlösten Aufatmen zu einem Ganzen zusammengesetzt, stellt er verblüfft fest, dass er zwar alles nahtlos aneinandergefügt hat, aber trotzdem ein völlig falsches Bild zusammengefügt hat, denn die Autorin legt an der Stelle einen wirklich rasanten Twist hin, der alles wieder komplett auf den Kopf stellt.


    Nichts ist so, wie es erst den Anschein hatte, und zumindest bei mir war es so, das ich absolut überrascht von dieser Wendung war - und diese Wendung war es letztendlich auch, die aus einem bis dahin eher lau und langatmig dahinplätschernden Liebesroman dann doch noch so etwas wie ein halbwegs spannendes und bewegendes Buch gemacht hat. Die zweite Hälfte des Buches ist wirklich um Längen aufregender, und auch glaubwürdiger und echter als die lahme erste Hälfte.


    Hier erfährt der Leser endlich, welches tragische Ereignis sich in der Vergangenheit abgespielt hat. Er erfährt auch, wo Eddie abgeblieben ist, und natürlich auch, wie die ganze Sache ausgeht. Und endlich agieren auch die Figuren nicht mehr nur wie ausgedachte Konstrukte, sondern wie echte Menschen, und müssen nicht mehr durch ihre konfusen und unglaubwürdigen Handlungen eine von der Autorin nicht sauber durchdachte Geschichte am Leben und einen künstlich konstruierten Spannungsbogen aufrecht erhalten.


    Der letzte der drei Teile, in die der Roman gegliedert ist, ist aus Eddies Sicht geschrieben und beleuchtet einiges aus seiner Vergangenheit, so dass sein Verhalten und sein wortloses Wegbleiben für den Leser verständlicher wird. Ganz am Schluss wird es dann auch noch mal richtig spannend und dramatisch - doch wie es ausgeht, müsst ihr selber lesen, das wird nicht verraten.


    Das Buch lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Die erste Hälfte war wie gesagt teilweise sehr langatmig und zäh, und die zu diesem Zeitpunkt praktisch nicht vorhandene Handlung wurde künstlich gestreckt und in die Länge gezogen. Hier hätte man sicher hundert Seiten kürzen können, das hätte am Inhalt und am Verständnis bestimmt nicht viel geändert, aber den Leser weniger genervt.


    Die zweite Hälfte dagegen fand ich wirklich gut, überraschend, spannend, mit tollen und glaubhaft agierenden Figuren und einer verblüffenden Auflösung, berührend und mitreißend - das hat für mich alles wieder ins Lot gebracht. Die lahme erste Hälfte gemischt mit der spannenden zweiten, ergibt im Ganzen eine ganz gute Bewertung, allerdings war es für mich auch kein hervorstechendes Highlight.


    Für ein Taschenbuch ist der Roman auch besonders schön aufgemacht, mit einem stimmungsvollen, farbenprächtigen Cover und einer aufwendigen Klappenbroschur mit schönen Innenbildern. Das Buch erhielt ich im Rahmen einer Leserunde kostenlos vom Verlag und möchte mich herzlich dafür bedanken.

  • Im Rahmen einer Leserunde konnte ich dieses Buch lesen. Vielen Dank an Wolke für die Organisation und den Verlag für das Leseexemplar.


    Eine siebentägige intensive Beziehung endet plötzlich, als sich Eddie nicht mehr meldet, nicht mehr reagiert auf Fragen via Smartphone von Sarah. Wie ist das möglich, denn es fühlte sich so perfekt an?

    Aus der Ich-Perspektive von Sarah erfährt man vieles über ihren persönlichen und beruflichen Weg. Lernt ihre Freunde in beiden Erdteilen kennen, die ihr beistehen. Vor neunzehn Jahren muß etwas sehr entscheidendes geschehen sein. Wenig wird über Eddies Vergangenheit preisgegeben.

    Nachdem von Eddie kein Lebenszeichen mehr kommt, fällt Sarah in ein tiefes Loch. Sie kann Eddie einfach nicht vergessen. Lange kann man nicht verstehen, warum sie, eine erfolgreiche Frau, keinen persönlichen Kontakt sucht, um zu erfahren, was der Grund für diese Funkstille ist.


    Bis fast zur Hälfte des Romans geschieht nicht wirklich etwas interessantes, ausser dass man Sarah beim Checken ihres Smartphones erlebt. Hier wäre eine Straffung wünschenswert gewesen. Erst sehr spät kommt Schwung in diese Geschichte. Die Autorin legt mit Rückblenden und Briefen mehrere Spuren und man rätselt wie alles zusammenhängt. Auch gibt es eine überraschende Wendung des Geschehens, mit der man so nicht gerechnet hat.

    Es gibt berührende und witzige Szenen mit Haupt- und Nebenfiguren sowie etlichen Tierauftritten.


    Nach zähflüssigen Beginn liest man eine besondere Liebesgeschichte mit einem rasanten Ende.



    8 Eulenpunkte

  • Sarah Evelyn Mackey geht mit großen Schritten auf die 40 zu. Sie ist frisch getrennt und bald geschieden, als sie bei einem Besuch in ihrem Heimatort Gloucestershire einen Mann kennenlernt und sich in ihn verliebt. Mit Eddie David verbringt sie sieben wundervolle Tage. Auch für ihn scheint es die große Liebe zu sein. Dann muss er verreisen, aber verspricht Sarah, er meldet sich bei ihr. Allerdings ruft er nicht an. Und auf Sarahs Kontaktversuche reagiert er nicht. Ihre Freunde raten dir, ihn zu vergessen. Aber Sarah will nicht aufgeben. Sie ist überzeugt: Es muss etwas passiert sein, er verschwindet nicht einfach so…


    „Ohne ein einziges Wort“ ist der gelungene Debütroman von Rosie Walsh.


    Meine Meinung:

    Der Roman besteht aus drei Teilen und ist zusätzlich in 51 Kapitel untergliedert. Die Handlung wird nicht chronologisch erzählt. Es gibt mehrere Zeitsprünge, was die Geschichte spannend macht. Erzählt wird vorwiegend in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Sarah, später aber auch aus der von Eddie. Eingefügt sind außerdem mehrere Briefe und Nachrichten. Der Aufbau des Romans ist gut durchdacht und überzeugend.


    Der Schreibstil ist gefühlvoll und äußerst lebhaft. Viele Details und eine teilweise fast poetische Sprache machen es leicht, in die Geschichte einzutauchen.


    Die Charaktere sind vielschichtig angelegt und wirken authentisch. Hauptprotagonistin Sarah war mir schnell sympathisch. Obwohl ihre Gedanken und Gefühle sehr anschaulich geschildert werden, fiel es mir zunächst schwer zu verstehen, wieso sie so sehr an Eddie hängt. Doch im Laufe der Geschichte wird auch dies deutlich.


    Ein großer Pluspunkt des Romans ist es, dass es sich nicht um eine typische Liebesgeschichte dreht, die langweilig und vorhersehbar ist. Das Buch unterscheidet sich deutlich von anderen seines Genres. Mehrere Wendungen und einige Überraschungen machen die Handlung spannend, so dass man als Leser bis zum Schluss rätseln kann, was tatsächlich passiert ist.


    Darüber hinaus ist der Roman emotional und bewegend. Das liegt nicht nur an der Liebesgeschichte. Auch ernste Themen wie Depression und Verlust haben mich nachdenklich gemacht. Sie geben der Lektüre Tiefgang.


    Das Buch ist sehr hübsch gestaltet. Das Cover gefällt mir gut. Der deutsche Titel weicht stark vom englischen Original („The Man Who Didn’t Call“) ab, ist aber durchaus passend gewählt.


    Mein Fazit:

    „Ohne ein einziges Wort“ von Rosie Walsh ist eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, die man noch nicht in ähnlicher Form gelesen hat. Mich konnte der bewegende Roman begeistern und fesseln. Ich kann die unterhaltsame Lektüre absolut empfehlen.


    Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

  • Das Buch:

    Stell dir vor, du begegnest einem Mann, einem wundervollen Mann, und verbringst sieben Tage mit ihm. Am Ende dieser Woche bist du dir sicher: Das ist die große Liebe, und es geht ihm ganz genauso. Zweifellos. Dann muss er verreisen und verspricht dir, er meldet sich auf dem Weg zum Flughafen. Aber er ruft nicht an. Er meldet sich gar nicht mehr. Deine Freunde raten dir, ihn zu vergessen, doch du weißt, sie irren sich. Irgendetwas muss passiert sein, es muss einen Grund für sein Verschwinden geben. Und nun stell dir vor, du hast recht. Es gibt einen Grund, aber du kannst ihn nicht ändern. Denn der Grund bist du.


    Die Autorin:

    »Ohne ein einziges Wort« ist das Debüt der britischen Autorin Rosie Walsh und wurde über Nacht in 30 Länder verkauft. Wenn sie nicht schreibt, liebt sie es, draußen zu sein, spielt Violine in einem Orchester, kocht und rollt ihre Yogamatte aus, so oft sie kann. Sie lebt mit ihrem Lebensgefährten und ihrem Sohn in Bristol.


    Meine Meinung:

    Dieses Buch ist romantisch. Und traurig. Und schön.

    Es lässt sich federleicht weglesen und man merkt überhaupt nicht wie die Zeit vergeht.Es hat mich vom ersten Moment und angezogen, ich kam nicht mehr los. Die Autorin schreibt in einer wunderschönen, leichten Weise und schafft es trotzdem eine wahnsinnige Spannung zu erzeugen. Ich habe mich beim Lesen komplett in Sarah versetzen können, so tief sind diese Gefühle und so echt. Die Ich Perspektive ist perfekt für dieses Buch. Ich konnte ihre Gedanken oft exakt nachvollziehen.

    Und es bleibt bis zum Ende so viel offen, was die Spannung ins Unermessliche steigert. Manchmal möchte man vorblättern, aber ich konnte mich zurückhalten. Auch fand ich diese Geschichte keinesfalls schnulzig, sondern einfach wunderschön.


    Vielen Dank für das wundervolle Buch


    10 von 10 Eulenpunkten



  • Interessante Idee, mittelmäßige Umsetzung.



    Das Buch wurde in 3 unterschiedlich große Teile geteilt. In allen Teilen erfährt man etwas über die aktuellen Situation, den 7 Tagen die Eddie und Sarah zusammen verbracht haben und die geheimnisvolle Zeit vor 20 Jahren.


    Die Zeitsprünge waren für mich gewöhnungsbedürftig, danach ging es ganz gut.

    Leichter lockerer, aber auch aufgebauschter Schreibstil, ließen mich schnell ins Buch kommen. Während der Lektüre stellte ich mir immer wieder die Frage, was ist passiert, dass Eddie sich nicht mehr bei Sarah meldet und wollte weiter lesen. Auch als der 2. Teil mit einem heftigen Clifhanger endet, man sich das Ende des Buches herleiten kann liest man doch noch die letzten 130 Seiten bis zum Ende.


    Einige Handlungsstränge waren unlogisch und haben das Buch dadurch in die Länge gezogen, 200 Seiten kürzer hätten der Spannung und Handlung keinen Abbruch gegeben.


    Wenn man über diese Kriterien hinwegsieht ist es eine leichte, nette Lektüre am Strand.


    Das Buch bekommt 3 von 5 Punkten

  • Das Buch lässt mich etwas zwiegespalten zurück, denn von der Grundidee hat es mir gut gefallen, aber die Umsetzung lässt dann doch etwas zu wünschen übrig. Der erste Teil zog sich wie Kaugummi, da hätte man ohne Verluste ordentlich straffen können, und auch im letzten Teil gab es wieder unnötige Längen. Dabei weiß die Autorin durchaus, wie man Spannung aufbaut, die eingeschobenen kursiven Passagen gaben durchaus Anlass zu Spekulationen und auch im zweiten Teil nimmt die Geschichte an Fahrt auf und es gibt sogar einen richtig heftigen Cliffhänger, eher es im dritten Teil wieder zäher wird bis zum Showdown mit dem erwarteten Happy-End.


    Dazu kommt, dass die Protagonisten teilweise sehr unlogisch und für mich nicht nachvollziehbar handeln. Wenn das ein-, zweimal vorkommt, ist das ja ok und durchaus menschlich, aber wenn sich dieses Verhalten durch den ganzen Roman zieht, weil die Geschichte sonst nicht funktionieren würde, wird es irgendwann nervig. Genauso wie der überaus blumige Schreibstil der Autorin - auch wenn schon Grundschüler lernen, dass die Verwendung von Adjektiven eine Geschichte anschaulicher macht, hier war es mir doch teilweise des guten zuviel.


    Insgesamt fand ich es ein bisschen schade um einen eigentlich guten Plot und kann das Buch höchstens für lange Zugfahrten oder den Strand empfehlen. Ich gebe 5 Eulenpunkte..


    LG, Bella

  • Ausgerechnet an einem Tag, der sonst für Sarah zu den schwärzesten des Jahres zählt, trifft sie auf Eddie, einen sympathischen und gutaussehenden Mann, mit dem sie spontan die nächsten Tage verbringt. Sarah ist sich sicher: Zwischen den beiden ist etwas Besonderes. Und auch Eddie scheint es nicht zu gefallen, dass er ausgerechnet so kurz nach ihrem Kennenlernen in einen lang geplanten Urlaub verschwindet. Aber es sind ja nur wenige Wochen und dann können sich die beiden wiedersehen. Doch dann meldet sich Eddie nicht aus dem Urlaub – und nach einiger Zeit vermutet Sarah das Schlimmste? Was steckt hinter Eddies Verhalten? Was hat die Vergangenheit damit zu tun? Und wie können ihre Freunde helfen, die alle mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen haben?

    Rosie Walsh hat einen wirklich ergreifenden Roman geschrieben, der viele Themen aufwirft, über die man nachdenken kann. Die Grundzüge der Geschichte sind toll gemacht, man selbst kann auch nur spekulieren, was es mit Eddies Schweigen auf sich hat und die Autorin verwirrt den Leser geschickt mit Andeutungen, die man sich selbst zusammenstückelt, aber nicht weiß, ob man das Puzzle richtig zusammengesetzt hat.


    Leider muss ich sagen, dass ich die hauptsächliche Passivität von Sarah nicht ganz verstehen kann. Es gibt mehrere Situationen, in denen ich als Leser nicht verstehen kann, warum sie nicht das offensichtliche tut und so wirkt es für mich, als habe die Autorin es absichtlich so gemacht, um die Spannung zu steigern beziehungsweise das Buch künstlich zu verlängern. Ich hätte mir gewünscht, dass es stärkerer Gründe geben würde, warum Sarah sich zum Beispiel nicht an Nachbarn wenden kann oder einfach mal mehr versucht, über Eddie herauszufinden.


    Dennoch hat mir die Handlung gut gefallen und so kann ich über die seltsamen Stellen hinwegsehen. Eine große Freude war Rudi, der Patensohn von Sarah, der trotz seines jungen Alters oft die beste Beobachtungsgabe und die praktischsten Tipps von sich gab, wobei er dennoch manchmal naiv und simpel war – was aber vielleicht tatsächlich schneller zu einer Lösung geführt hätte.


    Ich kann mir gut vorstellen, das Buch in einigen Jahren mit Freude erneut zu lesen, was für mich immer ein gutes Zeichen ist und deswegen vergebe ich 8 von 10 Eulenpunkten.

  • Ohne ein einziges Wort - Rosie Walsh

    Taschenbuch

    Goldmann Verlag

    528 Seiten


    Über die Autorin:

    »Ohne ein einziges Wort« ist das Debüt der britischen Autorin Rosie Walsh und wurde über Nacht in 30 Länder verkauft. Wenn sie nicht schreibt, liebt sie es, draußen zu sein, spielt Violine in einem Orchester, kocht und rollt ihre Yogamatte aus, so oft sie kann. Sie lebt mit ihrem Lebensgefährten und ihrem Sohn in Bristol.


    Beschreibung:

    Stell dir vor, du begegnest einem Mann, einem wundervollen Mann, und verbringst sieben Tage mit ihm. Am Ende dieser Woche bist du dir sicher: Das ist die große Liebe, und es geht ihm ganz genauso. Zweifellos. Dann muss er verreisen und verspricht dir, er meldet sich auf dem Weg zum Flughafen. Aber er ruft nicht an. Er meldet sich gar nicht mehr. Deine Freunde raten dir, ihn zu vergessen, doch du weißt, sie irren sich. Irgendetwas muss passiert sein, es muss einen Grund für sein Verschwinden geben. Und nun stell dir vor, du hast recht. Es gibt einen Grund, aber du kannst ihn nicht ändern. Denn der Grund bist du.


    Meine Meinung:

    Das Buch ist ein drei Teile gegliedert. Wobei der erste Teil ungefähr die Hälfte einnimmt. Hier erfährt man in Rückblenden, wie sich Sarah und Eddie kennengelernt haben. Die beiden verbringen eine wundervolle Woche miteinander und sind sich recht schnell nah. Dann verschwindet Eddie aus ihrem Leben. Ihr Verhalten danach konnte ich absolut nicht nachvollziehen. Dadurch wirkt die Geschichte zu konstruiert und unlogisch. In der Realität würde wohl kaum jemand wie Sarah agieren. Dieser Teil kommt sehr ruhig daher und plätschert manches Mal belanglos vor sich hin. Doch als Leser ahnt man bereits, dass da noch mehr hinter Eddies Verschwinden stecken muss. Dass es mehr ist als einfach nur verlorenes Interesse. Dieses Gefühl hat mich dann am Ball bleiben lassen, ich wollte doch unbedingt erfahren, was in der Vergangenheit vorgefallen ist.

    Im zweiten Teil kommt es dann zu unerwarteten Wendungen, die eine unglaubliche Spannung entstehen ließen. Nun hatte es mich wirklich gepackt. Man hatte sich als Leser ja bereits so einige Gedanken gemacht, was da wohl vorgefallen sein könnte. Doch mit diesen Ereignissen hätte ich absolut nicht gerechnet.

    Der dritte Teil erzählt aus Eddies Sicht. So konnte man sich als Leser auch noch ein Bild über sein Leben machen. Und warum er sich so verhalten hat. Obwohl ich ihm manchmal am liebsten wachgerüttelt hätte.


    Fazit:

    Die letzten beiden Teile haben mich definitiv für den ersten Teil entschädigt, der einige Logikfehler beinhaltete und daher unrealistisch auf mich wirkte. Da hätte man einiges wesentlich kürzer zusammenfassen können. Und auch die Beschreibungen waren mir hier oft zu blumig und weit hergeholt. Im zweiten und dritten Teil dagegen war der Stil flüssig, mitreißend und die Geschichte wirklich spannend erzählt.

    Die Nebenfiguren dagegen kamen schon gleich zu Beginn sympathisch und authentisch rüber. Gerade im ersten Teil fand ich deren Part wesentlich interessanter als die Protagonisten selbst. Durchhaltevermögen wird hier mit einer spannenden und romantischen Story voller Geheimnisse und liebenswürdigen Figuren belohnt.

    Der erste Teil bekommt von mir 5 Eulenpunkte, Teil zwei und drei haben dagegen die volle Punktzahl verdient.


    Ich bedanke mich ganz herzlich für das Rezensionsexemplar.

  • Inhalt:


    Sahra lebt seit vielen Jahren in Kalifornien und leitet dort mit ihrem Mann eine Wohltätigkeitsorganisation. Während ihres jährlichen Heimaturlaubes in Gloucestershire lernt sie Eddie kennen, und verbringt mit ihm eine traumhafte Woche. Sie glaubt den Mann fürs Leben gefunden zu haben. Als Eddie sich auf seine lange geplante Urlaubsreise verabschiedet, verspricht er ihr sich auf dem Weg zum Flughafen zu melden, aber nichts passiert.

    Auch in den folgenden Tagen kommt kein Lebenszeichen von ihm…. .


    Meine Meinung:


    Ein Albtraum, den man niemanden wünscht. Man meint einem Menschen vertrauen zu können und wird bitter enttäuscht, das ist die traurige Erfahrung, die Sarah machen muss.

    Hier entwickelt sich aber eine spannende Geschichte, die eine sehr unerwartete Wendung nimmt. Die Autorin schafft es, die Geschichte ohne Kitsch zu erzählen, stattdessen gibt sie einen tiefen Blick in die menschliche Psyche.

    Ich haben die Lektüre mit einigen Vorbehalten begonnen, da ich eigentlich kein Fan von Liebesromanen bin, aber nach den ersten Seiten wird klar, dass es hier nicht nur um enttäuschte Liebe geht, sondern das die Handlung in eine interessante Geschichte übergeht, die mir sehr gut gefallen hat.

  • Eigene Meinung:

    Auch ich durfte das buch in der Leserunde mitlesen. Vielen Dank dafür


    Leider kann ich mich den meisten Stimmen hier nur anschließen.

    Die ersten 300 Seiten zogen sich ziemlich und ich hab eigentlich nur wg der LR weitergelesen und weil ich dann doch noch wissen wollte, warum Eddie sich nicht mehr meldet.

    Das Buch liest sich ansonsten eigentlich recht flott, mir persönlich war der Schreibstil allerdings manchmal etwas zu gewollt lyrisch.

    Die Grundidee fand ich eigentlich ganz interessant, leider hapert es an der Umsetzung: Nervige Protas, mMn zuviel Lückenfüller-Nebengeschichten.

    Die Autorin hat versucht den Protas mehr Gesicht zu geben, in dem sie aus dem Leben/Vergangenheit/Freunde erzählt hat. Für die Hauptgeschichte war das aber eher bremsend. Da hätte eine Straffung durchs Lektorat evtl geholfen.


    Mittendrin ein fieser Cliffhanger mit Erzählerwechsel war eine geniale Idee, konnten aber das Buch nicht mehr zu hundertprozent retten


    6/10 Eulenpunkten

  • Ich lese ja nicht so oft Liebesromane, einfach weil sie mir oft nicht gefallen. Entweder zu kitschig oder nicht herzerwärmend genug.

    Wichtig ist mir erst mal der Erzählstil. Der hat mir hier eigentlich sehr gut gefallen. Soll heißen, die Sprache ist schön, die Liebesszenen haben das richtige Maß an Herz, Schmerz und realistisch. Die Protas sind mir außerdem sympathisch und die Dialoge - auch sehr wichtig - kommen gut rüber.

    Schön ist es, wenn das Hin und Her - das es bitte gerne in Liebesromanen geben darf - einen plausiblen Hintergrund hat und nicht an den Haaren herbeigezogen. Gut fand ich hier vor allem, dass es eben man nicht um andere Partner ging, die Steine in den Weg legen. Also zumindest keine Liebesbeziehungen.


    Nicht gefallen hat mir allerdings, dass die Hauptdarstellerin für ihr Alter und ihre Erfahrungen einfach sehr gehemmt war und so gar keinen Mut hatte, die Probleme mit dem Geliebten zügig anzugehen. Sie hat die Hälfte der Geschichte einfach nur abgewartet, gehofft, gejammert, gelitten und ihr Handy traktiert. Das nervte ebenso wie die Tatsache, dass man ewig nicht wusste, wohin die Reise ging. Ein Geheimnis ist schön und gut aber dieser Kniff wurde leider überreizt und verleitete mich dazu, dass angefangen habe, phasenweise quer zu lesen oder zu überfliegen.


    Das letzte Drittel hat mir wieder sehr gut gefallen. Auch das Finale und das menschliche "Ende".

    Pluspunkte gibt es auch für das wunderschöne Cover.


    Alles in allem werden das 6 Punkte. Da wäre mit etwas Straffung durchaus mehr drin gewesen. Ich behalte die Autorin im Auge.

  • Cover: Das Cover hat mir sehr gut gefallen, es passt auch sehr gut zu der Geschichte die hier erzählt werden soll.


    Inhalt: Bei einem Besuch in England trifft Sarah auf Eddie und beide scheinen direkt eine Zugang zueinander zu haben. Sie verbringen die nächsten sieben Tagen mit einander. Doch dann müssen sie sich erstmal trennen, den Eddie muss verreisen, aber er verspricht sich zu melden. Doch dann hört Sarah nichts mehr von ihm, was erst normale Sorge war wird immer mehr zu Verzweiflung. Warum meldet er sich einfach nicht. Der Grund scheint sich in der Vergangenheit von Sarah und Eddie zu verbergen.


    Meine Meinung: Der Schreibstil der Autorin lässt sich gut und flüssig lesen, allerdings verliert sie sich für mich in Banalitäten. Viele der über 500 Seiten waren für mich Wiederholungen und Lückenfüller. Schade, den die Idee der Geschichte finde ich sehr interessant. Ab der Mitte des Buches ändert sich der Spannungsaufbau und durch die hier folgenden Wendung in der Geschichte wird vieles, was mich in der ersten Hälfte noch ratlos machte, klarer.


    Am schwierigesten waren für mich die Figuren in der Geschichte. Sarah eine ca. 40 Jährige frisch geschiedene Frau benimmt sich die meiste Zeit wie ein frischverliebter Teenie. So drehen sich viele Szenen darum wie sie SMS, Anrufe,Messenger-Nachrichten oder SozialeMedien checkt, oftmal nimmt sie dabei ihre komplette Umwelt nicht mehr wahr. Eddie hingegen wirkte auf mich lange wie ein herzloser Mistkerl, der Sarah einfach so zappeln lässt ( dies ist einer der Punkte die sich im Verlauf der Geschichte für mich gewendet haben).


    Zum Ende der Geschichte wird vieles klarer und durch die Auflösung auch verständlicher. Immerhin wird der Leser mit einem Happyend belohnt, obwohl ich hier auch kurz gezweifelt haben. Da kam nochmal richtig Spannung ins Spiel.


    Fazit: Für mich hätten die ersten 250 Seiten durchaus auf 50 zusammengefasst werden können, in der zweiten Hälfte hat das Buch dann aber mehr Spaß gemacht.


    Daher gibt es von mir 5 Eulenpunkte

    Das Buch ist wie eine Rose, beim Betrachten der Blätter öffnet sich dem Leser das Herz.


    (Sprichwort aus Persien)


    LG büchervamp :flowers

  • Ich habe das Buch nicht in der Leserunde gelesen. Ehrlich gesagt war ich schon vor dem Abbruch, dann hat mir eine Freundin gesagt, oh, das ist ja so schön und dann habe ich das Buch noch mal zur Hand genommen. Wie gesagt, am Anfang hätte ich Sarah prügeln wollen, es war alles so unlogisch. Aber dann hat mich das Buch doch noch in seinen Bann gezogen und ich fand es dann wirklich noch sehr gut, Die Geschichte hat mich mitgenommen und ich hatte immer andere Ideen, was jetzt wirklich passiert ist, am Ende lag ich falsch.

    Von mir wegen dem lahmen Anfang 7 Eulenpunkte.

  • Enttäuschendes Leseerlebnis


    Gleich vorneweg: Nachdem ich durch den Klappentext unglaublich neugierig auf dieses Buch war, hat es mich letztlich doch sehr enttäuscht. Nicht nur, dass Sarah sich in den ersten zwei Dritteln mit beinahe 40 Jahren wie ein Teenager aufführt, der das erste Mal Liebeskummer hat, sondern auch die generell zum Teil für mich unrealistischen und nicht nachvollziehbaren Entwicklungen der Geschichte haben dazu geführt, dass sich das Buch für mich sehr gezogen hat. Wenn man zum zwanzigsten Mal liest, wie furchtbar Sarah sich fühlt, weil Eddie nicht angerufen hat (Klischee-Alarm), dann kann einem das wirklich zu viel werden. Mir ging es mit „Ohne ein einziges Wort“ jedenfalls so.


    Positive Aspekte sind die überraschenden Wendungen, die ab der Hälfte und im letzten Drittel immer mal wieder eingestreut werden. Die konnten mich allerdings auch nicht für die übertrieben klischeebelastete Handlung entschädigen. Rosie Walsh hat zwar einen angenehmen, schönen Schreibstil, verliert sich aber an manchen Stellen in Details, was wiederum dazu beiträgt, dass die Geschichte sich gefühlt zieht.


    Von mir erhält „Ohne ein einziges Wort“ daher leider nur vier von 10 möglichen Eulenpunkten.


    Ich möchte mich aber noch einmal bei buechereule.de und dem Verlag für mein Exemplar für die Leserunde sehr herzlich bedanken!

    "Ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns."

    Franz Kafka, Brief an Oskar Pollak, 27. Januar 1904






    :lesend

  • Ich durfte das Buch im Rahmen der Leserunde lesen, dafür auch hier noch einmal Danke an die Losfee, an Wolke und an den Verlag.


    Das Buch hatte, meiner persönlichen Meinung nach, massive Längen, gekürzt und gestrafft wäre es bei max. 50-100 Seiten eine schicke Kurzgeschichte gewesen.


    In den ersten Teilen habe ich mich massiv über Sarah und das Verhaltensmuster aufgeregt. Wie kann ein Mensch, der fast 40 ist, sich so verhalten, ferner das bedienen sämtlicher Klischees, die man eigentlich einer pubertierenden Person zuordnet.... Nicht so ganz mein Geschmack.


    Im letzten Teil kam dann endlich Bewegung in die Geschichte, doch dort kam dann ein sehr persönlicher Einfluss dazu, das ich das Buch abbrechen musste. Das Verhalten von Eddies Mutter.... hat mich dazu verleitet.


    Ich würde das Buch nicht sooooo gerne weiter empfehlen, eben wegen der bereits genannten Längen kann ich das nicht guten Gewissens machen


    ich vergebe 2 von 10 Punkten. Sorry

  • Wenn man mich fragen würde, ob mir das Buch gefallen hat, würde ich antworten: „Ja und nein“. Ich muss natürlich zugeben, dass diese Antwort keine Hilfe für den zukünftigen Leser ist und daher versuche ich mich zu erklären.


    Der Einstieg ins Buch fiel mir überaus leicht. Mit ihrem schönen, angenehmen und überaus einfühlsamen Schreibstil hat die Autorin mich sehr schnell für sich eingenommen. Und auch die Figuren wirkten auf den ersten Blick lebendig und farbenfroh. Doch schon bald verwirrten mich die Verhaltensweisen der Protagonisten immer mehr. Ich muss in einem Buch die Figuren nicht zwingend lieben oder auch nicht alles verstehen, was sie so anstellen. Aber in diesem Falle ertappte ich mich immer wieder, sprich viel zu oft dabei, wie ich den Kopf über Vorgehens- und Denkweisen schüttelte.


    Leider zog sich die Geschichte auch immer länger hin, so dass die Versuchung des Querlesens immer grösser wurde. Da ich das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen habe, kann ich nicht mit Gewissheit sagen, ob ich das Buch alleine ausgelesen hätte. Erst in der zweiten Hälfte wurde der Spannungsbogen etwas angezogen, blieb für meinen Geschmack dennoch zu flach, auch wenn zeitweise die Ereignisse geballt über Figuren und Leser hereinbrachen – zuerst zu wenig und dann zu viel. Erst eine für mich sehr überraschende Wendung und ein sehr einfühlsam erzählter Schluss, konnten mich wieder etwas mit dem Buch versöhnen.


    Auch wenn eigentlich, eigentlich kein richtiges Wort ist, muss ich es hier anwenden: „Ohne ein einziges Wort“ ist eigentlich eine sehr schöne und ergreifende Geschichte. Der zu sehr in die Länge gezogene Plot und dadurch entstandende Leerläufe beim Lesen, haben mir doch einiges an Leserfreude genommen. Daher fällt mir auch eine abschliessende Bewertung unheimlich schwer: es ist ein einfühlsamer Schmöker für Romantiker – aber man muss auch viel Geduld mitbringen und darf es mit Logik und Realitätssinn nicht allzu genau nehmen.

  • Wenn man mich fragen würde, ob mir das Buch gefallen hat, würde ich antworten: „Ja und nein“. Ich muss natürlich zugeben, dass diese Antwort keine Hilfe für den zukünftigen Leser ist und daher versuche ich mich zu erklären.


    Der Einstieg ins Buch fiel mir überaus leicht. Mit ihrem schönen, angenehmen und überaus einfühlsamen Schreibstil hat die Autorin mich sehr schnell für sich eingenommen. Und auch die Figuren wirkten auf den ersten Blick lebendig und farbenfroh. Doch schon bald verwirrten mich die Verhaltensweisen der Protagonisten immer mehr. Ich muss in einem Buch die Figuren nicht zwingend lieben oder auch nicht alles verstehen, was sie so anstellen. Aber in diesem Falle ertappte ich mich immer wieder, sprich viel zu oft dabei, wie ich den Kopf über Vorgehens- und Denkweisen schüttelte.


    Leider zog sich die Geschichte auch immer länger hin, so dass die Versuchung des Querlesens immer grösser wurde. Da ich das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen habe, kann ich nicht mit Gewissheit sagen, ob ich das Buch alleine ausgelesen hätte. Erst in der zweiten Hälfte wurde der Spannungsbogen etwas angezogen, blieb für meinen Geschmack dennoch zu flach, auch wenn zeitweise die Ereignisse geballt über Figuren und Leser hereinbrachen – zuerst zu wenig und dann zu viel. Erst eine für mich sehr überraschende Wendung und ein sehr einfühlsam erzählter Schluss, konnten mich wieder etwas mit dem Buch versöhnen.


    Auch wenn eigentlich, eigentlich kein richtiges Wort ist, muss ich es hier anwenden: „Ohne ein einziges Wort“ ist eigentlich eine sehr schöne und ergreifende Geschichte. Der zu sehr in die Länge gezogene Plot und dadurch entstandende Leerläufe beim Lesen, haben mir doch einiges an Leserfreude genommen. Daher fällt mir auch eine abschliessende Bewertung unheimlich schwer: es ist ein einfühlsamer Schmöker für Romantiker – aber man muss auch viel Geduld mitbringen und darf es mit Logik und Realitätssinn nicht allzu genau nehmen.

  • Meine Meinung zum Buch:



    Titel: Wenn Liebe dein einziger Halt ist...



    Ich bin absolut kein Freund von Liebesromanen, aber da mir jetzt so oft von diesem Roman vorgeschwärmt wurde, musste ich mir selbst ein Urteil bilden und ich wurde mehr als positiv überrascht.



    In der Geschichte geht es um Sarah und Eddie, die sich eher zufällig über den Weg laufen. Mit beiden hat es das Leben bisher nicht so gut gemeint, umso mehr freuen sie sich, dass sie jetzt sich gefunden haben und verbringen zauberhafte sieben Tage miteinander. Doch dann hört Sarah nichts mehr von ihrem Liebsten. Ist ihm was passiert oder hat er jetzt schon das Interesse verloren? Wird sie ihn jemals wiedersehen?



    Die Handlung wird uns sowohl über Sarah als auch Eddie, jeweils agierend als Ich- Erzähler, nahe gebracht. Zudem runden ominöse Briefe das Ganze ab.



    Die Autorin erzählt dem Leser wirklich sehr geschickt die Geschichte von Eddie und Sarah, denn mal sind wir mitten drin im Kennenlernen und mal in der Ernüchterung danach. Man bekommt immer mehr Lust hinter das Geheimnis zu kommen warum sich die beiden nicht mehr sehen können.



    Die Protagonisten wachsen einem direkt ans Herz. Gerade mit Sarah konnte ich mich identifizieren, kennt man als Frau doch all die Selbstzweifel, die einen zerfressen, wenn sich der Liebste nicht meldet. Aber auch Eddie ist ein sehr sympathischer Kerl, hilft er doch seiner kranken Mutter und ist handwerklich äußerst begabt.



    Doch auch die Nebencharaktere wissen zu überzeugen, gerade Sarahs Freunde Jo, Tommy und Jenny, bei denen allen das Leben seine Spuren hinterlassen hat. Hier hat mich besonders Jennys Schicksal berührt.



    Der Roman besticht vor allem durch seine zahlreichen Wendungen. Da denkt man endlich an den Schlüssel des Rätsels angelangt zu sein und dann kommt es wieder ganz anders. Teilweise hatte man echt das Gefühl einen Krimi und keinen Liebesroman zu lesen. Ich mochte hier wirklich gern, dass sich erst ganz zum Schluss alles aufklärt und dies auch äußerst schlüssig und verständlich passiert.



    Mein einziger Kritikpunkt ist, dass sich Sarah für meinen Geschmack zu lange in Selbstzweifeln gesuhlt hat, anstatt nach Eddie zu suchen, aber das ist wahrscheinlich Geschmackssache.



    Fazit: Ein Liebesroman, der mal ganz anders daherkommt, da er völlig ohne Kitsch auskommt. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus.



    Bewertung: 8/ 10 Eulenpunkten

  • Dieses Buch habe ich in einer Leserunde gelesen. Vielen herzlichen Dank an Wolke und den Verlag für die Möglichkeit, daran teilzunehmen.


    Zuerst mal zur Gestaltung des Covers: ich finde das Cover wunderschön! Schöne Farben und das ganze Layout haben mich sehr angesprochen.


    Und nun zur Geschichte: Sarah ist Engländerin, lebt aber seit Jahren in den USA, wo sie eine Hilfsorganisation leitet. Während eines Besuchs bei ihren Eltern in ihrer alten Heimat, trifft sie auf einem Spaziergang einen Mann namens Eddie, in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Sie verbringen eine romantische Woche zusammen und dann trennen sich ihre Wege, da Eddie in den Urlaub fliegt. Sie versprechen sich, sich wieder zu sehen, doch Eddie taucht nicht mehr auf und meldet sich nicht mehr…..


    Das „Warum“ ist der rote Faden der Geschichte. Am Anfang zieht sich das ganze ziemlich und ich war oft kurz davor, das ganze Buch nur noch quer zu lesen..aber durchhalten wird doch manchmal belohnt und das Buch wird doch noch recht spannend.

    Allerdings ist das Verhalten Sarahs für mich überhaupt nicht nachvollziehbar.. sie ist fast 40 und benimmt sich wie ein unerfahrener, pubertierender Teenie..checkt gefühlt alle paar Minuten ihr Handy nach Nachrichten oder Anrufen, anstatt mal zu Eddies Haus zu fahren oder bei Freunden und der Familie zu fragen, wo er ist…..

    Auch fand ich die Figuren generell etwas farblos, was ich sehr schade fand..

    Der Schreibstil hat mir am Anfang nicht so gefallen, weil mir die Sprache zu blumig war, aber das hat sich nachher gegeben. Berührt hat mich die Geschichte nicht, aber ab der Mitte des Buches wurde es recht spannend und ich wollte unbedingt wissen, was denn nun wirklich passiert ist.


    Für ein Erstlingswerk ist das Buch ok, hat aber auf jeden Fall noch Luft nach oben.


    Von mir gibt es daher gute 7 Punkte!